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Autor Thema: Triggernde Gedanken  (Gelesen 609 mal)
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Chakwaina
Beginner
*
Beiträge: 4



« am: 12. April 2010, 12:00:04 »


Es geht mit zunehmend schlechter.... mehr als 3 Jahre habe ich geschafft, fast 4 Jahre ohne mir etwas anzutun, ohne mich zu verletzen. Doch der Druck wird immer größer. In letzter Zeit habe ich.... Gedankenbilder, Blitzgedanken, ich weiß nciht wie ich es beschreiben soll. Ich kann nicht mehr. Ich bin müde, so unendlich müde. Ich kämpfe gegen mich an, jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Und werde schwächer, verzweifelter, meine Sehnsucht wird stärker. Die grauen Schatten haben mich eingeholt, die Dunkelheit im Schlepptau. Sie kommt näher. Will mich zurück. Noch kann ich wiederstehen. Doch wie lange noch? Ich habe mich gestern zum ich weiß nicht wie vielten male dabei erstappt, das ich mir Verbandszeug kaufen wollte, Zugpflaster, Antiseptikum, Verbände, Pflaster, alles was man so braucht eben.... das passiert mir häufig in letzter Zeit. Ich habe damals bewußt alles wegeworfen. Wollte aufhören, habe aufgehört. Meinem Freund zuliebe, meiner Tochter zuliebe, mir zuliebe. Ich dachte ich würde es scahffen, und wenn ich es geschafft habe, käme sie zurück. Würde sich mein Leben ändern. Würde ich vielleicht endlich eine Familie haben können, ich habe die Hoffnung nie aufgegeben. Jetzt ist das alles nicht mehr aufrechtzuerhalten. Ich ahbe nichts, niemanden und weiß nicht, wohin ich gehöre. Es ist so viel passiert in letzter Zeit, und ich mache mir große Sorgen um meinen Freund. Wenn ein kind stirbt, ist alles.... wie weggeblasen, alles ist auf dem Kopf, ich sehe ihn leiden und kann nicht helfen. Zu weit weg, zu verschlossen, unnahbar. Er ist einfach nur noch.... ich weiß nicht. Ich habe gedacht ich kann ihn stützen, ihm helfen. Ich kann gar nichts. Ich bin zu weit weg. Er ist zu weit weg. Und er kann nicht reden. Ich habe mein Kind noch, aber auch sie ist nicht hier. Ich habe Streit mit meiner Freundin mit der ich zusammenwohne. Ich weiß nicht mal, was genau der Auslöser war, Anscheinend hab ich sie angemault, ich weiß es nicht sicher. Ich bekomme um mich herum kaum noch etwas mit, ich kann mich auf nichts konzentrieren, ich kann mich kaum an Sachen erinnern, ich habe zuviel im Kopf. Ich bin so vergesslich. Und so müde, so unendlich, unbeschreiblich und unsagbar müde. Ich habe schlimme Gedanken. Ich stelle mir in letzter Zeit oft vor, wenn ich in der Wanne liege und das Gesicht ins Wasser tauche, wie es wäre zu ertrinken. Was passiert, wenn ich tief einatme, einfach allen Mut und alle Verzweiflung zusammennehme und einen ganz, ganz tiefen "Atemzug" mache, um das Wasser schnell und viel in meine Lungen zu pumpen. Was passiert dann? Geht es schnell? Ist es dann vorbei? Oder würde ich einem ungewollten Urinstinkt folgend, doch noch versuchen mich zu retten? AUch wenn ich das nicht will? Ich hatte bis vor kurzen bei diesen Gedanken irgendwie noch so etwas wie Angst, doch gestern war das vorbei. Auf einmal war alles ganz klar: Vielleicht mag es einen Kampf geben, vielleicht mag es schmerzhaft sein, doch danach ist es egal. Wenn es vorbei ist, ist alles weg. Der Schmerz, die Angst während des Überlebenskampfes vielleicht, alles... es hat dann keine Bedeutung mehr. Danach ist Stille, Ruhe. Undendliche Weite. Nichts.... das nichts...es ist verlockend. Ich saß an meinem Schreibtisch, gestern Abend, sah meinen brieföffner und hatte plötzlich diese Gedanken im Kopf: Wie ich ihn mir in den Bauch ramme, wie ich ihn mir in die Kehle ramme. So etwas hatte ich so extrem noch nie. Das schlimmste dabei ist dieses seit gestern völlige Fehlen von Angst. Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich weiß nur, das ich müde bin. Und das alles um mich herum immer grauer und düsterer wird. Ich bin es leid zu kämpfen. Ich werde das mit dem Gummiband ausprobieren. Vielleicht hilft es mir ja noch etwas. Das ist etwas neues. Andere Sachen haben schon versagt, als alles nicht halb so schlimm war wie jetzt. Ich speile auch mit dem Gedanken, mich wieder wie früher mit dem Kopf gegen die Wand zu schalgen, bis zur Bewußtlosigkeit, bis zur Gehornerschütterung, schleudertrauma. Ich möchte einfach das dieses Chaos in meinem Kopf und in meinem herzen aufhört. Was mache ich hier eigentlich.......? Ich weiß es nicht, ich weiß gar nichts mehr. Ich betrachte mein alten Narben, weiß, dick, sie fühlen sich holperig an, fühlen sich gut an. Es fehlt mir. Ich möchte es zurück. Aber ich habe es versprochen. Nur, was ist ein Versprechen an jemanden wert, der sich vor kurzem selbst umbringen wollte? Obwohl er immer gesagt hat, das ist feige, obwohl er immer dagegen war. Obwohl er sich durch so viele unsagbar schreckliche Dinge gequält hat. Und trotzdem ein mensch bleib, ein mensch, so aufrichtig, so stark, so... rein.... und jetzt? Alles kaputt, alles anders. Alles dunkel.

Müde... so müde.......
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Fridolin
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Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 13. April 2010, 07:07:38 »

Hi Chakwaina
Erstmal willkommen !
Schön, daß du geschrieben hast. Ich denke, du sitzt schön tief in einem seelischen Loch von Depression, Ängsten, Burn-Out usw. In so einem Loch hast du sehr wenig Energie und fühlst dich dadurch müde, kaputt, enfach energielos. Diese Gefühle kann ich sofort nachempfinden, weil ich es halt von mir selber sehr gut kenne. Dieser Teufelskreis, miese Gedanken, miese Erlebnisse, noch mehr miese Gedanken, noch mehr miese Erlebnisse, usw. Dazu Schuld und Schamgefühle, man fühlt sich als Außenseiter, der einfach nicht's auf die Reihe bringt. Ängstliche Gedanken erzeugen noch mehr Angst, die wiederum noch mehr Angstgedanken auslösen. Es entsteht ein Hass auf sich selber und man möchte sich verletzen. Ich denke, daß dieses Verhalten ein Hilfeschrei der Seele ist. Helft mir, ich kann nicht mehr. Du schreibst, du hast damit aufgehört, wegen deinem Freund, wegen deiner Tochter, auch wegen dir zuliebe. Vielleicht kannst du das Aufhören nur auf dich selber beziehen. Außerdem weißt du selber genau, wenn du dich selber verletzt, bist du allein das Opfer, allein der Leidtragende. Durch deine eigenen Verletzungen, Selbstkritik oder Schuldzuweisungen änderst du sehr wenig, du begibst dich in eine Opferhaltung. Dadurch wird nicht's besser, das Gegenteil ist der Fall.
Eigenliebe und Vergebung, dazu Entspannungsübungen und Atemübungen helfen dir aus der Krise.Außerdem bin ich vom folgenden Satz überzeugt: " Die Tore zu Wissen und Weisheit sind immer offen!" Für mich heißt dies. Eine positive Änderung ist zu jeder Zeit möglich, auch wenn unmöglich scheint. Ich kenne viele Menschen, die aus der Sicht unserer Gesellschaft als schwach betrachtet werden. Seelische Schwierigkeiten werden immer noch mit Makel betrachtet. Ich habe immer wieder festgestellt, gerade solche Menschen sind wertvoll, voller Liebe und Hilfsbereitschaft, zuverläßlich und ehrlich. Sie sind wunderbare Menschen mit wertvollen Eigenschaften. Wie schön wäre unsere Gesellschaft, wenn alle Menschen  diesen Eigenschaften in die Realität umsetzen würden.
Ich wünsche dir viel Kraft und Energie und die Erkenntnis, positive Gedanken werden dein Leben positiv verändern.
Schreib doch bitte, ob du mit meinen Sätzen was anfangen kannst.
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
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