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Fridolin
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« Antworten #2 am: 30. Januar 2010, 08:38:40 » |
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Hi Avatar63 Erstmal willkommen. Als erstes möchte ich Bad Grönenbach erwähnen. Ich war 2 mal (2001 und 2005) in Bad Grönenbach. Bad Grönenbach löst heute noch sehr angenehme Erinnerungen bei mir aus. Hier habe ich sehr viel für mein Leben gelernt. Außerdem war es eine Insel der Liebe und trotzdem war es wichtig, die getroffenen Entwscheidungen konsequent durchzuziehen. Die meisten Bewertungen werden in der Kindheit getroffen. Ich möchte dir ein paar Zeilen aus dem Buch "Ängste verstehen und überwinden" mitteilen. Die Zeilen helfen uns verstehen. wie man in gewissenen Situationen reagiert. Die wahre Ursache unserer Gefühle. Wie unser Denken und unsere Gefühle zusammenhängen. Durch die Eltern lernen wir, was gut und was schlecht für uns ist, was man tun darf und was nicht. Wenn wir unsere Sprache entwickeln, lernen wir, unsere Sprache und unsere Gefühle zu bewerten. Wir lernen, unser Verhalten als gut oder schlecht, richtig oder falsch, gefährlich oder ungefährlich, einzuschätzen. Wir lernen, daß es wichtig ist, nicht auf der Straße zu spielen, was die Nachbarn denken, Zähne zu putzen, in die Kirche zu gehen, andere Kinder nicht zu schlagen, das Messer nicht mit der Zunge abzulecken, nicht mit Fremden mitzugehen, usw. Unsere Eltern helfen uns beim Erlernen dieser Verhaltensweisen, in dem sie mit Lob, Tadel, Bestrafung, Nichtbeachtung reagieren. Sie schimpfen z. B. so lange mit uns, bis wir ein bestimmtes Verhalten als unerwünscht bewerten und nicht mehr zeigen. So werden wir z. B. nicht damit geboren, auf Schmutz mit Ekelgefühle zu reagieren. Wenn uns unsere Eltern aber lange genug dafür bestrafen, daß wir im Schmutz spielen, entwickeln wir schließlich ein Gefühl des Ekels. Sind die Bewertungen einmal in unserem Kopf, d. h. wir denken alleine für uns selbst, was die Eltern bislang laut geäußert haben, nämlich daß Schmutz eklig ist und vermieden werden sollte, entwickeln wir auch die dazugehörigen Gefühle. Wir denken beim Anblick von Schmutz: „Das ist eklig, vermeide es.“ Ja dieses Denken ist uns schließlich gar nicht mehr bewußt. Es genügt der Anblick von Schmutz und wir ekeln uns. Dann ist es schwierig, uns entgegengesetzt unserer Bewertung zu verhalten, d. h. lustvoll im Schmutz zu spielen. Aber wir können es wieder erlernen. Diese Bewertung, was gut und schlecht ist, sind an den Maßstäben und Lebensphilosophie unserer Eltern orientiert. Was sie in ihrer Erziehung gelernt haben und was für sie im Leben funktionierte, geben sie uns weiter. Wir übernehmen es ungeprüft, weil wir nur dann von unseren Eltern anerkannt werden, wenn wir ihre Regeln befolgen, und weil uns die Fähigkeit und Reife zur Überprüfung der Regeln fehlt. So lernen wir unsere Maßstäbe bezüglich Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Sexualität, Durchsetzen von Bedürfnissen, Ausdrücken von Gefühlen, (Ärger, Angst, Trauer), Bedeutung der Anerkennung von Anderen, gegenüber Fehlern und Leistung, Reichtum, etc. Später sind uns diese Bewertungen nicht mehr bewußt, aber wir reagieren gefühlsmäßig. Was gegen unsere Normen und Maßstäbe verstößt, fühlt sich „falsch“ oder „unrichtig“ an. Verstoßen wir dennoch gegen unsere innere Normen, empfinden wir Schuldgefühle und ein schlechte Gewissen. So denke ich, daß es sehr wichtig, sich selber zu verstehen, aber auch Änderungen in seinem Leben durchzusetzten. Ob eine Änderung sinnvoll ist oder nicht, kann nur der Betroffene selber rausfinden. So wünsche ich dir für die deine Zukunft viel Kraft und Energie
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