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Angstnetz Forum 10. Februar 2012, 13:57:08 *
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Autor Thema: Habe es satt mit dieser Angst...  (Gelesen 1812 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Mich_Dich
Juniormember
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 13



« am: 07. August 2009, 20:28:25 »

Hallo! Habe sehr lange gezögert jetzt hier zu schreiben und weiss auch gar nicht ob das hier hin passt,aber ich muss es irgendwie los werden,denn irgendwie habe ich das Gefühl bald zu platzen..(hört sich komisch an..) Habe jetzt seit längerer Zeit soziale Ângste und versuche alles damit klar zu kommen und mich nicht unter kriegen zu lassen,aber jetzt bin ich an einem Punkt wo ich es nur noch satt habe. Immer diese Angst,wenn ich draussen was machen will,nie habe ich so ein freies,schönes Gefühl,immer diese Angst,dass mich jemand anschaut und sich was denkt oder dass ich schon im Vorraus verurteilt werde. Zb. Sehe ich für mein Alter noch recht jung aus (vielen würden sich freuen,ich weiss das..) und daher wird mir sehr oft nichts zu getraut oder nur so komisch angestarrt..Ich würde so gerne wieder Dinge tun,die ich schon immer machen wollte,aber diese Angst ist immer grösser als ich. Diese Symtome machen mich einfach platt.. Leider habe ich durch diese Angst schon Freunde,Bekannte verloren und das macht mich schon sehr traurig...Habe jetzt auch sehr lange suchen müssen um einen Therapeuten zu finden und leider weiss ich noch immer nicht ob diese Frau "die Richtige" ist,weil sie mir wohl wieder alles ausschlagen will,was mir wichtig ist...Klingt jetzt wohl für Andere ziemlich blöd,aber ich bin wohl einfach nur auf diese Angst wütend oder besser gesagt auf mich...Irgendwie weiss ich nicht mehr weiter. Sitze nur noch bei mir zuhause rum und versuche auf 'normal" zu machen..Hat vielleicht Jemand einen Rat oder gibt es Jemanden der auch soziale Ângste hat und auch mal drüber reden mag? Schöner Tag noch!:-)
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Goldfluss
Beginner
*
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2


« Antworten #1 am: 08. August 2009, 06:47:08 »

Hallo,

habe Dir eine PN geschickt.

Liebe Grüße
Goldfluss
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Phantasie
Juniormember
**
Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 11


« Antworten #2 am: 11. August 2009, 18:29:49 »

ja, soziale Ängste kenne ich nur zu gut. Ich vermeide es völlig, mit Menschen in Berührung zu kommen. Mein Mann und meine Ärzte subd die einzigen, die ich regelmäßig sehe. Aber schon der Weg zum Arzt ist ein Alptraum. Ich lasse manchmal mehrere Straßenbahnen wegfahren, weil mir zu viele Menschen darin sind. Außerdem wohne ich in einem Haus mit 8 Mietparteien. Die sehen mich oft monatelang nicht und jedes Mal heißt es dann: "ich hab sie aber lange nicht mehr gesehen." Familientreffen meide ich auch wie die Pest und das Schlimme ist, dass Keiner so recht versteht, warum ich an solchen Treffen nicht teilnehmen will.

Eigentlich leide ich in der Regel nicht einmal so sehr darunter. Ganz im Gegenteil, ich fühle mich sehr wohl, wenn ich mich in mein Zimmer verziehen kann, um meinen kreativen Hobbies nachzugehen. Ich pflege ein paar Kontakte in der Puppenmacherszene übers Internet. Das reicht mir vollkommen. Letztes Jahr habe ich mich dann mal breitschlagen lassen und bin zu einem Treffen gegangen. Anschließend habe ich fast ein Jahr lang keine Puppe mehr gemacht, weil mir das viel zu dicht gekommen ist. Also habe ich mich erst Mal monatelang in den Puppenmacherforen rar gemacht. Seit ein paar Wochen nehme ich da wieder dran teil, aber zu solchen Treffen gehe ich nicht mehr. Dazu bin ich viel zu eigenbrödlerisch.
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Fridolin
Stammposter
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 568



« Antworten #3 am: 13. August 2009, 07:08:28 »

Hi mich_dich
Soziale Ängste verursachen, daß das Leben nicht angenehm und zufriedenstellend verläuft, sondern reduziert das Dasein gewaltig. Soziale Ängste basieren meist auf das Gefühl, nicht gut genug zu sein, sich nicht annehmen, so wie man halt ist. Dadurch zieht man sich zurück, meist in die eigene Wohnung, weil man hier Sicherheit vorfindet.
Für dieses Verhalten möchte ich meine Gedanken weitergeben. Fast alles in unserer Welt besteht aus Macht, bzw. Machtverhalten. Bei den oben geschilderten sozialen Ängsten, wird den anderen  Menschen
viel Macht überlassen. Sie haben die Macht, daß du dich zurückziehst und auf Beziehungen verzichtest.
Diese Denkstruktur sind deine eigenen Gedanken, den Anderen ist dies meist gar nicht bewußt. Du hast dadurch die Möglichkeit, dein eigenes Denken zu verändern. ( in kleinen Schritten ) Hilfreich sind Affirmationen (Glaubensätze) und die Einstellung, jeder kann so sein wie er ist.
Viel Kraft und Energie und Durchsetzungsvermögen.
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Fridolin Steinpalme
Dizius
Beginner
*
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1


« Antworten #4 am: 11. Januar 2010, 17:03:08 »

Ich kann die Zeilen des Threadstarters sehr gut nachvollziehen. Leide selbst u.a. an einer Sozialphobie.
Ist wie ein bett aus Dornen. Hinlegen und dennoch die Stiche des schlechten Gewissens spüren. "Du musst raus", "Du musst unter Leute", "Du vereinsamst in deiner Messybude", usw

Ich hab mich heute hier angemeldet und hoffe irgendwie auf etwas, was weiss ich selber nicht.
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Fridolin
Stammposter
****
Geschlecht: Männlich
Beiträge: 568



« Antworten #5 am: 18. Januar 2010, 08:20:58 »

Hi Dizius
Ich glaube, nur Betroffene können nachvollziehen, wie groß der Leidensdruck von depressiven,
ängstlichen oder die unter Sozialphobie-Leidenden Menschen sind. Dabei sind diese Menschen ehrlich und wertvoll. Hier könnte sich mancher "Normalo" eine Scheibe abschneiden.
Die Meisten werden mit ihrer verzerrten Denkstruktur nicht verstanden und gut gemeinte Ratschläge (Ratschläge sind auch Schläge!) wie reiß dich zusammen, mach das, mach dies, wenn du nur willst, dann gehts auch, du mußt ... usw. verursachen meist nur zusätzliche Schuld- und Schamgefühle.
Proffesionelle Hilfe ist sehr vielfältig, welche zu welchem Patienten paßt, kann nur nur durch experimentieren festgestellt werden.
Viel Kraft und Energie.
Diese Zeilen muß ich einfach loswerden.
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Fridolin Steinpalme
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