Reizi
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« am: 10. April 2009, 15:21:16 » |
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Hallo liebe Leute,
ich habe langsam echt die Schnauze voll. Seit 2 Jahren renne ich von Arzt zu Arzt. Habe echt alles mit mir machen lassen. Stuhluntersuchung, Blutbild, Nahrungsunverträglichkeitstest, Magen- Darmspiegelung, MRT, etc und alles OHNE Befund 
Siet 2 Jahren leide ich immer an schleimigen,breiigen Durchfall, starke Übelkeit mit Erbrechen die 24std anhält, Starken Schwindel. Und das jeden Tag, kann das leben garnicht mehr richtig geniessen. So wie andere Menschen mal spontan sich verabredet mal ins Kino gehen, Shoppen, etc ist bei mir nicht mehr möglich. Bin meistens zuhause, weil ich mich aufgrund der Symptome nicht mehr raustraue. HAbe auch schon eine Psychotherapie hinter mir, ohne langen erfolg.... Ich weiss einfach nicht mehr weiter....  HAt jemand ähnliche erfahrung??? Wie geht ihr damit um??Liebe grüße eure Reizi
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Weserblick
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« Antworten #1 am: 10. April 2009, 17:24:36 » |
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Hallo Reizi  und Willkommen hier im Forum. Ich glaube, dass ich ganz gut nachvollziehen kann, wie Du Dich fühlst. Es ist bei Darmerkrankungen oft sehr schwer, eine genaue Diagnose zu stellen. Bei mir hat es damals auch so um die 2 Jahre gedauert, bis ich endlich wusste, was ich nun habe. Das ist sehr zermürbend, sehr anstrengend und kostet viel Kraft. Die ganzen Untersuchungen sind ja auch nicht ohne. Mir hat dann damals ein Spezialist in der Uniklinik Hamburg-Eppendorf geholfen. Inzwischen gibt es aber in vielen größeren Städten Spezialisten dafür. Frag doch mal in einer größeren Klinik in Deiner Nähe nach. Schade, dass Dir die Psychotherapie nicht geholfen hat. Ich würde da an Deiner Stelle aber am Ball bleiben und evtl. auch einmal eine psychosomatische Reha machen. Mir hat das jedenfalls sehr gut getan. Ich habe die Krankheit Morbus Crohn inzwischen schon seit 30 Jahren. In dieser Zeit gab es zwar viele schlimme Zeiten, aber auch immer wieder gute Phasen. Zur Zeit komme ich durch die häufigen Durchfälle auch wieder schlecht aus dem Haus. Kann da Deinen Frust also sehr gut verstehen. Ich versuche, jeden Tag neu anzugehen. Jeder Tag ist wieder anders. Damit bin ich bisher eigentlich ganz gut gefahren. Hoffentlich konnte ich Dir ein wenig weiterhelfen. Ich wünsche Dir jedenfalls gute Besserung und trotz allem ein schönes Osterfest. Ach ja, wieso nennst Du Dich denn Reizi? Tippst Du bei Deiner Krankheit auf Reizdarm? Hierzu gibt es auch ein spezielles Forum. Wenn Du daran interessiert bist, such ich Dir gerne mal die Seite raus. Viele Grüße und Kopf hoch  Weserblick
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Reizi
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« Antworten #2 am: 10. April 2009, 17:32:57 » |
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Mhm was soll es sonst sein ausser einen reizdarm oder magen oder was weiss ich was.... wie gehst du damit um wenn du jeden Tag durchfall hast??? haben sie vorher bei dir auch nichts gefunden??? Auf morbus chron uns colitis wurde ich nicht "getestet" aber das hätte man ja bei der Darmspiegelung gesehen.... Bin echt super verzweifelt.... es ist sooo nervig
liebe grüße
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Weserblick
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« Antworten #3 am: 10. April 2009, 20:00:48 » |
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Hallo Reizi,
ja, ich weiß, es ist schwer, immer die Ruhe zu bewahren, wenn der Durchfall so nervt. Zum Glück war es bei mir ja so, dass ich auch immer lange beschwerdefreie Zeiten hatte.
Ich habe aber auch festgestellt, dass die Beschwerden oft durch bestimmte Ereignisse oder Situationen ausgelöst werden können. Lange Zeit habe ich immer versucht, es allen Recht zu machen. Das Ende vom Lied war dann oft, dass die anderen zufrieden waren und es mir schlecht ging. Dazu kamen dann noch einige Schicksalsschläge, die alles dann noch verschlimmert haben.
Vor ca. 2 Jahren hab ich dann meine erste Psychotherapie gemacht. Dabei habe ich dann gelernt, mein Verhalten entsprechend zu ändern. Das geht natürlich nicht von heute auf morgen. Letztes Jahr hab ich dann noch eine psychosomatische Reha gemacht. Während dieser Zeit hab ich viel gelernt. Ich bin jetzt immer noch dabei, all das auch umzusetzen.
Da bei mir sämtliche Mittel gegen Durchfall zur Zeit nicht anschlagen, versuche ich, jeden Tag so zu akzeptieren wie er eben ist. Das gelingt mir manchmal gut, manchmal aber auch nicht so. Eine Hilfe dabei sind für mich Entspannungsübungen (z.B. Atemübungen, progressive Muskelentspannung oder einfach auch nur Musik hören). Ausserdem hoffe ich nach wie vor darauf, dass sich alles auch mal wieder bessert.
Ja, am Anfang der Krankheit hat niemand erkannt, was ich eigentlich habe. Das hat so ca. 2 Jahre gedauert, bis ich dann bei dem Professor in der Uniklinik die Diagnose bekam. Um die Krankheit auch sicher zu diagnostizieren, müssen bei der Spiegelung Gewebeproben entnommen werden. Aber das wird man bei Dir ja sicher gemacht haben.
Immodium gegen Durchfall kennst Du ja bestimmt. Ein gutes natürliches Mittel sind auch Heidelbeeren. Viele haben gute Erfahrungen damit gemacht. Dann gibt es noch die indischen Flosamenschalen. Die haben mir auch über lange Zeit gut geholfen. Du kannst sie Dir verschreiben lassen. Es gibt sie in den Geschmacksrichtungen Orange oder Apfel und das Medikament heißt dann Mucofalk. Man kann sie aber auch pur in der Apotheke oder im Reformhaus kaufen. Es muss hier nur sichergestellt sein, dass keine Verengung im Darm vorliegt.
Alles Gute wünsche ich Dir. Viele Grüße Weserblick
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Reizi
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« Antworten #4 am: 10. April 2009, 20:52:56 » |
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Danke danke für deine Ausführlichen Antworten.....  JA Loperamid kenne ich schon zu genüge... ohne das geht nichts mehr... Flosamen ja schön und gut aber nicht mein fall hilft bei mit nicht wirklich... Klar haben die bei mir gewebeproben entnommen... war nichts :-( aber was soll ist ja meistens so... da rennt man sich die füsse wund schleppt sich zu allen hin und nichts kommt raus.. war schon in sämtlichen Kliniken etc... Wie hast du dein Verhalten geändert?  ?Bei mir gab es auch Schiksalsschläge :-( Das klar das es einen auch aufwühlt oder wie du sagst einem alles recht zu machen mache ich auch, weil ich denke sonst immer dann sind die sauer oder so... dann sind die zufrieden aber mir gehts im endeffekt schlecht.... und dann immer noch zu dem Durchfall diese Übelkeit :-( Wünsche dir auch schöne Ostertage.... Liebe grüße Reizi
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eisfee
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« Antworten #5 am: 11. April 2009, 19:25:58 » |
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Hallo Reizi!
Habe die Tage mitgelesen und bei mir kam die Frage auf ob Du die Beschwerden einfach so bekommst, oder ob es bestimmte Gründe dafür gibt? Ich meine, bist Du dann wegen irgendwas tierisch angespannt, oder stehen dann besondere Termine oder Ereignisse bevor? Ich habe zwar weitaus weniger Beschwerden als Du, aber bei mir ist es Z.B so das ich wenn ich zum Zahnarzt muss nicht mehr vom WC runterkomme, obwohl ich manchmal keine Angst davor habe. Mein Körper spielt dann total verrückt, es beginnt ein Teufelskreis, ich kann nicht essen weil es wieder rauskommt aber ohne Essen keine Spritze! Wünsche Dir viel Glück und schöne Ostern.
LG von eisfee
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Reizi
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« Antworten #6 am: 12. April 2009, 19:20:27 » |
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Hallo, naja ich bin eigentlich immer angespannt klar vor ereignissen oder terminen egal wohin ist es auch super häftig wie bei dir.... aber es liegt jetzt auch noch an anderen umständen die etwas kompliziert sind hier zu erläutern  danke euch euch Frohe ostern
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Weserblick
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« Antworten #7 am: 12. April 2009, 20:09:16 » |
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Hallo Reizi  , schade, dass die Flosamenschalen bei Dir nicht anschlagen. Ich hab das Zeugs zwar auch nicht gerne geschluckt, aber immerhin hatte ich dann wenigstens mal für einen etwas längeren Zeitraum etwas Ruhe. Das eigene Verhalten zu ändern ist ja nicht so einfach. Ich bin auch immer noch dabei, bei mir daran zu arbeiten. Allein schon dieses "allen Recht machen wollen" ist oft ein großes Problem. Dabei schneidet man sich oft ins eigene Fleisch. Das kennst Du ja auch. Eigentlich hat meine Frau mich darauf aufmerksam gemacht. Sie sagte mal: "Spring doch nicht immer gleich, wenn jemand was von dir will". Tja, das war leichter gesagt als getan. Es fiel mir sehr schwer, dann mal zu einigen Leuten nein zu sagen. Manchmal bin ich dann schon nicht mehr ans Telefon gegangen. So ganz langsam ist es mir dann aber doch gelungen. Als nächstes gab es dann Situationen, in denen ich Bauchschmerzen bekam, weil ich mit einigen Menschen zusammenkam, die mir einfach nicht gut taten. Ich hatte immer gedacht: "Naja, die gehören ja zur Familie, mach gute Miene zum bösen Spiel, allein schon um des lieben Friedens Willen". Das war aber auch nicht richtig. Mir ging es schlecht dabei. Sie wußten alle, dass ich diese Darmerkrankung habe, konnten aber dann oft doch nicht verstehen, wenn ich einfach nicht so funktionierte, wie sie es sich vorstellten. Ich saß dann am Ende da mit meinen Bauchschmerzen. Nun mache ich es so, dass ich zu solchen Treffen einfach nicht mehr hingehe. Das ist mir Anfangs schwergefallen, wurde mit der Zeit aber leichter. Ich habe inzwischen gelernt, wer und was mir wichtig ist. Meine Frau und meine Kinder haben da vollstes Verständnis. Sie haben ja auch miterlebt, wie es mir nach solchen Situationen oft ging. Ganz viel hat mir dann auch die Reha im letzten Jahr geholfen. Ich hatte da wirklich Glück mit den Therapeuten und auch mit den Mitpatienten. Der Therapeut konnte mir viele Ursachen für mein Verhalten nennen. Sie sind begründet in der Kindheit und Vieles, was ich eigentlich wusste, wurde mir dort erst so richtig klar. Der Therapeut gab mir Aufgaben. So musste ich z.B. lernen, häufiger nein zu sagen. Bei wichtigen Dingen machte ich das ja schon, hier ging es aber auch um Kleinigkeiten. Ich sollte mir nicht mehr alles gefallen lassen und eher mal Stop sagen. Das waren oft nur "kleine Dinge" wo ich vorher oft dachte, diese Sache ist eine Diskussion gar nicht wert, mach es einfach. Ich muss aber ja gar nicht diskutieren. Ich sage einfach nein und fertig. Das hört sich zwar einfach an, ist es aber nicht immer. Man ist eben so, wie man ist und da fällt es doch oft schwer, anders zu reagieren als wie man es gewohnt ist. Als Nächstes sollte ich dann an meiner Hilfsbereitschaft arbeiten. Bevor ich springe und etwas für jemanden mache, soll ich immer erst überlegen, ob ich das auch wirklich will. Auch das war nicht so einfach für mich. An all diesen Dingen arbeite ich heute noch. An manchen Tagen gelingt es mir auch, mich entsprechend zu verhalten, an manchen Tagen aber auch nicht. Ich weiß nicht, ob Dir das alles nun weiterhilft. Du hattest ja geschrieben, dass Dir die Therapie nicht viel gebracht hat. Versuch es doch noch einmal. Es ist ja auch sehr wichtig, dass Du einen guten Therapeuten findest und das die "Chemie" zwischen Euch stimmt. Vielleicht wäre so eine Reha für Dich ja auch gut. Ich wünsche Dir jedenfalls, dass es Dir bald mal wieder besser gehst. Diese ständigen Durchfälle und dann noch die Übelkeit dazu machen einen mit der Zeit wirklich fertig. In der Zeit, in der es Dir noch nicht besser geht, versuche doch einmal, Dir immer mal wieder eine kleine Freude zu machen. Tue irgendwas, was Du gerne machst. Das ist ganz wichtig. @Eisfee Ja, diesen Teufelskreis, den Du beschrieben hast, kenne ich auch. Ich habe bisher auch noch nicht die richtige Lösung gefunden, um da heraus zu kommen. Ich versuche, solche blöden Termine möglichst zeitnah zu legen - was ja auch nicht immer möglich ist, aber wenigstens manchmal - und versuche dann einfach zu akzeptieren, das es nun mal nicht anders geht. Ausserdem versuche ich noch, nicht ständig an diesen Termin zu denken. Das gelingt mir mir Musik ganz gut. Euch allen wünsche ich noch einen schönen Abend. Viele Grüße Weserblick
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Reizi
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« Antworten #8 am: 12. April 2009, 20:29:56 » |
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Hallo Weserblick, vielen dank für deine netten Schrieb.... deine Tipps sind eine echte Berreicherung für mich..... vielen dankv Ja das mit der Familiensituation kenne ich auch,ständig irgendwelche Familienfeiern, wo man kein Nerv drauf hat weil man immer Gute miene zum bösen spiel machen muss. Lol ich und ne Reha wie den bin grad mal 21jahre alt..... hatte auch an sowas mal gedacht, aber denke da kommt man nicht so leicht dran, was muss man tun um eine Reha zu bekommen??? Liebe ostergrüße an dich. :-) Mfg Reizi
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eisfee
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« Antworten #9 am: 12. April 2009, 20:47:04 » |
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Hallo Weserblick!
Das Du gelernt hast, nein zu sagen find ich gut, leider klappt das bei mir nicht, weil meine Familie von meinen Problemen nichts weiß. Ich verstehe mich mit meiner Mutter und meiner Schwester nicht so gut, darum musste ich heute auch mal wieder so einen besch.... Tag hinter mich bringen wie Du ihn beschrieben hast. Will sagen, ich war am Ende auch die Dumme der es schlecht geht. Mein Körper springt mitlerweile auf alles an was ich nicht gern tue. Er ändert von Zeit zu Zeit auch mal seine Symptome. Heute hat er mich mi eine herrlichen Migräne bestraft. Nicht dranzu denken klappt auch meißt nicht, da ich meißt erst hinterher sagen kann das es die Angst war und mein Körper macht das dann auch automatisch auch enn ich abgelenkt bin. Naja, aber ich lasse mich nicht unterkriegen und stehe es durch. ("was einen nicht tötet, macht einen stärker")
Einen schönen Ostermontag noch!
LG von eisfee
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Reizi
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« Antworten #10 am: 12. April 2009, 21:09:13 » |
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Hey Eisfee, ich kenne das zugut , alles was ich nicht gerne tue springt mein magen-darm sofort drauf an.... das echt grausam.... viele sagen zu mir sag einfach mal Nein ,loool das einfacher gesagt als getan... meine familie versteht mich auch nicht.... und mein Verlobter leider auch nicht... im gegenteil von dem kann ich mir immer sprüche anhören na was haben wir heute wieder, oder war ja klar das wieder irgendwas hast.... etc. Er kann sich das einfach nicht vorstellen das man sowas hat.... An Weserblick: Habe grade eine email erhalten das die Wartezeit eines Therapieplatzes 6MOnate beträgt, das jetzt die 3 Klinik wo ich das höre.... mannnnnnn ich will doch nur wieder normal leben können... 
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Weserblick
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« Antworten #11 am: 13. April 2009, 15:06:26 » |
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Hallo Reizi  und hallo Eisfee  Reizi, als ich im letzten Jahr eine Reha (meine erste) gemacht habe, gab es dort auch eine Gruppe für junge Erwachsene. Ich habe im Laufe der Zeit dort viele von ihnen kennengelernt. Ein Mädchen hatte auch so heftige Darmprobleme und die Zeit dort hat ihr sehr gut getan. Wenn ich mich recht entsinne, waren sie in der Gruppe alle so zwischen 16 und 21 Jahre alt. Bei mir war es so, dass aufgrund der großen Fehlzeiten die Reha vom Amtsarzt vorgeschlagen wurde. Mein Arzt hat dann den Antrag vorbereitet und wir haben es an die Krankenkasse geschickt, die dann zugestimmt hat. Ich weiß nun nicht genau, ob das immer so läuft, aber darüber wirst Du hier im Forum sicher mehr erfahren können. Ich bin übrigens auch privat versichert, vielleicht läuft da dann auch alles wieder anders. Leider ist es so, dass man auf einen Platz bei einem Therapeuten oft lange warten muss. Das kostet ganz schön Nerven, gerade, wenn es einem nicht so gut geht. Mir hat ein Arzt dann den Tipp gegeben, trotzdem immer wieder nachzufragen. Das hat dann letzten Endes auch geklappt. Es war jemand abgesprungen und so konnte ich schneller mit der Therapie beginnen. Aber Du schreibst ja von einem Platz in einer Klinik. Was hast Du denn da vor? Willst Du stationär in die Klinik gehen oder ist das eine Tagesklinik. Auch da würde ich immer mal wieder nachfragen, ob nicht zwischenzeitlich doch was freigeworden ist. Du schreibst ja, dass Du erst 21 Jahre alt bist. Ich denke mal, dass Dein Verlobter auch so ungefähr in Deinem Alter ist. So ganz einfach ist die ganze Situation für ihn ja auch nicht. Zeig ihm doch einfach mal ein Forum, in dem andere Betroffene schreiben, wie es ihnen so geht mit so einer Darmerkrankung. Vielleicht wird ihm dadurch dann klarer, was Du alles durchstehen musst. So wird er dann evtl. auch mehr Verständnis für Dich aufbringen können. Es tut mir sehr leid Eisfee, dass es Dir gestern so schlecht ging. So eine Migräne ist ja wirklich übel  . Hoffentlich geht es Dir heute wieder etwas besser. Die ganze Situation gestern war bestimmt sehr schwer für Dich. Du versuchst, Dir nichts anmerken zu lassen uns spürst in Dir schon die Schmerzen. Das ist sehr, sehr anstrengend. Vielleicht solltest Du Deiner Mutter und Deiner Schwester gegenüber doch einmal die Karten auf den Tisch legen. Ich denke, es ist sehr wichtig, dass Du mehr an Dich denkst. Denn Du hast hinterher die Schmerzen und das ist auf die Dauer kein Zustand. Aber ich weiß, ich habe gut reden  . Bei mir hat das aber auch alles sehr lange gedauert. Inzwischen wurde ich aber gezwungen zu reagieren. Ich hatte bisher 3 Operationen und ich weiß nicht wieviel Krankheitsschübe. Dadurch ist der ganze Darm sehr vernarbt und verengt. Ich kann mir einfach nicht mehr erlauben, weitere Schübe zu riskieren. Eine erneute Operation wäre auch nicht so toll, weil mir schon sehr viel fehlt vom Darm. Also habe ich mehr oder weniger die Notbremse gezogen. Wichtig ist meiner Meinung nach dabei, dass Du Unterstützung hast. Menschen die Dich verstehen, die zu Dir halten. Ich weiß jetzt nicht, ob Du vielleicht eine Therapie machst. Das würde ja evtl. auch helfen. Übrigens bin ich mit dem "Nein sagen" immer noch am üben. Es klappt nicht immer. Manchmal falle ich auch schnell in alte Verhaltensmuster zurück. Ganz toll finde ich, dass Du Dich nicht unterkriegen lässt. Weiter so, Eisfee, Du schaffst das !!!! Euch beiden und allen anderen hier im Forum noch einen richtig schönen Ostermontag wünscht Weserblick
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eisfee
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« Antworten #12 am: 13. April 2009, 16:10:12 » |
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Hallo Ihr zwei!
Leider hatte mich die Migräne heute auch noch im grif, ABER ich habe heute auch mal nein gesagt. Eigentlich wollten wir heute zu meinen Schwiegereltern, wo ich sehr gerne bin, mein Mann ist dann allein gefahren. Schade aber sie haben dafür Verständnis und mein Mann auch. Mein Mann hat für meine ganzen Probleme Verständnis, schade das Dein Freund, Reizi, nicht so viel Verständnis dafür hat. Allerdings verstehe ich das nicht ganz so, da er doch sicherlich mitbekommt wenn Du Stunden auf dem Klo verbringst. Habt Ihr schon mal ganz in Ruhe darüber gesprochen? Am Anfang musste ich bei meinem Mann auch ganz viel erklären, bevor er begreifen konnte was wirklich in mir vorgeht und das gerade mich psychische Probleme belasten. Manchmal begreife ich selbst nicht wie man Angst vor ganz normalen Dingen bekommen kann.
Was meine Mutter und meine Schwester betrifft, erzählen tu ich denen das nie und nimmer!!! Meine Mutter wird sagen "Kind oh mein Gott wie kann das sein, wo kommt das her" das wars dann kein Interesse weiter und meine Schwester würde es lautlos zur Kenntnis nehmen und sich dann denken, "eine nette Einbildung"! Aber egal damit habe ich mich abgefunden.
Eine Verhaltensterapie habe ich schon mal begonnen, aber wegen fehlendem Verständnis der Therapeutin habe ich sie abgebrochen. Im nachhinein bin ich der Meinung, das sie mir nur das Geld aus der Tasche ziehen wollte ( bin auch privat versichert). Seit dem suche ich einen neuen und habe vor kurzem einem eine Mail geschrieben warte da aber noch auf Antwort.
Unterkriegen lassen dürfen wir uns alle nicht, wir müssen immer wieder kämpfen auch wenn es schwer fällt nach einer Niederlage wieder aufzustehen. LG von eisfee
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Weserblick
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« Antworten #13 am: 14. April 2009, 10:26:12 » |
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Hallo Eisfee, es war bestimmt die richtige Entscheidung, dass Du gestern zu Hause geblieben bist. Auch wenn Du gerne bei Deinen Schwiegereltern bist, hättest Du mit der Migräne ja doch nichts davon gehabt. Hoffentlich hat Dir die Ruhe gut getan. Das Dein Mann und seine Eltern so hinter Dir stehen, gibt Dir bestimmt einen großen Rückhalt. Meine Frau hat in all den Jahren auch immer zu mir gehalten und das hat mir sehr viel Kraft gegeben. Als sie dann vor einigen Jahren auch krank wurde, konnte ich auch mal für sie da sein. Ja, es ist schon sehr schwierig, den richtigen Therapeuten zu finden. Ich stand am Anfang auch etwas ratlos da und wusste nicht, ob ich nun besser eine Gesprächs- oder eine Verhaltenstherapie machen soll. Letzten Endes hatte mir dann der Therapeut, bei dem ich endlich einen Termin bekam, die Entscheidung abgenommen. Ich machte bei ihm eine Verhaltenstherapie, was nun nicht schlecht war. Später dann, während der Reha, merkte ich aber, dass mir die Gesprächstherapie dort mehr gebracht hat. Ich wünsche Dir, dass Du schnell enen Termin bei einem guten Therapeuten bekommst, damit es Dir bald besser geht. Viele Grüße  Weserblick
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