Hallo Zwiebelchen,
ich antworte jetzt einmal mit Deiner Nummerierung...
1. Ein Psychiater ist deshalb wichtig, weil er Diagnosen stellt und ggf. Therapien empfehlen und/oder Medikamente verschreiben kann. Meist sind die "Psychiater" Fachärzte für Psychiatrie, Neurologie und Psychotheraphie, sie vereinen also verschiedene Qualifikationen. Ich kann Dir nur empfehlen einen aufzusuchen ( nicht unbedingt der, bei dem Du schon warst

) und ihm von Dir zu erzählen. Sie/er wird Dich verstehen...
2. Nur PTBS...
Die Depressionen kommen aus Deinen traumatischen Erlebnissen, deswegen ist es wichtig diese gezielt anzugehen. Dafür benötigt es einen Therapeuten, der darauf spezialisiert ist. Dein Psychiater kann Dir dann geeignete Therapeuten empfehlen.
(Die Schilddrüsenfunktion muss immer beobachtet werden, da sie auf psychosomatische Vorgänge einwirkt, auch auf die Wirksamkeit von Antidepressiva).
3. Jedes Kind mit traumatischen Erfahrungen ist Meister im Verdrängen, im Wegstecken, es war schließlich damals seine Überlebensstrategie, sonst würde das kleine Wesen daran zerbrochen sein. Leider bleibt die Verdrängung nicht wirksam und es behindert die Überlebenden in späteren Beziehungen massiv.
4. Das ist der normale Einstieg und akute Lebenshilfe. Weiß die Therapeutin von Deiner Kindheit?
Hat sie die Diagnose PTBS gestellt?
Ein Beginn der Therapie in einer Klinik ist sicher sinnvoll, weil Du dann losgelöst von Deinem Alltag bist und mehr Therapieanwendungen bekommst als in der ambulanten Therapie.
Ich kann Dich nur in dem Gedanken bestärken, denn bei PTBS gibt es keinen "Selbstheilfaktor", sondern nur einen (oft steinigen) Weg zur Bewältigung über Therapie.
Versuche also bitte einen Psychiater zu finden, der/die an Deiner Seite steht und Dich begleitet.
Ich wünsche Dir gute Gedanken!
Liebe Grüße
Jürgen