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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Angst, ich weis nicht was mit mir passiert.  (Gelesen 2694 mal)
Seresia
Juniormember
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Beiträge: 6


« am: 14. Dezember 2008, 01:27:23 »

Vor etwa 2 Jahren hat es Angefangen ich bin in den Zug eingestiegen und mein Herz fing an zu rasen mir wurde Heiß ich hatte das Gefühl keine Luft zu kriegen und mir war schwindelig ein Gefühl als ob ich ohnmächtig werden würde. Ich konnte es nicht verstehen mir ging es doch kurz davor gut, ich hatte auch ein drang auszusteigen und habe gehofft da es niemand merkt aber ich versuchte durchzuhalten bis ich an den richtigen Bahnhof ankam, als ich Ausstieg ging es besser. Ich dachte mir es wäre weil ich 2 Wochen nicht raus ging und ich müsste mich erst wieder daran gewöhnen aber es ist nicht so ich kriege das überall ob zu hause, im Geschäft, Restaurant, bei meiner Familie, offene Verkehrsmittel, auch Nachts wenn ich schlafe habe ich öfters Albträume und wenn ich wach werde weis ich es ist nur ein Traum aber ich habe dieses Gefühl der Unruhe und angst es ist nicht jedes mal so aber es ist seit 1 Woche wieder öfters. Ich habe auch das
Gefühl krank zu sein und habe fast jeden Tag ein stechen das wechselt mal Richtung Leber, mal Magen,
mal Darm u.s.w ich war beim Arzt aber die konnten nichts feststellen zur Sicherheit werde ich noch den Schlauch schlucken aber ich denke es ist eher auch psyschich ich weiß aber nicht wie ich das ausschalten kann.


Ich weis nicht warum das so geworden ist, ich vermute es könnte an meiner Vergangenheit liegen und auch
im jetzt.

Ich erzähle euch mal kurz wie es in meinem leben war bis jetzt und es ist kein Scherz denn darüber scherzt man nicht, ich möchte nur das ihr euch ein Bild machen könnt und mir Rat geben könnt vielleicht sogar aus eigener Erfahrung. Ich kam als ungewolltes Kind auf die Welt meine verwandten haben beobachtet das als ich ein Baby war meine Mutter mir schon sagte wie scheiße die Welt ist, sie schlug mich auch schon als ich 2 J war weil z.B: ich nicht essen wollte oder das ich auf das töpfchen gehe u.s.w später mit 3 wurde mein Bruder geboren dadurch vernachlässigte meine Mutter mir geborgenheit zu geben sie nahm mich nicht mehr in die arme mit der Begründung ich wäre ein großes Mädchen :-(
Ich würde  von meinem 5 Lebensjahr bis 15 Lebensjahr sexuell missbraucht und genötigt von meinem Vater.
Meine Mutter Schlug mich sehr oft mit Gegenstände wie z.B : Rührlöffel, Gürtel, Stock, .... sie machte mich auch sehr oft fertig mit Worten. Mein Bruder war auch nicht ein Engel er lachte dann immer und machte mit aber ich nehme im das nicht so krumm denn er wusste nicht was er macht. Mit 15 bin ich dann abgehauen und in ein Heim dort ging es mir besser aber ich fing an mich öfter zu ritzen ich hatte oft versucht mich umzubringen und fing an Drogen zu nehmen so hasch und speed aber freiwellig kein gruppenzwang es wurde immer mehr ich stand auf kifte einen und das ging den ganzen Tag so bis Nachts vor dem einschlafen.Ich war oft aggressiv ging aber nie auf Menschen ich ging halt an mich selbst und an die Möbel, Drogen nahm ich um de Sache lockerer zu sehen. Ich ging auch zum Psychologen doch ich bekam Beruhigungsmittel die brachten nicht viel ich war zwar müde aber dadurch flog ich von der schule bevor ich kiffte die dachten aber ich wäre bekifft, danach nahm ich die nicht mehr. Mit 17J war ich noch magersüchtig habe es selbst nicht erkannt erst als Erzieher mich aufmerksam machten, ich bin selbst da raus gekommen. In der Zeit nahm ich sehr viele Drogen ich trank auch sehr oft. Aber ich hatte dann mit so 18versucht aufzuhören und es auch geschafft auch wieder alleine. Bis mit 19 mein Freund verhaftet wurde und das war für mich ein Welt zusammen Sturz ich war nervlich so am ende und überhaupt so leer ich konnte nicht mehr unbeschreiblich schreckliches Gefühl ich fing am gleichen Tag an zu saufen ich trank und fing wieder an zu ziehen. Ich hatte keine Freunde mehr weil ich alles damals aufgab oder vernachlässigt habe weil ich bei meinem Freund sein wollte aber er war also mein ein und alles und das wurde mir weck genommen. Ich habe versucht wieder Freunde zu finden ich rief eine damalige Freundin von mir an und dadurch kam ich in ein falsches Umfeld ich war nicht mehr ich. Ich wollte auf mein Freund warten ihm treu bleiben ich hatte die Hoffnung das ich es packe er war 6 Monate in Untersuchungshaft es war damals die rede von 3 Jahren niemand hatte Hoffnung das er raus kommt sogar sein Anwalt nicht, das nahm mir die Hoffnung und es schwankte da immer ich hatte Hoffnung dann nahm man mir sie wieder es ging immer so weiter. Ich hatte im treue geschwochen doch ich hatte sie nicht eingehalten und dadurch fühle ich mich schmutzig , ich habe es ihm später gesagt aber ich bekam es auch zu spüren das es falsch war mit Wörtern wie Schlampe u.s.w aber einerseits gebe ich ihm recht ich kann seit dem nicht mehr.Ich wollte im nicht weh tun, ich bereue es auch sehr.
Aber ich glaube halt das es dadurch gekommen ist mit den Ängsten u.s.w

jetzt bin ich wieder clean und mit meinem Freund geht auch aber diese Attacken.

Ich habe jetzt so viel geschrieben, wo könnte mein Problem liegen? Wie kann ich mir selbst helfen?
Ich kann nämlich bald nicht mehr, habe angst verrückt zu werden.

Bin euch dankbar für alle Tipps.

Lg Seresia
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Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 14. Dezember 2008, 06:52:10 »

Hi Serisia
Ich denke, daß du an vielen Ängsten leidest. Zukunftsangst, Angst, einen lieben Menschen zu verlieren, Existenzangst und schließlich Angst vor der Angst. Du hast ein bewegendes Leben hinter dir und hast festgestellt, durch Alkohol, Drogen oder Sex wird es auch nicht besser.
In deiner Kindheit wurdest du emotional vernachläßigt. So meldet sich die Psyche mit Unruhe, mit Stiche in den Organen. In einer Therapie kannst du deine Vergangenheit aufarbeiten.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
Seresia
Juniormember
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Beiträge: 6


« Antworten #2 am: 14. Dezember 2008, 14:39:34 »

Hi Fridolin,
Ich bedanke mich für deine Antwort.
Bei einem Psychologen war ich schon mal aber mir kommt es vor als ob die mich nicht so ernst nehmen und man muss immer so lange warten bis man ein Termin hat, da ist es dann manchmal so das man nur 1mal im Monat ein Termin kriegt und da finde ich bringt es nicht viel.
Deswegen möchte ich versuchen meine Ängste selbst wieder in den griff zu kriegen und mit meiner Kindheit glaube ich auch fertig geworden zu sein, ich möchte meine Kindheit nicht so in Einzelheiten erzählen denn das nimmt vieles hoch, dann kommen viele fragen hoch die man mir nicht beantworten kann die ich mir auch nicht beantworten kann. Ich unterdrücke die Vergangenheit bewusst denn ich möchte nicht das es schlimmer wird, manchmal denke ich stärker drüber nach aber immer nur bis zu einem Punkt.

Das was ich mit dem Psychologen schrieb soll nicht heißen das es nicht hilft, ich glaube schon das es hilft aber es dauert lange und es kann sehr schwer werden.
wenn es bei mir nicht wieder besser wird werde ich wieder über eine Therapie nachdenken.

Lg Seresia
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Sister Moonshine
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Beiträge: 556



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« Antworten #3 am: 18. Dezember 2008, 16:08:18 »

Liebe Seresia,

das ist ja das Problem: Das bewußte Unterdrücken der Erlebnisse.
Bis vor gar nicht so langer Zeit habe ich genauso gedacht, wie Du. Und denke auch jetzt noch manchmal, ich schaffe das alleine. Es ging ja auch viele Jahre vorher gut.
Ja, eine Therapie kann lang und schmerzhaft sein. Aber sie ist sicherlich auch hilfreich und unterstützend.
Ich selber mache seit kurzem eine Trauma-Therapie und bin weiß Gott nicht immer glücklich damit.
Aber ich lerne sicherlich, Dinge anders zu betrachten und einzuordnen.

Warte nicht zu lange, bis Du körperlich und seelisch zu erschöpft bist. Je mehr Kraft Du noch hast, desto eher kannst Du gegen die schlechten Gefühle angehen !

Liebe Grüße,
Sister Moonshine
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no7
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Beiträge: 1


WWW
« Antworten #4 am: 19. Dezember 2008, 23:34:09 »

Hallo Seresia *wink*  Star

was ich gleich zu Beginn meiner Antwort anmerken möchte:

Hut ab, dass du aus dir heraus kommst und über die tiefen deiner Psyche sprichst!
Das ist alles andere als einfach!! Es fordert Mut, Überwindung und Ehrlichkeit. Damit hast du einen großen positiven Schritt gemacht - mehr, als es dir jetzt evtl. bereits bewusst ist.

Ich bin absolut davon überzeugt, dass Angst - wie auch viele andere "Probleme" - ein Programm ist, das sich durch Erlebnisse, Erkenntnisse, Erfahrungen und vor allem mit der Zeit in uns festsetzen und unbewusst ablaufen. Spätestens nachdem ich das Buch "Biologie der Angst" von Gerald Hüther gelesen hatte, bin ich zu 100% davon überzeugt.

Medikamente und auch Drogen beseitigen das Problem nicht - im Gegenteil! Dadurch wird der eigentliche Grund, für die Einnahme und die Dauer der Einnahme, verdrängt doch nicht gelöst. Würdest du dich - rein theoretisch - einer auf Medikamenten basierdenden Psychotherapie unterziehen und sich der ersehnte Erfolg nicht einstellen.. was würdest du denken? Falscher Psychotherapeut? Falsche Medikamente? ..?

Ich verstehe gut, dass dich Drogen, für eine gewisse Zeit, in ihren Bann gezogen haben. Mit der Einnahme - der Flucht aus der Wirklichkeit - scheint sich stellenweise die Besserung inkl. einer Erleichterung des allgemeinen Zustandes einstellen. Das widerrum schafft ein neues Programm => die sog. Sucht bzw. Abhängigkeit, denn der Gedanke in dir "nimmst du "es" nicht, geht es dir schlecht" bohrt sich so tief in das Fleisch deiner Überzeugung, dass die Idee, dass dies nicht der Weg zum Erfolg ist, kaum Platz hat, zu entstehen.

Fangen wir am Anfang deines Lebens an.
Du bist >ANGEBLICH< ein "unerwünschtes" Kind!
=> wie es zu diesem Satz kam? Es gibt unendlich viele Möglichkeiten. Was mir also bleibt, ist Theorie.

Z. B.:
- Ist evtl. einer deiner Elternteile ein unerwünschtes/ungeliebtes Kind und hat diese Äußerung an dich weitergegeben, um den eigenen Frust der Verletzung, der nach wie vor in den Gliedern steckt, zu mindern?
- Waren deine Eltern (oder nur ein Teil von beiden) zum Zeitpunkt deiner Geburt überfordert mit...
  ..der Verantwortung oder der Aufgabe die ein "Kind" mit sich bringt?
  ..sich selbst?
  ..der Beziehung?
  ..etc.
- Wurde deine Mutter oder dein Vater von ihren/seinen Eltern geschlagen, missbraucht, o. ä.?
- Hat entweder deine Mutter oder dein Vater erlebt, dass einer ihrer Elternteile vom anderen Elternteil geschlagen, misshandelt o. ä. wurden?
- ...

Ich könnte hier jetzt ewig weiterschreiben, doch darauf will ich nicht hinaus!

Viel mehr will ich darauf hinaus, dass du zu einem Zeitpunkt auf die Welt gekommen bist, als deine Eltern sich selbst nicht im Griff bzw. unter Kontrolle hatten. Sie hatten (und haben evtl. immer noch) Angst. Da man als erwachsener Mensch alles unter Kontrolle (angeblich) zu haben hat, gibt man das anderen gegenüber nicht zu - schon gleich gar nicht seinem Kind gegenüber. Denn das würde Schwäche zeigen. Evtl. kommen auch ganz andere Gedanken und Gefühle dazu, wie:
- andere halten mich für unfähig
- andere denken ich wäre dumm
- unreif
- ...

Wenn sich ein "stärkerer" (stärker weil z. B. älterer) Mensch einem "schwächeren" (weil z. B. jüngeren) Menschen gegenüber gewaltätig o. ä. verhält => zeigt dies unbandige Schwäche und Angst. Eigene Fehler, eigene Verletzungen, eigene Aggression soll auf diesem (FALSCHEN) Wege kompensiert werden. Der Teil in uns, namens "Rache", ist je nach Grad seiner Ausprägung dafür verantwortlich, dass es dazu kommen kann, dass der "Rachsüchtige" nicht mehr sieht, wen er vor sich hat und somit Rache für Verletzung an Menschen nimmt, die nicht mal im Geringsten etwas damit zu tun haben.

Evtl. fasst sich jetzt der ein oder andere, der das hier ließt ans Hirn und denkt entweder "was ich hier für einen Müll schreibe" oder "wie feig man sein muss, dass sich Menschen an ihnen unterlegenen Menschen abreagieren - und dann auch noch für eigenen Defizite.." (oder so ähnlich..)

Willkommen im Wunderwerk Psyche!

Also, mir ist es nicht wirklich wichtig herauszufinden, wie es dazu kam. Ich will dir durch die Beispiele eine Möglichkeit geben, einen Hauch der Hintergründe zu verstehen bzw. zu sehen oder dich anregen deiner Phantasie freien Lauf zu lassen, womit es deiner Meinung nach zusammen hängt. Doch halte dich nicht zu lange mit diesen Gedanken auf.

Wenn eine Mutter zu ihrem Kind sagt oder es auch nur spüren lässt, es sei unerwünscht, dann bekommt das Kind (berechtigterweise) das Gefühl nicht leben zu dürfen (zu wollen), nicht geliebt zu werden => Liebe ist mit Abstand der wichtigste Baustein, um Sicherheit, Vertrauen, Akzeptanz u. v. m. zu spüren, zu geben und sich nach seinen Fähigkeiten zu entwickeln und und und... !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Zudem handelt jedes Kind (i.d.R.) nach dem Prizip der "heilen Welt" (wie ich es nenne) => unbewusst wünscht sich jedes Kind nur eins => Harmonie! Wenn es den Eltern nicht gut geht, wenn etwas nicht stimmt, versucht das Kind dies irgendwie auszugleichen. Mit der Zeit bekommt es Schuldgefühle, weil es denkt, es sei für alles verantwortlich, was "schief" läuft. Das Kind weiß nicht, wie die Situation der Eltern aussah, bevor es auf die Welt kam - wie könnte es auch. Kinder sind unschuldig, unvoreingenommen und voller Wünsche danach Liebe zu spüren, wenn sie auf die Welt kommen. Auch fehlen (noch) viele Informationen, die dem Kind helfen würden, in einer derartigen Situation NICHT die Schuld bei sich zu suchen, denn viele Lösungen fallen dem jungen Kind noch nicht ein. Wenn es nicht an der Mutter liegt und nicht am Vater, dann kann es nur an "mir" (dem Kind) liegen...

Mit der Zeit friert alles innerlich ein. Das bedeutet nicht, dass Gefühle das Leben zu genießen (für immer) weg sind; doch rücken sie mit jeder Untat (physisch oder psychisch), die einem Menschen in jungen Jahren widerfährt, weiter fort von dem Ort des Erreichbaren. Das nennt sich Selbstschutz und ist mehr als notwendig! Würde sich diese Schutzfunktion nicht aktivieren, könnte das ständige dem Stress/Schmerz ausgeliefert Seins bis zum tatsächlichen Tode führen.

Für dich wäre evtl. ein Weg:

Annehmen & Loslassen.

Annehmen, dass du nicht auf die Welt gekommen bist um zu leiden! Du bist kein Opfer!!!
Loslassen, dass du daran Schuld wärst, dass es anderen nicht gut geht/ging! Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!

..ich würde mir hier die Finger wund schreiben, wenn ich alles zu deinen Zeilen schreiben würde, was mir einfällt. Darum biete ich dir an: wenn du dich durch meine Zeilen angesprochen fühlst und weiter reden willst, dann können wir das gerne tun. Unter www.no7-beratung.de findest du meine Kontaktdaten. Melde dich einfach, damit dein Leben endlich den Glanz bekommt, den es verdient hat!


Vorweihnachtliche Grüße

Nicky






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Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #5 am: 20. Dezember 2008, 01:12:29 »

Hi,
Wen wunderts, wenn hier sich auch mal Leute zu Worte melden, hochgestochen analytisch den hilflosen Patienten auseinander nehmen... und dir letztlich versprechen: Das kriegen wir schon wieder hin...
Nun gut, in der Regel werden Arztbesuche und Therapien von den Krankenkassen getragen und ziehen uns nicht das durch Krankengeld, Harz oder Sozialamt fadenscheinig gewordene Hemd aus.
Gerade bei unsereinen, der wie auch immer psychisch geschädigt ist, gibt es nicht die "Heilung" mit ein paar Gesprächen oder ein wenig Motivationstraining. Manchmal dauert es Jahre, bis man aus sein Loch kommt. Manchmal muss man lernen, mit seinen Probs zu leben. Aber immer bedarf es einem reellen Weg.
So kann ich auch dir, Seresia, nur wünschen, dass du erneut die Kraft findest, dich in medizinisch-therapeutischer Hand zu begeben.
Als selbst Betroffene würde ich es nie wagen und auch nicht akzeptieren, dass hier "therapeutisch analysiert wird. Mein Weg wird immer der sein, von eigenen Erfahrungen zu berichten, meine Gedanken zu formulieren oder auch mal Mut zusprechen; mehr nicht!
So sei es!
Rhini
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JEM
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« Antworten #6 am: 20. Dezember 2008, 18:46:40 »

"Melde dich einfach, damit dein Leben endlich den Glanz bekommt, den es verdient hat!"

Ja, das wünscht sich doch jeder!
Und wir alle hier müssen dazu nur einen Link anklicken?
Und das "Reden" mit Nicky ist gratis, denn sie macht es gerne?
Und es ist absolut wirksam?
Auch für Traumapatienten?
Auch so kurz vor Weihnachten glaube ich nichts davon!

_____________________________ _______________________

Hallo Seresia,

ich kann Dir nur raten zu einem Psychiater zu gehen, im einiges über Dich zu erzählen und er wird Dir glauben!
Wie schon Sister Moonshine richtig bemerkt hat, werden Traumata immer mehr in Deinem Verhalten fixiert, in Dein Leben integriert, je länger sie unbehandelt bleiben.
Diese Behandlung wird nicht von jedem Psychiater / Psychotherapeuten durchgeführt, da sie eine spezielle Ausbildung (und Erfahrung) erfordert.
Aber glaube mir, da "verwächst" sich nichts mit der Zeit, auch wenn Du es nicht täglich spürst, sondern es wächst im Unbewussten an und holt Dich dann irgendwann schmerzhaft ein.
Also denke ernstlich einmal darüber nach Dir professionelle Hilfe zu holen!

Ich wünsche Dir die Kraft dazu!

Liebe Grüße
Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
Sister Moonshine
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WWW
« Antworten #7 am: 20. Dezember 2008, 20:59:09 »

Hallo seresia,

lasse Dich nicht von no7 beeinflussen. Hier im Forum wird keiner eine Analyse des anderen versuchen, oder Fragen stellen, die in diese privaten Bereiche dringen!

Nimm Deine Probleme lieber selbst in die Hand, gehe zu einem Psychiater/Psychotherapeuten und lasse Dich beraten, bzw. rede.
Aus meiner eigenen Erfahrung die Bitte, lasse Dir helfen, jetzt ist besser als später. Das Trauma manifestiert sich in Dir und wird Dir keine Ruhe lassen.

Ich wünsche Dir dafür alles Gute.

Sister Moonshine
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Seresia
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Beiträge: 6


« Antworten #8 am: 21. Dezember 2008, 23:08:02 »

Hallo ich bedanke mich für all die antworten und es freut mich zu sehen das es doch noch Leute gibt die verstehen von was ich rede und versuchen mit ihren Rat Mut zu machen,Danke  Grinsen

Ich habe tatsächlich seit meinem letzten Beitrag nach einer Therapie nachgedacht, mir auch ein Therapeuten ausgesucht bei der ich eine Therapie anfangen möchte. Weil ich merke in letzter zeit immer deutlicher das es bald nimmer geht ( ich meine das Gefühl das es bald nimmer geht).

Ich wusste nicht das Trauma am verhalten sichtbar werden, ich dachte immer das wenn man sie hochholt das es dann schwierig wird. Aber es könnte echt sein das es so ist und es deshalb für mich in letzter zeit schwieriger ist als sonst.

Nochmals vielen Dank.

Lg Seresia
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Seresia
Juniormember
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Beiträge: 6


« Antworten #9 am: 13. September 2009, 00:50:50 »

Hallo, es ist jetzt einige zeit vergangen und ich bin nicht zur Therapie gegangen.
Ich habe mich meinen Ängsten gestellt und es zum Großen teil wieder geschafft ohne Ängste zu leben.
Ich konnte ja damals so gut wie nicht mehr raus ohne Ängste und jetzt kann ich wieder in den Bus oder in die Stadt Shoppen :-)
Wenn ich aber merke das ich wieder eine Attacke kriege, versuche ich mich abzulenken zum Beispiel mit einem Schönen Gedanken oder höre Musik.
Aber wichtig ist sich seiner Angst zu stellen, es ist Schwer aber zu schaffen, sonst wird es immer schlimmer und das leben ist zu kurz um es an seine Ängste zu verschwenden.

Ich Wünsche allen die auch so ein Problem haben viel Glück und stärke.

Liebe Grüße
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