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Autor Thema: Neuroleptika richtig?  (Gelesen 1157 mal)
Gartenfee
Beginner
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Beiträge: 2


« am: 28. Juli 2009, 11:22:50 »

Hallo an alle,

bin neu hier und wollte mal mein Problem schildern.

Seit ca. drei Jahren leide ich unter heftigen Beschwerden wie folgt: Übelkeit bis zum Erbrechen, Durchfall, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme (vor der Behandlung mit Medis, unter den Medis Gewichtszunahme), Schwächegefühle, Herzstolpern, Hitzewellen und frieren im Wechsel.

Ich bin vollkommen auf den Kopf gestellt worden, alle körperlichen Ursachen wurden ausgeschlossen. Also hat man mir gesagt, es seien psychosomatische Beschwerden. Habe vom Neurologen Neuroleptika bekommen, unter denen sich die Beschwerden sehr gebessert haben.

Bin mittlerweile bei meinem zweiten Psychotherapeuten. Mein erster hat eine generalisierte Angststörung diagnostiziert, konnte mir aber nach einer gewissen Zeit auch nicht mehr weiterhelfen.

Wenn ich die Neuroleptika absetze (auch ausschleichend), geht es mir wieder (körperlich) sehr schlecht, ich bin dann richtig krank und kann nicht arbeiten gehen. Das ist aber wichtig, da mein Mann seit drei Jahren arbeitslos ist und ich die Familie ernähren muss.

Jetzt sagte mir meine neue Psychotherapeutin, dass bei meinen Beschwerden Neuroleptika nicht das richtige Mittel der Wahl seien? Welche Medis sind dann richtig?

Außerdem habe ich die Beschwerden jetzt wieder öfter trotz der Medis. Habe schon einen Termin beim Neurologen gemacht, vielleicht kann er mir ja was anderes verschreiben.

Sonst bin ich ein lebensfroher Mensch, leide auch nicht bewußt unter Ängsten und kann mir die körperlichen Symptome nicht erklären. Aber irgendwo muss es ja herkommen.

Hat jemand von euch vielleicht Ähnliches und kann mir Tipps geben, wo ich noch ansetzen kann?

Würde mich über Antworten freuen.  Breitgrinsen

Liebe Grüße
Gartenfee

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Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 29. Juli 2009, 04:22:18 »

Hi Gartenfee
Herzlich Willkommen!
Vermutlich lösen Ängste deine körperlichen Beschwerden aus. Welche Medikamente die richtigen sind, sind die, die dir am Meisten helfen. Nur durch Ausprobieren wirst du die richtige Wahl treffen können. Da du jetzt auch mit Neuroleptika deine Probleme hast, kann ich mir eine Überprüfung und ev. Änderung deiner Lebensstruktur für  sinnvoll halten. Außerdem ist es sehr sinnvoll, Kontakte mit Selbsthilfegruppen oder ähnliches aufzunehmen. Von heute auf morgen passiert hier nicht viel und Zweifel und Rückschläge stellen sich immer wieder ein, so daß man am Liebsten aufhören möchte. Ein Therapeut/Facharzt, dem du vertraust und die Chemie stimmt, sollte dich in dieser Zeit begleiten.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
Gartenfee
Beginner
*
Beiträge: 2


« Antworten #2 am: 29. Juli 2009, 10:04:21 »

Hallo Fridolin,

lieben Dank für deine Antwort!

Das Problem ist, dass ich keinerlei Ängste (bewußt!) empfinde, wie andere vielleicht vor Spinnen oder engen Räumen. Die Beschwerden sind auch nicht wie Panikattacken, diese gehen ja schnell wieder vorbei, ich bin aber ohne die Medis immer krank.

Bin bereits in Therapie bei einer netten Psychotherapeutin und bei einem Neurologen, von dem ich die Medis bekomme. Bei dem habe ich auch einen neuen Termin, weil ich mit ihm über die Medis sprechen will. Der weiß sicher, was mir noch an Medis helfen könnte.

Ich bin da nur etwas ungeduldig und meine, es müsste sofort etwas passieren. Aber hier ist wohl Geduld gefragt.

Viele Grüße
Gartenfee
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Tom11
Juniormember
**
Beiträge: 11


« Antworten #3 am: 10. August 2009, 12:35:57 »

Hallo !

Das Medikament , das ich gegen meine Depressionen nehme gilt als Antidepressivum, aber es soll auch bei einer generalisierten Angststörung helfen.(Trevilor). Ist zumindest so angegeben.
Ich denke die Klassifizierung spielt nicht die Rolle - wichtig ist, das es hilft und verträglich ist.
So habe ich zum Beispiel schon Neuroleptika gegen meine Symptome ausprobiert.

Und möglicherweise ist eine dauerhafte Anwendung bei Dir nötig, aber das kann natürlich nur der Arzt entscheiden.

lg Tom

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