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Autor Thema: Suche Infos zum Psychosomatischen Klinikum Rhön-Klinikum in Bad Neustadt  (Gelesen 1809 mal)
Peter007
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Beiträge: 3


« am: 05. September 2008, 16:24:40 »

 Huch
Ich soll dorf eine REHA antreten. Grund - Burn Out und Tinnitus.  Leider habe ich bei der Recherche (Klinikbewertungen) überwiegend negative Beurteilungen gefunden.  Platze gleich
Nun möchte ich zum einen wissen, ob es dort wirklich so schrecklich ist und ob es hier jemanden gibt, der Erfahrungen gemacht hat, wenn man die von der Deutschen Rentenversicherung vorgeschlagenen Klinik ablehnt.
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PK
Rhini
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« Antworten #1 am: 06. September 2008, 10:12:43 »

Hi Peter,
Ich kenne diese Klinik nicht, aber ich lese hier immer wieder, dass Infos über Aufenthalte in verschiedenen Einrichtungen gesucht werden. Dazu ist zu sagen, dass gerade bei psychischen Krankheiten die Empfindungen einer Situation (z B Klinikaufenthalte) sehr unterschiedlich sind. Natürlich kann es tatsächlich auch unzureichende Kliniken geben, aber es ist und bleibt Empfindungssache.
Jeder Mensch, der sich freiwillig in Behandlung begiebt, hat auch das Recht, den Behandelnden bzw die Klinik abzulehnen. Dazu bedarf es allerdings eine Begründung wenn durch die Rentenkasse zB eine Reha angedacht ist zur Wiederherstellung der Arbeitskraft. Verweigert man konkret jeden Ansatz, könnte es schwierig werden, Leistungen zu erhalten.
Liegen  unsaubere Zimmer, schlechtes Essen oder unqualizierte Behandlungen vor, kannst du die Kasse mit dem Hinweis darauf bitten, dich woanders unter zu bringen.
LG
Rhini
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Peter007
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Beiträge: 3


« Antworten #2 am: 06. September 2008, 11:33:06 »

Hallo Rhini,
herzlichen Dank für deine Nachricht. Nach dem ersten Schock über die vielen negativen Äußerungen, die ich übrigens unter www.klinikbewertungen.de - Stichwort Bad Neustadt - gefunden habe, werde ich diese Äußerungen nochmals genau unter die Lupe nehmen. Ausserdem überlege ich mir, die Klinik zuvor an zu sehen, um mir mein eigenes Bild zu machen. Ist zwar mit zusätzlichem finanziellen Aufwand verbunden, aber wenn man dort mindest. 6 Wochen aushalten soll, vertretbar.
Hinsichtlich der Ablehnung habe ich dich so verstanden, dass man erst einmal die Reha antritt und bei Missständen die DRV verständigt mit der Bitte um Verlegung in eine andere Klinik. Ich glaube aber, wenn man erst einmal in der Mühle drin ist, gibt es kein Zurück mehr.
Ich habe mir auch das Therapieprogamm im Qualitätsbericht angesehen - mein Eindruck ist, dass die Therapie mehr auf Menschen ausgelegt ist, die nicht arbeiten können/wollen bzw. nicht arbeitsfähig sind.
Eigentlich bin ich auch nicht arbeitsfähig, - der Begriff ist sehr weitläufig - Grund ist aber Überarbeitung und nicht weil ich nicht weiß, wie oder als was ich arbeiten soll. Das sind für mich völlig andere Ansätze der Therapie.
Das ist für mich absolut kontraproduktiv!
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PK
Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #3 am: 07. September 2008, 10:10:16 »

Hi, Peter,
Habe soeben auch mal in die Bewertungen geschaut. Nunja, sie sind wohl wirklich sehr gemischt von zufrieden bis katastrophal.
Ich selbst war in einer Tagesklinik und hatte dort auch ein "Programm", welches mich in der Genesung unterstützen sollte. Klinik, Leute und Essen waren oK, aber es hat mir nicht geholfen; im Gegenteil, ich war hinterher nur noch mehr durcheinander... Ergo könnte ich sagen, die Klinik war "scheiße" (tschuldigung!).
Sicherlich denkst du, dass Beschäftigungstherapie mit Malen, Spielen und Werken nicht auf dein Krankheitsbild passt. Doch werden dort auch die zwischenmenschlichen Beziehungen geprobt und anhand wie man eine Sache angeht, die Bereitschaft, etwas zu tun (Frauen fällt es oft leichter, hatte ich den Eindruck!) Außerdem sollen Möglichkeiten der Beschäftigung aufgezeigt werden, die man ja gerade bei psychischen Erkrankungen immer mehr eingeschränkt hat.
Nun gut, du kannst auch im Vorfeld mit deinem Arzt abklären, dass dir diese Klinik nicht behagt. Allerdings könnte die nächste Klinik noch "schlechter" sein. Andersherum kannst du natürlich bei großen Mängeln die Koffer packen. Dabei ist jedoch wichtig, die Mängel konkret auf zu führen; wie ZB Ärztemangel, dreckige, viel zu laute Zimmer oder auch ständiger Baulärm... Du gehst dort hin, um zu gesunden!
Man ist auch nicht gezwungen, alle Planpunkte voll mitzumachen. Wenn man zB erschöpft ist, kann einen keiner zwingen, noch schwimmen oder laufen zu gehen oder an einer lautern Aktivität teil zu nehmen.

Als Frage: Wie stellst du dir deine Therapie/Reha vor? Hast du konkrete Wünsche?
LG Rhini
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Peter007
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Beiträge: 3


« Antworten #4 am: 08. September 2008, 14:25:54 »

Hallo Rhini,
bin heute etwas in Zeitnot - Arzttermine. Daher nur ne kurze Antwort. In der Tat habe ich bestimmte Vorstellung zu den Therapiemöglichkeiten. Beschäftigungstherpie gehört sicherlich dazu, sollte aber auch sinnvoll sein. Auch eine Gruppentherapie hat ihre Vorzüge, sollte aber nicht als das letze und einzige Mittel der Wahl sein.
Da ich ja ursprünglich wegen eines Tinnitus eine Kur beantragt habe - die kurzer Hand abgelehnt wurde, weil sie ja akut ist damit nicht in die Zuständigkeit der Rentenkasse fällt. Die Krankenkasse aber lehnte es im Vorfeld ab und wies chronische psychosomatische Störungen als Ursache hin. Dafür sei sie nicht zuständig. Also wurde der Antrag modifiziert und inzwischen wie bereits geschrieben genehmigt.
Ich hatte eine Klinik vorgeschlagen, die auf beide Krankheitsschwerpunkte  eingestellt ist und auch mit alternativen Therapiemethoden ganzheitlich an die Sache herangeht. Leider wurde dieser Vorschlag abgelehnt. Vermutlich wurde sie abgelehnt, weil sie nicht zu den Einrichtungen der Deutschen Rentenversicherung (Bund) gehört und am Meer liegt. Ich habe nicht gegen Berge, aber ich habe in beiden Knien schwere Athrose und bin dadurch nicht besonders wild auf bergauf und ergab.
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PK
Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #5 am: 09. September 2008, 10:03:53 »

Hi, Peter
Dieses Hin und Her mit der Zuständigkeit ist mir bekannt; so hat seinerzeit die Krankenkasse meine Reha auch abgelehnt. Wann soll deine Kur eigentlich beginnen? Oftmals schickt die Rentenkasse doch nur dorthin, wo ein Platz frei ist und die Maßnahmen entsprechend sind. Abgesehen davon ist es ja nicht sicher (oder doch?) dass es dort nur immer Bergauf und Bergab geht.
Das die RK in ihre eigenen Kliniken schickt, ist doch nachvollziehbar. Anders sieht es aus, wenn die Kosten des Aufenthaltes nur bezuschußt werden, dann hat man eine größere Auswahl.
Ein wenig habe ich das Gefühl, dass du nicht ganz hinter der Sache stehst. Aber selbst, wenn es nicht ganz das ist, was du möchtest, solltest du die Kur/Reha machen. Letztlich hat man doch auch Freizeit, sich zu erholen. Außerdem kann man neue Blickwinkel für vieles erlangen. Und, ggf, für das nächste Mal kannst du diese Klinik ablehnen, wenn sie dir nicht behagt hat oder nichts gebracht hat.
LG
Rhini
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