|
Dornroeschen
Gast
|
 |
« am: 02. Januar 2010, 23:32:43 » |
|
Hallo,
ich habe ein heimliches Verhältnis mit einem verheirateten Mann. Anfangs war es nur der Sex, der uns zusammen geführt hat, aber nach einer Weile haben wir gemerkt, dass zwischen uns tiefere Gefühle heranwachsen. Nun sind wir 3 Jahre zusammen und auf beiden Seiten ist Liebe daraus geworden. Die Ehefrau meines Freundes ist seit ca. 16 Jahren chronisch schmerzkrank. Alle Versuche, sie zu heilen, sind fehlgeschlagen, so dass sie mittlerweile nur noch mit dem Auto und dem Rollstuhl mobil ist. Seitdem sind auch noch andere Erkrankungen bei ihr hinzu gekommen. In all der Zeit hat sich mein Freund um seine Frau gekümmert, obwohl die Ehe der beiden von Anfang an nicht glücklich war. Arbeit, Haushalt und alles, was so anfällt, ist sein Part. Ich habe ihn mal gefragt, ob er nicht der Meinung ist, dass alles ist ein bisschen viel für ihn. Seine Antwort war: Ich bin nicht der Mensch, der einfach davon läuft und den kranken Partner in Stich lässt. Dazu muss ich noch erwähnen, dass ich von Anfang an über alles Bescheid wusste und auch keinen Anspruch auf ihn erhebe. So, wie bis jetzt bei uns war, genügt mir. Ich möchte meine Selbständigkeit nicht aufgeben und habe ergo auch nie von ihm verlangt, er soll seine Frau verlassen. Mit anderen Worten: Von meiner Seite gab es keinen Druck.
Vor ca. 2 Wochen bekam mein Freund starke Hüftschmerzen und ist seit dem sehr angeschlagen. Zwar weist sein Hüftgelenk leichte arthritische Veränderungen auf, aber der Befund rechtfertigt eigentlich nicht diese starken Schmerzen. Ein Besuch beim Rheumatologen ergab, dass keine akute Entzündung vorliegt. Also wurden Schmerzmittel verschrieben und eine physikalische Therapie verordnet. Trotz Schmerzmitteln bestehen diese höllischen Schmerzen weiterhin und es ist noch zu früh, um beurteilen zu können, ob die Physioterapie hilft. Er sagt mir, er steht im Moment total neben sich und ist nicht mehr er selbst. Er hat große Zukunftsängste. Seine aktuelle gesundheitliche Situation erzeugt bei ihm die Angst, dass er in Zukunft nicht mehr seiner Arbeit so nachgehen kann, wie es erforderlich wäre. Er macht sich Sorgen über die Zukunft zu Hause. Er wird dort als Haushaltsmanager und Pflegekraft gebraucht. Ohne ihn geht es dort nicht weiter. Und dann ist da natürlich noch unsere Beziehung, für die er mobil bleiben muss. Uns trennen 100 km voneinander.
All das macht ihn im Moment fertig und er weiß nicht, wie es mit seinem Leben weiter gehen soll. Erst heute sagte er zu mir: Er fühlt sich psychisch krank.
Nun meine Frage:
Ich würde gern wissen, ob es möglich ist, dass die Psyche dermaßen auf das Skelettsystem zugreifen kann und solche Schmerzen verursachen kann? Kann es sein, dass die Lebenssituation meines Freundes für das alles verantwortlich ist?
Jetzt schon herzlichen Dank für Euer Interesse und Eure Antworten.
Liebe Grüße
Dornroeschen
|