knolli65
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« am: 15. Dezember 2008, 18:34:27 » |
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Liebe Mitglieder,
ich habe seit einigen Jahren eine des Körpers. Ich falle mehrmals am Tag um. Ich brauche auf der Straße einen Rollstuhl. Wenn ich den nicht hätte würde ich nicht vom Fleck kommen. Mir ist dann so schlecht und schwindelig das ich einfach nicht mehr weiter laufen kann.Dahinter verbirgt sich eine Angsterkrankung. Die Diagnose habe ich seit einigen Jahren. Jetzt lebe ich schon sehr lange damit. Auch leide ich an . Wenn die Leute mich so sehen denken Sie ich kann nicht laufen und sind total durcheinander wenn ich mal einfach so aufstehe. Ist mir immer total peinlich. Aber ich sage mir immer wieder ist ja mein Leben und das geht sie gar nichts an . Aber noch schlimmer ist es wenn ich vor allen Leuten in den Dreck falle. Ich versuche dann mit etwas Humor die Menschen zu beruhigen. Gibt es Menschen den es genauso geht. Liebe Grüße Knolli65
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littleFlower
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« Antworten #1 am: 15. Dezember 2008, 19:03:46 » |
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Hallo Knolli.. ich muss dir sagen, dass sich meine Angsterkrankung noch nie so ausgewirkt hat. Aber ich bin mir sicher, dass es anderen genauso geht wie dir. Wovor genau hast du Angst? Nimmst du Tabletten dagegen? lg, littleFlower
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Ich bin da, wenn du willst; wenn du nach mir greifst dann halt ich dich,..
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knolli65
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« Antworten #2 am: 15. Dezember 2008, 19:26:03 » |
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Hallo keine Blume,
danke für deine Zeilen. Laut meiner Therapeutin leide ich unter Verlustängsten und Ängste der Abhängigkeit. Ist ganz schön kompliziert. Und um deine Frage nach den Tabletten zu beantworten. Ich nehme nichts ein. Meine Thera. meint die machen abhängig. Und davor habe ich ja bekanntlich große Angst. Aber manchmal könnte ich mir alles reinziehen so schlecht geht es mir. Aber ich kann Drogen und Tabletten nicht leiden. So warte ich bis es mir bisschen besser geht. Grüße Knolli65
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littleFlower
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« Antworten #3 am: 15. Dezember 2008, 20:38:04 » |
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Hey Knolli, hast du schonmal eine andere Therapeutin versucht? Viele haben nämlich verschiedene Meinungen. Bei mir ist es so, dass ich auch große Ängste (und anderes) habe und deshalb Fluktin bekommen habe.. Mir gehts schon viel besser, ich könnte mir deshalb auch vorstellen, die Tabletten bald abzusetzen. Also keine Spur von Abhängigkeit. Ich weiß ja nicht, wie sich Tabletten auf dich auswirken, aber frag doch einfach mal nach, ob es eine Möglichkeit gibt.. Vor allem kenn ich das Gefühl, alles einwerfen zu können. Eine Zeit lang ging es mir so schlecht, dass ich starke Beruhigungstabletten genommen habe (heimlich  ).. ich hab immer mehr genommen und iwann kams dann zur psychischen Abhängigkeit..danach gings mir noch schlechter. Deshalb würde ich dir raten, es einfach mal mit zugelassenen Tabletten zu versuchen.. Lg, littleFlower
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Sister Moonshine
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« Antworten #4 am: 16. Dezember 2008, 15:36:41 » |
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Liebe knolli56,
es tut mir so leid, das zu lesen. Sicherlich kann Humor einiges auffangen, aber wie geht es Dir innen drinnen damit? Von wegen "Abhängigkeit": Nur so, aber hast Du Dich nicht abhängig von Deinem Rollstuhl gemacht? Und alles, was darüber hinaus geht, wird "unter ferner liefen" abgehakt? Es gibt Medis, die Dir helfen können, und der Großteil davon macht nicht abhängig. Willst Du Dir nicht eine zweite Meinung einholen? Denn Du könntest anders, davon bin ich überzeugt. Rollstuhl versus Medis auf Zeit !!!
Bitte, denke darüber nach und besprich es mit Deiner Ärztin! Es tut mir weh, das von Dir zu lesen. Wie viel mehr könntest Du! Wie viel mehr ginge !
Erzähle mehr von Dir, ich wünsche Dir alles Gute ! Liebe Grüße, Sister Moonshine
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knolli65
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« Antworten #5 am: 16. Dezember 2008, 17:54:25 » |
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Hallo kleine Blume, erst einmal danke für deine Zeilen. Du hast ein bisschen Recht mit meiner Therapeut in. Ich verstehe sie manchmal nicht und ich bin manchmal ein bisschen schwer von Kapi. Doch mit den Tabletten ist es so eine Sache. Ich habe mal welche genommen. Gegen Epilepsie was ich gar nicht hatte und der Arzt sagte es wäre vollkommen harmlos. Monate später lag ich mit einer autoemuner Erkrankung der Leber im Krankenhaus und hätte fast das Zeitliche gesegnet. (Tabletten Allergie) Seitdem bin ich echt gespalten.Und ich finde so eine psychosomatische Erkrankung ist schon etwas merkwürdiges. Sag mal bist du wirklich erst 16 Jahre alt? Ich mache mir über dich so meine Gedanken. Deine Signatur ist sehr schön, aber ist das nicht ein bisschen viel für dich. Immer für andere da zu sein ist ja gut,aber ich glaube das schaffst du nicht. Das schafft niemand. Liebe Grüße Knolli
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knolli65
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« Antworten #6 am: 16. Dezember 2008, 18:29:39 » |
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Hallo Sister Moonshine,
danke für deine Worte. Ja ich könnte auch manchmal in Selbstmitleid vesinken und ich bin sauer über mich selbst das diese Sache ausgerechnet mich erwischt hat und mein Selbstmitleid geht mir auf die Nerven. Aber bitte lass es nicht so dicht an dich ran. Aber uns Angsthasen zeichnet es ja aus, dass wir für das Schicksal anderer besondere Antennen haben. Ich bilde mir oft ein das ich für andere eine Belastung bin. Dafür habe ich aber gar nicht so viel Grund. Meine Freunde nehmen mich eigentlich so wie ich bin. Das mit einer zweiten Meinung ist nicht so verkehrt. Leider bin ich zur Zeit ein bisschen Arzt müde. Ich habe Jahre von Untersuchungen und Experimenten hinter mir. Ich weiß manchmal auch nicht mehr was ich glauben soll. Wie ich der kleinen Blume schon geschrieben habe leide ich an einer Autoemun Erkrankung der Leber. (durch eine Tabletten Allergie). Da wird man Vorsichtig. Aber ich überlege mir seit langem ob ich nicht mal einen Arzt für Psyosomatische Medizin aufsuche. Aber mal zu dir kannst ja mal was von dir erzählen wenn du magst.
Viele Grüße Knolli 65
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littleFlower
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« Antworten #7 am: 16. Dezember 2008, 18:47:34 » |
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Hallo Knolli.. Das mit der Allergie gegen die Tabletten ist echt schlimm.. aber ich bin mir sicher, dass man dir trotzdem helfen kann, ohne dass du Angst haben musst. Versuch es einfach mal, überwinde dich. Ich weiß, das ist schwierig, ich kenne das Gefühl. Aber du willst doch selbst nicht, dass es dir schlecht geht..? Ja, ich bin wirklich erst 16. Ich mag vielleicht jung sein, aber ich hab leider schon sehr viel erlebt  . Mit der Signatur hast du recht.. ich bin so ein Mensch, der immer alles versucht, damit es anderen gut geht...oft komme ich selbst dabei leider zu kurz..
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JEM
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« Antworten #8 am: 16. Dezember 2008, 19:02:43 » |
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Hallo Knolli 65,
auch von mir erst einmal herzlich willkommen im Forum!
Ich hoffe, dass es Dir Anregung und Hilfe sein kann!
Du bist mit Deinen Symptomen nicht alleine, auch meine Frau hatte in ihren "dunklen Zeiten" diese Symptome, nicht so ausgeprägt wie Du, aber ihre Beine wurden "schwach" und vor allem die Hände versagten immer wieder ihren Halt.
Ich kann Dich nur darin bestärken, einen Arzt für psychosomatische Medizin oder einen Psychiater aufzusuchen, um eine Diagnose zu bekommen, den Rollstuhl sehe ich mehr als einen "Gipsverband" der irgendwann abgelegt werden sollte...
Auch bei einer Autoimmunerkrankung der Leber gibt es ggf. noch genügend Medikamente, die verträglich sind. Aber dazu bedarf es erst einmal einer profunden Diagnose, einfach die Therapeutin zu wechseln bringt Dich da wohl nicht weiter!
Ich wünsche Dir Gutes!
Liebe Grüße Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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Rhini
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« Antworten #9 am: 17. Dezember 2008, 11:10:44 » |
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Hallo, Knolli 65, Angst, aber auch Depressionen können den Körper tatsächlich lähmen und tausende von anderen Symptomen verursachen. Ich stolpere und falle mich auch so durch das Draußen. Tue es nach Außen als Unwichtig ab, als einmaliges Vorkommen (und versorge zu Hause meine aufgeschlagenen Knie). Gerade, wenn ich irgendwo hin muss, ist es besonders schlimm und ich habe meinen Rollstuhl in Form meines Partners, der mich so ziemlich überall hin begleiten muss. Oftmals verschweige ich meine Beschwerden, um den Gang zum Arzt zu vermeiden. Andere Sachen erledige ich nur noch übers Internet oder postalisch. Aber ich versuche doch auch immer wieder, alleine zu laufen; bin dann innerlich stolz, es geschafft zu haben.
Einen großen Anteil an diesem Dilemma hat mein Gefühl (oder die Tatsache), dass ich ständig, vor allem psychisch, überfordert bin. Da sagt mein Körper stopp! Langsam und immer wieder mit Hilfe meines Therapeuten versuche ich den inneren Stress abzubauen. Das ist ziemlich langwierig, aber ich habe keine andere Möglichkeit. Medikamente nehme ich übrigens auch nicht.
Noch etwas: Im Rollstuhl zu sitzen, weil es zeitweilig die einzigste Möglichkeit für DICH ist, vorwärts zu kommen, ist keine Schande und es gibt durchaus Kranke, die zwischendurch aus dem Rollstuhl aufstehen können. Du bist krank und hast ein Anrecht auf jedes Hilfsmittel, welches dir dein Leben erleichtert. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass es wichtig ist, immer wieder auf zu stehen und alleine zu laufen. Sich bewegen zu können bedeutet auch Freiheit haben, überall hin zu kommen. Lass dich nicht unterkriegen und als Sklaven deines Rollstuhls machen. Ich wünsche dir alles Gute Rhini
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knolli65
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« Antworten #10 am: 19. Dezember 2008, 12:45:12 » |
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Hallo ihr Lieben,
Seit ich mich mit euch austauschen kann, weiß ich das wir im Grunde alle das selbe Leid durch leben. Das macht mir Hoffnung.Aber auch ein bisschen verzweifelt. Die Sache scheint nicht bald ein Ende zu haben. Und so muss jeder für sich tagtäglich die Hürden der Angst überwinden.
Das finde ich doof. Ich fühle mich auch oft überfordert. Ich wollte euch fragen. Wie seht ihr euch als Partner. Ich habe immer das Gefühl ich gehe meinem Partner auf den Keks. Auch mag er meine Gehbehinderung nicht und es hat lange gedauert, bis er den Rollstuhl akzeptiert hat. Ich habe am Anfang versucht auch meinen Partner überall mitzuschleppen. Da hat er sich total drüber aufgeregt. Er hatte nicht die Kraft, mich ständig zu halten. Und weil mich das in eine Abhängigkeit brachte, versuchte ich allein klar zu kommen. Der Rollstuhl ist wie eine Brücke nach draußen. Wenn er nicht wäre müsste ich zu Hause bleiben. Und die Gefahr der Vereinsamung macht mir sehr große Angst.Ich bin früher sehr aktiv gewesen und das ich oft zu Hause angebunden bin hat mir früher sehr große Schwierigkeiten bereitet. Aber ich bin mit der Zeit ruhiger geworden. Die Tatsache das ich gerne zu hause bin, beunruhigt mich auch sehr. Ich erledige auch viele Dinge über das Internet. Aber das ist nicht die Lösung. Das Einzigste was ich ganz gut geschafft habe, ist das ich meinem Partner meine Gefühle und Ängste erzähle. Ich glaube das ist wichtig. Verschweigen macht noch mehr Stress. Ich habe mich mit meinem Partner oft auseinander gesetzt und habe ihn auch gesagt, dass wenn er die Sache nicht akzeptieren kann, gehen muss.
Denn ein Partner der einen nur noch mehr runterzieht ist tödlich. Natürlich habe ich Angst allein zu sein. Aber jemand der sich für dich schämt ist nur störend und hemmt den Heilungsprozess oder aber die Akzeptanz der Krankheit. Ich würde mich freuen, wenn ihr wenn ich mehr von euch hören würde. Im Übrigen ist meine Erkrankung schon wesentlich besser geworden. Am Anfang konnte ich nicht mal mehr meinen Haushalt erledigen. Geschweige den die notwendigen Papiere beantragen. Heute dauert auch alles etwas länger als früher. Aber mit Hilfe meiner Begleitpersonen die regelmäßig kommen schaffe ich diese Sachen heute besser. Aber ich fühle mich meist trotzdem nicht vollwertig.
Bitte habt manchmal etwas Geduld mit mir bis ich euch antworte. Mach mir erst Tagelang Gedanken was ich euch antworte. Dann schreib ich einfach drauf los.
Liebe Grüße Knolli65
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« Letzte Änderung: 19. Dezember 2008, 12:48:56 von knolli65 »
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knolli65
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« Antworten #11 am: 19. Dezember 2008, 12:58:46 » |
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Hallo kleine Blume,
dir will ich noch ein paar extra Zeilen senden. Ich bin ein wenig traurig darüber, dass du schon in deinen jungen Jahren unter dem Ausbruch der Angserkrankung leidest. Ich habe wie ich heute weiss schon immer auf einem Pulverfass gesessen, aber ich hatte das Glück??? erst in späteren Jahren daran zu erkranken. In deinem Alter sollte man sich zwar schon Gedanken machen, aber eigentlich mehr oder weniger die Sau rauslassen. Und das Leben und die Liebe genießen. Wenn du willst schreib mir doch mal deine Geschichte.
PS- natürlich ohne Drogen das ist für sensible Leute nicht gut. Gig bei mir auch. Ist aber in der heutigen Zeit nicht so einfach. Die Gefahren lauern überall. Liebe Grüße Knolli65
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