Hallo Rhini,
Vielen Dank für dein Schreiben.
Ich möchte mich im voraus entschuldigen fals ich zuviele Fehler schreiben sollte. Bin in Belgien geboren lebe aber seit 39 Jahren in Luxemburg.
Wie auch immer.
Meine Beschwerden sind momentan nur psychisch bedingt. Bin in Therapie bei einem Neuro-Psychiater seit Mai 2009. Nehme Morgens 20 mg Lysanxia, Mittags 50 mg Serlain und Abends wieder 20 mg Lysanxia.
Mit 19 Jahren hab ich das erste mal Angstanfälle gehabt. Meine Eltern sind damals geschieden worden und meiner Mutter ging es sehr schlecht. Hab meine Schule hingeschmissen damit ich sie finanziel unterstützen konnte, und vorallem ihre Moral.
Von Heute auf Morgen sind diese Angstzustände gekommen, und mit 19 Jahren hat man keine Ahnung was mit einem los ist. Du kannst keinem es erklären, der denkt du wärst beklopt.
Damals hat mich mein Hausarzt gut informiert und nach langer Behandlung ging es mir endlich besser.
Was mich aber bis heute noch sehr zu schaffen macht, ist, das dein Umfeld dich nicht versteht.
Letztes Jahr wahr ein sehr schwieriges Jahr für mich, habe 4 Monate chronische Gelenkentzündungen gemacht und musste eine schwere Entscheidung treffen, nähmlich mich von meinem Freund zu trennen mit dem ich 4 Jahre zusammen war. 4 Jahre lang ohne Sex weil er ein Problem hatte und sich nicht getraut hat bei einem Fachartz zu gehen. Ich habe ihm geholfen so gut ich konnte, hab mich als Frau fallen gelassen, aber alles hat nichts genützt.
Im Mai hab ich dann Angstanfälle bekommen. Da ich Bescheid wusste dass es an sich keine "Krankheit" ist, hab ich von mir aus versucht diese allein im Griff zu bekommen. Aber leider, mit dem Druck noch mit meinem Freund zusammen zu leben und er auch miterleben musste wie es mir immer schlechter wurde, sind Paniattacken entstanden. Das ganze Programm.
Um sicher zu gehn dass sich nicht schlimmeres noch dahinter versteckte, hab ich dann auch ein ganzen check-up gemacht.
Meine Blutanalysen waren noch nie so gut.
Schilddüse ok, alles ok.
Durch die Therapie ist herausgekommen dass ich mich mein ganzes Leben lang (zumindest bis jetzt) für jeden eingesetz ud geopfert habe. Dabei bin ich auf der Strecke geblieben.
Mein Therapeut hat mir es so erklärt : mein Gehirn ist wie ein Harddisk wo momentan kein Speicherplatz mehr ist.
Ich konnte es nicht mehr ertragen wenn ich Musik hörte, wenn man mit mir redete. Es ging für 10 Minuten dann war Schluss. Habe im
Dabei arbeite ich in der Verwaltung von einer grossen Firma. Krankgemeld hab ich mich nur eine Woche, weil ich nich andere Phobienentwicklen wollte. Ich spührte dass ich Angst im Auto bekamm, im Geschäft, also musste ich mich dadurch kämpfen.
Heute geht es mir besser. Die Panikattacken sin so gut wie weg. Manchmal will sich ein Angstanfall bemerkbar machen, aber dann mach ich Atmungstherapie.
Vor 2 Monaten habe ich noch extre viele Extrasystolen gemacht, aber ich denke es war auch meine neue Wandlung im Leben. Habe im September Schluss mit meinem Freund gemacht und Ende Oktober hatte ich meine eigene Wohnung.
Aber meine Therapie hat an sich hier angefangen, in diesem Forum, weil ich mich nicht mehr alleine fühle, weil man das Leiden versteht.
Mein gröstes Problem war immer, dass keine Person meines Umfeldes oder meiner Familie mich verstehen konnte. Sag einem dass du ohne Grund Panikattacken hast, únd dann siehst de sofort bei denen ein riesiges Fragezeichen über den Kopf (Hääää

).
Es ist nunmal so, dass nur die Personen die davon getroffen sind, sich auch gegenseitig helfen und unterstützen, ganz einfach ... weil man sich versteht.
Ich kann Euch allen nur Danke sagen, weil Ihr meine schönste und grösste Therapie seid.
Mit freundlichen Grüssen
Murielle