Hallo zusammen,
wer hat Kenntnis zu folgender Frage:
Inwieweit darf sich ein Psychotherapheut in die von einem Facharzt verordnete Medikation einmischen und darüber hinaus weitergehende mediz. und therap. Maßnahmen, z. B. klinisch. Aufenthalt (auf ein- bzw. aufdringliche Art und Weise) empfehlen. ??
Im Voraus besten Dank für euren Rat und evtl. auch Erfahrungsberichte.
Gruß, Julemo
hallo julemo
gerne versuche ich dir deine fragen zu beantworten. mal als erstes sehe ich jeden, der ein gebiet anbietet, als "fachkraft". also auch ein psychotherapeut. ob dieser nun eine fachliche lizens hat, die ihn berechtigt, seine hilfe anzubieten, dadurch auch ein honorar beziehen darf, ist eine gesetzliche frage. ich nehme mal an, das diese gesetzlichen vorschriften eingehalten werden.
ein psychotherapeut darf sich in eine medikamentation einmischen. und auch "änderungen" vorschlagen. egal, welcher facharzt eine "andere" medikamentation verordnet hat. dies jedoch bedarf der rücksprache mit dem "herrn kollegen" (facharzt) und das gespräch mit dem betreffenden patienten selber.
hinterlistige geheimabmachungen zwischen ärzten zu ärzten über patienten gibt es nur noch in ganz seltenen fällen. ich schliesse es nicht aus, weil es ein unqualifiziertes verhalten eines arztes und therapeuten wäre.
zur frage selber, die in klammern steht:
(auf ein- bzw. aufdringliche Art und Weise)
so eine einmischung macht keine ausgebildete fachkraft (im bereich der psychiatrie).
es gibt das "empfinden" des patienten. es gibt den arzt oder therapeuten auf der anderen seite. und zwischen diesen zwei menschen können misverständnisse entstehen. diese gilt es anzusprechen.
wenn, ich gehe nicht davon aus, dein therapeut dich "aufdringliche art und weise" behandelt hat, musst du ihm es so sagen, wie hier. und ich bin mir sicher, er kann es dir erklären. das muss nicht bedeuten, weiter seine hilfe in anspruch nehmen zu müssen. denn schon deine zweifel zeigen mir, das "ihr" euch nicht richtig verstehen könnt.
aber, sprich dieses thema noch mal an. und die entscheidung einer weiteren behandlung mit diesem therapeuten kannst du selber dann beurteilen.
manchmal trügt das eigene empfinden. und manchmal liegt man goldrichtig damit. meistens zweiteres.
ungute gefühle in einer therapie sind schlechte voraussetzungen eines erfolges der therapie.
(das gilt für patient wie therapeut).
liebe grüsse
oba