mona88
Beginner

Beiträge: 4
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« am: 14. Dezember 2009, 14:09:56 » |
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Hallo zusammen, weiß gar nicht wie ich anfangen soll, also versuch ich es mal von anfang an. Habe von meinen 20 bis 30 sten Lebensjahr Alkohol getrunken. Durch einen Freund kam ich auf Cannabis hab es 1 1/2 geraucht. (und kein alk. mehr) Nach einen Autounfall bekam ich Angstzustände Panikataken und Depressionen. Von heute auf morgen hörte ich auf zu rauchen. Rauche schon seid über 6 Monaten kein Cannabis. Nun hab ich mit den Angstzuständen zu kämpfen. Bin zu einen Psychiater der hat mir zu erst Venlafaxin verschrieben. Hab es 6 Wochen genommen mit der hoffnung daß die tägliche müdigkeit weg geht. Bin wie ein Zombie durch den Tag gelaufen. Dann verschrieb mir der P. Doxepin. Das nam ich nicht weil ich zu viel Negatives drüber gelesen habe und Angst hatte von neuen Meddi´s. 6 Wochen nahm ich gar nix. Nach 6 wochen kam wieder am Morgen die Angst. Muß dazu noch sagen daß ich auch meine Periode nicht bekommen habe. Könnte sein daß ich noch dazu eine Hormonele Störung habe. http://www.depression-therapie-forschun ... rmone.html Hab Die Pille bekommen damit mein Zyklus wieder in Ordnung kommt (Ist im Körper das Hormongleichgewicht gestört, kann dies zu Krankheiten wie der Depression führen. Die Ursache der Depression ist eine Störung des Hormonhaushaltes im Gehirn. ) Nun nehme ich seid 6 tagen Seroquel Prolong 50 mg zu Nacht und zu Tag Promethazin. Kennt sich jemand mit Seroquel Prolong aus ? Habe nämlich angst ob es diesmal das richtige ist. Weil dem P. vertraue ich nicht so ganz. Und der sich auch nicht sicher ist was ich genau habe. Wer kennt von euch den Unterschied zwischen Seroquel - Seroquel Prolong. Muß morgens meine Kinder zu Schule Fahren bin aber bis 12 uhr mittags nicht zu gebrauchen. Dazu muß ich noch mit dem Auto fahren. Danke für eure Antworten. Gruß Mona
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JEM
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« Antworten #1 am: 14. Dezember 2009, 16:19:47 » |
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Hallo Mona, erst einmal herzlich willkommen hier im Forum! Du schreibst Du hast 1 1/2 (Jahre?) regelmässig (?) Cannabis geraucht. Davor hast Du 10 Jahre Alkohol getrunken - wenn es viel Alkohol war, was war der Grund dazu? Hast Du darüber mit Deinem Psychiater geredet? Dass die Angst, die Panikattacken, die Depression vom Cannabis oder Alkohol kommen, halte ich für eher unwahrscheinlich. Es wird eher der Autounfall sein oder etwas, das in Deiner Kindheit / Jugend liegt. Zu Deinen Medikamenten: Im Moment bekommst Du kein Antidepressiva (AD), sondern Mittel, die als Antipsychotika eingestuft sind. Doxepin wäre ein AD gewesen, hast Du Deinem Psychiater gesagt, dass Du es nicht einnimmst? (Es wirkt allerdings sedierend, deshalb ist eher ein Mittel für die Nacht) Seroquel prolong soll weniger sedierend sein als Seroquel, im Beipackzettel stehen aber bei beiden die gleichen Wirkstoffe drin... Im Moment wäre es für Dich wichtig, zu Deinem Psychiater Vertrauen aufzubauen oder ggf. zu einem anderen zu wechseln. Denn nur über eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist es möglich eine gute Diagnose zu erhalten. Die Morgenmüdigkeit ist typisch für die Depression, es gibt deswegen spezielle antriebssteigernde AD's. Bitte rede also mit Deinem Psychiater, nur er kann Dir seriös helfen! Er kann Dich dann auch ggf. über weitere Therapien beraten. Ich wünsche Dir Gutes! Gruß Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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mona88
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #2 am: 14. Dezember 2009, 19:46:02 » |
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Hab zu erst Venlafaxin AD bekommen das sollte ja meinen antrieb steigern .. nach sechs wochen lief ich immer noch wie ein Zombie rum.
*Doxepin wäre ein AD gewesen, hast Du Deinem Psychiater gesagt, dass Du es nicht einnimmst?*
Ja habe ich.
*Seroquel prolong soll weniger sedierend sein als Seroquel, im Beipackzettel stehen aber bei beiden die gleichen Wirkstoffe drin...*
Bist du dir sicher daß Sero prolong weniger sedierend sind ? Ich glaub das ist anders rum. Oder?
Der P. wollte mir heute 100 mg von den normalen Sero... verschreiben ich wollte aber nicht wieder wechseln. Hoffe das war eine richtige entscheidung.
Hatte mal mit 13 jahren schon mal Angstzustände. Bin mit 13 von zu Hause weggekommen wohnte in Minden. 200 km wech von meiner Mutter. Früher konnte ich nicht schlafen weil ich immer angst um meine Mutter hatte. Ich trank nie viel in der woche paar Bier der P. sagt daß ich was zu beruhigung gesucht habe. Und ich gehe schon davon aus daß meine ganzen Ängste nun durch das Cannabis 4fach rauskommen. Ich war die Jahre immer stark.
Ach hab rausgelesen daß Sero bis 75 mg in DE als schlafmittel auch oft benutzt wird. So versuch ich es jetzt zu sehen und versuche meinen P. zu vertrauen. Muß nur noch rauskriegen um wieviel uhr ich es nehmen soll, damit ich morgens nicht so müde bin . Da ich meine Kinder zu Schule ahren muß.
Gruß mona
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JEM
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« Antworten #3 am: 14. Dezember 2009, 21:28:43 » |
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Hallo Mona, ich habe es schon im anderen thread geschrieben, prolong ist ein Retardprodukt, der Wirkstoff wird über 20 Stunden langsam abgegeben. Ein Übergang auf normales Seroquel wäre also kein Wirkstoffwechsel, sondern nur die Zeit der (vollen) Wirkung beschränkt sich dabei auf die ersten Stunden. Insofern wirkt das normale sofort stärker sedierend, das prolong über längere Zeit schwach sedierend (also auch noch morgens). Wenn Du also morgens Probleme hast, wäre das normale früh abends eingenommen eine überlegenswerte Alternative. (Dein Psychiater wollte aber zusätzlich auch die Dosis verdoppeln...) Wurden Deine Angstzustände damals therapiert? Du hast Deine Ängste wohl nur immer unterdrückt, bitte rede auch darüber mit Deinem Psychiater. Gruß Jürgen
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Fridolin
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« Antworten #4 am: 15. Dezember 2009, 07:07:05 » |
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Hallo Mona Erstmal herzlich willkommen! Meist werden Schwierigkeiten in der Kindheit/Jugend später durch Alkohol und Drogen verdrängt. Es dauert oft Jahre, daß man erkennen muß, daß hinter Depressionen und ihren körperlichen Beschwerden, Angst in verschiedenster Weise steckt. Die Ängste spuren sich in der Kindhei/Jugend ein., und bei jeder ähnliche Situation kommen sie wieder und machen einem das Leben schwer. Man stürzt sich in Alkohol, Drogen, Arbeit oder Anderes, so daß man die negativen Gedanken nicht denken und die Beschwerden nicht spüren muß. Diese Lebens- und Denkweise verbraucht sehr viel Energie. Energie, die für ein positives Leben fehlt. Ich denke, daß folgende Säulen bzw. Krücken am Meisten helfen. 1. Krücke sind Medikamente, (welche am Besten passen, kann man nur durch ausprobieren feststellen) 2 Krücke sind Selbsthilfegruppen oder ähnliches, 3. Krücke, Veränderung der persönlichen Denk- und Lebensweise. Alles nicht so einfach getan als geschrieben! Übrigens, Alkohol und andere Exesse kenne ich aus eigenen Erfahrungen sehr gut. Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
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JEM
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« Antworten #5 am: 15. Dezember 2009, 14:35:09 » |
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Hallo Mona, noch eine Ergänzung: "Paar Bier" in der Woche sind sicher nicht relevant für Angstzustände. Alkohol verstärkt zwar unsere Emotionen, aber er erschafft keine neuen. Trotz der bewusstseinsverändernden Wirkungen ist Cannabis eigentlich ein Sedativa (Beruhigungsmittel). Erst in großen Mengen eingenommen, können die Wirkungen eher denen starker psychedelischer Drogen ähneln, es kann zu Panikzuständen und Verlust des Urteilsvermögens und der Koordination kommen. Bei "normaler" Menge ergibt sich ein Rauschzustand, der auch emotional verstärkend wirkt, das hast Du ja auch selbst bei Dir beobachtet. Aber: Es sind die alten Ängste, die hochkommen, keine durch Alkohol oder (mäßigen) Cannabis-sativa-Genuss neu erschaffenen! Das normale Seroquel (meine Frau nimmt davon abends auch 50 mg zusammen mit 25 mg eines trizyklischen AD's) ist mit seiner sedierenden Wirkung bis morgens fast schon völlig abgeklungen, prolong hält aber die sedierende Wirkung bis 20 Stunden nach der Einnahme auf dem selben Level. Also wirkt das normale besser für gutes Einschlafen und gibt weniger Morgenmüdigkeit. Vielleicht noch einmal mit dem Psychiater sprechen? Gruß Jürgen
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mona88
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #6 am: 17. Dezember 2009, 16:31:42 » |
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@ JEM & Fridolin
Danke für eure Antworten.
Gestern ging es mir wieder nicht gut , nach Sero Prolong. Konnte erst am Abend wieder klar denken und beschloss die Prolong nicht mehr zu nehmen. Habe gestern Abend keine tabl. genommen nur die Promethazin Tropfen. Schlafen konnte ich nicht so gut , aber dafür konnte ich wieder nach zwei Wochen meine Kinder zu Schule fahren *freu* Bin dann sofort zu meinen P. hab ihn gebenten mir die normalen Seroquel 50 mg zu verschreiben dann sagte der : 25 mg wären besser. Komisch oder , weil der das letzte mal sagte 100mg naja. Da es ein kurztermin war fragte ich auch nicht mehr nach warum.
Werde heute Abend die 25 mg mal ausprobieren.
@Jem welchen Namen hat das AD den wenn ich fragen darf, was deine Frau nimt ?
( TZA wirken stimmungsaufhellend und aktivierend und mildern Angst und Unruhe Zu den trizyklischen Antidepressiv gehören folgende Wirkstoffe, die in jeweils mehreren Medikamenten in Deutschland zugelassen sind:
* Amitriptylin * Clomipramin * Desipramin * Doxepin * Dosulepin * Imipramin * Nortriptylin * Trimipramin
Vielleicht wäre das auch was für mich *überleg*
LG Mona
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JEM
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« Antworten #7 am: 18. Dezember 2009, 23:24:50 » |
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Hallo Mona, ich freue mich mit Dir, dass Du Dich fähig gefühlt hast Deine Kinder zur Schule zu fahren! Ich fange einmal mit Deinem Psychiater an: Er wollte Dir 100 mg Sero Prolong geben, das bedeutet über die Retardzeit 5 mg pro Stunde. Das ist die Dosis die wirkt, dauerhaft wirkt! Beim normalen Sero wirkt die Dosis nach ca. 40 Minuten voll und klingt dann ab. Er wollte also Dich über den Tag auf einer bestimmten Dosis halten. Hast Du ihm gesagt, dass Du morgens fit sein möchtest? Ich werde Dir jetzt zur Medikation meiner Frau berichten, aber leider ist es so, dass sich da nichts 1:1 auf Dich (und alle andere Patienten) übertragen lässt. Meine Frau nimmt schon lange eine Kombination von AD's, tagsüber SSRI und für die Nacht trizyklische. Die SSRI wurden schon oft gewechselt (weil keine Wirkung, heftige Nebenwirkung, zunächst Wirkung dann keine mehr, es sind mehr als 10 auf ihrer Liste). Das jetzige moderne AD für den Tag (Cymbalta) verträgt sie gut und es ist seit 6 Monaten ok. Das AD für die Nacht war sehr lange unverändert ein Trimipramin, es war erfolgreich. Es wurde nur geändert, weil meine Frau, trotz "fast nichts Essen" zugenommen hat, sie hat sich kasteit und trotzdem zugenommen, es war schlimm für mich, das mit zu erleben. So hat ihre P. jetzt abends auf Seroquel + 25 mg Trimipramin umgestellt, das Trimipramin nur, weil etwas schief gehen könnte, eine Vorsichtsmassnahme. Und: Meine Frau hat abgenommen (wobei ich sagen muss, sie war zuvor auch nur 10% über ihrem Normalgewicht, aber das ist ein Frauenthema, was normales Gewicht ist ...) Fazit: Jede Medikation muss mit dem Psychiater besprochen werden und individuell "erprobt" werden. Du hast Dir ergoogelt, dass die trizyklischen AD's stimmungsaufhellend wirken. Sie sind die "ältesten" AD's und wirken auch immer sedierend. Für den Tag wären für Dich eher AD's wie Trevilor geeignet, denn sie wirken antriebssteigernd. Aber bitte spreche mit Deinem P. darüber, sage wie Du Deinen Tag gerne gestalten möchtest, wo Du Defizite siehst. Ich wünsche Dir gute Gedanken! Jürgen
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« Letzte Änderung: 19. Dezember 2009, 00:00:52 von JEM »
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