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Autor Thema: Körperliche Symptome bei der Depression  (Gelesen 3491 mal)
maki2912
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Beiträge: 49


« am: 13. Januar 2010, 08:50:40 »

Hallo Ihr,

ich weiss nicht, ob mein Beitrag hier hineinpasst oder unter eine andere Rubrik gehört, ich schreibe einfach mal.
Ich war schon eine ganze Zeit nicht mehr aktiv hier, den Sommer über ging es mir supergut und ich dachte schon, das meine Psyche endlich mal stabiler wird. Mit 42 sollte man doch mitten im Leben steht. Ich dachte, ich kriege es jetzt endlich hin, normal zu sein und "Tough", aktiv sein, im Leben stehen, alles gewuppt kriegen, die Mama sein, die ich sein will. Der Sommer war toll.
Jetzt geht es wieder bergab und ich schäme mich, deswegen wieder zu einem Arzt zu gehen, der mir dann erzählt, es sind die Depressionen. ich habe auch Angst, das er diesmal vielleicht sagt, es ist wirklich eine Krankheit. ich will nicht wieder in das Rädchenwerk Tabletten -Untersuchungen-Krankenhaus, ich will gesund sein und normal leben.

Deshalb wollte ich fragen, ob jemand von euch diese Beschwerden im Rahmen einer Depression auch kennt:
Ich muss immer kontrollieren, ob meine linke Seite noch funktioniert, ob der Arm vielleicht taub ist oder das Bein schwer. Manchmal fühlt es sich so an.  Auch sind meine Beine "innen" manchmal hibbelig und nervös, obwohl man aussen nichts sieht, mit dem Gefühl als ob Strom durch ginge. Wenn ich morgens wach werde, glaube ich immer, ich  hab nachts das Fussende vom Bett weg drücken wollen, die Beine sind total stramm angespannt. Alles ist angespannt, die Beine, der Nacken und der Rücken und ich habe so Angst, das ich wirklich krank werde und dann nicht mehr für meine Tochter da sein kann! Das ist das schlimmste.
Ich hab mal im Fernsehen einen Bericht einer jungen Mama gesehen, die eine fortschreitende Muskelerkrankung hatte, etwas ganz seltenes und das hab ich immer im Hinterkopf. Ich hab so Angst.

ich hatte vor 4 Jahren eine Herzneurose, wo ich immer glaubte, mein Herz bleibt gleich stehen oder es holpert. Das Herz geht jetzt wie ein Uhrwerk.  Traurig
Kann es sein, das sich die Psyche jetzt einen neuen "Spielplatz" ausgesucht hat? Kennt jemand von Euch diese Angst bzw. auch die Symptome,  und es hat sich herausgestellt, das das von der Depression kommt aber keine körperliche Ursache hat?
Kernspin ist bei mir im April 09 gemacht worden, weil mir immer schwindelig war, aber es kam nichts dabei heraus.
Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

Liebe Grüße und alles Gute ......Marion
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steffen-sn
Beginner
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Beiträge: 2


« Antworten #1 am: 14. Januar 2010, 09:18:00 »

hallo liebe Marion!
Ich leide seit gut 12 monaten unter psychosomatischen erkrankungen und hatte einen burn.out gehabt.
Bei mir war es der streß auf arbeit(polier) und mein 40. geburtstag der mich total aus dem gleichgewicht gebracht hat.
Ich habe auch körperliche beschwerden mit meiner depression zusammen hängend
schwindel,kopfschmerzen und urologsichen begleiterscheinungen bei seelenschmerz,angst und panikattaken. und eine agoraphobiie
Wie ich im letzten jahr so damit angefangen habe mit der ganzen psychosomatik hatte ih auch immer da gefühl das ich einen herzinfakt bekomme oder einen schlaganfall hatte auch immer taube beine und kalte füße (und das als mann)
Durch mditaion sind die ganzen syntome nun auf einen sehr klien level angekommen allerdinsg wenn ich mich strark aufrege z.b beim arbeitsamt dann sind meien ganzen "freunde "alle wieder da und belasten mich sehr stark!!!!!!!!!!!
Manchmal so stark das ich nur noch weine(und das das mann)aber ich vwersuch sie zu vertreiben indem ich Sport mache,male,rausgehe mich einfach ablenke.
Auch ich hatte mal gedacht das ich alles im Griff habe aber der körper und die Seele haben mir gesagt das ich so nicht weiterleben soll und ich habe dagegen etwas getan.
ich habe lange dafür gebraucht für mich zu sagen ja ich leide an depressionen !!!!
auch ich schäme mich beim arzt das zu sagen aber weiß auch das 60%aller deutschen die krankheit haben und ich nicht alleine bin!
!Und das bist du auch nicht!!!!!!!!!!!!!!
mir hat ein klinikaufenthalt sehr sehr viel geholfen
liebe grüße steffen
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Dino
Juniormember
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Beiträge: 9



« Antworten #2 am: 14. Januar 2010, 12:51:50 »

Hallo Marion, Deine Depression mit diesen Begleiterscheinungen sind mir, wie vielen anderen hier, durchaus bekannt. Ich habe 3 kiinikaufenthalte hinter mir wobei ich nur den 1 in positiver Erinnerung habe.
Den im Jahr 2000. Da war ich ca 3 Mon.in der Wiegmannklinik in Berlin.
Ich bin nun nicht geheilt aber zumindest will ich mich ( im Moment) nicht mehr umbringen. und kann mit meiner Depression umgehen, will heissen ich weiss was da mit mir passiert und kann es dank Medikamenteneinnahme aushalten.
Ich kann es nicht steuern. Im Moment versuche ich die Vermeidungstaktik.
Dies alles ist eine Krankheit und ich gehe zum Arzt und rede mit ihm darüber, lasse mir Medikamente verschreiben.
Scham ist mir abhanden gekommen.
Es hilft nicht um den heißen Brei herumzureden.
Die Krankheit annehmen und dann so weit wie möglich daran arbeiten ist meine Meinung dazu.
Daran arbeiten bedeutet für mich Gruppentherapie oder Betreuung durch einen Psychologen.
Wobei ich eine Gruppentherapie evtl eine Selbsthilfegruppe als die bessere Alternative ansehe.
Auch weil man dort auf Leute mit dem gleichen Leiden trifft, man wird verstanden, kann sich austauschen und es wirkt manchmal wie ein Überdruckventil.
Viele Grüße Dino
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Weserblick
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Beiträge: 119


« Antworten #3 am: 14. Januar 2010, 14:26:49 »

Hallo Marion,

ich denke schon, dass sich die Krankheit, wie Du es beschrieben hast, viele "Spielplätze" aussuchen kann. Hast Du denn einen guten Arzt, mit dem Du das alles besprechen kannst? Vielleicht würde es Dich ja ein wenig beruhigen, wenn durch den Arzt weitere körperliche Erkrankungen ausgeschlossen werden könnten. Schämen musst Du Dich wegen der Depressionen jedoch auf keinen Fall.

Sehr gut finde ich die Vorschläge von Steffen und von Dino. Mir hat der Austausch mit anderen Patienten auch sehr gut getan. Vielleicht wäre so eine Gruppentherapie ja auch etwas für Dich.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und gute Besserung

@Steffen
Willkommen hier im Forum. Das Du "als Mann" zu Deiner Krankheit stehst und es Dir auch möglich ist zu weinen, sehe ich als Zeichen von großer Stärke. Ich habe damit "als Mann" leider immer wieder Probleme.

Euch allen einen schönen Tag
und viele Grüße vom
Weserblick
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maki2912
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Beiträge: 49


« Antworten #4 am: 18. Januar 2010, 09:43:26 »

Hallo Ihr,

ich möchte Euch - Steffen,Dino und Weserblick- sehr für Eure Antworten danken. Alle Antworten haben mich sehr geholfen. Leider ist ein Klinikaufenthalt derzeit nicht drin bei mir aus beruflichen Gründen, ich muss es ambulant irgendwie hinkriegen. An manchen Tagen geht das, an anderen habe ich einen dicken schwarzen Sack überm Kopf und alles ist anstengend und aussichtslos.
Ich hoffe, es geht Euch einigermaßen gut.  Steffen, nimmst Du Tabletten dagegen? Du hast darüber nichts geschrieben. Kam das denn alles einfach so oder gab es einen Auslöser ? Vielleicht die Arbeit?
Bei mir kommt der ganze Mist einfach so. Der Neurologe hat (nachdem ich mich aufgerafft habe, nochmal hinzugehen) mir mal wieder Opipramol 50 verschrieben. Ich habe sie noch nicht genommen - so ganz kann ich wohl doch nicht akzeptieren, das ich Depressionen habe. ich versuche es jetzt mal mit Johanniskraut. ich weiss, das ist  Vermeidungstaktik, aber es ist ein Anfang. Ich hasse Tabletten... aber der Neurologe hat mir auch wieder gesagt, das die Kopfschmerzen, Schwindel von der Depression kommt. Wobei kalte Füße bei einem MANN  geht ja garnicht  Blinzeln

Ich freue mich für Euch, das Ihr  einen WEg gefunden hast, damit umzugehen,ich werde mir die Tipps annehmen, einfach "Extreme ablenking" iund wenn es geht, dran arbeiten ist wahrscheinlich das einzige, was hilft. Ich habe jetzt mal angefangen, täglich so wenigstens 30 Minuten die Gegend bei uns "abzulaufen" und es tut gut!
Es ist ja auch nicht ständig "schwarz" und das verursichert mich noch mehr, heute ist es z.B. klasse (bis jetzt) ich bin voll Energie aufgestanden, sitze im Büro....und morgen kommt wieder so ein schwarzer Sack überm Kopf. Der Neurologe kennt mich schon lange, er sagte, ich bräuchte keine Gespräche oder so, solle einfach die Tabletten nehmen und alle 6 Wochen vorbeikommen. Das geht gut, wenn ich gut drauf bin, aber wenn ich in dem Loch sitze, sitze ich vor ihm und bin nur am heulen! Dann bin ich ein ganz anderer Mensch!
Das verunsichert meinen mann auch ständig, obwohl er sich in den Jahren ganz gut drauf eingestellt hat.

Ich schäme mich wegen der Depressionen, weil mich keiner so kennt, wie ich dann bin. Ich schäme mich, wenn mich in so Momenten jemand sehen würde. Ich hasse mich (noch) dafür, so schwach zu sein.
Es ist meistens wenn ich allein bin. Dann kommen die Gedanken. Ist das bei Euch auch so?
Mein Überdruckventil ist derzeit die  Telefonseelsorge.  Und das tut so gut, sich mal nicht verstellen müssen...

ich weiss nicht, ob es so rauskommt bei dem was ich geschrieben habe, aber ihr habt mir mit Euren Antworten so geholfen und ich konnte vieles rausziehen, was mir hilft! Vor allem, zu der Krankheit zu stehen, muss ich noch lernen. Vielen Dank, das Ihr mir geschrieben habt! Ich wünsche Euch -Steffen, Dino und Weserblick- und allen anderen hier, viel Kraft und alles gute ! Grinsen

Vielen Dank und Ganz Liebe Grüße von ...... Marion 
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steffen-sn
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Beiträge: 2


« Antworten #5 am: 18. Januar 2010, 15:31:21 »

also ich nehm keine tabletten zumind nicht gegen die depression sondern für zu hohen blutdruck
ist habe ja die depressionsphase schon fast aber auch nur fast überwunden und für mich und meinen ärztin sind wirklich ruhe und ein geregelter Tagesablauf enorm wichtig den genusungsprozesse zu beschleunigen.
Alles braucht seine Zeit!!
Der auslöser eingentlich ganz simpel ich hatte am 12.1 meinen
point of no return
erreicht und hatte meine erste Panikattake beim
Frisör!!!
Von da an ging die ganze Maschinerie loß bis jetzt
kann aber sagen nach einem jahr
die Panikattaken sind noch da und manchmal sehr schlimm aber es gibt auch Tage das ist alles in Butter  also alles in Ordnung und ich lache wieder und das schöne ist dies Tgae sind in der überzahl was ich vor einem Jahr nie gedacht habe das ich ,mal wieder lachen und mich freuen kann!!!
Wie heißt es so schön im budistischem"was du heute denkst ,wirst du morgen sein""
liebe grüße steffen(meine füße sind jetz aber nich mehr so kalt Rotwerd=
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Rhini
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Beiträge: 833


« Antworten #6 am: 19. Januar 2010, 10:02:48 »

Hallo Marion,
Viele Menschen leiden an psychichen Störungen, aber man kann sie, weil viele es gut überspielen können, leider nicht von Außen sehen. Das macht es schwer, mit der Krankheit offen um zu gehen. Kein Mensch will "schwach" sein oder "verrückt", deshalb wird oft der Kpf geschüttelt, wen man jemanden sagt, dass man zB depressiv ist. Natürlich fehlt gerade in dieser Phase auch das Selbstbewußtsein, offen damit um zu gehen... schließlich möchte man ja nicht noch mehr "verletzt" werden.
Aber sei dir bewußt, dass du keinen Grund hast, dich zu schämen. Allerdings ist es sinnvoll, wenn du deine Störung akzeptierst (ich schreibe lieber Störung, weil ich selbst körperlich trotz vieler somatischer Beschwerden gesund bin,), nur so kannst du auch richtig darauf eingehen. In diesem Zusammenhang: Ich habe auch einige Zeit Opipramol 50mg genommen, obwohl ich Medis allgemein ablehne. Das war am Abend, damit ich besser schlafen konnte. Ich hatte auch keine Nebenwirkungen, aber es hat mich etwas ruhiger und vor allem müde gemacht.

Entgegen der Ansicht deines Neurologen wären vielleicht einige Gesprächseinheiten beim Psychologen oder Therapeuten gar nicht so schlecht, damit du heraus finden kannst, was dich so belastet, ob und wo du vielleicht eine Veränderung brauchst... oder vielleicht eine Kur, um Kraft zu tanken... Die Leute kennen diese Problematiken und niemand lacht oder nimmt dich nicht ernst.

Nachdem ich selbst aufgrund psyschicher Störungen schon viele Jahre zu Hause-, inzwischen auch austherapiert- bin, habe ich erkannt, dass es mein Wesen ist, meine Psyche, meine Seele... Ich akzeptiere mich so, auch wenn ich zB viele Anläufe brauche, um irgendwohin zu kommen oder bei jedem rührenden Vorgang Rotz und Wasser heule. Andererseits habe ich gelernt, mir selbst wohlwollender gegenüber zu stehen, mich zuzulassen und sogar stolz auf mich zu sein. Immerhin habe ich schon viel bewältigt in meinem Leben und kann immernoch sehr viel tun.
Dazu habe ich den Grundsatz entwickelt, mich zu fragen, was ich möchte, ob es realistisch erreichbar ist und wie ich etwas umsetzen kann.

Hinsichtlich eines Partners, wenn man ihn wirklich liebt und er/sie in keiner Form ursächlich beteiligt ist, helfen mehrere Sachen: Zum Einen, dass man mit ihm/ihr im Dialog bleibt; dass man dem Anderen sagt, wenn es einem Schlecht geht, aber auch, dass ihn/sie keine Schuld daran trifft und dass man auch sagt, wenn man zB Ruhe braucht oder mal in den Arm genommen werden möchte. Mein Partner hat gesagt, er versteht oft nicht, was mit mir los ist, aber er weiß, dass ich zu ihm komme, wenn ich seine Hilfe brauche.
Inzwischen erkennt er viele Signale und weiß dann auch, dass ich einen schlechten Tag habe. Dann lässt er mich in Ruhe, bis ich selbst wieder den Kontakt suche.

Manchmal bringt eine Erwartungshaltung, etwas könnte wieder schief gehen oder den "dunklen Sack übern Kopf", genauso wie Angst... genau das Resultat, welches man nicht haben möchte. Man "lauert" regelrecht darauf, wann es wieder schlimm wird. Ich brauche niemanden sagen, dass es verkehrt ist, dass positives Denken besser ist. Dafür wünsche ich uns allen wirklich die Kraft: niemals den Mut zu verlieren!

LG
Rhini
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Weserblick
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Beiträge: 119


« Antworten #7 am: 21. Januar 2010, 13:33:12 »

Hallo Marion,

ich möchte mich Rhinis Vorschlag anschließen und Dich auch zu einer Kur ermutigen.

So eine Kur kommt ja nicht von heute auf morgen. Dadurch hast Du Gelegenheit alles etwas längerfristig zu planen. Ganz bestimmt würde Dir so eine Zeit sehr gut tun.

Der Ansicht Deines Neurologen, dass Dir keine Gespräche helfen würden, bin ich nicht. Die Anrufe bei der Telefonseelsorge helfen Dir doch auch. An Deiner Stelle würde ich mich mal nach einem guten Psychotherapeuten umsehen. Vielleicht besteht für Dich ja auch die Möglichkeit, ambulant eine Gruppentherapie zu machen. Der Austausch mit anderen, die in einer ähnlichen Situation sind, kann oft sehr hilfreich sein.

Viele liebe Grüße
und ganz viel Kraft für Dich
Weserblick
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maki2912
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« Antworten #8 am: 22. Januar 2010, 10:00:35 »

Hallo Steffen, Rhini, Dino und Weserblick!

ich hatte am Mittwoch schon geschrieben, aber mein PC hat meine online-Sitzung beendet ..und dann kam mein Chef.Weil ich nur im Büro einen Compi habe, muss ich heute nochmal anfangen..

GAnz lieben Dank für Deine Ermutigungen Rhini "...habe ich erkannt, dass es mein Wesen ist, meine Psyche, meine Seele... Ich akzeptiere mich so, auch wenn ich zB viele Anläufe brauche, um irgendwohin zu kommen oder bei jedem rührenden Vorgang Rotz und Wasser heule. Andererseits habe ich gelernt, mir selbst wohlwollender gegenüber zu stehen, mich zuzulassen und sogar stolz auf mich zu sein. Immerhin habe ich schon viel bewältigt in meinem Leben und kann immernoch sehr viel tun."

Das ist  so toll, ich habe es 2x kopiert und ins Tagebuch und die Geldbörse gesteckt, sodass ich es immer sehen kann! Du kannst ganz viel: Trost spenden, aufmuntern, wo ich z.B. seitenweise labere und doch nicht auf den Punkt komme. Weil ich mir das nicht zutraue, schreibe ich auch selten was,wenn hier ein neuer Beitrag eingestellt wird.

DAbei ist mein Leben eigentlich ok; ich habe nur das Gefühl in der Vergangenheit 1x "falsch abgebogen" zu sein und das kann ich jetzt nicht mehr rückgängig machen. Viel mehr ist es wohl nicht, aber das falsch abbiegen zieht einen "Rattenschwanz" nach sich. Mein Partner versteht auch oft nicht, was ich habe, er bringt trotzdem unheimlich viel Verständnis auf, aber ich merke in letzter Zeit, das er wegen eigener Belastungen  auch an seine Grenzen kommt. 

Als ich das einer Therapeutin erzählt habe, meinte sie, vor ihr sitzt eine 40-jährige, die wie eine Dreijährige heult.  Das packte mich kurzzeitig an der Ehre und ich riss mich zusammen, aber eine Lösung oder Weg, damit umzugehen, haben wir nicht erarbeitet. eine Kur kann ich nicht machen, mein Chef ist sehr speziell was meine psychische "labilität" angeht (er meint er kennt sich damit aus), die letzte Kur hat er nur akzeptiert, weil ich meine Tochter als Grund vorgeschoben habe.
Jetzt habe ich nochmal einen Termin bei der Therapeutin, vielleicht komme ich diesmal weiter.

Ich drücke Euch und bedanke mich nochmal ganz herzlich für die ganz lieben Worte. Ich wünsche Euch allen sehr, das es aufwärts geht und jetzt kommt ja auch so langsam endlich der Frühling!     P.S. Lieber Steffen, es gibt Tage, da habe ich auch ganz warme Füsschen *grins"

Ganz viel Kraft und lieber Gruß  Grinsen  Marion
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Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #9 am: 23. Januar 2010, 09:27:06 »

Hi Marion
Ob mit 24 oder 42 Jahren, du hast sehr wenig Einfluß auf die menschliche Psyche. Depression oder Ängste kommen, ob`s dir gerade paßt oder auch nicht. Es ist sehr schwierig, nach einer guten Zeit wieder erkennen zu müssen, jetzt geht´s wieder von vorne los. Schuld-und Schamgefühle stellen sich ein und das positive Selbstbewußtsein ist wie weggeblasen.
Die menschliche Psyche ist sehr mächtig und sie vermag, körperliche Beschwerden auszulösen.
Einen Klinikaufenthalt kann ich nur befürworten, ich habe 2005 einen mehrwöchigen Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik gehabt und habe hier viel Liebe erfahren. Außerdem konnte ich viel über die Depression lernen, vor allem, mit wecher Strategie man sie überwinden kann. Anfangs verbraucht der depressive Mensch sehr viel Energie, um diese ausschalten zu wollen. Nach mehrmaligen Fehlversuchen erkennt er, diese Energie doch zum überwinden der Depri zu verwenden.  Dies ist ein Lernprozess, der nicht von heute auf morgen funktioneirt.
Meist ist die Angst vor körperlichen Beschwerden größer als das Problem selber und in der Angst ist die logische Denkweise nur noch zum Teil vorhanden.
Diese Zeilen wollte ich einfach mal loswerden.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
truth
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« Antworten #10 am: 12. August 2011, 09:48:30 »

hier gibt es ein Artikel der die Köperliche Symptome ganz genau beschreibt falls ihr interessiert seit
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