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Angstnetz Forum
Psychosomatik, Erkrankungen, Leiden ...
Sucht, Abhängigkeit
Cannabis Entzug
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Autor
Thema: Cannabis Entzug (Gelesen 2426 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Cannabis Entzug
theworld
Beginner
Geschlecht:
Beiträge: 1
«
am:
13. Oktober 2009, 15:37:25 »
Hallo ihr lieben,
bin neu hier und brauche unbedingt mal einen Rat...
Ich habe angefangen mit dem Cannabis als ich 18-19 Jahre alt war...
Hab dadurch meine erste Ausbildung abgebrochen weil mir die Party und das abhängen wichtiger war...
Hab komplett meinen Freundeskreis gewechselt (nur Kiffer)... Dabei sind das ja nicht mal richtige Freunde (ist mir klar). Das ging dann auch einige Jahre so... Nebenbei mal gejobt, nichts besonderes. Dann Anfang 2008 habe ich meinen Führerschein wegen dem Cannabis verloren... Das ist Punkt 1 was mich richtig quält (klar ich weiß, selber schuld). Dann hab ich Ende 2008 eine neue Ausbildung im Einzelhandel begonnen und auch auf eigene Faust einen Entzug, klappte auch ganz gut. Ende Juni 2009 hab ich mich wieder zum Konsum verleiten lassen und auch 2 Monate wieder regelmäßig Cannabis konsumiert (sehr großer Fehler). Jetzt habe ich seit Sonntag wieder aufgehört und will mit dem ganzen Thema endgültig abschließen. Es sei dazu gesagt das ich eigentlich keine wirklichen sozialen Kontakte habe, außer auf der Arbeit und zu meiner Freundin. Nun ja, heute haben wir Dienstag und ich musste mich heute krank schreiben lassen (bzw. hab ich es nicht mehr ausgehalten)... Ich bin sowieso ein sehr ungeduldiger und unruhiger Mensch der sehr hektisch ist. Das schlimmste ist das ich irgendwie das Gefühl habe, dass ich eine Depression oder sowas habe... Ich kann in Kundengesprächen nicht mehr wirklich so handeln wie vorher, heißt das ich irgendwie den Faden im Gespräch verliere oder mich verhaspel... Dann geht es los... Die Wärme steigt in mir auf und ich laufe rot an... Desweiteren bin ich einfach nicht so wirklich bei der Sache... Vergesse manche dinge und kann mich nicht wirklich konzentrieren... Klar kann das jetzt vom Entzug kommen aber als ich clean war gab es manchmal so ähnliche Situationen, zwar nicht so ausgeprägt aber na ja. Ich stell mir jetzt auch die Frage ob ich irgendwie ne Depression oder sowas habe... Ich hab einfach Angst das meine Kollegen oder mein Umfeld irgendwie komisch deswegen über mich denkt (also über mein komisches Verhalten)! Ich kann nicht mehr locker ne Konversation führen irgendwie... Irgendwas stimmt nicht... Bitte helft mir... Ich bin total verunsichert und möchte das nicht mehr! Ich hab auch nicht wirklich irgendwas richtig schlimmes erlebt in meinem Leben was mich jetzt irgendwie zu einer Depression bringen könnte... Ich bin einfach ratlos... Ich werde mir für morgen früh einen Termin bei meinem Hausarzt besorgen und dann mal weitersehen... Vielleicht schreibt ja einer was hierzu...
Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!
Gespeichert
Re: Cannabis Entzug
Rhini
Stammposter
Geschlecht:
Beiträge: 833
«
Antworten #1 am:
16. Oktober 2009, 23:54:59 »
Hallo,
Est einmal sei begrüßt im Forum.
Über diese Art von Drogen weiß ich leider sehr wenig; nur das, was ich im Bekanntenkreis gehört habe. Allgemein ist es aber so, dass Drogen wie auch Alkohol die Realität verändern können. Manches erscheint dann nicht mehr so schwer oder man selbst traut sich mehr zu. Manchmal "verlernt" man, sich im nüchternen Zustand selbst zu vertrauen und Rückfälle sind vorprogrammiert.
Sicherlich kann man auch nach längerem Genuß von Cannabis - wie auch nach jeder anderen Droge - eine Depression bekommen. Das, was mit dem egal was so easy aussah wird plötzlich manchmal schwer und unkontrollierbar... das war es vorher sicherlich ebenso, doch unter Droge hatte man es einfach nicht so sehr gemerkt. Nun ist man nach einem oft schweren Kampf clean oder trocken, versucht ein normales Leben zu führen und muss erkennen, das es manchmal unheimlich schwer ist... besonders, wenn man in keiner Sozialstruktur wie einer Familie gehalten wird.
Ob deine Ausfälle nun Auswirkungen deines kiffens oder deines psychischen Zustandes sind, kann dir nur ein Arzt sagen... zu dem du ja gehen wolltest.
Vielleicht wäre es für dich sinnvoll, wenn du dich einer Selbsthilfegruppe anschließen würdest, denn der Entzug und eine Weile clean oder trocken zu sein bedeutet noch lange nicht, dass man "geheilt" ist. Da stellt sich natürlich auch die Frage, ob du schon süchtig nach dem Zeug warst?
Liebe Grüße
Rhini
Gespeichert
Re: Cannabis Entzug
Fridolin
Stammposter
Geschlecht:
Beiträge: 568
«
Antworten #2 am:
15. Dezember 2009, 07:13:30 »
Hallo theworld
Erstmal herzlich willkommen!
Ich habe die folgenden Zeilen auch mona geschrieben
Meist werden Schwierigkeiten in der Kindheit/Jugend später durch Alkohol und Drogen verdrängt. Es dauert oft Jahre, daß man erkennen muß, daß hinter Depressionen und ihren körperlichen Beschwerden, Angst in verschiedenster Weise steckt. Die Ängste spuren sich in der Kindhei/Jugend ein., und bei jeder ähnliche Situation kommen sie wieder und machen einem das Leben schwer.
Man stürzt sich in Alkohol, Drogen, Arbeit oder Anderes, so daß man die negativen Gedanken nicht denken und die Beschwerden nicht spüren muß.
Diese Lebens- und Denkweise verbraucht sehr viel Energie. Energie, die für ein positives Leben fehlt.
Ich denke, daß folgende Säulen bzw. Krücken am Meisten helfen.
1. Krücke sind Medikamente, (welche am Besten passen, kann man nur durch ausprobieren feststellen) 2 Krücke sind Selbsthilfegruppen oder ähnliches, 3. Krücke, Veränderung der persönlichen Denk- und Lebensweise.
Man möchte einfach in unserer Leistungsgesellschafft einen Platz einnehmen, wo man zufrieden, mit einer inneren Ruhe und Gelassenheit, seinen Arbeit verrichten kann und wo man sein Geld für die Existenz verdient.
Alles nicht so einfach getan als geschrieben!
Übrigens, Alkohol und andere Exesse kenne ich aus eigenen Erfahrungen sehr gut.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert
Fridolin Steinpalme
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