Home | Forum
Freitag, 10. Februar 2012
psychologische Beratung von erfahrenen Psychotherapeuten und Psychologen, psychologe.de
Angstnetz Forum 10. Februar 2012, 12:01:27 *
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.


Einloggen mit Benutzername und Passwort
News:
 
 
Übersicht Hilfe
Seiten: [1]   Nach unten
Drucken
Autor Thema: Alk - endlich aufhören  (Gelesen 1109 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Marcia
Gast
« am: 10. April 2009, 13:39:36 »

Habe gestern abend eine Flasche Prosecco getrunken...Ich hatte gar kein großes Bedürnis nach Alk, habe es aber trotzdem getan.

Das geht nun schon seit Jahren so, dass ich zuhause heimlich trinke, damit mein Mann nichts merkt. Aber manchmal bekommt er es doch mit. Neulich abend war ich ziemlich zu, und er schimpfte, ich sei Alkoholikerin und gehöre in eine Klinik zum Entzug...

Ich habe noch keine körperliche Abhängigkeit bei mir bemerkt. Habe tagsüber kein Bedürfnis nach Alk, gebe mir abends gerne die Kante, um der Realität zu entfliehen. Am nächsten Tag dann ein schaler Beigeschmack und Selbsthass.

Habe mir ein großes rotes A wie Alkohol in den Kalender eingetragen. Mal sehen, wie lange ich abstinent bleiben kann.

Marcia
Gespeichert
Reizi
Juniormember
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 8


« Antworten #1 am: 10. April 2009, 17:07:24 »

Hallöchen,

mhm..... warum entfliehst du den der Realität???
Es muss ja einen Grund geben warum du dieses tust??
Gespeichert
eisfee
Schreibe oft hier
***
Beiträge: 47


« Antworten #2 am: 10. April 2009, 20:36:49 »

Hallo zusammen!

Gründe um Alkohol zu trinken gibt es viele, ABER WARUM muss man dann Alkohol trinken? In meiner Familie und in meinem Bekanntenkreis gibt es viele die ein Problem damit haben und einige davon haben damit ihr ganzes Leben und das ihrer Lieben ruiniert. Ich finde es sehr wichtig, das man sich selbst darüber klar wird ob man ein Problem damit hat oder nicht. Wenn man regelmäßig Alkohol braucht, dabei ist es egal ob es 2 Gläser sind oder eine Flasche, muss einem das selbst bewusst werden und dann muss man sich Hilfe suchen. Manche schaffen das mit ihren Lebensgefährten oder mit ihrer Familie, andere brauchen professionelle Hilfe. Wichtig ist dabei nur das man es selber will. Es gab zwei Fälle in meiner Familie, die nur eine Terapie gemacht haben, weil es von ihnen verlangt wurde, geschafft hat es keiner!
Ich selbst würde nie auf die Idee kommen Alk zu trinken um Problemen zu entfliehen, die sind nach dem Rausch immernoch da.

LG von eisfee
Gespeichert
Rhini
Stammposter
****
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 833


« Antworten #3 am: 12. April 2009, 11:24:18 »

Hi,
Wann beginnt die Sucht? Da findet man sicherlich Tests im Net. Anzeichen sind aber auch, dass man trinkt, obwohl man es eigentlich garnicht möchte. Man trinkt heimlich. Man trinkt statt nur einem Glas vielleicht eine ganze Flasche (Sekt/Wein)... Auch, dass man glaubt, es garnicht zu brauchen oder wenn man nur zu bestimmten Zeiten trinkt... Auch schon der Gedanke, eine Zeitlang nichts trinken zu wollen... wer mit Alk umgehen kann, wird nie einen Gedanken daran verschwenden...
Ich war selbst Alkoholikerin, habe vor 27 Jahren  (nach drei Jahren exessivem Trinken) den Absprung geschafft. Meine Probleme sind immer wieder aufgetaucht und heute geht nichts mehr, trotzdem, so hilflos, wie ich unter Alkoholeinfluß war, möchte ich nie wieder sein.
Schöne Ostern
Rhini
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 568



« Antworten #4 am: 12. April 2009, 11:47:39 »

Hi Marcia
Daß der Alkohol die Probleme nur für ein paar Stunden zudeckt, weißt du bestimmt.
Wenn ich den Menschen wie eine Zwiebel betrachte, wird beim Entfernen der äußeren Schale, die nächste auftauchen. Meist sind es innere Ängste, die mit Alk dadurch überdeckt werden. In der Realität gibt es auch Zeiten mit Frust, Angst oder Ärger. Mit Alk lassen sich diese Probleme runterspülen und brauchen so nicht so intensiv gespürt werden. Seine innersten Gefühle und auch die Beziehungen unter die Lupe nehmen, könnte Abhilfe schaffen.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Marcia
Gast
« Antworten #5 am: 12. April 2009, 14:29:57 »

Seine innersten Gefühle und auch die Beziehungen unter die Lupe nehmen, könnte Abhilfe schaffen.

Hi Fridolin,

vermutlich meinst Du Psychotherapie? Ich habe 200 Stunden Psychoanalyse gemacht - da geht es ständig um die "inneren Gefühle" - ich trank während dieser Zeit mehr und härtere Sachen als jetzt, und der krönende Abschluss dieser "Therapie" war schließlich eine Psychose. Tiefenpsychologie bloß nicht mehr bei mir, die macht mich nur noch kränker. Verhaltenstherapie beleidigt meine Intelligenz, ebenso "spirituelle" Übungen.

Ich habe mit Anfang 20 angefangen, ab und zu mal einen über den Durst zu trinken, nachdem mein Freund mit mir Schluss gemacht hat. Sicherlich, das Problem ist nach dem Rausch auch noch da, aber ich kann es nicht anderweitig lösen! Der geliebte Freund will nichts mehr von Dir wissen, und da kannst du gar nichts gegen machen, auch wenn Du Dich auf den Kopf stellst. Aber Du kannst die Trauer mit Alk ein paar Stunden wegschieben. Mein Psychiater sagt, ich würde Alkohol als "Medikament" benutzen. Ich finde sonst keine Ruhe.

Zur Zeit finde ich es besser, morgens ausgeruht mit klarem Kopf aufzuwachen, also trinke ich erstmal nichts mehr. Aber vermutlich werden wieder andere Phasen kommen.

Gruß
Marcia
Gespeichert
Seiten: [1]   Nach oben
Drucken
 
Gehe zu:  

Powered by SMF 1.1.14 | SMF © 2006, Simple Machines LLC