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Autor Thema: die ketten (raucher)reaktion  (Gelesen 1214 mal)
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oba
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Beiträge: 359


« am: 07. März 2009, 15:48:49 »

Raucherfreie Restaurants oder die Ketten(Raucher)Reaktion
Seit längerer Zeit ist das Thema Rauchen ein „Thema“. Auch in der Schweiz. Entsprechende „Voraussetzungen“ wurden unternommen, das in absehbarer Zeit in Restaurants also ein sogenanntes „Rauchverbot“ eingeführt wird. In verschiedenen Kantonen der Schweiz wurde dies bereits „umgesetzt“. Da wird also auf dem „Rechtsweg“ ein neues Gesetz unter die Bürger gebracht. An Bürger wie Du, Ich, Arbeiter, Steuerzahler, Raucher – wie Nichtraucher. Mann, Frau. Jeden betrifft es auf seine eigene Art und Weise.
Es wird also nun also den „Erwachsenen“ Personen verboten zu Rauchen. Besonders eben auch in Restaurants.
Der Grundgedanke ist, das Angestellte in einem Betrieb geschützt werden und als „Pasiv-Raucher“ keine gesundheitlichen Schäden davon tragen. So wurde in vielen Betrieben, Büros und öffentlichen Räumen ein Rauchverbot umgesetzt.
Nun greift diese Initiative aber in Bereiche, die wirtschaftlich gesehen Kontra-Produktiv ist. Es wurde ein Raucherverbot in Restaurants gefordert und bald auch umgesetzt.
Was bedeutet das?
Es bedeutet, das Gäste (Raucher) sich weniger in Restaurants aufhalten werden. Diese Stammgäste sich ein Bier im Kaufhaus kaufen werden, sich die Zigarette dazu, zu Hause auf dem Balkon oder im Wohnzimmer konsumieren.
Es wird empfindliche Umsatzeinbussen für Betriebe haben, die von Gästen, die Raucher sind, profitiert haben. Weniger Gäste, weniger Umsatz. Nichtraucher sind und bleiben in der Gesellschaft eine Minderheit. Eine Umfrage zu diesem Thema zeigte, welche Leute „dafür“ sind, das in Restaurants ein Raucherverbot eingeführt wird. Es sind Leute, die gerade einmal im Monat ein Lokal besuchen, dabei gerne „verschont“ sein möchten vom Rauch der „anderen“.
Der Gast muss sich das „Lokal“ (noch) nicht vorschreiben lassen, wo er sich wohl fühlt. Wenn er ein Raucher ist, wird er dafür Alternativen finden. Ein Restaurantbesitzer kann aber auf Dauer nicht auf Stammgäste verzichten, die „Täglich“ ihr Feierabendbierchen mit Zigarette, konsumieren. Er kann seine „Lokalität“ auch nicht strikte in „zwei“ Bereiche trennen. Hier der Raucher – dort der Nichtraucher. Womöglich mit zwei WC-Anlagen, zwei Eingängen?
Lüftungsanlagen kosten Geld, das Gäste bringen. Löhne von Angestellten kommen zustande, wenn möglichst viele Gäste ein Lokal aufsuchen. Wenn man aber nur auf Gäste, die Nichtraucher sind, ein Lokal lukrativ führen möchte, werden wir in absehbarer Zeit nur noch  „Tea-Rooms“ haben.
Mit Tee, Kaffe und Erdbeertörtli lässt sich ein Restaurant mit Konsumation alkoholischer Getränke nicht führen lassen.
Ein Restaurantbesitzer schreibt dazu:
Bei uns darf geraucht werden und alle Nichtraucher sind bei uns herzlich – in einem „gesunden“ Ambiente – mit der ihnen gebührenden Toleranz, willkommen. Wir werden uns strikt weigern, das Vorgehen der Behörde zu tolerieren, noch es zu akzeptieren. Das sind Eingriffe in einen Bereich, der die Behörden nichts angeht.  Es kann nicht sein, das solche Leute darüber zu entscheiden haben und es sogar noch „Durchsetzen“ können. Entscheidungen – die für die Wirtschaft und Bürger einschneidende Folgen haben. Im besonderen für die Gastronomiebetrien.
„Es isch gnue Höi dunge“. (Es ist genug der Vorschriften und Verordnungen).
In den Zeitungen können wir tagtäglich lesen was alles Negatives abläuft, Stellenabbau dort, Stellenabbau hier. Im Gastgewerbe seit Anfang Jahr bereits über 540 Arbeitslose zusätzlich zu denen, die bereits seit längerem keine Arbeit mehr finden.
Eine Wirtschaft, ein Restaurant, eine „Beiz“ ist und bleibt ein Bereich, wo man sich „nach der Arbeit“ zu einem „Schwatz“ findet. Das gilt für Raucher, Nichtraucher, sogar für invalide Menschen. Einfach für jeden Bürger dieses
Landes.
Ist die Schweiz nun ein demokratischen Land, oder  bereits eine Diktatur, die ohne Rücksicht auf Verluste durchsetzen will, was der Bürger zu tun hat, der Restaurantbesitzer zu tun hat?

Ein Wirtshaus ist und bleibt für einen aufrechten, ehrenhaften Bürger der Ort, wo es sich dieser gut gehen lassen darf und kann. Ob Raucher, oder Nichtraucher. Und hier gibt es kein „Wenn“ und „Aber“.
Wenn die Ketten(Raucher) Reaktion einmal Fuss gefasst hat, könnte es sein das eines schönen Tages ein paar Eidgenossen auf die „Rütli-Wiese“  hocken. Zusammen schwören sie sich feierlich den „Chrütli-Schwur“. Ziehen sich dabei ein Gras hinein und rauchen zusammen eine Friedenspfeiffe wie die alten Indianer in Karl May`s Romanen. Kommt einer daher und fragt sie, was sie hier machen, sagen sie einstimmig:
„Ach, leckt uns doch alle mal am Arsch“.
Wars das?
Bestimmt nicht!
Am ende wird es der „Kunde“ selber entscheiden, in welchem Lokal er sich wohl fühlen wird und kann. So etwas hat nicht der Staat, nicht die Politik, nicht die Regierung zu entscheiden.
Auch nicht „die“ Raucher oder „die“ Nichtraucher.
Hier geht es nicht um das „Pro und Kontra“. Hier geht es um Arbeitsplätze. Und hier geht es um die Wirtschaft selber.
Pasiv-Raucher sind wir im Grunde alle. Oder tut es unserer Gesundheit gut, wenn wir wieder mal hinter einem „alten“ Diesel, einem „alten“ Vehikel hinterher fahren, dabei fast „ersticken“, weils raucht und stinkt?
Oder sind wir Bürger nur manipulierpare Figuren, die gefälligst der "Oberigkeit (Staat) zu dienen und zu "Kuschen" haben?

Meine Meinung ist, dass wir Bürger ohne Polizei und ohne solche Bestimmungen im Stande wären, selber zu Entscheiden, wo wir uns Aufhalten, Arbeiten oder Vorschreiben lassen müssen, was wir (der Bürger) will.
Denn wir bezahlen ja alle unsere Steuern. Mir wäre es recht, wenn man da besser"Leute" eingehender prüft, die von "ihrem" grossen Kuchen bewusst "nicht" zuviel "preis" geben wollen.

Mit anderen Worten hat nicht immer der Bürger selber den Kopf hinzuhalten, wenn sich dafür Politiker eine goldene Nase verdienen, die mit Ablenkungsmanöver von ihrer Unfähigkeit und Selbstbereicherung dann am ende sogar noch zusätzlich belohnt werden.

Wirtschaft funktioniert nur, wenn "jedes" Glied in einer Kette stabil und stark ist. Es kann nicht sein eine Kette "schwach" zu machen. Weil sonst ein ganzer Betrieb (Motor) zum stillstand kommt.

Und steht das "Ding" erstmal, beginnt die Kettenreaktion erst recht.

oba

"
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Rhini
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« Antworten #1 am: 08. März 2009, 10:51:41 »

Hi, m.l. Oba,
Die Aufgabe einer Regierung wäre im Bestfall, dass sie sich um die Bedürfnisse des Volkes kümmert. Irgendwie scheinen alle das vergessen zu haben. Inzwischen gibt es sicherlich mehr Beschlüsse, die sich gegen das Volk richten, als solche, die sich für das Volk aussprechen. Da hatten wir vor gut einem Jahr neue Abgasbestimmungen für das Auto, mussten uns also einen neuen Wagen anschaffen, das wir noch damit nach Hause fahren durften, und nun gibt es Verschrottungsprämien (gezahlt durch den Steuerzahler)... Die Bauern dürfen gute Kartoffeln nicht mehr anpflanzen, aber es gibt ja noch die aus Ägypten...
Und ja, Raucher müssen vor die Türe! Da stehen sie im Sommer dann unter unserem Wohnzimmerbalkon und all der Mief zieht in die Bude... Nicht falsch verstehen, ich bin Raucherin. Aber hallo, bei uns ist Tabakwerbung im TV verboten, aber Schnaps ist so toll, man fühlt sich so frei... Wie sag ich immer: Rauchen schadet der Lunge, saufen macht blöd!
Wir werden schon längst nicht mehr durch unsere Regierung geführt, nein, eher von den ganzen Konzernen, die ihre Produkte auf den Markt werfen wollen und sich mit ihren Megaumsätzen den Bauch pinseln möchten.
Idealismus wäre, uns unser Land zurück zu holen, die Bonzen in ihre Schranken verweisen und die Regierungsegos mit Harz 4 in eine Zweizimmerwohnung (Ich bin ja großzügig) stecken. Aber wir sind global geworden, ist ja alles so toll! Haben uns abhängig gemacht von noch mehr Vorschriften...
Und sie gehen immer weiter, beschneiden immer mehr Persönlichkeitsgebiete... Alles zum Wohle des Volkes!?
Aber natürlich sollten schwangere Kellnerinnen nicht im Tabakmief arbeiten müssen und man sollte sein Filetsteak ohne Kippenmief genießen können. Aber hätte man dann nicht Restaurants und Feierabendkmeipen voneinander trennen können? Hätte man den Inhabern der Lokalitäten es nicht selbst überlassen können, wie sie damit umgehen? Wäre es nicht gut, wenn ein Nichtraucherrestaurant mit guter Küche guten Umsatz macht, weil sich dort das Nichtraucherklientel einfindet?
Nun gut, meiner Meinung nach sollten alle Lokalitäten, in denen viele Kinder kommen (Burger King, Mc Donalds usw) prinzipiell Nichtraucherzohne sein. Reicht doch schon, wenn Eltern ihre Buden vollkwalmen, weil sie woanders nicht mehr dürfen.
Ich gehe übrigens auch auf den Balkon; nicht, weil es ein Gesetz vorschreibt, sondern weil ich es so möchte!
LG
Rhini
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oba
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« Antworten #2 am: 08. März 2009, 14:45:27 »

liebe rhini

du hast es verstanden, was ich meinte.

im grundeffekt geht es um das "wohl" des volkes. heute ist es vorbei eine friedenspfeiffe zu rauchen, wie es in karl mays romanen beschrieben wurde. heute geht es um das volk selber. ich bin mir müssig geworden, ein sandkorn am strand des lebens zu sein. hier das meer, dort das land, wo ich lebe, geboren wurde, bin.

der "indianer" von "damals" hatte einen häuptling. ein oberhaupt. einer, der wie ein könig und gott verehrt wurde. dieser "häuptling" hatte zu entscheiden, was "seinem" volk zu gute kommt. was "ihm" schadet und was das volk selber dazu beitragen "muss".

davon ist der "naturmensch" in der zivilisation längst weit entfernt. ein volk wird heute nicht mehr von einem "häuptling" regiert. heute nennt man es politik und politiker in reih und glied.
alles wird in gruppen und untergruppen geteilt und "getrennt".
heute gibt es nicht mehr einen "medizinmann". heute gibt es zum hausarzt die vielen spezialisten und fachärzte.
so ist nun alles "geordnet".
jeder in "seinem" spezialgebiet" hat nun für seinen bereich das nötige "now-how".
auch in der politik hat jeder sein spezialgebiet. dafür, und nur dafür ist dieser zuständig und verantwortlich.

alles andere würde den rahmen sprengen. plötzlich sind da 25 häuptlinge, jeder fachlich besorgt, sein gebiet umzusetzen. der rest ist volk. zu viele haben "das" sagen. es ist verständlich, das sich probleme so problemlos von a nach b verschieben lassen. es ist auch nachvollziehbar, das so "alles" länger geht.
und es ist selbstverständlich klar, dass die "prioritäten" immer wieder fuss fassen, bis eine höhere priorität übernimmt.

auf der strecke, liegen, bleibt aber die banale einfachheit. weil "sie" vorhanden ist, aber nicht der bedeutung entspricht, geht sie verloren und am ende sogar "vergessen".

deshalb ist die "ketten(raucher)reaktion auch nur eines von vielen themen, das von zuvielen häuptlingen und zu wenigen krieger am ende "durch gesetzt" wird.

das gesetz ist aber bestimmt nicht die regierung, die vom volke gewählt wurde. das gesetz ist das volk selber.

aber "das" volk braucht eine führung. und diese leute haben sich gefälligst mühe zu geben, es "dem" volke" recht zu machen.
sie werden bezahlt für ihren einsatz und ihre arbeit. vom volk.

wenn sie sich dafür nur "selber" bereichern, sind sie dem volke etwas schuldig geblieben und gehören an einen marderpfahl.


sorry, wenn ich das so schreibe. es braucht fähige politiker. und die haben die pflicht, die wirtschaft "aufrecht" zu halten. wenn dabei ein "bonus" abspringt, gönne ich es diesen, die dafür einsatz gegeben haben.
mit kravatte und sauberer bekleidung muss mir keiner kommen, sich dafür die "taschen" voll zu stopfen.

als bürger haben wir das recht, resultate und taten zu bekommen. und zwar für den "bürger" selber.

nicht "nur" verordnungen" und "verbote".

ich will fakten, die einer "sache" wert sind.

wer kaninchen füttert, der hat bald auch einen hasen, der gut im futter ist, oder?

und die "vegetarierer" fressen bestimmt keinem hasen das futter weg.
es hat für alle genug. auf die "verteilung" kommt es an.

oba
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