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Autor Thema: Rentenanfrage ... kann ich oder soll ich ??? Meine Frage  (Gelesen 1232 mal)
wusel 33
Beginner
*
Beiträge: 1


« am: 02. April 2009, 01:02:19 »

Hallo!
Weiß nicht ob ich hier richtig bin. Nungut.
Ich bin zurzeit arbeitsunfähig geschrieben. Und zwar war ich bis Okt 08 in einem festen Arbeitsverhältnis (fast 12 Jahre). Wurde arbeitslos und von der AA aufgrund meiner vorherigen Erkrankungen (2002/2003 Tinitus), (Psychose 2005 - letztendlich wurde eine Schizophrenie diagnostiziert)  zu einem Gutachter (Psychologen) geschickt. Dieses Gutachten sagt nunmehr aus, dass ich zunächst für 6 Monate und folgende arbeitsunfähig bin. Der Witz dabei ist, dass ich fast das komplette letzte Jahr gearbeitet habe und zu dem Zeitpunkt als ich bei dem Gutachter war, auch nicht krank geschrieben war. Daraufhin musste!! mein Facharzt (Neurologe) mich arbeitsunfähig schreiben, da sonst die AA mein Arbeitslosengeld gesperrt hätte. Nun steh ich vor dem Problem das mein Krankengeldtopf ausgeschöpft ist. Also droht mir bald Sozialhilfe obwohl ich von der AA einen Bewilligungsbescheid für 12 Monate ALG I bekommen habe. Nur aufgrund dieses blöden Gutachtens kasier ich bald Sozialhilfe. Is mir nicht ganz verständlich. Deshab bin ich am überlegen Rente zu beantragen. Klar ich bin noch ein wenig Jung (33) für Rente. Aber mir stellt sich die Frage besser Rente beziehen als ALG II oder sozusagen Sozi.
Was meint Ihr ??
Zudem möchte mir meine Krankenkasse eine Reha (psychosomatische Klink) andrehen. Ich habe eine solche Klinik aufgrund meines Tinitus bereits aufgesucht und es hat mir rein garnix gebracht. Eher im Gegenteil alles war noch viel viel schlimmer. Davon abgesehen teilt mein Neurologe mir mir die Ansicht das eine Psychsomatische Klinik in meinem Falle nicht angebracht sei. Aber mein Arzt kann und möchte mich aufgrund des Gutachtens auch nicht wieder arbeitsfähig schreiben - was ich nachvollziehen kann. (Eine Krähe hackt der andern kein Auge aus)
Also ich bin jetzt in der Beweispflicht. Ich muss der AA beweisen das ich arbeitsfähig bin. Was für ein schwachsinn.. Ich fühl mich zurzeit gut und wollte garnicht arbeitsunfähig sein. Aber aufgrund der Lage des Arbeitsmarktes und wie soll ich beweisen das ich gesund bin ?? !! - überleg ich mir mittlerweile ernsthaft einen Rentenantrag zu stellen. Bin mir aber total unsicher.
Hat jemand von Euch schonmal ähnliche Erfahrungen gemacht ?? Brauche Hilfe....
Mir wurde nahegelgt zur Beweispflicht und zur Reha das ATZ Saarbrücken zu besuchen. Leider habe ich auch hier nicht allzuviele (gute) Meinungen gehört. Wer war da und kann mir aktuell von dort berichten was da so abgeht.       
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Rhini
Stammposter
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Beiträge: 833


« Antworten #1 am: 02. April 2009, 09:57:29 »

Hallo Wusel,
als erstes stellt sich die Frage, was du möchtest? Du schreibst, du würdest dich recht gut fühlen, aber auch wirklich arbeitsfähig und willig?
Die finanzielle Frage stellt sich fast jedem, der auf irgend eine Art längerfristig  krank geworden ist. Dazu kommt die Frage nach deinem Familienstand und ob eventuell deine Frau arbeiten geht. Mit Harz 4 oder Sozi kann man keine großen Sprünge machen, doch kurzfristig kommt man damit über die Runden.
Alle psychischen Erkrankungen gehören behandelt, weil man sonst unter Umständen immer tiefer in die Krankheit fällt. Wenn du nicht fest in eine Klinik gehen möchtest, bietet sich eventuell der Besuch einer Tagesklinik an. Dort geht man für ca 8 Stunden wochentags hin und bleibt ansonsten zu Hause. Selbst wenn die Reha nichts bringen sollte, so wird dort aber ein Bericht erstellt. Außerdem finden aufgrund deiner Erkrankung Beratungen statt, auch hinsichtlich einer eventuellen Rente.
Mit dem AA kann man auch eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben planen und durchführen, was oftmals durch die Rentenkasse unterstützt wird.
Rente zu bekommen ist sehr schwer, gerade, wenn man erst so "kurz" arbeitsunfähig ist. Außerdem erwartet die Rentenkasse, das amn alle medizinischen Möglichkeiten ausgeschöpft hat und es dabei keine Verbesserung gegeben hat. Zusätzlich muss man meistens zu einem  Gutachter, der andere Ansatzpunkte hat als der vom AA.
Nun gut, Schitziphrenie ist eine PS und somit in der Regel nicht heilbar, doch man kann lernen (zB in einer Verhaltenstherapie), damit um zu gehen und dann im passenden eigenen Bereich voll aktiv sein.

Letztlich frage ich mich allerdings, wie der Gutachter des AA auf die Diagnose gekommen ist und warum er meinte, dass du nicht arbeitsfähig bist. Übrigens kann dein Behandelnder Arzt auch anderer Meinung sein, muss dich also nicht weiter krank schreiben. Er sollte dich doch besser kennen und auch wissen, worauf seine Behandlung abzielt... frage nach! Genauso solltest du beim AA vorsprechen, gerade, weil du ja schon eine Bewilligung von Alg 1 bekommen hast.
Obwohl mein Sacharbeiter wusste, dass ich im Grunde genommen garnicht arbeitsfähig war, hat er immer gesagt, dass er keine Krankschreibung haben möchte. Ich habe mein volles Geld bekommen! Allerdings musste ich nicht zum Gutachter des AA.
Also, nochmal: was möchtest du selbst? Hole dir bei den betreffenden Stellen Infos und rede mir deinem Arzt.
Ich wünsche dir alles Gute
Rhini
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