Hallo Seresia *wink*

was ich gleich zu Beginn meiner Antwort anmerken möchte:
Hut ab, dass du aus dir heraus kommst und über die tiefen deiner Psyche sprichst!
Das ist alles andere als einfach!! Es fordert Mut, Überwindung und Ehrlichkeit. Damit hast du einen großen positiven Schritt gemacht - mehr, als es dir jetzt evtl. bereits bewusst ist.
Ich bin absolut davon überzeugt, dass Angst - wie auch viele andere "Probleme" - ein Programm ist, das sich durch Erlebnisse, Erkenntnisse, Erfahrungen und vor allem mit der Zeit in uns festsetzen und unbewusst ablaufen. Spätestens nachdem ich das Buch "Biologie der Angst" von Gerald Hüther gelesen hatte, bin ich zu 100% davon überzeugt.
Medikamente und auch Drogen beseitigen das Problem nicht - im Gegenteil! Dadurch wird der eigentliche Grund, für die Einnahme und die Dauer der Einnahme, verdrängt doch nicht gelöst. Würdest du dich - rein theoretisch - einer auf Medikamenten basierdenden Psychotherapie unterziehen und sich der ersehnte Erfolg nicht einstellen.. was würdest du denken? Falscher Psychotherapeut? Falsche Medikamente? ..?
Ich verstehe gut, dass dich Drogen, für eine gewisse Zeit, in ihren Bann gezogen haben. Mit der Einnahme - der Flucht aus der Wirklichkeit - scheint sich stellenweise die Besserung inkl. einer Erleichterung des allgemeinen Zustandes einstellen. Das widerrum schafft ein neues Programm => die sog. Sucht bzw. Abhängigkeit, denn der Gedanke in dir "nimmst du "es" nicht, geht es dir schlecht" bohrt sich so tief in das Fleisch deiner Überzeugung, dass die Idee, dass dies nicht der Weg zum Erfolg ist, kaum Platz hat, zu entstehen.
Fangen wir am Anfang deines Lebens an.
Du bist >ANGEBLICH< ein "unerwünschtes" Kind!
=> wie es zu diesem Satz kam? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Was mir also bleibt, ist Theorie.
Z. B.:
- Ist evtl. einer deiner Elternteile ein unerwünschtes/ungeliebtes Kind und hat diese Äußerung an dich weitergegeben, um den eigenen Frust der Verletzung, der nach wie vor in den Gliedern steckt, zu mindern?
- Waren deine Eltern (oder nur ein Teil von beiden) zum Zeitpunkt deiner Geburt überfordert mit...
..der Verantwortung oder der Aufgabe die ein "Kind" mit sich bringt?
..sich selbst?
..der Beziehung?
..etc.
- Wurde deine Mutter oder dein Vater von ihren/seinen Eltern geschlagen, missbraucht, o. ä.?
- Hat entweder deine Mutter oder dein Vater erlebt, dass einer ihrer Elternteile vom anderen Elternteil geschlagen, misshandelt o. ä. wurden?
- ...
Ich könnte hier jetzt ewig weiterschreiben, doch darauf will ich nicht hinaus!
Viel mehr will ich darauf hinaus, dass du zu einem Zeitpunkt auf die Welt gekommen bist, als deine Eltern sich selbst nicht im Griff bzw. unter Kontrolle hatten. Sie hatten (und haben evtl. immer noch) Angst. Da man als erwachsener Mensch alles unter Kontrolle (angeblich) zu haben hat, gibt man das anderen gegenüber nicht zu - schon gleich gar nicht seinem Kind gegenüber. Denn das würde Schwäche zeigen. Evtl. kommen auch ganz andere Gedanken und Gefühle dazu, wie:
- andere halten mich für unfähig
- andere denken ich wäre dumm
- unreif
- ...
Wenn sich ein "stärkerer" (stärker weil z. B. älterer) Mensch einem "schwächeren" (weil z. B. jüngeren) Menschen gegenüber gewaltätig o. ä. verhält => zeigt dies unbandige Schwäche und Angst. Eigene Fehler, eigene Verletzungen, eigene Aggression soll auf diesem (FALSCHEN) Wege kompensiert werden. Der Teil in uns, namens "Rache", ist je nach Grad seiner Ausprägung dafür verantwortlich, dass es dazu kommen kann, dass der "Rachsüchtige" nicht mehr sieht, wen er vor sich hat und somit Rache für Verletzung an Menschen nimmt, die nicht mal im Geringsten etwas damit zu tun haben.
Evtl. fasst sich jetzt der ein oder andere, der das hier ließt ans Hirn und denkt entweder "was ich hier für einen Müll schreibe" oder "wie feig man sein muss, dass sich Menschen an ihnen unterlegenen Menschen abreagieren - und dann auch noch für eigenen Defizite.." (oder so ähnlich..)
Willkommen im Wunderwerk Psyche!
Also, mir ist es nicht wirklich wichtig herauszufinden, wie es dazu kam. Ich will dir durch die Beispiele eine Möglichkeit geben, einen Hauch der Hintergründe zu verstehen bzw. zu sehen oder dich anregen deiner Phantasie freien Lauf zu lassen, womit es deiner Meinung nach zusammen hängt. Doch halte dich nicht zu lange mit diesen Gedanken auf.
Wenn eine Mutter zu ihrem Kind sagt oder es auch nur spüren lässt, es sei unerwünscht, dann bekommt das Kind (berechtigterweise) das Gefühl nicht leben zu dürfen (zu wollen), nicht geliebt zu werden => Liebe ist mit Abstand der wichtigste Baustein, um Sicherheit, Vertrauen, Akzeptanz u. v. m. zu spüren, zu geben und sich nach seinen Fähigkeiten zu entwickeln und und und... !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Zudem handelt jedes Kind (i.d.R.) nach dem Prizip der "heilen Welt" (wie ich es nenne) => unbewusst wünscht sich jedes Kind nur eins => Harmonie! Wenn es den Eltern nicht gut geht, wenn etwas nicht stimmt, versucht das Kind dies irgendwie auszugleichen. Mit der Zeit bekommt es Schuldgefühle, weil es denkt, es sei für alles verantwortlich, was "schief" läuft. Das Kind weiß nicht, wie die Situation der Eltern aussah, bevor es auf die Welt kam - wie könnte es auch. Kinder sind unschuldig, unvoreingenommen und voller Wünsche danach Liebe zu spüren, wenn sie auf die Welt kommen. Auch fehlen (noch) viele Informationen, die dem Kind helfen würden, in einer derartigen Situation NICHT die Schuld bei sich zu suchen, denn viele Lösungen fallen dem jungen Kind noch nicht ein. Wenn es nicht an der Mutter liegt und nicht am Vater, dann kann es nur an "mir" (dem Kind) liegen...
Mit der Zeit friert alles innerlich ein. Das bedeutet nicht, dass Gefühle das Leben zu genießen (für immer) weg sind; doch rücken sie mit jeder Untat (physisch oder psychisch), die einem Menschen in jungen Jahren widerfährt, weiter fort von dem Ort des Erreichbaren. Das nennt sich Selbstschutz und ist mehr als notwendig! Würde sich diese Schutzfunktion nicht aktivieren, könnte das ständige dem Stress/Schmerz ausgeliefert Seins bis zum tatsächlichen Tode führen.
Für dich wäre evtl. ein Weg:
Annehmen & Loslassen.
Annehmen, dass du nicht auf die Welt gekommen bist um zu leiden! Du bist kein Opfer!!!
Loslassen, dass du daran Schuld wärst, dass es anderen nicht gut geht/ging! Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!
..ich würde mir hier die Finger wund schreiben, wenn ich alles zu deinen Zeilen schreiben würde, was mir einfällt. Darum biete ich dir an: wenn du dich durch meine Zeilen angesprochen fühlst und weiter reden willst, dann können wir das gerne tun. Unter
www.no7-beratung.de findest du meine Kontaktdaten. Melde dich einfach, damit dein Leben endlich den Glanz bekommt, den es verdient hat!
Vorweihnachtliche Grüße
Nicky