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Julchen
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« am: 07. Januar 2010, 13:22:44 » |
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Hallo, um 15.00 muss / will ich zum Belastungs EKG. Ich bin total panisch. Angespannt. Nevös. Mir ist übel ich habe weiche Knie. Im Büro heute morgen ging es ja noch. Aber jetzt. Ich habe Angst dort einen vollen Panikanfall auf dem Fahrrad zu bekommen. Ich kann ja nicht weg. Auf der anderen Seite, will ich wissen was das mit dem Stolpern ist. Wenn ich nicht hingehe, ist mir auch nicht geholfen, denn ich will die Untersuchung ja. Außerdem hätte ich ja bloss wieder aug Angst vermieden. Gestern Abend hatte ich daheim noch eine PA, obowhl ich mich vorher gut gefüllt habe. Ich habe zwei Kaffeestückchen gegessen. Dann war mir schlicht. Ich habe gerade Ordnung in der Küche meiner Mutter gemacht. Dann kamen Schweißausbrüche. Dann wurde ich super nervös. Dachte was ist das jetzt. Naja ging dann vorbei. Aber die Angst vor der Angst war wieder voll da. Angst ins Büro zu gehen, was wenn die PA kommt ? Kam aber nicht. Nur dieser Daueranspannung. Heute morgen, hab ich dann noch den Spiegel am Auto abgefahren.  . In meinem Kopf ist fast kein klarer Gedanke mehr. Ich weiss soviel über Angst und Panik und wie man eigentlich mit gehen kann. Ich kann es nur nicht umsetzen. Dazu kommt, mein Mann weiss nicht mehr weiter mit mir. Ist genervt. Hat wahrscheinlich die selbst Angst wie ich. Das ich nicht mehr aus dem Angstsumpf rauskomme. Er sagt zwar ververlässt mich nicht, aber er sagt solche Dinge, wie irgendwann bist du allein mit deiner Angst. Er lässt sich damit nicht mit reinziehen. eine verzweifelte, ängstliche Jule
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hieß hier früher Jule
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eisfee
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« Antworten #1 am: 07. Januar 2010, 14:03:07 » |
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Hallo Jule!
Nur ein kurzer Gedanke zu Deinem Mann! Er muß Dich hin und wieder (auch mal etwas unsanft) darauf hinweisen das Du auch mal mit Deiner Angst allein bist! Er meint es bestimmt nicht böse, auch wenn es sich in diesem Moment so anfühlt. Manchmal hat man auch das Gefühl so ein Spruch kommt dann nur, weil der Partner genervt ist. (was verständlicher Weise manchmal auch so sein wird) Mein Mann hat das auch öfter mal gemacht und ich war sauer, weil ich dachte er versteht das jetzt nicht. Aber ich habe irgendwann verstanden das ich es nur allein schaffen kann. Sicher ist mein Mann immer an meiner Seite, gerade wenn es mir schlecht geht, aber ich habe so gelernt das es auch ohne ihn gehen kann! Ich weiß jetzt, wenn es mal Hart auf Hart kommt, dann komme ich auch ohne ihn klar, auch wenn es schwer wird!
Viel Glück, bei Deinem EKG, Du wirst es schaffen!
LG eisfee
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Julchen
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« Antworten #2 am: 07. Januar 2010, 17:44:47 » |
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Hallo, alles überstanden und alles in Ordnung. Herz ist gesund. Hat nix anormales gemacht. Natürlich war das ganze auch eine Messung der Panik. Mein Puls war schon ohne Belastung auf 120  . Blutdruck wert wollte ich gar nicht wissen  . Der Arzt meint das einzige Problem das besteht ist die Angst. Auch danach im Wartezimmer war der Puls noch auf 112  . Eigentlich war das ganze eine PA aus dem Bilderbuch. Erst das hochfahren der Angst mit Puls und Blurdrucksteigertung, Schwindel, weiche Beine, das Gefühl nix wie weg hier, was hier absolut nicht ging und daheim ging es dann runter. Es war mir noch richtig schlecht. Ich bin dann fast eine ganze Stunde spazierengegangen. Der Arzt hat mir auch nochmal erklärt, dass mann das wenn die PA ist nicht einfach abstellen kann. Na ja, gestolpert hat es natürlich nicht. Er meinte mein Herz ist gesund und kann noch viele solche PA aushalten, darüber müsse ich mir keine Sorgen machen  . In diese ausgeprägten Form wie das in Praxis habe ich sie ja auch wirklich selten und auch fast nie solche große Erwartungsangst. Werde das aber noch mal mit meinen Therapeuten besprechen. Auf jeden Fall weis ich jetzt genau, was bei mir in diesem Zustand passiert. Ich habe ihm nochmal gesat, dass ich immer das Gefühl habe ich alle gleich in Ohnmacht. Er meinte das passiert definitiv nicht bei Angst, bei dem Puls und Blutdruck. Vielleicht bringt mir die Aktion ja was. Trotzdem verstehe ich nicht ganz wie einem dann so furchtbar schwindlig sein kann. Übrigens Lungenfunktion und Sauerstoff im Blut waren auch ok. Jetzt bin ich noch auf das Langzeit EKG gespannt. Aber ich denke, da kommt auch nichts aufregendes mehr raus. Na, ja man weis ja nie  Viele Grüße Julchen
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JEM
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« Antworten #3 am: 07. Januar 2010, 23:24:03 » |
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Hallo Jule, Du hast es nicht nur einfach "überstanden", sondern Du hast es gemacht! Gratulation von mir dafür! Und auch noch mit einem positivem Ergebnis! PA's sind oft mit Schwindelgefühl gekoppelt, das geht bei manchen Betroffenen bis zum über die eigenen Füsse stolpern, sogar zum Stürzen, aber Ohnmacht gibt es da nicht, das hat Dir Dein Arzt richtig gesagt. Auch wenn das Langzeit-EKG ein paar Stolperer bringen würde, sind es nur die Stolperer, die Du schon jahrelang ausgehalten hast. Dein Herz wird sie also schon kennen und noch viele viele Jahre locker wegstecken können. Dein Mann ist nicht genervt, sondern besorgt, verunsichert. Diesen Zustand kann man bei Männern nicht so einfach unterscheiden. Männer wollen Lösungen anbieten, aber bei Angst gibt es keine Lösung nur durch gutes Zureden. Das macht uns unsicher... Deine Angst wird zunächst immer nur Deine eigene sein, das Teilen der Angst bedeutet vieles, es bedeutet unbequeme Offenheit, es bedeutet das Niederreißen von Grenzwällen. Ich wünsche Dir gute Gedanken! Liebe Grüße Jürgen
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Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
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Julchen
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« Antworten #4 am: 08. Januar 2010, 11:35:39 » |
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Danke Jem  . Mit meinem Mann hast du bestimmt recht. Liebe Grüße Julchen
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Fridolin
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« Antworten #5 am: 08. Januar 2010, 12:25:43 » |
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Hi Julchen Schön, daß du deine Befürchtungen überwunden hast und das EKG durchgezogen hast. Jetzt weißt du, daß dein Herz/Kreislauf organisch in Ordnung ist. Jetzt kannst du dich voll auf die Überwindung der Angst und Panik widmen. Zuerst vielleicht ein Therapeut, bei dem du das Gefühl hast - mit dem geht`s, mit dem möchte ich. Angst und Panik kann nicht einfach ausgeschaltet werden, sondern nur mit einer Strategie überwunden werden. Dies ist ein Lernprozess mit Zweifel und Rückschlägen. Nicht aufgeben, hast du das 1. Mal keinen Erfolg, probiers ein 2. Mal, ein 3. Mal, usw. Ich wünsche dir dafür viel Kraft und Energie.
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Fridolin Steinpalme
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Julchen
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« Antworten #6 am: 08. Januar 2010, 19:08:59 » |
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Hallo Fridolin, ja sehe ich auch so, jetzt muss / will ich wieder der Angst stellen. Durch diese herzgeschichte ist sie überall wieder eingeschlichen. Das liegt jetzt viel Arbeit vor mir. Aber ich kann mir sagen herztechnisch im Grünen bereich. Das muss ich mir vor allem beim Sport sagen, weil mir der Schwindel was vorschwindelt. Das kostet Überwindung. Will am Sonntag zum Skilanglauf in Urlaub für eine Woche.  . Ich habe das jahrelang sehr gern gemacht, obwohl da auch manchnal die Angst mit fuhr, aber diesmal muss ich mich ein wenig zwingen. Ich hoffe, du verstehst was ich meine. Aber ich will mir das von dem Angstmonster nicht nehmen lassen, da muss es halt mitfahren. Liebe Grüße Julchen
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Fridolin
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« Antworten #7 am: 10. Januar 2010, 07:15:52 » |
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Hi Julchen Ich verstehe dich sehr gut. Ich habe in meinem Leben viele Ängste aushalten müssen und kann daher sehr gut andere Personen verstehen. Daß deine Ängste deinen Winterurlaub nicht verhindern, finde ich super. Du bist der Chef und die Angst ist dein Sklave, auch wenn es sich manchmal anders anfühlt. Viel Kraft und Energie und einen schönen, erholsamen Skilanglauf.
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Fridolin Steinpalme
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Julchen
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« Antworten #8 am: 18. Januar 2010, 18:44:53 » |
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Hallo, bin wieder aus dem Urlaub zurück und habe das Ergebnis vom Langzeit EKG. Es war alles wunderbar in Ordnung. Na dann werde ich das mal glauben  und versuchen nicht zu hinterfragen. Beim Winterurlaub war die Angst natürlich mit dabei. Habe mir beim Langlaufen immer wieder gesagt, das Belastungs EKG, war in Ordnung. Der Arzt hat alles mitgemessen und nichts schlimmes gesehen. Ein Tag war besonders heftig. War gegen nachts ganz geschwitzt aufgewacht und hatte Herzklopfen von einem Traum, dann konnte ich nicht me hr schlafen. Sp ürte auch ein Zucken in der Brust, war wohl eher ein Muskel, mir haben auch andere Muskel gezuckt. Mein Mann hat nachfüllt und meine es fühlt sich wie ein schwaches Muskelzucken an. Aber die Panik war da. Ich wusste nicht was ich wollte, heimfahren, einfach in der Ferienwohnung bleiben und meine Familie läuft allein, oder selbst Langlaufen. Nach einem kleinem Drama mit Heulkrampf bin ich unter Druck von meinem Mann auf die Loipe und siehe da es ist gegangen. Mir ging es hinterher sogar gut. Es war wohl die schwerste Skitour meines Lebens. Ich bin gegen mich bzw. meine Angst gelaufen. Mir teilweise total übel und schwindlig. Aber auf einmal war es gut und ich bin mehr gelaufen als ich wollte. Ich habe meiner Angst ins Auge gesehen. Kann stolz sein. Aber leider heißt das nicht dass die Panik weg, heute morgen an der Supermarktkasse volles Programm  . Meinen Tanzkreis schaffe ich im Momant auch nicht. Da sind so viele Leute, man muss "frei stehen" also wenn Tanzlehrer was erklärt, und da kriege ich immer so weiche Knie und denke ich fall um, aber ich weiss ja jetzt das nix passiert. Aber im Unterricht ist es so schwierig sich damit auseinanderzusetzen, wenn alle zuschauen, was man gerade macht. Mensch ich liebe das Tanzen aber so traue ich mich nicht. Ich kann ja wohl schlecht vor 10 Paaren sagen eh mir ist soooooo schwindlig, das ist nur Panik, macht mal gerade allein weiter. Das ist meine Hauptangst, ich kriege vor anderen Leute Panik verliere die Kontrolle und weis nicht was ich machen soll. Noch eine Frage Wieso spürt man manchmal abends im Bett den herzschlag so intensiv, besonders wenn man auf linken Seite liegt ? Meistens spüre ich ihn nicht, wieso also spürt man ihn machman ? Viele Grüße Julchen
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JEM
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« Antworten #9 am: 18. Januar 2010, 21:38:36 » |
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Hallo Julchen, ich freue mich mit Dir, dass der Winterurlaub auch (manchmal?) Urlaub für Dich war. Du hast jetzt zwei Ergebnisse, Belastungs- und Langzeit-EKG, sie geben eine klare Aussage über die Leistungsfähigkeit Deines Herzens, lese Dir die Ergebnisse bitte immer wieder durch, glaube daran. Das Muskelzucken hat nichts mit Deinem Herzen zu tun, es kann ein Elektrolytmangel der Grund sein, z.B. Magnesium. Die körperliche Bewegung (Langlauf, Joggen, Radfahren ...) setzt körpereigene Stoffe frei, die Opium ähneln, sie wirken direkt auf unsere Emotionen, Du hast diese Erfahrung ja beim Langlauf gemacht. Wichtig ist dabei, dass man immer unter seiner Leistungsgrenze bleibt, nahe daran, aber nie darüber. Kannst Du nicht mit Deinem Tanzlehrer offen reden, dass Du manchmal weiche Knie bekommst, aber trotzdem gerne dabei bist? Ich bin mir sicher, dass er Dich unterstützen wird! Das "Herzschlaghören" hängt mit Stress zusammen, es ist eine Art "Bio-Feedback", Du hörst es erst so leise wie immer, Du horchst darauf, dann wird es immer lauter. Es ist Dein Herz, das schlägt, atme einfach ruhig tief in den Bauch und freue Dich, dass es so hörbar schlägt. Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
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Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
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Julchen
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« Antworten #10 am: 21. Januar 2010, 14:45:14 » |
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Hallo Jem, ich könnte das dem Tanzlehrer schon sagen, nur mit dem Mittänzern habe ich das meine Probleme, nach dem die sich sehr negativ über jemanden geäußert hatten, die Depressionen hatte. Ich habe die Frau nie kennengelernt. Die hat vor mir aufgehört. Es kamen viele blöde Sprüche.  . Seid gestern habe ich Gelenkschwerzen im linek Sprunggelenk, rechten Knie und im linken Handgelenk. Ich kann nur ganz schlecht auftreten. Konnte heute nach vor lauter Scherzen im Fuss nicht gut schlafen. Gegen morgen war es dann besser im Liegen, aber auftreten kann trotzdem nicht richtig. Komme mir vor wie eine alte Frau. Der Arzt meine das sei nix schlimmes, wäre wahrscheinlich ein Infekt, das meine Tempartur 31,1 im Ohr betrug. Die Sache ist mir natürlich trotzdem unheimlich. Er meinte wenn es nicht besser wird solle ich wieder kommen............. Manno dauernd hab ich was anderes.  . Sag mal Jem, was hat Dich eigentlich hierher geführt? Du scheinst ja "echte" Herzprobleme zu haben. Meine "normale" Panik macht auch noch das Leben schwer, beim Frisör war es auch nicht gerade lustig und dauernt diese Schwindelgefühle im Kopf, dieses auf Watte gehen. Sorry bin ziemlich am rumjammern ich weiss. Viele Grüße Julchen
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Laielle
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« Antworten #11 am: 21. Januar 2010, 23:08:25 » |
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Hallo Julchen :-)
Oh bin ich froh für Dich dass du es endlich hinter dir hast und die Resultaten gut ausgefallen sind. Ich war selbst bei 2 Fachärzte in Kardiologie, weil ich 2 Meinungen brauchte. Diese PA und permanentes Herzstolpern nahmen mir jeden Verstand weg. Hauptsache ist jetzt, dass dieser Test und die Ergebnisse dich hoffentlich ein wenig beruhigen.
Meinerseits muss ich sagen, obwohl ich seit Mai 2009 bei einem super Therapeut bin, meine eigentlich richtige Therapie hier angefangen hat, weil ich ENDLICH Menschen treffe, die das selbe Leiden haben.
Mein Ex-Freund konnte mit meiner Krankheit nicht umgehen. Man kann sämtliche Informazionen im Internet suchen damit der Partner sich ein kleines Bild von einer PA macht, aber wer es selbst nicht durchgemacht hat, versteht es einach nicht. Meine PA hab ich mittlerweil gut im Griff Dank meiner Behandlung und dem Bewusstsein, dass ich nicht daran sterben werde, auch wenn man sich in diesem Moment total hilfslos fühlt. Gestern Abend, mitten in der Nacht, bin ich zum ersten Mal wach geworden und hatte eine PA. War mir noch nie im Schlaf geschehen. Bauchschmerzen, Hitzegefühle, Schwindel, Schweissausbruch, oder kalter Schweiss, zittrig, bla alles. Bin dann aufgestanden und hab mit mir selbst gesprochen. Klingt blöd :-p aber hilft. Verfluchte diese Krankheit dann und rede meinem Hirn ein, er soll dieses Unsin sein lassen. Nach 2 Minuten war ich wie neugeboren. Manoh, jetzt hab ich Angst dass es wieder passieren könnte, also in dr Nacht. Bin total vorbereitet : Traubenzucker auf dem Nachttisch :-) Muss selbst lachen, tut nunmals gut.
Julchen, es tut mir ehrlich gut zu wissen dass du dein Test super überstanden hast und denk daran : es kann nur noch bessr werden.
MFG
Laielle
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Fridolin
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« Antworten #12 am: 22. Januar 2010, 08:48:11 » |
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Hi Julchen Antriebsstörung ist ein weiteres Symptom der Depression/Angst. Es könnte dies oder das passieren. Wenn du dich trotzdem aufraffst und deine Aktivität durchziehst, hast du bereits deine Angst überwunden und zufriedenes Gefühl stellt sich ein. Meist laufen die Katastrophenfilme eh nur im Kopf ab. Wenn dich andere Personen kritisieren, bedenke, daß du ihnen unbewußt sehr viel Macht gegeben hast. Wenn du ihnen die Macht entziehst, können sie sagen was sie wollen, es wird dich nicht interessieren. Ich denke auch, die Angst läßt sich nicht ausschalten, sonder durch die Annahme wird sie viel kleiner. Schließlich ist mir klar, die Angst ist ja ein Bekannter. Sie stellt sich immer wiederein. Die körperliche Reaktion ist in keiner Weise gefährlich, nur sehr unangenehm. Es wird nichts Schlimmes passieren. Es wird vorübergehen. Diese Erkenntnisse stammen von meiner eigenen Erfahrung mit Depression. Außerdem können dich Menschen in einer Selbsthilfegruppe gut verstehen, denn sie machen oder machten ähnliche Erfahrungen. Sie diese Zeilen bitte nicht als Ratschläge, sondern als Denkanstöße. Mir ist auch klar, über die Angst zu schreiben ist viel leichter als, als das tägliche umsetzen in unserer Leistungsgesellschaft. Viel Kraft und Energie.
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Fridolin Steinpalme
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maki2912
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« Antworten #13 am: 22. Januar 2010, 10:15:06 » |
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Hallo Julchen, bin beim Lesen auf Deinen Beitrag gestossen und es ist dem ziemlich ähnlich, was ich so erlebt habe. Bei mir hat sich die Depression jetzt einen anderen "Spielplatz" ausgesucht, aber so allmählich -nach 5 Jahren- habe ich für mich was rausgefunden. Ich sage mir bzw. der Angst, dem Herz, den Muskeln (je nachdem was sich gerade meldet) laut : Ich weiss, das Du mich auf etwas aufmerksam machen willst, was nicht stimmt. Aber Du musst es nicht so tun. Ich brauche meine Kraft, um zu ändern was falsch ist. Ich kann nicht gebrauchen, das du mich zusätzlich ablenkst. Mir hilft es manchmal. Vielleicht hilft es Dir auch. Ganz lieber Gruß und viel Kraft...Marion 
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Julchen
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« Antworten #14 am: 22. Januar 2010, 15:43:30 » |
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Hallo, danke für Eure Antworten. Im Moment ist nicht an Tanzen zu denken. Da mir noch immer die Gelenke weh tun. Habe heute morgen den Ibuprofen geschluckt. Sowas ist für mich immer eine kleine Herausforderung eines neues Medi zu nehmen, als Nebenwirkungen steht auch Unruhe und Herzklopfen, Übelkeit und sogar Herzinfarkt (den aber wohl nur bei Dauermedikation). Na ja außer das ist jetzt müde bin und irgendwie leer im Kopf ist nix passiert, ach ja die Schmerzen sind nicht mehr sooooo schlimm  . @Laielle, den Gedanken hatte ich schon vor ein paar Tagen, ich gebe den anderen Macht über mich, wer sagt denn das sie recht haben, doch nur ich. Aber es ist schwer das umzusetzen, besonderns wenn die Angst kommt, da setzt ja bekanntlich das Denken aus. Ich weiss das die körperliche Reaktion nicht gefährlich ist, nur wenn sie zuschlägt, habe ich nur Fluchtgedanken. Es war ja schon alles viel besser. Besonders das 3/4 Jahr 2009. Dachte fast schon ist sei so gut wie geheilt Wohl zu früh gefreut.  Viele Grüße an euch alle Julchen
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JEM
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« Antworten #15 am: 27. Januar 2010, 18:37:08 » |
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ich könnte das dem Tanzlehrer schon sagen, nur mit dem Mittänzern habe ich das meine Probleme, nach dem die sich sehr negativ über jemanden geäußert hatten, die Depressionen hatte. Ich habe die Frau nie kennengelernt. Die hat vor mir aufgehört. Es kamen viele blöde Sprüche. ... Sag mal Jem, was hat Dich eigentlich hierher geführt? Du scheinst ja "echte" Herzprobleme zu haben.
Hallo Julchen, warum ich hier bin kannst Du da nachlesen: http://www.angstnetz.de/portal/modules.php?name=Forum&topic=4855.0Herzprobleme: Bei mir wurde 1993 ein Mitralklappenprolaps festgestellt, war verdeckt durch eine Herzerweiterung. Ich habe mich entschlossen es operieren zu lassen und hatte das Glück, dass keine Ersatzklappe nötig war, sondern dass eine Reparatur der vorhandenen Klappe möglich war. Bei den Langzeituntersuchungen hinterher wurden Herzrhythmusstörungen gefunden, ich bekam Betablocker, nach einem Jahr habe ich sie in Absprache mit meinem Kardiologen abgesetzt. Und ich lebe noch heute...  (ohne Medikamente) Tanzen - oder Leben auch in Gemeinschaft: Die Aufklärungsquote der Menschen ist in den letzten Jahren gestiegen in Bezug auf depressive Erkrankungen. Was bleibt ist die Unsicherheit (Angst) im Umgang damit. Bei einem Schnupfen fragt keiner, wie konntest Du Dich anstecken, wenn Du doch immer gesund lebst? Bei einer Depression wird das immer irgendwie hinterfragt (Du hast doch einen lieben Mann, eine tolle Familie usw.). Es bleibt also nur Offenheit, in Deinem Fall die Aussage: Ich bin depressiv, manchmal mehr, manchmal weniger, und ich möchte tanzen. Habt ihr da etwas dagegen? Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
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Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
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Julchen
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« Antworten #16 am: 28. Januar 2010, 15:45:33 » |
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Hallo Jem,
danke für Deine Antwort. Hatte mir schon gedacht, dass Du irgendwie nicht selbst betroffen bist von der Angst. Du wärst im Moment DER Ansprechpartner für meinen Mann.
Das Tanzen werde ich ganz bestimmt wieder aufnehmen. Ich muss jetzt mal die "Wunden lecken". Wieder klein anfangen. War gerade spazieren, nach ich gestern panisch dabei war und mir der Schweiß ausbrach und ich natürlich dachte DAS HERZ ging es heute sehr gut, war so kindisch habe den Schlitten daheim rausgeholt.
Ganz liebe Grüße an Dich
Julchen
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JEM
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« Antworten #17 am: 28. Januar 2010, 23:11:29 » |
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Hallo Julchen, jeder Mensch hat Ängste (außer er ist völlig abgestumpft). Es geht also um den Umgang mit der Angst. Dieser Umgang kann durch viele Faktoren erschwert werden, z.B. durch traumatische Erlebnisse. Hier ist es wichtig die Therapie möglichst früh zu beginnen, bevor es die "Angst vor der Angst" gibt, die sog. generalisierte Angststörung. Jede Behandlung sollte dabei individuell sein, genauso individuell, wie wir Menschen es nun einmal sind. Ist in der Praxis nicht immer möglich, aber es wäre erstrebenswert. Du bist der erste Ansprechpartner für Deinen Mann und umgekehrt. Bei den depressiven Erkrankungen ist Offenheit wichtig, auch wenn sie oft schwer fällt. Wenn es Deinem Mann z.B. einmal schwer fällt mit Dir darüber zu reden, kann er sagen: Du jetzt gerade kann ich es nicht, aber wir können morgen darüber reden. Das ist dann für Dich ok, denn Du fühlst, Du wirst ernst genommen. Es gibt auch einige Literatur im Rahmen Betroffene/Partner. Ich weiß nun nicht warum genau Du eine EMDR-Therapie machst, deswegen kann ich auch keine Buchempfehlungen aussprechen. Aber spreche einmal Deinen Therapeuten an, der kann Dir sicher etwas empfehlen. Liebe Grüße Jürgen
P.S.: Und das Schlitten-rausholen war nicht kindisch, es war ein Empfinden von Freude und das ist etwas Gutes und Wertvolles!
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Die eigentliche Aufgabe eines Freundes ist es dir beizustehen, wenn du im Unrecht bist. Jedermann ist auf deiner Seite, wenn du im Recht bist. [Mark Twain]
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