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Autor Thema: friede, freude, eierkuchen  (Gelesen 1334 mal)
oba
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Beiträge: 359


« am: 14. September 2008, 13:17:47 »

hallo, ich mal wieder, oba

"diese" familie im forum ist grösser, als der eigene freundeskreis, die menschen, mit denen man sich sonst so "herumschlägt" im leben.

im grunde ein ganz komisches empfinden. da bekommt man teilnahme, bekommt irgendwie aufmerksamkeit. kann sich "endlich" mal mitteilen. und doch scheint ein "bild" zu fehlen. es ist, als ob man aus einer dunkeln ecke heraus in ein licht schreitet. genau so kommen diese menschen im forum auch zurück. man sieht sich nicht. man fühlt sich nicht. aber man versteht sich. irgendwie und irgendwo.

dieses gefühl birgt friede, freude, eierkuchen. wie weit aber dieses gefühl befriedigung bringt, muss sich jeder selber für sich selber beantworten.

oft "befriedigt" will mir selten gelingen. oft mache ich mir so ein paar gedanken. schreibe sie in dieses forum. nach durchgewachter oder durchgeschlafener nacht, kommen mir zweiffel. wärs nicht besser gewesen, ich hätte es erst gar nicht geschrieben?
und kommt eine antwort überhaupt auf so einen beitrag?

so und so, kann dann doch noch eine art "besprechung" unter seinesgleichen einen erfolg verbuchen. bei gewissen beiträgen aber auch das gegenteil in ein "chaos" ausarten.

wenn gar keine antwort geschrieben wird, zweiffelt der autor ebenso, weil er sich nicht sicher sein kann, den "wunden" punkt getroffen zu haben. zu sich und zum anderen.

viele themen verlaufen sich auch im sande. plötzlich, nach sieben, acht beiträgen, erstummen sie wieder.

es entsteht so eine flut von beiträgen im forum, die monate lang stehen.

auch wenn sie nach wie vor aktuell sind, sollten sie doch nach zwölf monaten gelöscht werden.
ich sags mal so:

ein jahr hat 12 monate. und nach 12 monaten sollte man aufräumen. jeder, der im kleiderschrank, im keller oder einer schublade sachen hat, die er 12 monate nicht angefasst hat, sollte er einfach "entfernen".

vielleicht landet da mal etwas im "müll" das vielleicht doch tatsächlich noch zu gebrauchen gewesen wäre. aber aus den augen, aus dem sinn, ist es sinnvoll, eben doch immer wieder mal "freiraum" zu schaffen. für "neues", für ganz aktuelles. und wiederholt sich ein thema, ist es nicht schlimm. schlimm ist im grunde nur, wenn "altlasten" behindern, nicht losgelassen werden können.
das liegt daran, weil sie immer und immer wieder da sind. weil sie, ob nun verarbeitet oder nicht, im "wege" herum stehen. also, weg damit.

auf, zu neuem. egal, wenns der "alte" mist ist. vielleicht ganz neu deklariert.

keiner stolppert gerne über den angehäuften mist, der da scheinbar für immer liegen und hängen bleibt. so alle jahr mal, sollte man sich dazu bereit erklären, aufzuräumen.

damit es platz gibt. für neues und für eben wiederholtes. die vergangenheit bekommt oft andere farben. auch dann, wenn sie scheinbar noch genau so aktuell sind, wie vor einem jahr.
jedoch, wenn der "mist" einfach vor der türe stehen bleibt, versucht man plötzlich, einen hinerausgang zu wählen. dabei sollte die türe vor dem haus frei bleiben. damit man ohne probleme hinaus gehen kann. jeder auch zu besuch kommen kann.

ohne, das er von vornherein über einen haufen "klettern" muss.

in diesem sinne. weg mit beiträgen im forum, die älter als 12 monate alt sind.

euer oba

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Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #1 am: 15. September 2008, 10:56:19 »

Hi, oba,
natürlich hast du recht, dass Altlasten oft nur das sind, was das Wort schon sagt, eben Lasten, die alt und vielleicht schon vergessen sind. Aber dies ist ein psychosomatisches Forum und wir wissen, dass hier die Leute oftmals große Probs haben. So mag der Eine oder Andere gerne wissen, dass er nach einem Jahr (sein Text) nicht einfach ausradiert wurde. Ich selbst schaue öfter mal in die Vergangenheit um zu sehen, was sich bei mir und meinen Gedanken geändert hat.
Friede, Freude, Eierkuchen kann ich kaum finden, leider, aber dazu ist dieses Forum auch nicht da.

Trotzdem hast du recht, dass jeder von uns Altlasten, die eben auch belasten, abschütteln sollte, so gut es eben geht. Manchmal verbauen einem auch die Gedanken an die Vergangenheit die Zukunft und gerade bei mir sollte es sich mal einstellen, dass ich die Verfehlungen vor hundert Jahren entlich mal ad Akta lege. Aber es gibt Menschen, die sie immer wieder aus dem Mülleimer zerren...
Materiell gesehen kann ich mir vorstellen, dass sich Einige zumindest durch ihre Sachen definieren (was ich alles habe oder was ich alles brauche...), weil sie den Blick für sich selbst verloren haben. Ebenso gibt es Menschen, die alles wegtun, weil jedes Teil sie belastet, wenn sie darüber die Verantwortung tragen müssen.
Ich denke, hier, im virtuellen Speicher, schadet es niemanden, wenn die Texte auch drei, vier oder fünf Jahre stehen. Jeder mag sich das herausziehen, was für ihn wichtig ist.
Liebe Grüße
Rhini

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oba
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Beiträge: 359


« Antworten #2 am: 15. September 2008, 18:12:13 »

liebe rhini

vielleicht hast du recht. im grunde hast du sogar sehr recht.
was müssen mich beiträge kümmern, die datiert sind aus dem jahr 2007?
ich kann ja weiter "herumlesen", ob ich etwas "neueres" finde, das ich mit einer antwort verantworten kann.

nur, habe ich eben mühe, den "sommer 68", die erste liebe, das erste zärtliche "du" zu mir auf den heutigen tag zu neuem (vergangenen) leben zu erwecken.
ich hab nicht daran gedacht, dass ja auch ich selber "fakten" aus meinem leben geschrieben habe.

sachen, die auch heute noch meinem empfinden nach wie vor entsprechen.

so gesehen, gebe ich dir recht. es muss nicht gelöscht werden.
ich hoffe aber, jeder versteht, dass auch ich mühe habe, "zu" spät auf einen beitrag zu antworten. weil ich diesen eben erst gerade "jetzt" fand.
da stelle ich mir vor, ich würde erst an einem grabe mit einem sprechen. der hört mich vielleicht nicht mal mehr. weil er schon längst nicht mehr da ist. ich dachte nicht daran, das ich belauscht werde und vielleicht plötzlich ein ganz anderer zu mir antwortet. dieser vielleicht nicht, an den ich gerade meine worte richte. dafür aber aktuell, ganz neu, von einem, der "da" ist.

das habe ich mir nicht überlegt. rhini, du hast mir hier etwas ganz wichtiges vermittelt. ich danke dir. es öffnet mir den mut, in diesem forum doch auch mal, noch auf einen "älteren" beitrag, etwas zu schreiben.

vielleicht aber unterlasse ich es. weil ich nach wie vor eine distanz zur vergangenheit in mir habe.

liebe grüsse

oba

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Richard
Administrator
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Beiträge: 486



« Antworten #3 am: 15. September 2008, 18:36:45 »

Interessantes Thema.
Altes löschen, weil nicht aktuell .... oder doch für neue User lassen ..... da sie sich finden... Sie "endlich" andere mit selbem finden ....
Neue Themen-alte Themen. In diesem Bereich ist das alte so gut wie neu. Da sich an der Körperreaktion nichts ändert.
Ich finde "mich" im alten wieder. OK, so war es bei "mir". Was hat sich geändert. Selbstfindung ....

Es gibt viele vor und viele Nachteile altes zu löschen ....

So alt, oder so neu die Beiträge sind, sie helfen alte sowie neuen Usern, wenn eine Antwort kommt.
Evtl. kommt sie für den Verfasser zu spät, für den neuen gerade richtig!
Gespeichert

LG
Richard

Mir ist egal wer dein Vater ist! Wenn ich angle, läuft hier keiner ÜBERS Wasser!

Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #4 am: 16. September 2008, 11:58:11 »

Hi Richard,
in wenigen Worten das schreiben, was ich meine, das muß ich noch lernen; oder auch nicht!

Hi, Oba,
Warum sollen uns nicht Erinnerungen, zumal, wenn sie positiv waren, immer wieder den Geschmack versüßen? Ich zehre noch heute von dem vor acht Jahren erlebten "Riverdance" oder den längst vergangenen Abenteuern meiner Kindheit.
Aber es ist, wie es ist, in diesem Forum Paralelen auch zu Altem zu entdecken, sich selbst wiederfinden oder seine eigene Entwicklung nachvollziehen zu können... Und, mein lieber Oba, wenn du jemanden bestimmten erreichen möchtest, dann wage dich vor und sende diesem eine PN.
LG
Rhini
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oba
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Beiträge: 359


« Antworten #5 am: 16. September 2008, 18:34:41 »

lieben dank.

danke, dass meine "einbringung" in dieses forum, zwar öfters gelesen, als mit antwort bedacht wird.
doch tut es jedem "beitrag" gut, wenn er nicht nur gelesen wird, sondern auch ab und an mit einer antwort versehen wird.

und bestimmt gibt es viele sachen, die das pure gegenteil von "friede, freude, eierkuchen" sein können noch wollen.
aber da kommt mir noch ein satz in den sinn, wo da heisst:
"diesen müsste man erst mal so richtig in den "dings" tretten, damit er wach wird und sich endlich mal in bewegung setzt".

zu oft unterlag ich selber schon der trägheit. mich einfach wohlgeformt in dem ganzen system der "nichts-verändern-könnenden" situation hin zu geben. oft merke ich erst, bei "aktionen", wenn da "reaktionen" sind, wo, oder wie falsch ich unter umständen (noch) liege.
zwei sachen sind mir immer wieder sehr unangenehm.

die eine seite ist die totale beschtätigung, das lob und das nicht zu ertragende "lieb-kind-machende". gebe diesem möglichst zucker, damit er im süssesten traum möglichst wonneproppenmässig zu einem dickbäckigen, trägen, schlafgewohnten "liebling" wird.

die andere seite ist die totale, "dem-zeigen-wollende", wo der hammer zu hängen hat. wo der "bartel den most holt". diesem, ach wie frech und aufmüpfig er ist, mal so richtig den "tarif" durch zu geben. unheimlich verletzend, unheimlich treffend und unheimlich fast "selber" nicht (beim austeilen) zu ertragen.

diese zwei muster sind für mich manchmal nicht nur unangenehm. sie provozieren entweder die "sich nun fallen-lassen" theorie, oder die "sich nun erst recht-aggresive" theorie.

aus einer mücke macht manchmal nicht der schreiber einen elephanten. manchmal macht es dieser erst, der nun mal zur "sich nun erst-recht-aggresiven" theorie entscheidet.

das potenzial, in meinen beiträgen birgt oft "beide" möglichkeiten zur beantwortung offen.

glaube es mir einfach jeder. es braucht bei mir eben viel mehr als nur binäres "ein", oder "aus".
denn dazwischen ist und besteht die lösung. fade oder versalzen ist genau so binär.
in mir liegt die erwartung der dosierung. und die suche ich. auch in mir. und ich bin felsenfest überzeugt, es gibt diese "richtige" dosis. in jedem rezept. in jedem essen, in jedem medikament, in jedem leben. und dort hat ein "wenn oder aber" nichts mehr zu suchen.

für viele von euch mag das nun eben "unvorstellbar" sein, sich so nahe an dieses gebiet heran zu wagen. aber mal im ernst:

"ist "befriedigung" nicht erst "befriedigend", wenn man das binäre system von ein-oder-aus im bereich der "tiefe" findet?

den bereich, wo man plötzlich merkt, das leben nicht nur geboren-werden und sterben-müssen ist? sondern eben "dass ganze leben" dazwischen erst einen menschen zum menschen macht?

ich, ich will bestimmt nicht gold gegen silber ausspielen. denn auch silber hat genau so viel glanz und wert wie gold selber. davon bin ich überzeugt.

oba







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Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #6 am: 17. September 2008, 10:11:40 »

Lieber Oba,
du weißt um die Schwierigkeit, eine Diskussion zu entfachen; zumal derzeit wenige Menschen einbezogen werden können, da sie sich hier nicht aufhalten. Einigen ist auch nur ihr Status wichtg, logischer Weise, wenn sie nach Hilfe rufen. Wenn ich dich richtig interpretiere, rufst du auch ob deiner Verwirrtheit, doch derart differenziert, dass man dich um deinen Ausdruck bewundern könnte oder eben die Nuancen deines Rufes nich heraus liest. Tschuldige, wenn ich dich missdeute.
Nichts ist Friede, Freude, Eierkuchen und nichts sollte man ohne zu hinterfragen einfach hinunterschlucken. Aber wenn ich mich treten lasse in meinen Allerwertesten oder zeigen lasse, wo der Hammer hängt, dann ist es der Weg eines Anderen, nicht meiner! Es sind Bestimmungen, Regeln, die ich nicht aufgestellt habe und oftmals nicht akzeptieren kann. In der Masse verliert sich sehr schnell die Individualität und als kleines Rädchen im Getriebe wird man ausgetauscht, wenn man nicht mehr richtig funktioniert. Ergo ist es an uns selbst, uns wichtig zu nehmen, uns selbst in die Richtung zu zwingen, die es uns möglich macht, unsere Individualität wieder zu erkennen und durch diese Wahrnehmung eventuell auch ein Stück zu gesunden.
Was uns hier im Forum begegnet, sind doch vor allem Gedanken und ich hoffe, ich werde nicht falsch verstanden, wenn ich schreibe, dass zwar Menschen, Leben, hinter den Gedanken stehen, doch keine Realität, nichts zum Anfassen... Für mich ist es gut, weil ich mich mit der Realität da draußen und deren Meinungen nicht auseinandersetzen kann, aber ich sehe hier an Reaktionen, dass mein Bild von mir recht verzerrt ist und ich es vielleicht doch noch einmal versuchen könnte, mich dem wahren (äußeren) Leben zu stellen.
LG
Rhini
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oba
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Beiträge: 359


« Antworten #7 am: 17. September 2008, 19:03:49 »

liebe rhini

gut, das du mich, uns alle, daran erinnerst, dass es eben auch noch ein "wahres" leben gibt.
manchmal vergessen wir alle einfach, das es "da draussen" noch so viel zum leben, erleben gibt.

damit meine ich " zu erleben", nicht "zu erledigen".

auch wenn nun mancher sagt, er könne halt nicht mehr "unter" menschen gehen. weil doch alles nur noch "mehr" belastet, sage ich nun aber das gegenteil:

"draussen, vor der türe ist leben. und hier, da wo ich gerade sitze, erst recht auch".

weil wir alle nicht nur spielbälle und marijonetten unser selber sind. es sei, wir lassen uns dazu hernieder. die fäden, die uns leiten, hat der mensch immer noch selber in der hand.

und so kann ich von mir sagen, das ich ganz gerne auch mal einen schritt mache, der nicht unbedingt von einem anderen am faden-ziehend befohlen werden kann.

also, auf. und seis nur, mal am fenster tief luft einzuatmen. und ich kann nichts dafür, wenns nach abgas und diesel stinkt.

und wenn rtl wieder mal eine furchtbare geschichte losflimmern lässt, auch da kann ich nichts dafür.
für etwas aber kann ich was:

wenn ich jemandem den letzten nerv nehme. und glaube, ich "sei" nun der "beste". und da liege ich so ziemlich genau so falsch, wenn dies mein glaube sein sollte, wie diese, die genau so falsch handeln in ihrer aufgabe und verantwortung. die ihnen vielleicht sogar "aufgedrängt" wurde?

es ist schwer, heute lehrer, polizist oder politiker zu sein. aber nur für diese, die sich dazu nie freiwillig dazu entschieden haben. die anderen darunter, die machen nämlich "ihren job" mit einsatz. mit herz und überzeugung. und die gilt es zu unterstützen.

die "anderen", die dürften sich wohl schon immer selber im wege gestanden haben.

friede, freude, eierkuchen gibt es erst, wenn man sich sicher ist.
sicherheit findet im innern statt. nicht da draussen, wo jeder etwas "zu sagen" hätte oder tut.

liebe grüsse von oba

(thema meinerseits beendet). danke.
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