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Autor Thema: Ich ziehe mich mal eine Weile zurück  (Gelesen 712 mal)
Julchen
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Beiträge: 88


« am: 18. Februar 2010, 16:47:42 »

Hallo,

nach dem ich in den letzten Wochen ziemlich viel hier war, will ich nicht ohne mich verabschieden verschwinden. Die letzten 3 Wochen hat die Angst bei mir ziemlich gewütet. Mein Therapeut hat mich jetzt geraten, mal nicht im Internet angstmäßig unterwegs sein, auch keine Angstbücher lesen. Nicht dauernd zum Arzt rennen und auch meinen Mann nicht dauernd wegen der Angst in den Ohren zu liegen. Ich soll also trotz der körperlichen Angstsymptome soll leben als gebe es diese nicht, es sei alles heiße Luft. Hm das ist fast wie Entzug. Hinter meiner Angst um das Herz, der Angst vor der Angst, würden andere Ängste stecken. Ich komme so langsam dahinter. Es ist wohl die Angst verlassen zu werden, auf grund verschiedener Erlebnisse in der Kindheit. und gleichzeitges Lernen, dass ich durch Krankheit Zuwendung bekomme, also nicht verlassen werde. Das ist mein Krankheitsgewinn. Gleichzeitig muss ich mich nicht um meine Mutter so arg kümmern. Ich muss sagen ich habe das erst strikt abgelehnt., klang für mich alles ziemlich wirr und abstrakt. Aber so langsam leuchtet es mir ein. Ich habe fast täglich irgendein anderes Symtom das mir Angst macht. Es kommt mir manchmal vor, wie ein trotziges Kind das da in mir tobt. Es gibt aber auch Momente der Hoffnung. So hatte ich in der letzen Therapiestunde in einer Imagation das Bild vor mir das ein riesen dreckiger Schneehaufen schmiltzt und der Weg frei ist.

Danke erst mal fürs zuhören.

Ich werde irgendwann berichten.

Alles Liebe Euch

Julchen
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hieß hier früher Jule
Richard
Administrator
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Beiträge: 486



« Antworten #1 am: 18. Februar 2010, 18:59:52 »

Hallo,

nach dem ich in den letzten Wochen ziemlich viel hier war, will ich nicht ohne mich verabschieden verschwinden. Die letzten 3 Wochen hat die Angst bei mir ziemlich gewütet. Mein Therapeut hat mich jetzt geraten, mal nicht im Internet angstmäßig unterwegs sein, auch keine Angstbücher lesen. Nicht dauernd zum Arzt rennen und auch meinen Mann nicht dauernd wegen der Angst in den Ohren zu liegen. Ich soll also trotz der körperlichen Angstsymptome soll leben als gebe es diese nicht, es sei alles heiße Luft.
Julchen

Ich finde den Therapeuten gut. Alles gute. Schau mal "nach dem Entzug" vorbei.
Alles gute ! und danke für den Besuch der Seite.
Nicht flüchten, stellen :-) (Nicht vor der Angst flüchten, sich dieser stellen) Es hilft wirklich!!!
« Letzte Änderung: 18. Februar 2010, 19:04:44 von Richard » Gespeichert

LG
Richard

Mir ist egal wer dein Vater ist! Wenn ich angle, läuft hier keiner ÜBERS Wasser!

Fridolin
Stammposter
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Beiträge: 568



« Antworten #2 am: 19. Februar 2010, 08:05:55 »

Hi Julchen
Nicht flüchten, sondern sich der Angst stellen. Ich sehe dies auch als den richtigen Weg. Durch verdrängen ist die Angst für kurze Zeit zwar nicht spürbar, kommt aber immer wieder zurück und will "verarbeitet" werden. Als ich diese Zeilen gelesen habe, mußte ich an folgende Weisheit denken.
"Man braucht sehr viel Geduld, um diese zu lernen." Dies trifft zu, wenn die Angst verarbeitet werden soll. Von heute auf morgen passiert nicht viel, aber jeder, noch so lange Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Außerdem freue ich mich, daß du dich hier verabschiedest!
Viel Kraft und Energie und Erfolg
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Fridolin Steinpalme
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