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Angstnetz Forum
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Autor Thema: weiß nicht mehr, wer ich bin...  (Gelesen 843 mal)
bravo2002
Juniormember
**
Beiträge: 9


« am: 04. März 2010, 13:31:17 »

Hallo an alle,

ich habe hier schon vor längerer Zeit einen Beitrag geschrieben...es geht um meine Angst vorm erbrechen. Ich bin in psychotherapeutischer Behandlung, seit 2 Jahren, es ist eine Gruppentherapie, die mir eignetlich auch ganz gut tut. Trotzdem muß ich mal etwas
 " loswerden" und wenn nicht hier, wo dann?
Vor ca. 2 Wochen hatte mein Vater den Noro Virus...er mußte nur brechen und es ging ihm sehr schlecht...ich hatte sofort Panik...ich muß dazu sagen, ich wohne nicht mehr zu Hause, bin verheiratet und habe 2 kleine Kinder!
Es ist so, das habe ich erst jetzt festgestellt, wenn ich von jemandem höre, daß es ihm schlecht geht übertrage ich das auf mich. Ich kann dann nicht mehr unterscheiden wer wer ist. Also, ich habe dann das Gefühl, daß ich krank bin und nicht der andere. Das macht mich verrückt...ich bin ja verrückt aber das ist so schlimm, daß ich den Bezug zur Realität verliere. Ich weiß nicht, warum das so ist Huch. Ich möchte dann ALLES von dieser anderen Person wissen, was sie macht, wie es ihr geht...und erst, wenn es der anderen Person besser geht, wird es bei mir auch langsam besser Ärgerlich
Beim durchlesen meines Beitrages habe ich gemerkt, daß sich das gar nicht so schlimm anhört, ich fühle mich aber in den Situationen ganz furchtbar und heule nur, möchte am liebsten sterben...ich habe Angst, die Kontrolle zu verlieren. Ich habe 2Suizidversuche hinter mir, was mich hier hält, sind meine Kinder, wenn die nicht wären...ich weiß nicht, was ich tun würde!
Ok, genug erstmal, ich danke Euch, daß ich das aufschreiben durfte und es mir jetzt ein wenig besser geht! Denn ich muß jetzt meine Kinder aus dem Kiga holen und sie sollen mich nicht in so einer Verfassung erleben Breitgrinsen
Viele Grüße!
 

Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 05. März 2010, 07:24:24 »

Hi bravo2002
Erstmal willkommen.
Ich habe festgestellt, daß es die verschiedensten Probleme gibt. Entscheidend ist doch, daß dieses Problem für diesen Menschen eines ist und seine Lebensqualität beeinflußt. Ein Austausch unter Gleichgesinnten habe ich immer als angehm empfunden. So kann ich feststellen, alle Menschen haben Probleme und ich bin nicht allein.
Wenn dein Vater krank ist, löst es bei dir sofort Angst aus. Außerdem liegt vermutlich eine Abhängigkeit vor. Abhängig vom Gesundheitszustand anderer.
Vermutlich kommt zu der Abhängigkeit Angst. Angst ein geliebter Mensch erkrankt, ein geliebter Mensch gehr für immer, schließlich entsteht Angst vor der Angst. Die Angst löst körperliche Beschwerden aus. Ich glaube, daß die Angst unbewußt von unseren Gedanken ausgelöst wird. Dies bedeutet, durch andere Gedanken kann ich der Angst sehr viel Macht nehmen. Zuerst kommt die Erkenntnis und dann die Umsetzung in die Realität. Vergleiche mit anderen Menschen oder Änderungen durch den Willen hilft überhaupt, sondern es kann dadurch nur noch schlimmer werden. Ich habe mit Anleitungen aus Bücher oder ähnliches gute Erfahrungen gemacht. Dazu das Wissen, daß sich immer wieder Zweifel und Rückschläge einstellen. Ich denke dann an ein Kind, das das Laufen lernt. Es fällt hin, steht aber immer wieder auf und eines Tages kann es Laufen.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
bravo2002
Juniormember
**
Beiträge: 9


« Antworten #2 am: 08. März 2010, 19:33:13 »

HalLo Fridolin,

vielen Dank für Deine Antwort, ich musste sie 2-3 mal lesen, um zu verstehen Rotwerd aber ich habe erkannt, dass es stimmen könnte, was Du schreibst...und Du hast recht, es ist wie " laufen lernen und immer wieder hinfallen" -die Kunst dabei ist es zu schaffen, wieder aufzustehen!
Ich glaube, ich muss lernen, zu verstehen, das ich die Angst mit anderen Gedanken vertreiben kann...leider hab´ich die Kraft dazu noch nicht erreicht, ich hoffe, dies eines Tages zu schaffen. Ich denke auch, ich habe Angst vor Veränderung, denn so wie es ist, ist es eine Gewohnheit, in der man sich " wohl" oder " zu Hause" fühlt...ziemlich paradox das Ganze Hä
Mir stellt sich auch die Frage, wie schafft man es, stark zu bleiben, woher nimmt man die Kraft?
Ich find´s gut, dass es dieses Forum gibt, dass man die Möglichkeit hat, seine Gedanken, Gefühle hier aufzuschreiben und auch das Gefühl hat, hier verstanden zu werden!
Alles Liebe,
bravo2002
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