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Autor Thema: Hallo, bin neu und möchte mich vorstellen  (Gelesen 2756 mal)
Zwiebelchen
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Beiträge: 7


« am: 07. Mai 2010, 01:40:32 »

Hallo ins Forum,

zunächst will ich mich kurz vorstellen:

Ich bin 38 Jahre und habe Mann und zwei tolle Kinder.
Vor zweieinhalb Jahren einen Tumor auf der Schilddrüse entfernen lassen müssen und dazu auch die Hälfte der SD. Dann sollte ich eigentlich zur Kur - aus der Kur wurden meine ersten Thera-Erfahrungen.

Aufgetaucht sind posttraumatische Belastungsstörungen. Echt heftig war das.
Dazu ein Geburtstrauma durch die Entbindung meines ersten Kindes bearbeitet.

Danach war eigentlich immer irgendwas...  Verlegen

Aber ich habe nicht auf meinen Körper gehört - geendet im Tinnitus, Hörsturz... tja und in "komischen" nächtlichen Anfällen.

Keiner findet eine Ursache.
Weder Hausarzt, noch Gyn, noch Endokrinologe, noch Psychotherapeutin.


Ich wache mit beängstigendem Herzrasen und -klopfen aus dem Schlaf auf, dazu kommt Schwindel und viele kleine Lichtpunkte, aus denen sich jeweils unterschiedlich Gegenstände bilden.
Ein trockener Mund und Kribbeln und doch gleichzeitig ein Taubheitsgefühl in den Extremitäten.
Dann kommt Übelkeit und Durchfall hinzu...

Danach finde ich dann Stunden - so wie jetzt gerade - nicht in den Schlaf. Ich habe Angst, wieder einzuschlafen.

Ach und der Name Zwiebelchen passt ganz gut.
Erstens von meiner Form und zweitens von der Fassade, die ich mir in den Jahren aufgebaut habe. Viele, viele Schalen und keiner kennt meinen Kern.

Ich hoffe, hier einen guten Austausch zu finden und endlich mal jemanden, der mir glaubt.

Viele Freundschaften sind flöten gegangen: "Nun stell dich mal nicht so an!", "Reiss dich mal zusammen!"

Also isoliere ich mich immer mehr - ohne Urvertrauen ganz passend - und bin eigentlich nur noch Mama-Taxi  Blinzeln



LG ins nächtliche WWW
Zwiebelchen
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« Antworten #1 am: 07. Mai 2010, 16:12:43 »

Hallo Zwiebelchen,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum, ich hoffe Du findest hier immer wieder auch etwas für Dich Verwertbares!
Zu Deiner Geschichte habe ich noch Fragen:
Warst Du auch bei einem Psychiater (nicht nur in Psychotherapie)?
Wurde außer PTBS noch weitere Diagnosen gestellt?
Hast Du vor Deiner OP nie Anzeichen einer PTBS verspürt (wie z.B. strenge Grenzen anderen gegenüber bzw. gar keine, stark vermindertes Selbstwertgefühl, Unterwürfigkeit bei Gewalt)
Ist Deine Therapie eine PTBS-Therapie?
Ich möchte Dir aber mit den Fragen nicht zu nahe treten und bin Dir in keiner Form böse, wenn Du sie nicht beantworten willst (kannst).
Die nächtlichen Ereignisse deuten durchaus auf eine psychosomatische Störung hin, ein Psychiater wäre da der ideale Ansprechpartner (somatische Gründe wurden ja nicht gefunden).
Ich wünsche Dir Gutes!
Liebe Grüße
Jürgen
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Zwiebelchen
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« Antworten #2 am: 07. Mai 2010, 19:19:31 »

Hallo Jürgen,

danke für deine Antwort.

1. Nein, bei einem Psychater war ich noch nie.

2. Nee, "nur" PTBS und Depressionen. Gepaart mit ner Schilddrüsenunterfunktion, inzwischen aber eingestellt.

3. Symptome wie im Moment hatte ich vor der OP noch nicht. Im Nachhinein reflektiert waren da schon Verhaltensweisen, die ich mir einfach nicht erklären konnte. Mein Hirnchen und ich waren halt Meister im Verdrängen - ich hatte schlicht und einfach vergessen, wie oft ich als Kleinkind und auch später in akuter Lebensgefahr war. Mein Unterbewusstsein hatte da wohl noch mehr Erinnerungen  Traurig

4. Meine Therapie ist eher so ein Auseinanderklamüseln meiner Kindheit und der heutigen Verhaltensweisen. Traumatherapie soll ich nochmal in einer Klinik machen - noch weigere ich mich und trau mich noch nicht - oder nie? - da ran.


Aber das finde ich ja echt interessant.
Ich weiss nämlich schon nicht mehr wohin... Was macht denn ein Psychater dann so?
Ich kenn nur einen hier bei uns, da musste ich mal hin, weil mir vor Jahren immer der Arm einschlief (er ist auch Neurologe) und es war völlig abgefahren. Ich habe echt an seinem Verstand gezweifelt - er sprach ständig von einem akuten Schmerz in der Stirn... und egal wie oft ich sagte, ich hätte so einen Schmerz gar nicht. Er redete weiter auf mich ein und alles drehte sich um den Schmerz in meiner Stirn *waaaaaaaaaaaaaaaah*


Vielleicht sollte das dann mal mein nächste Schritt sein...

Danke - es tut einfach gut, hier zu lesen und zu sehen, dass man mit solchen Diagnosen nicht alleine ist  Hä

LG
Zwiebelchen
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« Antworten #3 am: 07. Mai 2010, 20:56:26 »

Hallo Zwiebelchen,
ich antworte jetzt einmal mit Deiner Nummerierung...

1. Ein Psychiater ist deshalb wichtig, weil er Diagnosen stellt und ggf.  Therapien empfehlen und/oder Medikamente verschreiben kann. Meist sind die "Psychiater" Fachärzte für Psychiatrie, Neurologie und Psychotheraphie, sie vereinen also verschiedene Qualifikationen. Ich kann Dir nur empfehlen einen aufzusuchen ( nicht unbedingt der, bei dem Du schon warst  Zwinkernd) und ihm von Dir zu erzählen. Sie/er wird Dich verstehen...

2. Nur PTBS...
Die Depressionen kommen aus Deinen traumatischen Erlebnissen, deswegen ist es wichtig diese gezielt anzugehen. Dafür benötigt es einen Therapeuten, der darauf spezialisiert ist. Dein Psychiater kann Dir dann geeignete Therapeuten empfehlen.
(Die Schilddrüsenfunktion muss immer beobachtet werden, da sie auf psychosomatische Vorgänge einwirkt, auch auf die Wirksamkeit von Antidepressiva).

3. Jedes Kind mit traumatischen Erfahrungen ist Meister im Verdrängen, im Wegstecken, es war schließlich damals seine Überlebensstrategie, sonst würde das kleine Wesen daran zerbrochen sein. Leider bleibt die Verdrängung nicht wirksam und es behindert die Überlebenden in späteren Beziehungen massiv.

4. Das ist der normale Einstieg und akute Lebenshilfe. Weiß die Therapeutin von Deiner Kindheit?
Hat sie die Diagnose PTBS gestellt?
Ein Beginn der Therapie in einer Klinik ist sicher sinnvoll, weil Du dann losgelöst von Deinem Alltag bist und mehr Therapieanwendungen bekommst als in der ambulanten Therapie.
Ich kann Dich nur in dem Gedanken bestärken, denn bei PTBS gibt es keinen "Selbstheilfaktor", sondern nur einen (oft steinigen) Weg zur  Bewältigung über Therapie.

Versuche also bitte einen Psychiater zu finden, der/die an Deiner Seite steht und Dich begleitet.
Ich wünsche Dir gute Gedanken!
Liebe Grüße
Jürgen
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Zwiebelchen
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« Antworten #4 am: 07. Mai 2010, 21:47:23 »

Hallo,

du bist ja echt lieb - dass jemand sich mal so viel Zeit nimmt zum Zuhören und Rat geben ist ja echt selten.
Danke!

Und die Diagnose tauchte in der psychosomatischen Klinik erstmalig auf, dann bestätigt durch Hausarzt und Therapeutin.

Und ja, ich staune immer wieder, was mir so nach und nach alles um die Ohren fliegt. Wie oft ich mich anpassen, klein machen und ausweichen musste.
Denn sonst hätte es schlicht und einfach tödlich enden können  Weinen

Und dennoch schütze ich die betreffenden Personen weiterhin brav und artig und bin meilenweit davon entfernt, sie mal zu outen. zumal von ihrer Seite alles verleugnet wird und ich diejenige bin, die sich alles einbildet.

Viele Grüße
Zwiebelchen
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Zwiebelchen
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« Antworten #5 am: 07. Mai 2010, 21:51:15 »

ach und noch was vergessen....

Dazu hab ich das Problem, dass der nächste Psychater in einer größeren Stadt wäre und seit Kurzem noch Angst- und Panikattacken bei Fahrten in größere Städte und in Kaufhäusern dazugekommen sind.

EKG´s sind natürlich immer alle o.B.

LG
Zwiebelchen
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« Antworten #6 am: 07. Mai 2010, 23:06:23 »

Hallo Zwiebelchen,
so viele in diesem Forum hören Dir zu, fühlen mit Dir...
Gerade bei Missbrauch bin ich persönlich wütend, denn die Täter sind außen vor, nur die Opfer bekommen "lebenslang", wenn ihnen nicht geholfen wird.
Du warst in einer psychosomatischen Klinik? War das die "Kur", die Du erwähnt hast?
Die Diagnose PTBS kam nach Rückerinnerungen von Dir, es war Deine eigene Bestätigung.
Mit so wenig (PTBS-)Therapie ist es nicht gut, wenn Du den/die Täter persönlich ansprichst, denn sie würden Dich in die Ecke "Lügnerin", "kindliche Phantasien" drängen. Sogar wenn Du Fakten vorweisen könntest, würden sie Dir sagen, es war Deine "Schuld", Du hast es herausgefordert..
(Outen ist noch ein größerer Vorgang, er verlangt von Deinen Angehörigen sich zu entscheiden, Dir zu glauben und damit die Täter zu verdammen oder Dir lieber nicht zu glauben. Und Du weißt selbst was für die Menschen bequemer ist...)
Auch wenn der Psychiater eine Fahrt bedeutet und sie Dich bedrückt, bitte gehe es an.
Du hast einen Mann, der Dich begleiten kann, Du musst es ja nicht alleine machen!
EKG: Hast Du auch ein Langzeit-EKG gemacht?
Du willst etwas für Dich tun, also lasse Dich nicht von dem, was Dir zugestossen ist, daran hindern!
Liebe Grüße
Jürgen
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Zwiebelchen
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« Antworten #7 am: 08. Mai 2010, 07:55:05 »

Hallo,

die Täter WAREN bzw. sind meine Angehörigen  Weinen Weinen Weinen


Und ja, es waren schon mehrmals Langzeit-EKGs; meine Herzfunktionen hat mir selbst der Arzt geneidet *g*

LG
Zwiebelchen

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« Antworten #8 am: 08. Mai 2010, 16:17:30 »

Hallo Zwiebelchen,
mit "Angehörigen" meinte ich die nicht aktiv beteiligte Verwandschaft (obwohl sie sehr oft durch "wegschauen" durchaus auch beteiligt ist). Sie wird sich beim outing aufspalten, in die, die Dir glauben und in die, die es nicht wahrhaben wollen.
Wenn die Langzeit-EKG's keine Herzrhythmusstörungen aufgezeichnet haben, wird wohl kein organischer Grund für eine Tachykardie vorliegen.
Was noch abzuklären wäre ist die Durchblutung des Gehirns und ein EEG, beides macht der Psychiater/Neurologe.
Wenn der Anfall wieder kommt versuche einmal dies:
Setze Dich im Bett auf, atme für ca. 1 Minute bewusst ganz tief in Deinen Bauch, das beruhigt das vegetative Nervensystem.
Liebe Grüße
Jürgen
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Zwiebelchen
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« Antworten #9 am: 08. Mai 2010, 22:06:52 »

okee - ich versuch es mal...

also das atmen und bei gelegenheit auch einen geeigneten facharzt  Blinzeln - den vom letzten mal tu ich mir nicht noch mal an.

lg
zwiebelchen
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« Antworten #10 am: 22. Dezember 2010, 23:14:16 »

 Ich kenne es nur zu gut ich leider schon sehr lange an posttraumatische Belastungsstörungen und kann es gut verstehen wir es dir geht ich weiß das es zimlich heftig ist ich leider dazu noch an schwere angstneurose schwere depri ich bilde mir aber auch manchmal ein ich hätte schmerzen weil ich denn ganzen tag daran denke mfg dennes
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