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Autor Thema: Rentenverlängerungsantrag verzögert sich und ich hänge voll in der Luft  (Gelesen 1903 mal)
Phantasie
Juniormember
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Beiträge: 11


« am: 10. August 2009, 19:58:11 »

Hallo,

ich habe das Forum über Google gefunden und mich gleich mal angemeldet. Seit 2006 beziehe ich eine Rente wegen komplexer PTBS, Rezidivierenden Depressionen, Esstörungen, Borderlinestörung, Angststörung und Zwängen. Ich habe im April zum zweiten Mal einen Verlängerungsantrag für meine EM-Rente gestellt. Es lief auch erst wie gehabt. Ich bekam die Befundberichte zugestellt und sollte sie dem Hausarzt und dem Facharzt übergeben. Nun ja, da ich es vermeide, das Haus zu verlassen, hab ich das über den Postweg erledigt. Mit der Hausärztin hatte ich gerade erst über den anstehenden Befundbericht gesprochen und ich wußte, dass sie in Fortbildung geht. Also habe ich die Arzthelferin dann angerufen und sie gebeten, meiner Ärztin das Schreiben von der BFA vorzulegen, wenn sie wieder zurück ist, weil sie bereits darüber im Bilde wäre.

Die Zeit vergeht und ich wundere mich die ganze Zeit, warum ich nix von der DRV höre, weil ich mit dem Gutachtertermin gerechnet habe. Ende Juni kam dann der Gau. Die DRV ruft hier an und ich gehe doch tatsächlich mal ans Telefon. Welch ein Glücksfall, denn die Dame wollte wissen, wo der Befundbericht meiner Hausärztin bleibt. Es stellte sich heraus, dass die Arzthelferin  den Befundbericht in der Akte verbaggert hat. Das ist mir schon ein Rätsel, warum man unerledigte Post so ablegt.  Nun ja, jetzt hat sich alles verzögert. Die Rente ist am 31.07. ausgelaufen und das Verfahren ist in der Schwebe. Ich war zwar schon vor sechs Wochen beim Gutachter, aber jetzt zieht es sich wie Kaugummi und auf mich kommt ein  Riesenpapierwust zu, weil ich nun zum Arbeitsamt muß, um gegebenenfalls einen lückenlosen Versicherungsverlauf zu gewährleisten. Das ist echt zum kotzen. Ich merke richtig wie ich psychisch von Tag zu Tag abbaue. Die Depressionen sind richtig aufgeblüht und ich werde immer verspannter und unruhiger. Mittlerweile nehme ich neben Antidepressiva auch ein Muskelrelaxanz. Therapievorverhandlungen laufen seit einigen Wochen und ich beginne wieder ziellos durch die Stadt zu laufen.

Helfen kann mir hier natürlich dabei wohl keiner. Aber vielleicht habt ihr zwischendurch einmal Zeit mir die Daumen zu drücken, dass diese Zerreissprobe bald vorbei ist. Nicht zu wissen, wo ich dran bin, macht mich nämlich absolut fertig.

LG Phantasie

« Letzte Änderung: 10. August 2009, 20:03:06 von Phantasie » Gespeichert
Weserblick
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Beiträge: 119


« Antworten #1 am: 11. August 2009, 10:37:54 »

Hallo Phantasie  Smiley

und willkommen hier im Forum.

Ja, ich drücke Dir die Daumen, damit sich alles möglichst schnell klärt und Du diese Belastung wieder los bist.

Könnte Dein Arzt nicht bei der DRV anrufen, um den Sachverhalt zu klären? Immerhin geht es ja für Dich um Einiges. Auf alle Fälle wünsche ich Dir viel Kraft, um diese Zeit durchzustehen.

Viele Grüße
Weserblick
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Phantasie
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Beiträge: 11


« Antworten #2 am: 11. August 2009, 13:31:33 »

Hi Weserblick,

danke fürs Daumendrücken. Ich habe heute meinen ganzen Mut zusammengenommen und selbst bei der DRV angerufen, weil ich in meiner früheren Therapie gelernt habe, dass mir in so schwierigen Situationen Klarheit immer sehr gut tut. Meine Ärzte würden das wohl für mich nicht übernehmen. Die würden lediglich darin bestärken, selbst zum Telefon zu greifen.

Nun weiss ich mehr. Seit Freitag sind die Unterlagen bei dem Dezernenten, der die Entscheidung treffen muss. Da kann es ja eigentlich nicht mehr lange dauern.  Beim begutachtenden Arzt der DRV waren meine Unterlagen dann wohl nur so um die 8 bis 10 Tage.
« Letzte Änderung: 11. August 2009, 13:38:19 von Phantasie » Gespeichert
Fossy
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Beiträge: 486


« Antworten #3 am: 11. August 2009, 13:35:27 »

Hallo Phantasie,

auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum.

Ich kann deine Besorgnis sehr gut verstehen.
Vor Jahren hing ich auch mal so in der *Luft*. Hatte Bekanntschaft mit dem Arbeitsamt
gemacht....oweia kann ich da nur sagen.
Bei dem *Verein* brauchst du wirklich gute Nerven. Aber was willste machen, wenn
du auf das Geld angewiesen bist. Du kannst dich darüber aufregen, oder wie ich es gehalten
habe. Ich saß da im Amt und dachte, naja, ich habe ja eh nix zu tun, also hocke ich mich
geduldig hier hin   Zwinkernd und warte ab wie sich die Dinge weiter entwickeln.

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, das du die Zeit gut überstehst. Und natürlich das du
deine Rente weiterhin bekommst.

LG  Fossy

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Phantasie
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Beiträge: 11


« Antworten #4 am: 11. August 2009, 13:42:47 »

Naja, ich war vor meiner Verrentung mehrmals beim Arbeitsamt. Ich habe da sogar mal eine berufliche Reha beantragt, deren Kosten dann die BFA später übernommen hat. Dementsprechend habe ich schon eine dicke Akte bei der DRV . Beim AA habe ich eigentlich nie schlechte Erfahrungen gemacht. Früher gabs natürlich ewige Wartezeiten. Aber das letzte Mal, als ich arbeitslos wurde, hatten die gerade unstruckturiert und vergaben Termine, die dann eigentlich auch zeitnah eingehalten wurden. Geld werde ich da wohl auch nicht kriegen. Es geht nur um die Krankenversicherung. Mein Mann ist nämlich auch schon Rentner und da kann ich mich nicht familienversichern. Ohne meine Rente wären wir dann echt am Sozialhilfesatz. Aber was will man da machen. Das geht ja schließlich vielen Anderen auch so. Leider bin ich mittlerweile viel ängstlicher geworden. Wenn ich zum AA muß, muß mein Mann mit und Händchen halten. Seit meinem letzten psychischen Zusammenbruch, schaff ich sowas nicht mehr alleine.
« Letzte Änderung: 11. August 2009, 13:48:21 von Phantasie » Gespeichert
Sharina
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Beiträge: 163


« Antworten #5 am: 11. August 2009, 14:33:25 »

Hallöchen Phantasie, auch ich möchte einen netten Willkommensgruß abgeben. Da ist man nun schon fix und fertig und da kommen immer wieder extra Aufregungen dazu, wieso ist das so? Und das schlimme ist, man bekommt noch nicht mal eine Entschuldigung von den Leuten, die Fehler machen, oder hat sich die Sprechstundenhilfe schon bei Dir entschuldigt?
Ich habe nächste Woche meinen Termin beim VDK wegen der 1.Rentenverlängerung, ich bin schon total fertig. Aber die Gefühle kennt ja jeder hier, ich werde berichten.
Also, alles Gute für Dich Phantasie und auch für alle anderen, ist doch klar.
Liebe Grüße von Sharina
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Phantasie
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Beiträge: 11


« Antworten #6 am: 11. August 2009, 15:49:44 »

Also meine Ärztin ist nicht so. Es tut ihr schon leid und sie hat mir tatsächlich angeboten, dass sie mir Geld leiht, falls sich die Rentenverlängerung verzögert. Das die Rente abgelehnt werden könnte, glauben meine Ärzte eigentlich Beide nicht. Den Teufel male nur ich an die Wand.  Hä  Die Hausärztin ist sich sogar zu 100% sicher. Der Facharzt ist ein wenig vorsichtiger. Der geht mit einer 90%igen Wahrscheinlichkeit von der Rentenverlängerung aus und Beide sind bereit, mich auch in einem Widerspruchsverfahren zu unterstützen.
« Letzte Änderung: 11. August 2009, 15:54:11 von Phantasie » Gespeichert
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