Home | Forum
Dienstag, 07. Februar 2012
psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Angstnetz Forum 07. Februar 2012, 00:54:36 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
 
Übersicht Hilfe
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Ich wünschte, ich wär nie geboren worden!!!  (Gelesen 1570 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
natabern
Beginner
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 3


« am: 01. November 2008, 22:42:52 »

Hallo Zusammen,

ich wusste gar nicht das ich hier regristriet bin. Ich hatte schon vor nem Jahr Probleme und hab Hilfe gesucht.

Ich hasse mein Leben!!

Ich weiss nicht weiter!!!

Angefangen hat es bei meinen Eltern, die haben mich oft geschlagen, wenn ich unartig war, gedemütigt. Ich hasse meine Eltern über alles, dass sie mich gezeugt haben, Ich bin Seh-und Hörbehindert und hatte schoneinige Operationen hinter mir. Während der Schulzeit in Nürnberg hatte ich gar keine Freunde, wurde fast jeden Tag gemobt, ab der 8. Klasse war es zwar ruhiger, aber ich hatte wie zuvor keine Freunde. Ich war so froh, dass ich eine Ausbildung in München gefunden habe, aber das ging auch nicht lange gut. Mobbing in der Ausbildung, Freund hatte mit mir Schluss gemacht. Ich war ganze 4,5 Monate in der Psychiatie. Nach der Klinikaufenthalt lebte ich in einer betreuten Wohngemeinschaft, hatte ich doch beschlossen meine Ausbildung zu beenden, dachte dass es nach der Ausbildung ein schönes Leben haben würde. Es war auch so, gleich nach der Ausbildung habe ich jemanden kennen gelernt, wir waren bis jetzt drei Jahren zusammen. Wie in jeder Beziehung gabs auch krach, ich war nach der Ausbildung arbeitslos, dachte oft an den Tod, hab auch meinen Freund mit Selbstmord gedroht. Ich hab jetzt seit gut zwei Jahren kein Selbstmord gedroht. Trotzdem wünsche ich mir ich wäre tot. Mein Freund jetzt seit 3 Wochen Exfreund, wir reden kaum miteinander, ich will auch nicht mehr mit ihm zusammen sein. Er trinkt jetzt schon fast jeden Tag. Es war immer das Hauptproblem, dass er trinkt, es wird immer schlimmer. Er hatte mich in der letzten Zeit mich vernachlääsigt, immer mit Freunden was gemacht. Mir immer gegenüber war er schlecht gelaunt, hat getrunken. Aber wenn seine Freunde da waren, war er ganz anders, immer nett und hilfsbereit, und wenn ich krank war, war er nie für mich da. Ich will nur noch raus weg von ihm. Eine Wohnung in Münchenist nicht leicht zu finden, wenn man nicht weiß ob ich in der Arbeit übernohmen werde. Mein Arbeitsvertrag läuft noch diesen Monat aus. Die Chefin ist so unsicher, ob Sie mich übernehmen soll oder nicht. Ich war schon letztes Jahr in der Firma und ich finde dass ich gute Arbeit geleistet habe, sonst hätte sie mich dieses Jahr nicht genohmen. Ich wohn noch mit meinem Ex unter einem Dach, er hat einer anderen Angeboten bei uns einzuziehen, dann hab ich ja gar keine Ruhe hier, wo ich mich zurückziehen kann. Ist doch voll unverschämt. Soll ich sonst auf die Straße? Da kann ich gleich vom Hochhaus runterspringen. Freunde hab ich auch kaum. Ein Kumpel, der mich früher oft besucht hat, kommt auch nicht mehr. Er weiss genau wie es mir grad geht, ist anscheinend ihm total egal. Ich weiss nicht ob ich je eine Arbeit finde, weil ich kaum Berufserfahrung hab.

Ich hab keine Kraft mehr!!!
Ich kann nicht mehr!!!
Es will mich eh keiner haben!!!
Ich bete zu Gott das er mich hilft!!!
Mein Ex geht regelmäßig in die Kirche, und keiner merkt es dass es mich scheisse geht!!!

Warum soll ich mir immer den Arsch aufreißen, wenn ich eh wieder in den Arsch getretten werde???

Alle Mühen umsonst?? Ich hasse mich dass ich am Leben bin!!!!!!!

Ich habe niemanden!!!!!!!!!!!

Ich könnte hier noch mehr aufzählen, aber da schläft man voll ein bei langen Texten
Gespeichert
Rhini
Stammposter
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 833


« Antworten #1 am: 02. November 2008, 01:09:13 »

Hallo,
Nein, ich denke, wenn etwas hinaus muss, ist es egal, wie lang der Text wird.
Sicherlich hast du eine Menge durchgemacht, was du für dich nicht nachvollziehen konntest; vor allem im zwischenmenschlichen Bereich. Du schreibst von Verletzungen durch Eltern, Mitschülern und zum Schluss vom Freund. Hast du für dich schon Hilfen gesucht, um eben gerade für dich einmal alles aufzuarbeiten?
In so einer stressigen Zeit ist es nahezu unmöglich, nach logischen Gesichtspunkten vor zu gehen, die nächsten Schritte sinnvoll zu planen, auch da brauchst du Hilfe; zB von Sozialverbänden deiner Stadt.
Versuche mit deinem Ex einen respektvollen Umgang zu bekommen und bitte ihn, nicht jemand Anderen mit in die Wohnung einziehen zu lassen, solange du noch keine neue Wohngelegenheit gefunden hast. Im Gegenzug musst du dich aber darum bemühen; aussitzen bringt nur Unfriede.
Wir sind hier irgendwie recht anonym und du könntest doch auch einmal aufschreiben, was du gerne tun würdest, welche Vorstellungen du hast und auch, was du von Anderen möchtest. Manchmal bekommen verfahrene Situationen einen ganz neuen Aspekt, wenn man beginnt, sich realistisch mit sich selbst auseinander zu setzen. Zum Ziel könntest du dir setzen, die Schatten der Vergangenheit abzuschütteln, nicht mehr für und von anderen zu leben sondern nur noch für und von dir selbst. Ich habe auch erst lernen müssen und lerne noch immer, dass ich für mich lebe und auch entscheide, wem ich einen Teil meines Lebens abgebe. Der Andere kann für sich entscheiden, ob er mit mir teilen möchte....
Nun, vielleicht haben meine Gedanken etwas gebracht, wenn nicht, so weißt du zumindest, dass du nicht ungehört bleibst.
Und wenn du denkst, dass niemand dich haben möchte, nicht mal du selbst, dann mache aus dir jemanden, den wenigstens du gut leiden mag; immerhin hast du für dich schon ziemlich viel erreicht und ich kann mir vorstellen, dass da noch mehr drinnen steckt, in dir, meine ich!
LG
Rhini
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 568



« Antworten #2 am: 02. November 2008, 08:28:47 »

Hi natabern
Niemand wird gefragt, in welcher Zeit und in welche Familie er hineingeboren wird. Dazu kommen seine guten und weniger guten Eigenschaften, die bereits in dem kleinen Menschen angelegt ist. Das Schicksal meint es einfach mehr oder weniger gut, bzw. grausam mit uns und unserer "Auswahl" der Familie.
Die Eltern wünschen sich ein starkes und erfolgreiches Kind, vermutlich hoffen sie dadurch auf eine Lösung ihrer eigenen Probleme.
Meist erfolgt eine Kindheit, die man sich viel schöner vorgestellt hat.
Hier möchte ich als Erstes meine Erfahrung einfließen lassen. Die Vergangenheit ist vorbei und nicht mehr änderbar! Folgenden Satz sagte mit einst ein Therapeut. ? Ich habe die Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufgegeben.? Ich denke auch, daß Selbstkritik meine negativen Gedanken verstärken. Statt Selbstkritik Eigenliebe, hilft das Negative zu überwinden.
Es setzt tägliche geistige Arbeit voraus. (ca. 5 ? 15 Min.)
Suizid als Druckmittel finde ich gar nicht in Ordnung. Ich denke, es immer ein Hifeschrei.
Mir ist klar daß dies einfacher geschrieben als getan ist.
So wünsche ich Dir viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC