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Freitag, 10. Februar 2012
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Angstnetz Forum 10. Februar 2012, 11:19:37 *
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Autor Thema: Den ERSTEN schritt gewackt  (Gelesen 1106 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
nadine
Juniormember
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7


« am: 18. März 2009, 12:23:58 »

                                Hallo ihr lieben,

nun möchte ich euch mal berichten,was ich heute erleben musste....Hatte seit tagen unendliche Zahnschmerzen..ich habe bestimmt ne woche lang nur tabletten geschluckt .
Für mich war klar lieber lauf ich mit den schmerzen herum als wenn ich mich zum Zahnarzt begeben würde....
Hatte ja schon in meinen anderen bericht geschrieben das ich immer schiss habe umzukippen wenn ich nur blut oder spritzen sehe was für den Panikattacken nie ein thema gewesen wäre...

Nun gut,heute morgen gegen 8 uhr ging dann wirklich garnichts mehr und ich rief den doc an...natürlich konnte ich direkt vorbei kommen...als ich mit meinem mann dahin fuhr war ich schon schweiss gebaadet und 1000 gedanken hatte ich im kopf...
Fragte ständig meinem mann ob ich umkippen kann oder der kreisslauf schlapp machen kann,doch er sagte immer wieder bleib ruhig es passiert dir nichts..

Da angekommen ,oh man dachte ich,du traust dich nieeeeeeeeemals daran und schon drehte sich alles im kopf...
ich nahm meinen ganzen mut zusammen und sagte mir komm nadine es muss sein und wenn du umkippst dann sind noch ärzte da...

Als ich dran war wurde erst ein röntgenbild gemacht und dann sagte mir der arzt das man den Zahn nicht mehr retten kann und ich solle jetzt zur Kieferchirogie fahren denn er könne den nicht ziehen..

er hätte angst den nerv zu treffen da eine normale Betäubung nicht ausreichen würde..LIEBE LEUTE,ich dachte ich hör nicht recht...erst schlepp ich mich hierrein und jetzt sowas..

Auch da fuhren wir hin und als ich da angekommen war ,war mir immer noch schwindelig etc aber ich versuchte mirimmer zu sagen das die ANGST DAS HAUPTPROBLEM IST UND NICHT DER EINGRIFF UND NICHT DER ARZT:::


ich bewarte ruhe und als der arzt kam und die spritze vor meinen augen hielt und sagte so jetzt fangen wir an war aufeunmal die GROSSE ANGST WEG...er betäubte die stelle und dann musste ich 10 min warten,,,in den 10 min war ich aufeinmal richtig gut drauf,,,ich hatte keine angst mehr und war herr über mich selbst d.h ich liess die angstnicht durchkommen...auch als ich fertig war schaute ich mir den zahn an der wirklich richtig voller blut war und war auch so stolz auf mich....Keine ahnung wie ich das geschafft habe,denn vor 2 tagen konnte ich noch nichtmal ein rezept beim doc abholen......und was schliessen wir daraus????ALLES EINE KOPFSACHE UND WENN MAN DER ANGST ZEIGT DAS MAN STÄRKER IST DANN BESIEGT MAN DIES AUCH!!!!!ICH ARBEITE JETZT WEITER DARAN DAS ES SO BLEIBT
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Fridolin
Stammposter
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 19. März 2009, 06:44:09 »

Hi nadine
Du hast deine Angst überwunden. Respekt!. Was einmal geht, funktioniert immer wieder.
Viel Kraft und Energie und eine zahnwehlose Zeit.
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Fridolin Steinpalme
Rhini
Stammposter
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 833


« Antworten #2 am: 19. März 2009, 10:23:23 »

Hallo Nadine,
Mir ging es voriges Jahr ähnlich. Vormittags habe ich nach einem Zahnarzt in meiner Nähe gesucht, alleine, weil mein Partner selbt zu der Zeit in Reha war. Bei der ersten Praxis war der Arzt im Urlaub, bei der Zweiten machte keiner auf... ich bin zweimal umgekippt; kein Kreislaufversagen sondern ich hatte plötzlich "keine Beine" mehr. Dann bin ich in die Apotheke gegangen und habe mir ein Schmerzmittel geholt. Die erzählte mir dann von einem sehr guten Zahnarzt gleich um die Ecke. Mein Partner rief am Nachmittag an und ich konnte sofort hinkommen. Der kranke Zahn wurde gezogen, die Schwester hielt meine Hand und mein Partner saß ein wenig hinter mir im gleichen Raum. Der Zahnarzt war klasse, so dass ich noch zweimal zu ihm hin bin um die Beißerchen vollkommen zu sanieren. Bei mir ist das leider nicht Kopfsache, denn mein Angstgefühl, meine Panik, äußert sich in körperlichen Beschwerden und nicht in Gedanken.
Da ist für mich die Frage, ob die "echten" körperlichen Beschwerden stärker sind als die psychischen. So schaffe ich es inzwischen immer wieder mein Migränemittelrezept alleine zu holen.
Ich glaube, dass viele von uns über sich selbst hinauswachsen können, wenn es wirklich nötig ist!
LG
Rhini
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eisfee
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Beiträge: 47


« Antworten #3 am: 20. März 2009, 20:41:16 »

Hallo!

Ich könnte auch dutzende solche Geschichten erzählen. Mir geht es jedes Mal ganz genauso! Ob Arzttermin, Behörden, Einkaufszentren usw., jedes Mal das Gleiche! Erst Höllen Angst und hinterher frage ich mich was nun so schlimm war?!
Allerdings habe ich mit der Zeit mein Verhalten vorher verändert, d.h. ich rede mir vorher immer ein das es mir gut geht und wenn mein Körper halt der Meinung ist umkippen zu müssen, dann soll es halt so sein. (ist noch nie passiert!)
Jetzt kann ich wenigstens die Dinge , die ich regelmäßig mache auch einigermaßen unbeschwert tun.

LG eisfee
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