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Autor Thema: Meine ständige Angst zu versagen...  (Gelesen 939 mal)
Tiffy
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Beiträge: 44


« am: 19. Mai 2009, 16:21:02 »

sie ist schon wieder da die angst und ich komme einfach nicht dagegen an.
ich kenne das ja von mir, dass ich eigentlich die meiste zeit angst habe irgendwetwas falsch zu machen und dann von anderen abgelehnt zu werden.
momentan ist es in sachen ausbildung aber wieder total extrem.
ich hab ununterbrochen angst, die ausbildung nicht zu schaffen.
sobald etwas nicht so klappt, wie ich denke es müsste klappen, bin ich schon total fertig.
ich brauch nur an klausuren oder bestimmte versuche zu denken (BTA-ausbildung) und schon bin ich ganz angespannt, hab das gefühl mein herz bleibt jeden moment stehn und kann gar nicht mehr tief durchatmen.

habe vor kurzem trivilor abgesetzt, was ich 2 1/2 jahre genommen habe.
denke dass es deshalb auch grade so extrem ist. aber ich will sowas nicht mehr nehmen. ich hab mich wochenlang mit schwindel und übelkeit rumgeplagt, bis ich diese absetzerscheinungen endlich los war.
das will ich nicht nochmal machen.
ausserdem hatte ich gehofft, dass ich diese ängste irgendwann mal los werde.
aber momentan scheinen sie eher mal wieder mein ganzes leben zu beeinflussen und zu zerstören.

ich lasse schon unterricht ausfallen und treff mich kaum noch mit freunden, weil ich ständig kurz davor bin in tränen auszubrechen.

ich kann einfach mit der angst nicht umgehen. entweder sitz ich da und kan gar nichts tun und bin total teilnahmslos oder ich werde super aggresiv und verletze mich am ende selbst.

ich halte diese angst einfach nicht mehr aus.
Gespeichert

SSAT
Fridolin
Stammposter
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Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 20. Mai 2009, 08:18:27 »

Hi Tiffy
Ich kenne die Angst zu versagen und möchte dir meine Denkweise über dieses Thema mitteilen.
Die Angst zu versagen hat viel mit folgender Einstellung zu tun: Ich bin nicht gut genug, ich verdiene das Gute gar nicht, niemand liebt mich,  Selbstkritik, usw, usw.
Dagegen hilft der Prozess des "sich Selbst liebens". Eigenliebe und immer wieder Eigenliebe.
Es hat nichts mit Willensstärke oder Disziplin zu tun.
Tägliche Affirmationen lesen und schreiben, täglich ein paar Minuten meditieren, Entspannung jeglicher Art.
Es ist egal, wo du beginnst, am Ende findest du die Methode, die dir am Besten passt.
Nicht aufgeben, wenn sich Zweifel und Rückschläge einstellen.
Vielleicht kann ich dir damit ein paar positiven Denkanstöße geben.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Rhini
Stammposter
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Beiträge: 833


« Antworten #2 am: 20. Mai 2009, 21:14:26 »

Hi TiffY,
Zum Glück ist niemand perfekt und nur ganz wenige nahe dran (wenn man sie von Außen betrachtet). Aber jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich mit seinem Vermögen einzubringen, auch wenn das zeitweilig sehr wenig zu sein scheint. Ich bin seit mehreren Jahren zu Hause, hatte zeitweilig das Gefühl, nichts würde mehr gehen, überall würde ich nur noch mit Hilfe zurecht kommen. Meine Angst, etwas falsch zu machen , so dass ich gescholten werde, ist immernoch vorhanden. Doch trotzdem mache ich mein Ding weiter, versichere mich viele Male, ob ich im Recht bin oder ob ich den richtigen Weg wähle, etwas zu erreichen... es ist anstrengend, aber der Erfolg, den ich dann habe und sei er auch noch so klein, kann ich inzwischen erkennen und genießen.
Es ist die Einstellung zu mir und zu dem, was ich ableisten muss, die ich geändert habe. Ich schaue mich um und erkenne viele Menschen, die weitaus weniger darbringen und auch durchs Leben kommen. Ich schaue hin, was ich tun kann und ich versuche immer mich selbst so zu lieben, wie ich bin. Dazu sage ich mir, dass niemand mit mir etwas zu tun haben braucht, der es nicht möchte... und es sind immer noch Leute da, die gerne Zeit mit mir verbringen.

Du schreibst, du bist in einer Ausbildung und hast Angst, zu versagen. Mache dir klar, was passiert, wenn du es nicht schaffen würdest? Kannst du dir vorstellen, etwas anderes zu versuchen? Kannst du versuchen, dir vorzustellen, dass du etwas findest, das deinem Potential entspricht? Wenn man eine Ausbildung nicht schafft, bedeutet das nicht, dass man versagt hat, sondern, dass es nicht das Richtige war. Natürlich vergisst unsere Gesellschaft diesen feinen Unterschied sehr gerne, doch gerade wir Angstkranken sollten uns das Recht auf ein sinnvolles Leben zurückholen. Ansonsten würden wir nur dem Staat auf der Tasche liegen.

Ich weiß, dass das alles sehr einfach klingt, ist es nicht, aber du hast das Recht, dich selbst zu verwirklichen. Aber mehr als du hast, brauchst du nicht geben.
Wenn  du für dich selbst entscheiden würdest, was würdest du tun wollen und wie würdest du sein wollen?

Das waren jetzt meine Gedanken dazu und du brauchst davon nichts umsetzen oder annehmen; sie können nur eventuell ein Ansatz für neue Gedanken sein.
LG
Rhini
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