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Autor Thema: Burn out (nichts geht mehr)  (Gelesen 1615 mal)
Harter Kerl
Gast
« am: 13. April 2010, 21:16:57 »

Hallo zusammen

Im Gesetzten Alter von fast 50 mache ich leider eine Erfahrung die ich nie für mich erwartet hätte. Mein Arzt sagt und der Psychiater zu dem ich überwiesen wurde ebenfalls  ich hätte einen „Burn out „. Die Diagnose nahm ich als Ansporn um das Problem richtig anzugehen und selbst zu lösen wie ich das halt immer so mache . Ich dachte  was von alleine kommt geht auch wieder .... nur kein Weichei sein. Jetzt , nach 6 Monaten war ich wieder beim Arzt und habe den alten Rea Antrag raus gekramt und zwar weil nichts mehr geht . Ich wache Nachts auf bin Schweiß gebadet , mein Herz rast , und ich habe in 12 Wochen 12 kg abgenommen . Die „ depressiven Verstimmungen „ gingen bis zum Suizid Gedanken. Meine  Familie ist hochgradig alarmiert und nachdem mich meine Frau und Kinder weinend darum baten endlich was zu unternehmen ist mir klar geworden das ich da alleine nicht mehr raus komme .
Ich werde also eine Klinik aufsuchen um mir helfen zu lassen .
Kann mir jemand von euch sagen was mich erwartet, und was ihr flankierend bei ähnlich gelagerten Problem getan habt um wieder auf den Damm zu kommen

Liebe grüße an alle Leidensgenosse/innen 
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #1 am: 14. April 2010, 05:06:26 »

Hi Harter Kerl
Burn out hat bestimmt nichts mit einem Weichei zu tun. Burn out, bzw. alle seelischen Probleme stellen sich ein, ohne daß der Betroffene mit seinem Willen es zulassen will oder  nicht. Meistens ist es die Folge von zuwenig Entspannung, zuwenig Rücksicht auf den eigenen Selbstwert. Im Unterbewußtsein brauchen dadurch Ängste, wie Zukunftsangst, Existenzangst, Angst, nicht gut genug zu sein, Angst vor Krankheit oder Tod, Angst vor Änderungen in der Familie und schließlich Angst vor der Angst nicht gespürt werden. Sie werden durch viel Arbeit, viel Alkohol, Drogen oder Medikamente, überdeckt, verdrängt, aber nicht verarbeitet. Irgendwann sucht sich die Seele ein Ventil,  durch Burn out, Depression, Schlafstörungen, Frust, Ärger oder Wut. In einer stationären Klinik stellt man sich den Ängsten, "erarbeitet" Lösungsmöglichkeiten, die in der Realität umgesetzt werden sollen. Klingt nicht einfach, ist nicht einfach, aber für die Gesundheit wichtig. In einer stationären Klinik hat man viel Zeit, um über die wichtigen Dinge des Lebens nachzudenken.
Viel Kraft und Energie
Gespeichert

Fridolin Steinpalme
tick
Juniormember
**
Beiträge: 12


« Antworten #2 am: 06. Juli 2010, 16:15:58 »

Bist oder warst Du schon in der Klinik mittlerweile?
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