|
oba
|
 |
« Antworten #4 am: 01. Januar 2009, 19:57:16 » |
|
den guten wünsche kann nicht genug anteil triput geleistet werden.
(wau, das war mal wieder ein satz: "oba-like".)
einfacher gesagt: euch allen ein gutes, erfreutes neues jahr.
entsprechend dem ersten januar dieses neues jahres möchte ich gerne ein paar gedanken nieder schreiben. mir geht es gut, seit längerer zeit. zu gerne hätte ich ohne lüge viele jahre lang jedem gesagt, wenn er nachfragte, wie es so gehe, diesen satz geantwortet.
sagte ich ihn doch, wusste ich, wie sehr ich dabei mich und andere anlüge. aber es klingt halt nun mal gut und problemlos. und was wäre, hätte ich der warheit entsprechend gesagt, wie viele sachen mich herunter drücken? wie sehr ich darunter leide? und wie gerne ich es so nicht aushalte und ertragen will und kann?
bevor ich so geworden bin, wie ich mich heute fühle, habe ich ein "chaos" losgelassen. ich mutierte vom lieben, grenzenlos angenehmen mitmenschen zum brutalen vernichter von guten, liebenswerten sachen und dingen. passte mich nicht mehr einer norm an, die scheinbar dem entsprach, was ich bin. ich fing an, einfach auch mal "weh" zu tun. nicht, indem ich "drein geschlagen" hätte. nein, indem ich ehrlich und offen gesagt habe, wenn mir "etwas" ungerecht vor kam. indem ich auch zugleich angefangen habe, zu sagen, (mit harten, brutalen worte) wie ich die sache und dinge empfinde und sehe.
und da kamen plötzlich menschen unter mein schwert, die glaubten, ich würde es nie gegen sie erheben. es flossen nicht blut, aber bittere tränen. die ich selber zulange geweint habe.
war ich früher das opfer, opferte ich plötzlich die lieben, die scheinbar immer nur gutes von mir wollten. es gibt kämpfe, die der mühe nicht wert sind, sie zu erkämpfen. bewusst erkämpfte ich mir aber genau das, was ich "haben" will. dieser "besitz" ist das eigene "selbstwertgefühl". ja, selbstwert ist ein grosses wort. es hat auch, wie vieles andere, vielfache facetten.
gerade, weil ein persönliches selbstwertgefühl vielschichtig ist, scheuen sich menschen, sich diesem zu nähern. den selbstwert ist nicht dem einfachen binären system "ein-oder aus" unterstellt.
als ich verstanden habe, nicht einem binären system (geburt und tod) zu unterliegen, entdeckte ich die vielfache möglichkeit, mich meinem "sein" zu widmen. daraus resultierte eine neue möglichkeit, wie ich mit mir, dem leben, den mitmenschen umgehen könnte.
ich entdeckte die "liebe" zum "leben" ganz neu. hass, krankheiten, misgunst, neid, eifersucht waren plötzlich nur noch nebensächliche begleiterscheinungen. da war "etwas" ganz neues.
selbstwert. aber in form des verstandes. nicht besitzanspruchentsprechend. ein wert, der weder zu kaufen noch einer materiellen substanz entspricht.
dieser (selbst)wert ist grenzenlos. nicht einmal erdgebunden, wie der mensch selber. ich nenne es einfach "erleuchtung". mir ging ein "licht" auf. sicher werde ich meine jahre, die ich noch leben darf, leben. es wird mir aber keine mühe mehr machen, wenn da "besitz" "besitzer" wechseln. mir soll es nur recht sein. und eines kann ich mit voller überzeugung zu euch schreiben:
es hat sich gelohnt, mensch zu werden. und es lohnt sich, dafür zu kämpfen.
mit "mensch" meine ich den besitz des "selbstwertes". nicht etwa macht, ruhm oder geld.
ein frohes, neues und gutes jahr
oba
|