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Autor Thema: angst/depression/entscheidung/Stress/soziale Phobie  (Gelesen 1843 mal)
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Avatar63
Beginner
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1



« am: 26. Januar 2010, 13:40:46 »

Hallo

Mein leben ist seit einem Jahr auf dem Kopf gestellt,ich habe mich in was hereingeritten wo ich ohne professionelle Hife nicht alleine herauskomme.Auslöser für mich ist die Adoption eines Kindes vor 3 jahren, eines Kindes  das eben nicht vom Herzen kam.Ich selbst wollte nie Kinder nunja Kinder bedeuten Arbeit und auch Stress.Ich erkranke vor 3 jahren an Krebs und ich hätte auch da Hifle wie sich jetzt herausstellt benötigt.
Ich wollte fort ,weg ,von meiner Familie wie ech den krebs bekommen habe,leider fehlte mir auch der Mut um zu gehen,ich habe einen starken  Familiesinn opschons der jetzt starke risse bekommen hat.oder glaube ich das nur...
Seit der Junge bei uns ist stelle ich mich selbst in Frage und natürlich wie war ich als Junge ,wie waren meine Eltern.Mein übersrtenger Vater hatte immer die passsende antwort auf alles wenn nicht wurde geschlagen oder bebrüllt.Erst jetzt bemerke ich das ich mein Vater liebte ,aber ich keine liebe vun ihm,ich wollt anerkennung und bekam keine darum lügte ich öfters um diese zu bekommen.Leider ist das für ein Kind der falsche weg ,man wird geprägt und hat angst ,angst die für mich jetzt in erster stelle steht.Angst vor dem Leben und auch entscheidungen zu treffen.
.Ich war immer melancholisch aber war trotzdem ein  Mensch der gerne unter Leute war.Aber vor einem Jahr kam der totale Burnout.
Der Stress durch das geschehene in den 12 jahren meiner Ehe,12 künstliche Befruchtungen 1 Kind verloren Schwiegervater und Vater gestorben Krebs und die adoption,war für meine Seele einfach zu viel aber ich wusste nicht das ich schon Hilfe brauchte,naja Mann redet eben nicht drüber man ist ja mann
Das ganze Fass lief über als ich eine Frau über das liebe Facebook kennen lernte in der ich mich auch verliebte (verliebtheit)Es wurde zu ihr eine sucht und auch neue frische gefühle wurden mir bewusst.Ich selbst muss auch sagen das ich Türen öffnete die ich fest geschlossen Ich meine jetzt über meine sexualität die schon früh gestört wurde(ich will nicht drüber schreiben).
Ich brach den Kontakt ab ,geriet in Panik wusste auch da was ich angerichtet habe und als Mann wollte wolte ich diese gefühle nicht wahrhaben oder zeigen. Den Druck den ich bekommen habe von meiner Frau und die verantwortung für die familie wurde für mich zufiel dazu kam noch der wechsel von einer der Arbeitstelle und so fiel ich in ein tiefes loch.Die neue Bekantschafft die ich auch real kennelernte  war tiefer in mir wie ich glaubte.Seit einem Jahr habe ich mich so verbissen das ich kein ausweg kenne oder weis.Auch professionelle Hilfe (2 wochen aufenthalt ineiner Psyklinik)helfen mir nicht weiter.3mal machte ich schluss mit meiner Frau oder meine  Frau wollte und konnte nicht mehr,da sie mich nicht mehr verträgt und vertraut.Meine agressionen verstärken sich und ich suche auch was neues um diese loszuwerden(Joga).Leider wurde mir da auch klar das ich nicht gerne unter fielen Leute bin.Würde gerne neues ausprobieren aber die hemschwelle dazu ist für mich jetzt grösser als vor einem jah.rDurch den wechsel der neuen Arbeit wurde mir das schons bewusst,trotzallem muss ich was unternehmen .Ich warte auf ein Klinik aufenthalt in Bad Grönenbach opschon ich trotzallem eine entscheidung treffen muss,meine Frau will das vertändlicher weise so .Aber ich habe eben angst vor der angst und die verantwortung gegenüber dem Jungen ist für mich gross.Ich habe eben ein problem da ich als Kind lidd das mein Vater eben übersteng war.(übrigen ist meine Schwester auch in psychiatrischer Behandlund wegen unseres Vaters.)Ich selbst habe mir schon gedacht mir das leben zu nehmen das heisst der verantworung sich entziehen,da ich nicht weis wie ich das alles verarbeiten soll.Die Medikamente setzte ich jetzt ab und trinke kein Alkohol da es die sache noch mehr verschlimmert.Ich schlaf  schon besser wenn ich kein Stress habe,für meine Famile leidet natürlich.Ich selbst habe zum jetzigen zeitpunkt kein selbstwert gefühl
Ich selbst weis das jeder für sein eigenglück verantwortlich ist aber wenn die psyche geprägt ist von den Eltern ist es schwierig seinen weg zu gehn oder zu finden da man immer ängstlich bleibt.

Freue mich auf eueren Kommentar
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Weserblick
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Beiträge: 119


« Antworten #1 am: 27. Januar 2010, 14:28:15 »

Hallo Avatar63  Smiley

und willkommen hier im Forum.

Bei all den Dingen, die Du in Deinem Leben schon durchstehen musstest, ist es kein Wunder, dass es irgendwann zum Burn Out kommen musste.

In Deinem Beitrag schreibst Du ja, dass demnächst ein Klinikaufenthalt in Bad Grönenbach ansteht. Ich wünsche Dir, dass Du möglichst bald dorthin fahren kannst und Dir dort viel Zeit gegeben wird um einfach mal zur Ruhe zu kommen.

Alles Gute wünsche ich Dir und ganz viel Kraft.

Viele Grüße
Weserblick
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Fridolin
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 568



« Antworten #2 am: 30. Januar 2010, 08:38:40 »

Hi Avatar63
Erstmal willkommen.
Als erstes möchte ich Bad Grönenbach erwähnen. Ich war 2 mal (2001 und 2005) in Bad Grönenbach. Bad Grönenbach löst heute noch sehr angenehme Erinnerungen bei mir aus. Hier habe ich sehr viel für mein Leben gelernt. Außerdem war es eine Insel der Liebe und trotzdem war es  wichtig, die getroffenen Entwscheidungen konsequent durchzuziehen.
Die meisten Bewertungen werden in der Kindheit getroffen. Ich möchte dir ein paar Zeilen aus dem Buch "Ängste verstehen und überwinden" mitteilen. Die Zeilen helfen uns verstehen. wie man in gewissenen Situationen reagiert.
Die wahre Ursache unserer Gefühle.
Wie unser Denken und unsere Gefühle zusammenhängen.
Durch die Eltern lernen wir, was gut und was schlecht für uns ist, was man tun darf und was nicht. Wenn wir unsere Sprache entwickeln, lernen wir, unsere Sprache und unsere Gefühle zu bewerten. Wir lernen, unser Verhalten als gut oder schlecht, richtig oder falsch, gefährlich oder ungefährlich, einzuschätzen.
Wir lernen, daß es wichtig ist, nicht auf der Straße zu spielen, was die Nachbarn denken, Zähne zu putzen, in die Kirche zu gehen, andere Kinder nicht zu schlagen, das Messer nicht mit der Zunge abzulecken, nicht mit Fremden mitzugehen, usw. Unsere Eltern helfen uns beim Erlernen dieser Verhaltensweisen, in dem sie mit Lob, Tadel, Bestrafung, Nichtbeachtung reagieren. Sie schimpfen z. B. so lange mit uns, bis wir ein bestimmtes Verhalten als unerwünscht bewerten und nicht mehr zeigen. So werden wir z. B. nicht damit geboren, auf Schmutz mit Ekelgefühle zu reagieren. Wenn uns unsere
Eltern aber lange genug dafür bestrafen, daß wir im Schmutz spielen, entwickeln
wir schließlich ein Gefühl des Ekels. Sind die Bewertungen einmal in unserem Kopf, d. h. wir denken alleine für uns selbst, was die Eltern bislang laut geäußert haben, nämlich daß Schmutz eklig ist und vermieden werden sollte, entwickeln wir auch die dazugehörigen Gefühle. Wir denken beim Anblick von Schmutz: „Das ist eklig, vermeide es.“ Ja dieses Denken ist uns schließlich gar nicht mehr bewußt. Es genügt der Anblick von Schmutz und wir ekeln uns. Dann ist es schwierig, uns entgegengesetzt unserer Bewertung zu verhalten, d. h. lustvoll im Schmutz zu spielen. Aber wir können es wieder erlernen.
Diese Bewertung, was gut und schlecht ist, sind an den Maßstäben und Lebensphilosophie unserer Eltern orientiert. Was sie in ihrer Erziehung gelernt haben und was für sie im Leben funktionierte, geben sie uns weiter.
Wir übernehmen es ungeprüft, weil wir nur dann von unseren Eltern anerkannt werden, wenn wir ihre Regeln befolgen, und weil uns die Fähigkeit und Reife zur
Überprüfung der Regeln fehlt. So lernen wir unsere Maßstäbe bezüglich Pünktlichkeit, Ordentlichkeit, Sexualität, Durchsetzen von Bedürfnissen,
Ausdrücken von Gefühlen, (Ärger, Angst, Trauer), Bedeutung der Anerkennung
von Anderen, gegenüber Fehlern und Leistung, Reichtum, etc. Später sind uns diese Bewertungen nicht mehr bewußt, aber wir reagieren gefühlsmäßig.
Was gegen unsere Normen und Maßstäbe verstößt, fühlt sich „falsch“ oder „unrichtig“ an. Verstoßen wir dennoch gegen unsere innere Normen, empfinden wir Schuldgefühle und ein schlechte Gewissen.
So denke ich, daß es sehr wichtig, sich selber zu verstehen, aber auch Änderungen in seinem Leben durchzusetzten. Ob eine Änderung sinnvoll ist oder nicht, kann nur der Betroffene selber
rausfinden. So wünsche ich dir für die deine Zukunft viel Kraft und Energie


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Fridolin Steinpalme
Rhini
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« Antworten #3 am: 31. Januar 2010, 08:48:39 »

Hi Fridolin u. a. anderen,
Ja, Richtig! Aber die Eltern sind eben nur so gut, wie sie es selbst erlernt haben. Normen stecken Menschen in Kisten und es hat mit Bedürfnissen nicht sehr viel zu tun. Viele Menschen schaffen es, sich aus anerzogenen Normen zu befreien und ihre Bedrfnisse richtig wahr zu nehmen... manche wollen das auch, können aber ihre Bedürfnisse nicht mehr richtig erkennen. Begibt man sich auf die Suche, probiert viel aus, kann man unter ungünstigen Umständen immer wieder anecken. Resultat mag dann Verwunderung aber auch Ablehnung jener sein, die fest im Gefüge sind. Das verunsichert noch mehr. Man fühlt sich vielleicht andersartig, vielleicht minderwertig oder/und  abgelehnt.
Dazu kommt, dass auch einige mit falschen Werten groß geworden sind; Werte, die auf Standarts beruhen und nicht der Persönlichkeit des Einzelnen angepasst sind. Zu guter Letzt sind da auch noch jene, bei denen keine konkrete Richtung vorgegeben wurde, so etwa heute dies und morgen das...

Vielleicht nimmt man sich unter all den negativen Bedingungen irgendwann nicht mehr richtig wahr, baut Ängste auf, gerät in eine Depression oder wird sogar schizopren.
Die Gesellschaft verlangt viel von einem, vor allem, dass er funktioniert, sich einfügt und für das System da ist... wogegen gerade das System nichts mehr für das Individuum macht... alles steht unter Normen (wobei das wohl von Normalität kommt und die Frage gestellt werden muss, ob unsere Normalität noch normal ist.

Das ist nur ein kleiner Ausschnitt von Möglichkeiten, wie man krank werden kann. Aber genauso viele Gründe die es dafür gibt, so gibt es ebenso viele Möglichkeiten, dort zumindest Besserung zu erlangen... Der Weg ist nur meistens sehr schwierig und lang...
Ich wünsche jedem dafür die Kraft und vor allem Geduld!
Rhini
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Fridolin
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« Antworten #4 am: 01. Februar 2010, 08:24:59 »

Hi Rhini
Daß die Eltern ihr Erlerntes nur so weitergeben können, wie sie es selber erfahren haben, sehe ich auch so. Hier die Schuld für die eigenen Probleme zu suchen, wäre nicht richtig. Jeder Mensch kann nur die Kenntnisse weitergeben, die er selber erfahren hat. Diese Einstellung trifft jede Generation. So sind alle Menschen eigentlich "Opfer von Opfern."
Es ist sehr wichtig, den Eltern zu vergeben, zu verzeihen. Mit Sicherheit wollten sie nur das Beste
und jede Erziehung hat positive und negative Zeiten gehabt. Schließlich ist den Eltern sehr wichtig, daß ihre Kinder einen Platz in der Gesellschaft einnehmen. (Job, Beruf usw.) Sie lösen dadurch
einen großen Druck aus.
Durch das Vergeben übernimmt man die  Verantwortung für das eigene Leben. Seine Eltern anzuklagen, hält nur Groll und Haß aufrecht. Dadurch ändert man nicht`s und es ist nur der scheinbar bequemere Weg, anzuklagen.
Vergebung empfinde ich als sehr schwierig und bleibt bestimmt das ganze Leben lang bestehen.
Das Vergeben gelingt mir nur in kleinen Schritten. Es ist auch nicht die Lösung aller Probleme,
sondern eher ein Verstehen, wie Depression, Angst oder ähnliches sich entwickeln.
Zweifel und Rückschritte stellen sich immer wieder ein.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
Rhini
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« Antworten #5 am: 01. Februar 2010, 17:23:36 »

Hallo Fridolin,
Nein, ich gebe gewiss niemanden die Schuld, denn die meisten Menschen kommen ja zum Glück recht gut klar im Leben. Bei mir selbst endstand irgendwann eine verzerrte Wahrnehmung, die alles sehr schwierig bis hin zu unlösbar für mich machte.
Ich wollte vielmehr darauf hinaus, dass die allgemeinen Normen den Menschen es oft sehr schwer machen, sich nach den individuellen Bedürfnissen zu entwickeln.

Vergeben ist wichtig, klar, wenn sonst ein ewiger Groll auf jemanden gehegt wird und unendlich viel Kraft kosten würde... aber wir sollten auch uns selbst vergeben, uns selbst achten und uns selbst wohlwollend gegenüber stehen. ZB sind wir nicht gleich böse Menschen, wenn wir uns gegen die Familie stellen (in bestimmten Punkten, nicht generell) wenn wir merken, dass sie uns zB ausbremst oder nicht entsprechend wohlwollend gegenüber steht. Gerade die Familie sollte mehr Verständnis aufbringen als alle Anderen. Grundlage sollte der Zusammenhalt sein... Gibt es den sowieso nicht, sind falsche Rücksicht fehl am Platz...

Liebe Grüße
Rhini
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