Home | Forum
Freitag, 25. Mai 2012
Sorry das die Seite nicht erreichbar war. Es gab angeblich ein paar "Urheberrechtsprobleme". News wird es in Zukunft keine mehr geben, das Forum besteht weiterhin.
Angstnetz Forum
25. Mai 2012, 22:42:13 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.

Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
   Übersicht   Hilfe Einloggen Registrieren  
Seiten: [1]   Nach unten
  Drucken  
Autor Thema: Depression/Manie  (Gelesen 2434 mal)
nixwieniemand
Beginner
*
Beiträge: 3


« am: 17. März 2009, 13:07:38 »

Hallo miteinander
nach einigen jahren mit der diagnose depri, psychotherapi, klinikaufentalten und leider keiner besserung, wurde  nun bei mir eine bipolare störung diagnostiziert. da ich seit fast drei jahren arbeitsunfähig bin, mußte ich notgedrunger maßen rente beantragen. das war im oktober 2007. hat jemand ahnung wie lange die sozialgerichte diesbezüglich brauchen, bzw hat jemand erfahrung mit dieser krankheit?
lg katrin
Gespeichert
Rhini
Stammposter
****
Beiträge: 833


« Antworten #1 am: 17. März 2009, 20:35:52 »

Hi,
wenn du jetzt schon von Sozialgerichten sprichst, wurde wohl dein erster Antrag abgelehnt. Diese sind allerdings sehr überlastet, müssen noch Befunde einholen, ggf auch ein Gutachten. Obwohl ich fast am Aufgeben war, habe ich selbst gekämpft und das vier lange Jahre. Bei Anderen habe ich aber gehört, dass es ziemlich schnell ging. Allerdings bekam ich die teilweise Erwerbsminderung ziemlich schnell zugesprochen (Aufgrund meines Alters wegen Berufunfähigkeit), aber nur immer auf Zeit. Nach dem für mich niederschmetternden Urteil des Sozialgerichtes wurde diese Rente auf Dauer gewährt. Mit neuen Gutachten und Berichten meiner behandelnden Ärzte stellte ich erneut einen Antrag, musste nochmals zum Gutachter und habe nun rückwirkend ab Oktober 2007 unbefristete volle Erwerbsminderungsrente.
Voraussetzung dazu war allerdings auch, dass ich austherapiert war und nicht mehr am allgemeinen (Erwerbs-)Leben teilhaben konnte. Sprich, die Schwere meiner Erkrankung.
Ich möchte dir keine Angst machen (blöd geschrieben, ich hatte sehr viel Angst und Sorge, wie es weitergeht mit mir... und das Warten....) sondern eher aufzeigen, dass es kein leichter Weg ist. Hast du gute Ärzte auf deiner Seite? Machst du weiter Therapien? Schreib doch noch etwas über deinen Hintergrund, dann kann man vielleicht mehr Ideen entwickeln.
Übrigens habe ich trotz Rente gerade heute mit einer neuen Therapie begonnen.
LG
Rhini
Gespeichert
nixwieniemand
Beginner
*
Beiträge: 3


« Antworten #2 am: 18. März 2009, 09:21:52 »

hi rhini,
bin seit august 2006 durchweg arbeitsunfähig. habe einige krankenhausaufenthalte, einen stationären ca 6 monate, und einige teilstationäre , hinter mir. im oktober 2007 habe ich auf anraten meines freundes und der krankenkasse den rentenantrag gestellt. bis dahin waren meine ärzte immer von einer depr. phase ausgegangen. die rente wurde wie erwartet 2x abgelehnt und wir haben uns einen anwalt nehmen müssen. im dezember hatte ich nun ein unabhängiges gutachten, gestellt vom sozialgericht. ich hatte ienen horror davor. das erste, von der drv bestellte gutachten war ein hohn. naja jedenfalls kahm dann im januar das ergebniss des gutachters, grob gesagt, manisch-depressiev und derzeit nicht therapierbar. empfehlung, 1-2 jahre volle erwerbsminderungsrente und dann nochmal gutachten, aber voraussichtlich nie volle erwerbsfähigkeit.  jetzt warten wir nur noch auf das "ergebnis" vom sozialgericht.
leider sind bei mir in den letzten jahren die depr. phasen sehr lang und ausgeprägt und die manischen schübe ziemlich kurz. und allles habe ich die ganzen jahre mit harter, schwerer arbeit überdeckt, bis der körper und die seele totalzusammenbruch erlitten. manchmal fühle ich mich wie eine alte, schlecht gewartete maschine, die nun auf die müllabfuhr wartet. naja eigentlich auch nicht. stehe wohlmehr in einem museum und werde von meiner familie "gewartet" Zwinkernd
lg katrin
Gespeichert
Rhini
Stammposter
****
Beiträge: 833


« Antworten #3 am: 18. März 2009, 11:42:11 »

Hallo Katrin,
das liest sich doch schon mal recht positiv! Bei mir hat es vom letzten Gutachten bis zur Bewilligung leider noch fünf Monate gedauert, bis ich den entgültigen Bescheid hatte. Allerdings hat meine RV immer sehr langsam reagiert, meistens erst auf Nachfrage. Das würde ich dir auch raten, wenn in den nächsten vier Wochen nichts kommt.
Depressionen sind sehr schlimm, davon kann ich ein Lied singen. Vor allem die Antriebslosigkeit und die Erschöpfung machen mir zu schaffen. Ich bin gerade wieder dabei, für mich ein besseres Umfeld zu schaffen; ziehe im Sommer mit meinen Partner in eine ruhigere Gegend. Wir haben zwar eine schöne große Wohnung, aber sie liegt mitten in der Stadt, unter uns einen Kindergarten und im gleichen Hause noch eine Lokalität. Ich halte das nicht mehr aus, brauche mehr Ruhe.
Nun, meine Rente hat mich dahingehend beruhigt, dass ich keine Angst mehr habe, was aus mir (finanziell) werden soll, aber an meinem Krankheitsbild hat sie selbst nichts geändert. Deshalb gehe ich (freiwillig, ungezwungen) zu meinem Therapeuten. Der ist ausgesprochen einfühlsam und ich kann ihm vertrauen, was beides für mich wichtig ist, weil ich mich sonst wieder verstelle. Ich bin zwar zuversichtlich, dass es mir noch besser gehen wird, aber die Depression und meine Ängste suggerieren mir immer wieder, dass es sich nicht ändert. Kopf und Gefühl gehen da halt auseinander.
Ich denke nicht, dass du eine alte Maschine bist oder ein Versorgungsfall für die Familie. Vielmehr ist wichtig, heraus zu finden, was du möchtest. Garnicht mal, was dir unbedingt spaß macht, denn den muss ich auch immer wieder suchen, sondern etwas, worunter du nicht leidest und wo du hinterher sagen kannst, das waren heute gute Momente.
Immer wieder schreibe ich, dass ich schaue, was gut verläuft und das, was eben schwirig war und trotzdem gemeistert wurde, positiv ist. Was nicht klappt, harke ich als Anreiz ab, es nächstes Mal anders zu gestalten.
Außerdem sage ich mir immer wieder, dass ich "funktioniere", nur eben anders als die meisten Menschen.
LG
Rhini
Gespeichert
nixwieniemand
Beginner
*
Beiträge: 3


« Antworten #4 am: 24. März 2009, 09:36:43 »

hallo
letzte woche kam ein brief vom rechtsanwalt. die rv hat einen vergleich angeboten, indem sie das letzte ,vom sozialgericht bestimmte, gutachten anerkennt. d.h. ich würde rückwirkend ab januar diesen jahres eine volle emb für 1 1/2 jahre bekommen. ich dachte ich bin im falschen film. das wäre wie einneuer rentenbescheid aber nicht das wogegen wir geklagt haben. mein mann meinte zwar, das wäre ein sieg, das das neue gutachten anerkannt wurde. ich dachte ich hätte endlich mal einen abschluß und würde auch mal ruhe finden. aber es hat immer noch kein ende. die rv bezieht sich auf ihr eigenes, in auftrag gegebenes gutachten und das vom arbeitsamt, wo ich angeblich 2007 noch voll arbeitfähig war. ein gutachten vom aa hat es aber , trotz meiner bitte, nie gegeben. die haben nur das "gefälligkeitsgutachten"abgeschrieben. wie kann so was als gutachten überhaupt zählen?Huch Platze gleich
das hat doch alles methode. menschen die eh schon am boden sind, die niemenden haben, der sie unterstützt und für sie eintritt, die können auch nicht für ihr recht kämpfen. mir selbst gehts immer besch......... und ich habe kaum noch kraft für irgendwelche dinge. vieleicht fehlt sonne und frühling. aber das wär wohl zu einfach gedacht.
lg katrin
Gespeichert
Rhini
Stammposter
****
Beiträge: 833


« Antworten #5 am: 24. März 2009, 20:01:41 »

Hallo Katrin,
Gängige Methode, aber nicht anfechtbar. Da erst das letzte Gutachten diese Empfehlung hatte, "kann" die Rentenkasse auch nur von diesem Ergebnis ausgehen. Aber jetzt ist doch auch erst einmal Ruhe, oder? Was wolltet ihr denn erreichen? Was noch viel wichtiger ist, was möchtest du eigentlich?
Warum wolltest du noch andere Gutachter? Ich hatte schon ziemlich früh amtsärztliche Untersuchungen mit der Empfehlung zur Rente, doch diese wurden nicht anerkannt. Auch die Schreiben meines Psychologen und meines Psychiaters wurden nicht richtig akzeptiert. Erst das letzte Gutachten (vom Rententräger; es war das Zweite, beim Ersten war die Gutachterin meines Erachtens zudem noch unprofessionell) wurde anerkannt; zusammen mit den Berichten der behandelnden Ärzten.
Natürlich ist soetwas für psychisch Kranke immer eine Odyssee und durch die Krankheit beruhigt so ein Ergebnis auch nicht unbedingt, aber du hast es bis hierher geschafft, sei ein wenig stolz auf dich!
LG
Rhini
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
  Drucken  
 
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS