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Autor Thema: huhu bin neu hier, WAS HAB ICH??  (Gelesen 1378 mal)
child
Beginner
*
Beiträge: 1


« am: 13. Oktober 2008, 13:59:45 »

Ein liebes Hallo an alle hier!

Bin grad neu hier, bin 20 Jahre alt und mach grad ne Ausbildung zur exam. Altenpflegerin.
Warum hab ich mich angemeldet, warum schreib ich das jetzt grad hier? ... Weiß nicht genau, ich will einfach wissen, was mit mir los ist, warum ich so bin wie ich bin. Sicher werdet ihr sagen, ich soll mich damit vllt an einen Psychologen wenden. Naja hatte schon einige Gespräche mit nem Psychologen und später mit einer Psychiaterin. Aber zur Zeit würd ich glaub ich nicht hingehen.

Ich glaub das alles fing an, als ich so 15/16 Jahre alt war. Naja, aber ich will im "Jetzt" schreiben.
Ich bekomm manchmal eine Art Heimweh-Gefühl, das kann sein, wenn ich unterwegs bin, oder auf Arbeit und manchmal auch, wenn ich eigentlich zu Hause bin. Dann fühl ich mich wie ein kleines Kind und möchte mich im Bett verkriechen und weinen. Ich hab dann das Gefühl, das irgendwas fehlt, so leer. Kann aber nicht sagen was. Auf jeden Fall ist dieses Gefühl kaum erträglich.
Oder manchmal, da bin ich plötzlich so sehr traurig, mag nicht mehr lachen, mir kommen die Tränen. Dabei ist nichts passiert.
Oft hasse ich die Sonne, sie macht mich traurig, weil ich das Gefühl habe, sie verspottet mich, lacht mich aus. Im Sommer z.b. geh ich eher ungern raus, alle sind dann fröhlich, lachen, laufen in kurzen Sachen rum. Ich fühl mich dann in dieser Welt noch fremder als es sonst eh schon der Fall ist. An dieser Stelle meine Lieblingsbeschreibung für diesen Zustand: Als würde ich in einer Seifenblase leben. Ich bin darin gefangen, sehe die Welt, die mich umgibt. Doch ich finde keinen Zugang zu ihr. Meistens will ich das auch garnicht. Aber manchmal wär ich so gern anders. Einfach wie die anderen. Party machen, auch mal spontan. Ohne mir vorher endlos Gedanken machen zu müssen. Naja, Verabredungen sag ich eh oft garnicht erst zu, weil ich genau weiß, dass ich in letzter Sekunde wieder absagen werde. Dabei hätte ich manchmal schon Lust, aber ich sage trotzdem ab und enttäusche damit mich und vor allem meine Mitmenschen. Dadurch hab ich viele Freunde verloren. Naja Freundschaften kann ich irgendwie garnicht auf lange Zeit aufrecht erhalten. Ich melde mich einfach nicht. Und ich weiß nicht wieso! Z.b. hab ich ne Freundin, sie kennt mich besser als so manch anderer. Ich hab nicht viel Zeit für sie, auch wegen Ausbildung. Aber dann bin ich bei msn on, sie auch... UND ICH SCHREIB SIE NICHT AN! Das klingt jetzt nicht weiter schlimm. Aber ich denke dann ernsthaft drüber nach "ich könnte sie ja anschreiben" aber ich tu es nicht! Warum...

Sowas ähnliches fängt nun sogar schon bei meinem Freund an. Ich bin mit ihm im Dezember 1 Jahr zusammen und ich liebe ihn mehr als mein Leben (nicht nur so daher gesagt). Er ist wie ein Engel für mich, für ihn würd ich alles tun. Ich denke oft darüber nach, was wäre wenn ich ihn nicht hätte... Ich weiß nicht, wo ich dann wäre. Naja, jedenfalls will ich ihn manchmal nicht sehen  Traurig Oder wenn er anruft... manchmal sag ich dann zu ihm, dass ich grad nicht reden möchte. Oder ich bin sauer auf ihn und er hat garnichts gemacht. Dabei ist eine Umarmung von ihm die Welt für mich.
Auf der anderen Seite hab ich so große Angst ihn zu verlieren. Ich bin mir oft fast sicher, dass sein Leben ohne mich viel unkomplizierter und glücklicher wär. Ich hindere ihn daran, Spaß zu haben und meine depressiven Phasen gehen ihm sicher auf die Nerven. Ich selbst wär auch nicht gern mit mir zusammen.

Eine soziale Phobie und eine Essstörung hat damals die Psychiaterin "festgestellt" (sagt man das so...) Aber da läuft einfach mehr verkehrt, ich merk das ja selbst. Mit dem Schneiden hab ich zur Zeit aufgehört - für meinen Freund. Es macht ihn traurig und ich hab Angst, ihn dadurch zu verlieren. Wegen mir wärs mir egal und oft vermisse ich es auch (als hätte ich einem richtig guten Freund die Freundschaft gekündigt). Nehm dann statt dessen irgendwelche Tabletten. Früher hab ich meine Antidepressiva "missbraucht", damit es mir schlecht ging. Hab öfter mal ne Überdosis genommen, damits mir schlecht ging und ich nicht essen konnte.

Meine Mutter bekommt von all dem eigentlich garnichts mit. Ob ich nun in meinem Zimmer sitz und meinen Arm kaputt mach oder mein Essen wieder raushol, oder faste oder was auch immer.

Ich könnte endlos weiter schreiben und weiß garnicht, ob ich alles erwähnt habe und weiß auch nicht, was ich mir davon erhoffe. Sollte das hier nicht her passen, könnt ihr es löschen. Ich wollts einfach loswerden.
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
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Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 14. Oktober 2008, 08:08:37 »

Hi child
Ich möchte dir auf deinen Bericht antworten, nicht wie vielleicht ein Psychiater argumentieren würde, sondern einfach als Mensch, der auf  dieser Erde leben darf/muß.Du schreibst von einem ?Heimweh Gefühl?. Ich glaube, du sehnst dich nach Geborgenheit, Sicherheit , einfach einem Gefühl der Harmonie. Nach diesen Gefühlen sehne ich mich auch, vermutlich alle Menschen. Gefühlsschwankungen gibt es immer wieder, als junger Mensch vermehrt. Einen ?GEFÜHLS EIN und AUS Schalter? gibt es nicht. Eigenliebe, keine Selbstkritik, sich und die anderen so nehmen, wie der Mensch einfach ist, mit seinen guten und weniger guten Eigenschaften, ist hilfreich. Dazu Entspannung und Atemtechnik, damit man in bei negativen Situationen den ?Faden? wieder findet. Außerdem ist wichtig, den anderen deine Meinung und deine Wünsche mitzuteilen, nur so können sie darauf reagieren.
Ich wünsche dir viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Rhini
Stammposter
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Beiträge: 833


« Antworten #2 am: 14. Oktober 2008, 09:40:34 »

Hallo, Child,
Warum sollte man deinen Text löschen? Um dir zu zeigen, dass du es nicht wert bist, hier zu stehen? Doch, du bist es wert und du bist es wert, dass man dir antwortet! Schon deine Berufswahl macht stutzig und so sehe ich jemanden, der eine soziale Phobie diagnostiziert bekommen hat und in einen sozialen Beruf geht?
Ich habe das Gefühl, du suchst nach deinem Platz in der Gesellschaft aber auch nach deiner eigenen Indentität. Aber es ist schwierig, sich selbst vorab einzugestehen, wer man eigentlich ist und sich dann auch noch so zu akzeptieren. Bildlich gesprochen "wohnst" du noch nicht in dir, bist noch nicht "daheim". Aber es ist schwierig, einzuziehen, wenn man die Wohnung nicht so akzeptiert, wie sie nun einmal ist. Aber vielleicht hilft es, wenn man sie zu eng oder zu "heruntergekommen" empfindet, dass man etwas daran tun kann, zB renovieren oder anbauen...
Und irgendwie ist einem auch bewußt, dass man aufräumen sollte, bevor man jemanden einlädt oder Platz schaffen, bevor man jemanden mit einziehen lässt.
Das war jetzt sehr konstruiert, aber das sind meine Gedanken dazu und du brauchst sie nicht annehmen.

Als junger Mensch "passieren" einem soviele Dinge, Veränderungen und Gefühle; damit muss man erstmal klarkommen. Lass dir Zeit mit allem, vor allem mit dem "erwachsen" werden. Ich habe mir die Freiheit genommen, mich so zu akzeptieren, wie ich bin und höre heute noch manchmal den Satz,:"Wirst du denn nie erwachsen?" Aber wer definiert das denn? Ich habe gearbeitet, habe zwei Kinder, war verheiratet... Egal, ich habe viel gemacht in meinem Leben und trotzdem lasse ich noch meine kindliche Seite zu, die sich gerne mal (heute nicht Mutti, sondern Partner) einkuschelt und umsorgen lässt.

Nun noch "einen" Satz zu den erwähnten äußeren Zeichen, dem Ritzen und dem Kotzen. Ersteres kann verschiedene Auslöser haben und da ich mich selbst verletzt habe, kenne ich meine verschiedenen Gründe dazu. Als Kind und Teenager wollte ich Aufmerksamkeit und Zuvendung haben. Später habe ich mich dafür bestraft, dass ich nicht so gut "funktioniert" habe. Zuletzt war es ein Mittel, den Druck für kurze Zeit zu mindern... Ich erinnere mich, dass ich auch mal jemanden meinen Arm unter die Nase hielt und zu ihm sagte, dass es seine Schuld wäre, dass er mir das angetan hat. Heute hinterfrage ich mich selbst bei den meisten meiner Sympthome und bin ehrlich mit mir. Und ich versuche, die Gefühle dorthin zu bringen, wohin sie gehören.
Nun gut, vielleicht magst du ja hier, ungezwungen, noch mehr über dich schreiben und vielleicht kannst du doch das Ein oder Andere mitnehmen aus den Antworten.
Liebe Grüße
Rhini
Gespeichert
casey1987
Juniormember
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Beiträge: 17


« Antworten #3 am: 20. Dezember 2008, 16:48:14 »

hi
eigendlich beschreibst sehr gut wie ich mich fühle und handle ,aber bei hatte man nicht eine sozialephobie diagnostziert onder eine emotionae instabile persönlichkeitsstörung vom bltypos.ich kann nur von mir sagen das es bei mir um anerkennung,respekt ,geborkeit und sichheit geht hal vom innerlichen her also etwas solides ,leute denen ich vertrauen kann,und da is ja mein nächstes pro ich kann ganz schlecht leuten vertrauen!ich glaube unter den aufgezählten sachen sind bestimmt auch sachen die du vermisst oder?
naja ich weis ja nict ob du dich auch manchmal fühlst wie luft so als ob mannicht da ist!all das macht es mir so schwer meine freunde zu behalten weil ich mich aus angst aus zurück weisung nicht melde bei denen!
Aber hi wie du siehst bist du nich allein und du bist auch ganz normal wie jeder andere auf der strasse,naja ausser das wir einfach feinfühliger sind
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