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Autor Thema: Was tun ? Bester freund hat Hebephrene Schizophrenie  (Gelesen 829 mal)
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Gousar
Juniormember
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 23


« am: 27. April 2009, 00:10:26 »

Hallo,

die situation mit meinem längsten und auch besten freund wird immer krasser. schon lange weiß ich das etwas mit ihm nicht stimmt und auch er wusste es von mir. ich selbt habe eine schizoide PS mit schwerer depression wofür ich auch antidepresiva nehme. bei ihm habe ich kaum die probleme die ich die ich sonst bei anderen menschen habe nd ich fühle mich ungezwungen und entspannt. einige jahre haben wir es einfach tot geschwiegen da niemand den mut gefunden hat es anzusprechen. doch da es mir immer schlechter ging und auch seine situation mitlerweile extrem beunruhigend ist habe ich den schritt gemacht ihm von meinen probs zu erzählen. einige wochen später habe ich versucht auch ihm klar zu machen dass das nicht mehr lange so weiter gehen kann und er was tun muss. doch die einsicht ist gleich null und er verleugnet es einfach, will es halt einfach nicht war haben. ich versuch mal sein verhalten etwas zu beschreiben, so komisch es auch klingen mag.  irgendwann hat er halt angefangen sich auschließlich mit computerspilen zu beschäftigen, egal was passiert oder wer ihn besucht, erspielt einfach immer weiter. früher waren wir im fussball verein und wir haben immer bei ihm fussball geguckt. nicht mal dann wendet er sich von der kiste ab.   wenn er mal für eine halbe stunde nicht spielt oder wir zusammen mal fifa spielen komm ich überhaupt nich auf sein verhalten klar.  ständig sagt er die namen der fussballspieler in einer komisch verzerten tonlage. guckt er irgend eine sitcom fängt er nach jeden witz  aufgesetzt an zu kichern oder verhält sich wie so eine pantomime . es ist halt nicht wirklich treffend zu beschreiben. falls ich mal irgend ein thema anfange ignoriert er mich manchmal und falls nicht labert er irgend eine scheisse die entfernt damit zu tun hat. ich komm mir dann irgendwie verarscht vor und weiß nicht wirklich was ich dann noch sagen soll. er rasiert sich nicht mehr und wird auch immer dicker. außerdem vermüllt er total. letztens haben wir mit 3 mann 2 stunden aufgeräumt und bestimmt 25 müllsäcke voll bekommen mal abgesehen von dem gestank von den essensresten. er verweigert auch den kontakt zu seinen familienangehörigen. er macht einfach nicht auf. der opa hat ohne scheiss mindesten 15minuten lang gerufen und geklopft weil er wohl wusste das er da ist. ich bin schon aufgestanden und wollte aufmachen doch das wollte er absulut nicht. nicht mal auf cen geburtstag von seinem opa ist er gegangen und wenn man dann was dazu sagt meint er nur ich soll mich raushalten das ist seine sache. ich bin kurz davor den kontakt abzubrechen. wenn ich mich nicht alle paar tage mal anmelden würde, würde er mich einfach ignorieren und wieder in seine pc-welt flüchten nur ich habe das gefühl das ich ihm helfen muss. ich kann ihn da ja nicht einfach verelenden lassen. vieleicht sollte ich noch erwähnen das er 24 ist und gerade abi nachmacht. habe von klassenkameraden gehört das er eine 6 bekommen hat weil er den klassenraum nicht gefunden hat. ich hab ihn aber lieber nicht drauf angesprochen. auf jeden fall hat er schon so viele fehltage das er kurz davor ist das schuljahr nicht anerkannt zu bekommen. ich habe jetz mit seiner cousine gesprochen und ihr davon erzählt. vieleicht kann sie ja was bei ihm bewirken. nur ich weiß jetzt schon was passiert wenn seine famlie versucht kontakt zu ihm aufzubauen. erschließt sich ein macht das handy aus und spielt einfach nur noch pc. ich bin eigendlich der einzigste den er reinlässt der auch überhaupt in der position ist ihm zu sagen dass das so nicht weiter gehen kann aber wie gesagt, er blockt komplett ab. da meine eltern in einer nervenheilanstalt arbeiten war es möglich die situantion fachleuten zu erklären. die meinten es wäre höchst warscheinlich eine Hebephrene Schizophrenie. nachdem ich was darüber gelesen habe gibt es für mich kein zweifel mehr an der diagnose. ich hoffe  ich stellt das bei euren antworten nicht in frage. ich weiß nicht mehr wie ich mich ihm gegenüber verhalten soll. er ist mir sehr sehr wichtig. nicht nur weil ich ihn seid der e-jugend im fussballverein kenne sondern auch desswegen weil er eine der wenigen menschen ist bei denen meine schizoide PS kaum auf die beziehung zu ihm einwirkt. das klingt jetzt sicher voll schräg aber da er selber meine kranken züge tolleriert hat bzw. ignoriert hat und ich auch weiß dass er krank ist war es mir sehr viel einfacher eine art beziehung zu ihm aufzubauen in den letzten jahren. nur jetzt ist alles viel schlimmer geworden und ich hab keine ahnung mehr was ich tun soll oder ob ich überhaupt etwas tun sollte. aber ich will ihn auf keinen fall hängen lassen das habe ich ihm versprochen. auch wenn euch nix schlaues dazu einfallen sollte wäre ich trotzdem froh wenn ihr mir einfach schreibt was ihr davon haltet oder wie ihr darüber denkt. vieleicht hat ja einer änliche dinge erlebt oder so.  es gibt leider auch keinen mit dem ich auf die art und weise darüber reden könnte wie ich es hier geschrieben habe. ich traue mich das einfach nicht. so, danke wenn ihr die geduld hattet bis hier hin fertig zu lesen. bin für jeden eintrag dankbar.  lg Danno
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« Antworten #1 am: 28. April 2009, 11:24:11 »

Hallo Danno  Smiley,

mit einer hebephrenen Schizophrenie kenne ich mich nicht aus, kann Dir also dazu auch nichts schreiben. Vielleicht hängt ja das Verhalten Deines Freundes auch mit seiner Erkrankung zusammen. Ich meine damit jetzt auch speziell dieses Zurückziehen von Allem und Jedem. Wozu raten Dir denn Deine Eltern? Sie kennen sich doch gut aus auf diesem Gebiet. Ich denke aber auch, dass der erste Schritt, um aus dieser Isolation herauszukommen, von Deinem Freund kommen muss. Mehr als ihm zur Seite zu stehen und ihn zu unterstützen, kannst Du nicht machen.

Du hast Dich in den letzten Wochen und Monaten für ihn als sehr guter Freund erwiesen. Gerade auch, weil es Dir ja selbst bestimmt auch nicht immer so gut geht. Ich kann sehr gut verstehen, dass Dir Dein Freund sehr wichtig ist und Du ihn nicht verlieren wirst. Trotzdem ist es aber auch wichtig, dass Du auch ein wenig an Dich denkst und Dich mit der ganzen Situation nicht zu sehr belastest. Vielleicht ist es ja möglich, dass Du Dich mal für eine kürzere Zeit ein wenig zurückziehst. Dann erkennt Dein Freund vielleicht, dass er sich Hilfe suchen muss und nicht alles auf Deinen Schultern abladen kann.

Mir ist es vor einiger Zeit mal mit einem Freund ähnlich ergangen. Wir haben beide die gleiche Krankheit und uns auch über lange Zeit immer gegenseitig unterstützt. So nach und nach konzentrierte sich aber immer alles mehr auf ihn. Ich habe immer versucht ihn zu unterstützen und habe nach Lösungen gesucht. Meine Vorschläge schlug er aber alle in den Wind. Drohte mir sogar mit Suizid. Das alles hat mich sehr belastet und es ging mir immer schlechter. Über Wochen und Monate ging es so, dass er immer alles bei mir abgeladen hat. Ständig kamen neue Probleme dazu. Manchmal kam ich mir vor wie sein Mülleimer. Dann plötzlich lernte er seine neue Freundin kennen und all seine Probleme waren von heute auf morgen vom Tisch. Als ich ihm dann sagte, dass mich die letzte Zeit auch sehr belastet hatte, kam von ihm nur ein "Ach, das tut mir leid" und die Sache war für ihn erledigt. Seither habe ich mich dann doch von ihm sehr zurückgezogen.

Verstehe mich bitte nicht falsch. Ich finde es ganz klasse, wie sehr Du Dich um Deinen Freund kümmerst. Das ist auch richtig so. Es darf nur eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Die Grenze, wo es dann anfängt, Dich zu sehr zu belasten und Dir zu sehr zu schaden. Also, pass auch auf Dich auf.

Alles Gute wünsche ich Dir.

Weserblick

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