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Autor Thema: Psychotherapie und deren Grenzen  (Gelesen 2105 mal)
Julemo
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« am: 11. Dezember 2008, 20:52:43 »

Hallo zusammen,

wer hat Kenntnis zu folgender Frage:

Inwieweit darf sich ein Psychotherapheut in die von einem Facharzt verordnete Medikation einmischen und darüber hinaus weitergehende mediz. und therap. Maßnahmen, z. B. klinisch. Aufenthalt (auf ein- bzw. aufdringliche Art und Weise) empfehlen. ??

Im Voraus besten Dank für euren Rat und evtl. auch Erfahrungsberichte.

Gruß, Julemo

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sitta
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« Antworten #1 am: 12. Dezember 2008, 08:20:28 »

Hallo,

handelt es sich bei dem Psychotherapeuten um einen Dr. med  Huch?

lg
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Julemo
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Beiträge: 33


« Antworten #2 am: 12. Dezember 2008, 10:23:06 »

.... nein, um ein dipl. Unentschlossen
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Rhini
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« Antworten #3 am: 12. Dezember 2008, 12:49:50 »

Hi, Julemo,
Weder die Medikation noch eine Einweisung/Überweisung in eine Klinik darf ein Dipl.Therapeut vornehmen. Empfehlungen kann er aussprechen, die dann mit dem mitbehandelnden Arzt zu klären wären.
Sollte der Therapeut vehement zB auf einen Klinikaufenthalt hinweisen, würde ich vermuten, dass er mit dem Fall überfordert ist oder  eventuell auch die Chemie zwischen Patient und Therapeuten nicht stimmt. Aber darüber kann ich mir in deinem Fall kein Urteil erlauben.
LG
Rhini
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Julemo
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« Antworten #4 am: 12. Dezember 2008, 19:50:49 »

hallo rhini,

vielen dank.

überforderung zum einen - zum anderen konzeptlosigkeit.
hatte danach gefragt, zumindest nach beispielen aus ihrem therapiekonzept -
ich bekam keine antwort ... weil sie kein konzept hat.

ich frage mich, wie man einen guten therapeuten erkennt und vor allen, relativ schnell erkennt.


lg, julemo
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Ssasu
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« Antworten #5 am: 13. Dezember 2008, 20:16:56 »

Hey,
die Frage ist nicht Dipl. oder Dr., es gibt auch Diplom-Mediziner! Psychologen dürfen keine Medikamente verschreiben und nicht einweisen, eine Einweisung empfehlen oder Klinikoptionen besprechen aber sehr wohl. Und die meisten wissen auch mindestens rudimentär über die Medikamente und ihre Möglichkeiten Bescheid, so daß sie bei Bedarf auch da beraten können. Eben nicht direkt zu Risiken und Nebenwirkungen, sondern eher warum oder warum nicht eine begleitende Medikation Sinn machen kann.
Wenn jemand auf einen Krankenhausaufenthalt hin rät halte ich das nicht von vorne herein als ein Zeichen der Überforderung sondern es ist evt schlicht eine gute Idee und angebracht.
Gruß,
Ssasu
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Iwi
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« Antworten #6 am: 14. Dezember 2008, 17:51:15 »

Liebe Julemo,
kannst du etwas konkreter werden?

Ich habe eine Therapie angefangen und zwischenzeitlich auch mit dem Therapeuten, naja, Divergenzen, wie es denn weitergehen soll. Bei mir dreht es sich um die Einschätzung der Stabilität der Lebenssituation, wenn es zu regressivem Verhalten kommt. Ein Grund für ihn, mir eine analytische Therapie zu verweigern. Ich vermute, dass er Recht hat, möchte aber noch einen anderen Arzt zu Rate ziehen, wenn ich die Zeit und den Nerv dafür habe.

Ich habe mich am Anfang für diesen Arzt aus irgendwelchen Gründen entschieden, weil ich Vertrauen aufbauen wollte, nun zwinge ich mich, das durchzuhalten, auch wenn es schwer fällt. Ziemlich vertrackte Situation.

Ich hoffe, du hast nichts Akutes!!

Grüße von Iwi
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Rhini
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« Antworten #7 am: 14. Dezember 2008, 18:56:04 »

Hi, Julemo,
Woran erkennt man einen guten Therapeuten? Prinzipiell halte ich die meisten Therapeuten für recht gut (Ausnahmen bestätigen die Regel), doch nicht jeder Therapeut ist für jeden passend. Ob es an der Chemie zwischen T und P liegt oder am falschen Ansatz, liegt von Fall zu Fall verschieden. Manchmal fehlen dem Thera auch einfach genug Hintergrundinfos, um einen Therapieansatz zu erarbeiten.
Im Laufe der vielen Jahre ist mir klar geworden, dass, umso genauer ich weiß, was ich möchte, umso eher kann ein Therapeut darauf eingehen.
Also hat man manchmal Glück und manchmal kann es Jahre dauern.
Allerdings hängt auch ein großer Teil des Erfolges einer Therapie von einem selbst ab, ob man ehrlich mit sich selbst und dem Therapeuten ist.
LG
Rhini
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oba
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« Antworten #8 am: 16. Dezember 2008, 18:45:58 »

Hallo zusammen,

wer hat Kenntnis zu folgender Frage:

Inwieweit darf sich ein Psychotherapheut in die von einem Facharzt verordnete Medikation einmischen und darüber hinaus weitergehende mediz. und therap. Maßnahmen, z. B. klinisch. Aufenthalt (auf ein- bzw. aufdringliche Art und Weise) empfehlen. ??

Im Voraus besten Dank für euren Rat und evtl. auch Erfahrungsberichte.

Gruß, Julemo



hallo julemo

gerne versuche ich dir deine fragen zu beantworten. mal als erstes sehe ich jeden, der ein gebiet anbietet, als "fachkraft". also auch ein psychotherapeut. ob dieser nun eine fachliche lizens hat, die ihn berechtigt, seine hilfe anzubieten, dadurch auch ein honorar beziehen darf, ist eine gesetzliche frage. ich nehme mal an, das diese gesetzlichen vorschriften eingehalten werden.

ein psychotherapeut darf sich in eine medikamentation einmischen. und auch "änderungen" vorschlagen. egal, welcher facharzt eine "andere" medikamentation verordnet hat. dies jedoch bedarf der rücksprache mit dem "herrn kollegen" (facharzt) und das gespräch mit dem betreffenden patienten selber.
hinterlistige geheimabmachungen zwischen ärzten zu ärzten über patienten gibt es nur noch in ganz seltenen fällen. ich schliesse es nicht aus, weil es ein unqualifiziertes verhalten eines arztes und therapeuten wäre.

zur frage selber, die in klammern steht:
(auf ein- bzw. aufdringliche Art und Weise)
so eine einmischung macht keine ausgebildete fachkraft (im bereich der psychiatrie).
es gibt das "empfinden" des patienten. es gibt den arzt oder therapeuten auf der anderen seite. und zwischen diesen zwei menschen können misverständnisse entstehen. diese gilt es anzusprechen.

wenn, ich gehe nicht davon aus, dein therapeut dich "aufdringliche art und weise" behandelt hat, musst du ihm es so sagen, wie hier. und ich bin mir sicher, er kann es dir erklären. das muss nicht bedeuten, weiter seine hilfe in anspruch nehmen zu müssen. denn schon deine zweifel zeigen mir, das "ihr" euch nicht richtig verstehen könnt.

aber, sprich dieses thema noch mal an. und die entscheidung einer weiteren behandlung mit diesem therapeuten kannst du selber dann beurteilen.

manchmal trügt das eigene empfinden. und manchmal liegt man goldrichtig damit. meistens zweiteres.

ungute gefühle in einer therapie sind schlechte voraussetzungen eines erfolges der therapie.
(das gilt für patient wie therapeut).

liebe grüsse

oba
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Julemo
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« Antworten #9 am: 16. Dezember 2008, 22:21:47 »

Hallo Iwi,

ich habe einmal oder mehrfach gelesen, dass ein Therapeut den Patienten dort abholt, wo er steht, oder anders formuliert auch, auf seine Bedürfnisse eingeht.

Das sehe ich aber nicht in der Praxis. Vorschnell wieder einmal Vertrauen zu einem Th. aufgebaut, merke ich plötzlich, dass irgend etwas komisch läuft. Ich fühle mich nicht dort "abgeholt", wo ich stehe.
Ich habe eher das Gefühl der Manipulation. Das Gefühl möchte ich natürlich nicht offenbaren, denn dann ist sofort die Beendigung der Th. vorprogrammiert.

Stabilität ist ein Bestandteil, den ich auch schon gehört habe. Dann sollen uns doch die Th. zu mehr Stabilität verhelfen. Und nicht verunsichern.

Ich habe mich in der Phase der bisher absolvierten Stunden plötzlich viel schlechter gefühlt. Das kann es eigentlich nicht sein.

Dann habe ich festgestellt, dass sich um ca. 7 Stunden verrechnet wurde. Es sollte nämlich schon ein weiterer Antrag (Intensiv auf 42 Stunden o. ä.) gestellt werden. Diesen Antrag scheue ich, weil ich dann richtig festsitze und evtl. nicht mehr wechseln kann.

So etwas kann ich nicht gebrauchen. Ich habe genug Probleme und möchte nicht auch noch die Buchführung meines Th. richtig stellen.

Ich weiß im Moment keinen Rat.

Viele Grüße, Julemo

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Julemo
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« Antworten #10 am: 16. Dezember 2008, 22:29:09 »

Hallo Rhini,

vielen Dank für Deinen Beitrag. Lese bitte auch die Mitteilung an Iwi.

Ehrlich sein .,,, das ist korrekt. Obligo.

Wenn Du zu ehrlich bist und Deine Gedanken/Gefühle relativ freien Lauf lässt, folgt die nächste Diagnose auf dem Fuße. Das kann es nicht sein.

z. B. / Auszug:
Arbeite mit mir  am Selbstbewußtsein (Mangel), Depression und allg. Stabilität. Gebe mir ein Konzept oder Beispiele für ein Konzept.

Es gibt/gab keine Antwort von meinem Th.
Normal finde ich das nicht. Platze gleich oder auch:  Clown

Viele Grüße, Julemo
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Iwi
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« Antworten #11 am: 17. Dezember 2008, 11:51:09 »

Hallo Julemo,
gut wäre, das direkt anzusprechen: die Seite des Abholens und der Abrechnung!

Dieses Abgeholtwerden ist mir nicht ganz klar. So habe ich das noch nie gesehen oder gehört, denn dabei liegt viel mehr Deutungsmacht beim Therapeuten als ich als Patientin zugestehen würde.
Ich habe jetzt erlebt, dass mir Grenzen gesetzt worden sind, und das macht mich nachdenklich. Wir haben noch 4 Sitzungen und können die innerhalb eines halben Jahres aufbrauchen. In der Zeit möchte ich für mich auch klarer haben, was ich in dem gesteckten Rahmen mit diesem Therapeuten erreichen könnte oder was ich überhaupt haben will.

Einer Verlängerung mit ca 50-80 Stunden kann ich jetzt auch nicht zustimmen, dafür ist die Zeit zu unbefriedigend, wenn ich eben nicht das bekomme, was ich mir vorstelle.
Nachdem was du geschrieben hast, herrscht etwas Ratlosigkeit auf beiden Seiten, wie es weitergehen soll: stationäre Behandlung weist ja eher auf einen Zustand, in dem du mehr Aufmerksamkeit brauchst als ambulant leistbar ist.

Schwierig. Ich wünsche dir, dass du das für dich (!!) erstmal klären kannst. Vielleicht auch mittels einer  zweiten, dritten Meinung.

Sag mal, wenn du von dich-öffnen schreibst, klingt das so, als hätte der Therapeut etwas anders gewichtet als du und du dich enttäuscht zurückgezogen.

Ist ja eventuell auch symptomatisch für deine Grunderfahrung,-haltung.

Na, soviel erstmal zur Deutungsmacht, das ist alles so "interpretationsweit".

Viel Licht! Iwi
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Julemo
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« Antworten #12 am: 17. Dezember 2008, 19:26:18 »

hallo iwi,
hallo oba,

vielen dank für eure beiträge.

ich muss erst einmal alles neu sortieren, auch über eure mails nachdenken.

werde darauf zurückkommen, wenn ich etwas sicherer bin.

lg, julemo.
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mitja
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« Antworten #13 am: 10. Januar 2009, 20:34:12 »

Hallo und guten abend:

ich habe mit meiner ganz gute erfahrungen gemacht, sie ruft auch zuhause an und fragt, wie es mir geht!

andererseitz kann ich auch ohne termin hinfahren, wenn sich bei mir das "rad" dreht! und sie nimmt sich zeit!
für mich ist sowas optimal....sie ist echt immer mein "anker"

lg mitja
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