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Autor Thema: Ich bin ängstlich II.  (Gelesen 844 mal)
Zeppelin
Juniormember
**
Beiträge: 18



« am: 14. November 2008, 22:22:43 »

Hallo ihr Lieben,

vor drei Tagen hatte ich mein Vorgespräch in der Psychosomatischen Klinik (Therapie gegen Depression und Angsterkrankung)...

... und es war schlecht.

Die Ärztin war recht kurz angebunden. Kurze Erläuterung, wie es in der Klinik zugeht, zwei, drei Fragen, wie ich zu Drogen, Alkohol und Selbstmord stehe, kurzes Feedback, ich würde in die Klinik passen, noch Fragen, nein?, gut, wenn ein Platz frei wird, solle ich mich binnen drei Tagen bereit halten und ihr das Versprechen geben, dass ich dann auch wirklich kommen würde.

Ich wollte einen Tagesklinik-Aufenthalt (bin selbständig, ohne Angestellte, kann daher nicht sechs oder mehr Wochen völlig aus dem Alltag verschwinden, weil es einfach niemanden gibt, der mich vertritt).

Auf diesen Vorbehalt wurde die Ärztin gniggelig. Ein bisschen krank und bisschen gesund ginge ja wohl nicht, ich solle mich entscheiden ob ich nun krank sei oder nicht, eine Grauzone in der gearbeitet und behandelt wird, gebe es da nicht.

Das fand ich neben der Sache.

Und warum ich als Selbständiger eigentlich nicht privat, sondern (freiwillig) gesetzlich versichert sei?

Das fand ich erst recht neben der Sache.

Mein Vertrauen zu dieser Klinik ist dahin. Ich weiß, dass ich es als Patient selbst bestimmen kann, ob ich einen stationären oder einen Tagesklinik-Aufenthalt wähle. Die Ärztin aber ist einach darüber hinweg gegangen und wurde dabei sogar pampig.

Ich möchte mich jedenfalls nicht in dieser Weise behandeln lassen. Es ist wahr, dass ich Depressionen und Angststörungen habe. Ich bin aber trotzdem ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft und werde ja wohl selbst bestimmen dürfen, was mit mir geschieht.

Andererseits möchte ich verhindern, dass mir eine große Hilfe versagt bleibt, weil ich Spezialprobleme habe und mich über diese blöde Ärztin ärgere. Ich stelle auch gar nicht in Abrede, dass ein stationärer Aufenthalt für mich vielleicht sogar besser wäre. Nur wäre ich dann gerne mit Argumenten überzeugt worden. So, wie sich die Ärztin verhalten hat, fühle ich mich aber wie eine Schachfigur über das Brett gezogen und das will ich unter keinen Umständen.

Hat jemand Ähnliches erlebt?

Viele liebe Grüße,
Zeppelin             
 
Gespeichert

Als ich glaubte,
dass es ohne micht nicht geht,
wurde ich krank.
Als ich sah, dass es ohne mich
ganz ausgezeichnet geht,
wurde ich erst richtig krank.
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