Sandie
Beginner

Beiträge: 4
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« am: 14. Mai 2010, 23:08:35 » |
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hallo,
ich bin hier neu und erleichtert eine seite wie diese gefunden zu haben.
zu mir: ich bin 35 jahre alt, verheiratet und habe 2 töchter.
seit etwa 14 jahren habe ich angst- und panikattacken. zeitweise war es so schlimm, das ich das haus nicht mehr verlassen konnte. permanent das gefühl keine luft mehr zu bekommen, dann herzrasen, schwindel, todesangst. ärzte vermuteten alles mögliche, aber es konnte nichts "ernstes" festgestellt werden. nach einer therapie und willen es wieder loszuwerden, hatte ich die ganze sache ziemlich gut im griff.....
...bis vor 6 monaten.
es fing ganz harmlos mit ein paar extra-herzschlägen an. hab ich mir nichts dabei gedacht, hat man mal ab und zu hab ich gedacht. 2 wochen später, kurz vor weihnachten, bin ich mitten in der nacht aufgewacht mit herzrasen, atemnot, panik und todesangst. mein mann hat sofort den notarzt angerufen, der kam dann auch eine stunde später. *keine ahnung, wie ich die zeit rumbekommen habe* er stellte einen ziemlich hohen blutdruck fest und gab mir ein nitrospray und die empfehlung einen kardiologen aufzusuchen.
zum kardiologen zu gehen, war etwas schwierig wegen der feiertage und am 30.12. dann der supergau. eine attacke während der arbeit. ich habe nur noch meinen mann angerufen und der hat mich sofort ins krankenhaus gebracht. hier haben sie mich richtig durchgescheckt. - EKG - Ultraschall des herzens - Röntgen der Lunge - Blutabnahme
alles ohne befund! nichts mit der schilddrüse, nichts mit dem herzen, nichts mit der lunge....
also wurde ich nach ein paar stunden mit niedrig dosierten ß-blocker wieder nach hause entlassen. sporadisches herzstolpern hatte ich immernoch, das gab sich dann aber nach etwa 3 tagen.
soweit alles wieder gut.
ende april wieder das gleiche spiel, schlimm war nur, das meine 3 jährige tochter dabei war, als ich wirklich dachte, jetzt ist es aus! ich konnte gerade noch meine tante anrufen, die haustür aufmachen, weil ich dachte, ich kippe jeden moment um, und meine kleine ist mit ihrer toten mutter ganz allein. ein alptraum!!!! diesmal konnten die extrasystolen (ES) jedoch eindeutig beim EKG festgehalten werden. meine hausärztin ließ mich sofort per rettungswagen abholen und wieder ins krankenhaus. gleiches spiel wieder von vorne. nachmittags war chefarztvisite und der teilte mir mit, das ich zwar ES habe, diese aber völlig ungefährlich sind. ich hätte die ß-blocker nicht absetzten sollen (habe ich nicht selbst entschieden, sondern meine hausärztin) und 1000 andere menschen hätten 5000 ES am tag und leben auch noch. zum glück war ein sehr netter assistenzarzt dabei, der der meinung war, es sei besser, wenn ich ein paar tage im krankenhaus bliebe, da hier noch ein 24h-EKG gemacht werden könnte und ich mit ß-blocker richtig eingestellt, wieder nach hause entlassen werden kann. also blieb ich 2 tage im krankenhaus. das 24h-EKG ergab 4000 ES. alles keine gefährlichen, nichts schlimmes, kein grund zu sterben. so wurde ich dann ohne gespräch mit dem arzt, der hatte gerade einen notfall zu versorgen, aus dem krankenhaus entlassen. immernoch 3-4 ES in einer minute, immernoch angst.... nach 2 tagen einnahme der tabletten und versuchen die ES zu ignorieren (keine ahnung wie ich das machen soll, ist als ob ich einen permanenten schluckauf einfach wegdenken soll!) waren die ES weg...
... bis vor 3 tagen, jetzt sind sie wieder genauso da, wie als ob ich überhaupt keine tabletten einnehme. meine hausärztin rät mir von einer erhöhung der dosis ab, ich soll es erstmal so versuchen, es annehmen! ganz toll! wie soll ich das machen? wie soll ich die angst loswerden?
könnt ihr mir raten, was ich tun soll? ich bin mittlerweile echt verzweifelt, ich habe überhaupt keine freude mehr, nur noch angst!
danke für´s zuhören! es tat schon gut, das ganze mal loszuwerden!
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Fridolin
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« Antworten #1 am: 15. Mai 2010, 06:25:48 » |
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Hi Sandie Vermutlich hast du Angstatacken. Angstatacken sind grausam. Mit ihren Symptomen Herzrasen, Todesangst scheint die letzte Stunde geschlagen zu haben. Es scheint aber nur. Da organische Krankheiten ausgeschlossen werden können, bleibt als Auslöser die Psyche. Wer einmal diese Angst erleben mußte, bei dem bleibt die Angst vor der Angst. Mir helfen gegen diese Ängste Entspannungs- und Atemtübungen. Meist braucht es eine längere Zeit, bis diese wirken. Außerdem habe ich gelernt, wie die Ängste entstehen und wie ich dagegen einwirken kann. Anfangs glaubte ich, denn Ängsten hilflos ausgeliefert zu sein. Eine Überprüfung der Lebenseinstellung ist auch sinnvoll, denn hier könnte eine Ursache der Angstatacken sein. Eine Erhöhung der Medikamente ist sinnvoll, wenn die Medis als Unterstützung betrachtet werden. Ich kann gut nachempfinden, wie die Angst das Leben beeinträchtigt. Als Trost schreibe ich, du bist damit nicht allein. Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
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JEM
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« Antworten #2 am: 15. Mai 2010, 14:42:12 » |
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Hallo Sandie, erst einmal herzlich willkommen hier im Forum! Ich habe auch einige Erfahrung mit VES (ventrikuläre Extrasystolen), auch bei mir gibt es zwischen 500 und 1000 pro Tag, nur ich spüre sie nicht... Diese VES sind (alleine) in der Regel ungefährlich, sehr viele Menschen haben sie, da hat "Dein" Chefarzt schon recht. Ich wurde 1993 am offenen Herzen operiert (Reparatur der defekten Mitralklappe) und habe danach eine Unzahl von 24h-EKG's durchgeführt. Außer VES gibt darin noch SVES (kommen aus den Vorhöfen) und Couplets. Nach einer Schwimm-Telemetrie gab es einmal auch eine Tachykardie, sowie Vorhofflimmern bei einem Belastungs-EKG. Dies alles ist "nur" gemessen, ich bemerke es nicht, aber ich weiß, dass es da ist (sehe es z.B. manchmal auf meinem Pulsmesser beim Radfahren). Falls Du die Auswertung Deines 24h-EKG's besitzt (wenn nicht frage Deine Hausärztin danach) schaue einmal nach der Lown-Grad-Einstufung, sie wird wahrscheinlich 1 sein (bei mir ist sie 4a). Dies alle ist bei mir aber somatisch bedingt, ich habe damals die defekte Klappe nicht bemerkt, da sich mein Herz vergrößert hatte (Sportlerherz) und damit trotz dem Defekt genügend Blut pumpen konnte. Jetzt schließt die Klappe wieder, aber das Herz hat sich nur unvollkommen zurückgebildet, die Rhythmusstörungen sind eine Folge davon. Bei Dir scheint aber ein somatischer Grund auszuschließen zu sein, bleibt noch der psychosomatische. Du hattest mit 21 schon Angst- und Panikattacken, wurde damals eine Ursache dafür gefunden? Die Therapie (Verhaltenstherapie?) hat Dir zunächst geholfen, wurde damals auch medikamentös behandelt? Den Betablocker zu erhöhen würde nicht unbedingt gegen die VES helfen, er macht Dich im ganzen nur "herzruhiger" und senkt Deinen Blutdruck. Was zu überlegen wäre ist eine genaue Diagnose des Grundes für Deine ursprünglichen Angst- und Panikattacken, dann könnte man da therapeutisch gezielt und auch ggf. medikamentös ansetzen. Deine Herzangst ist wohl nur eine Folge der nicht wirklich "geheilten" Ängste von damals/heute. Momentan kannst Du davon ausgehen, dass Deine VES nicht lebensgefährlich sind. Sie sind unangenehm und erschrecken Dich, machen Dich ängstlich, das glaube ich Dir. Ein mögliches Mittel bei solchen Herzängsten ist: Nicht hinlegen, sondern sich hinsetzen (bzw. im Bett aufsetzen) und ganz tief und bewusst in den Bauch atmen. Das kann helfen... Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
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« Letzte Änderung: 15. Mai 2010, 14:43:26 von JEM »
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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jamion
Beginner

Beiträge: 1
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« Antworten #3 am: 16. Mai 2010, 19:55:29 » |
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hallo sandie ich habe auch fast die gleichen erfahrungen mit dem herzen wie du. ich liede seit meinen 12. lebensjahr hrst. mit wahnsinnigen panikattaken ! jetz binn ich 56. jahre und sage dieser schönen  krankheit den kampf an wenn die angst kommt und das herzhüpft geh ich auf den homtrayner oder ich gehe pover woken und ob dus glaubs oder nicht es hilft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! es tud uns nicht gut wenn wir uns der angst hingeben. ich habe schon 20 jahre therapie erfahrung und die anleitung zur körperlichen betätigung hat am meisten gefruchtet. ich wünsche dir alles liebe und gute würde mich über eine nachricht von dir freuen liebe grüße sendet christa batsch
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raziel
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Sandie
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #4 am: 19. Mai 2010, 12:10:57 » |
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hallo,
vielen dank für eure antworten.
es ist beruhigend zu wissen, das ich damit nicht allein bin.
wer noch tipps hat, wie ich lernen kann damit umzugehen oder an einem lockeren emailaustausch in dieser sache interessiert ist, kann sich gern bei mir melden. manches ist doch einfacher zu ertragen, wenn man sich austauschen kann.
vielleicht kann mir jemand noch einen tipp geben, wie ich es mit sport halten soll. war bislang eher unsportlich, bis auf die übliche körperliche belastung mit zwei kindern und gartenpflege, und wollte schon seit längerem mit laufen anfangen. jetzt bin ich total verunsichert, ob ich es wagen soll, denn eigentlich finde ich es momentan ganz gut, das mein herz mal nicht rumstolpert. habe angst das es wieder anfängt!
ansonsten geht es mir momentan wieder besser. seit samstagnachmittag ist das stolpern weg. dies bestätigt mich in der annahme, das es sich tatsächlich "wieder" um eine psychosomatische störung handelt.
werde nicht aufgeben!
liebe grüße und ganz viel kraft, an alle die noch mit der angst zu kämpfen haben!
sandie
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maki2912
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« Antworten #5 am: 21. Mai 2010, 09:45:04 » |
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Hallo Sandie, Ich habe das Herzstolpern auch lange Zeit gehabt. Es kann einen echt verrückt machen und ich habe auch immer drauf gewartet, das "was kommt". Ich habe lange nicht kapiert habe, was für Wege der Kopf sich aussuchen kann, wenn er etwas mitteilen will. Ich freue mich, das es Dir jetzt wieder besser geht. Wie man damit umgehen kann? Jeder hat seinen eigenen Weg. Bei mir ging es 2005 los und ich habe fast bis heute gebraucht, um nicht bei jedem Herzhopser völlig die Fassung zu verlieren. Das Forum hier hat mir sehr geholfen, aber es brauchte seine Zeit, bis es vom Lesen ins Verstehen und Umsetzen überging. Die Angst ist lange da und gerade wenn man Kinder hat, macht man sich noch mehr Gedanken. Sport ist immer gut. Fang einfach an mit Walken, das geht immer. Ich würde es anfangs allein probieren oder vielleicht geht Dein Mann mit, da hat man dann nicht von Anfang an den Gruppenzwang und meint, man müsste "vorne mitrennen". Wenn Du ungeübt bist, mach soviel, wie es dir angenehm ist. Einer Gruppe kannst Du dich später immer noch anschliessen. Oder geh mit Deinen Kiddies schwimmen.... ich habe jetzt Rehasport genehmigt gekriegt und das mache ich 2x die Woche in einem Fitness-Studio. 1xGymastik, 1x Gerätezirkel. Tut mir gut und ich merke, das ich wieder Kraft kriege, das habe ich auch lang vermisst. Auch Yoga ist gut. Wenn du das machen willst, such Dir ein Yogazentrum oder eine Yogalehrerin aus, Sportvereine sind natürlich billiger, aber in einem guten Yogazentrum mit einem extra Saal kann man sich nunmal besser entspannen als in einer Turnhalle, wo nebenan der Kaninchenzüchterverein tagt.... Mir hat es geholfen, was andere geschrieben haben und was ich im Internet nachgelesen habe. Ich habe mir viele Artikel ausgedruckt, abgeheftet und lese sie heute noch durch. Es ist ein langer Weg und ein bischen Angst bleibt wahrscheinlich immer. Aber Du kriegst das hin. Ganz lieber Gruß....marion
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airmen
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« Antworten #6 am: 28. Juni 2010, 11:08:34 » |
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Hallo Sandy , ich weiß nicht wie oft diese Frage im Forum schon gestellt wurde und als ich vor 2 Jahren das erste mal Extrasystolen hatte war ich ,wie alle anderen auch voller Panik . Inzwischen habe ich meine Ausbildung zum Heilpraktiker fast beendet und habe natürlich noch immer Extrasystolen. Aber ... Sie sind kein Problem mehr !!! Ich habe gelernt daß jeder Mensch Extrasystolen hat und nur wenige etwas davon mitbekommen ! Wenn du es erst weist , dann bekommst du fast alle mit !!! Mir hat folgende Tatsache geholfen : Das Herz eines Gesunden Menschen schlägt je nach Trainingszustand zwischen 60 - 80 x pro Minute. Bei einer Extrasystole kontrahiert ein teil des Herzen zu ,, früh ,, das noch kein Blut zum pumpen vorhanden ist weil ja der reguläre Herzschlag noch in gang ist. Schon 3 Extraschläge genügen um einen komplett zu verunsichern . aber überleg mal es würde im schlimmsten Fall bedeuten das 3 Herzaktionen fehlen würden ( Stimmt auch nicht weil ein Herz auch mit Extrasystole noch etwas auswirft ) Heißt also : ob du nun einen Puls von 75 oder von 72 hast  - macht für deinen Kreislauf fast keinen Unterschied ! Und selbst wenn der Sinusknoten der ja den Herzrythmus steuert den Geist komplett aufgibt , gibt es noch zwei weitere ,, Schrittmacher ,,die ab einem Puls von unter 50 / Bpm einspringen !!! Vielleicht verstehst du dieses ,, sonderbare Unverständnis ,, der Ärzte jetzt ein wenig und nimmst die nächsten Extrasystole als das was sie sind - etwas sonderbar aber normal oder wie es in einem aktuellen Werbespott heißt : OHNE HERZ WÄREN WIR ALLE NUR MASCHINEN ! ! !
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Sandie
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #7 am: 28. Juni 2010, 15:52:14 » |
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ja, vielen dank airman.
mittlerweile lasse ich mich nicht mehr so arg runterreissen, wenn mein herz mal wieder extraschläge macht. am anfang war es doch sehr beängstigend! aber ich muss lernen damit zu leben und an manchen tagen ist es auch komplett weg! das gibt mir hoffnung, das die extraschläge eines tages wieder aufhören. aber immer wieder schön zu hören, das andere menschen damit völlig normal weiterleben und "trösten" können!
sandie
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maki2912
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Beiträge: 49
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« Antworten #8 am: 30. Juni 2010, 10:23:13 » |
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Hallo Airmen, ich war heute wieder auf der Seite und habe Deine letzte Antwort zum Herzstolpern gelesen...ein ganz dickes DANKE dafür....ich hab es in letzter Zeit auch wieder öfter und nehme es immer noch nicht so cool wie ich dachte. Diese einfache Erklärung von Dir war so gut!
Lieber Gruß an alle hier! Marion
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Anndra
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« Antworten #9 am: 02. August 2010, 13:10:10 » |
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Hallo Sandie, ich les das hier gerade und weiß gar nicht wie und was ich so schnell schreiben soll/kann... ich habe extremste Todesangst...zur Zeit jeden Tag...weil ich andauernd Herzrhythmusstörungen habe. Ich schleppe mich seit über 20 Jahren damit ab und habe bist heute, trotz ausführlicher Untersuchungen und guten Erklärungen, keinen Weg gefunden damit zu leben... Manchmal geht es...meist aber nicht...zumal die "un"regelmäßige Adrenalinausschüttung, die bei jedem "Herzpatzer" meinen Bauch überschwemmt, nicht gerade dazu beiträgt die Angst zu mindern... Die sorgt nur noch zusätzlich für Herzrasen! aber dass manche, Du ja wohl auch, mit tausenden von Extrasystolen klarkommen müssen...das haut mich aus den Socken  ...wie lebst Du damit...?...also in erster Linie mit der Angst?...kriegst Du das Adrenalin unter Kontrolle? Fallst Du hier nochmal liest, würde ich mich über Deine Antwort sehr freuen. Liebe Grüße Anndra
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Ich bin!Darum werde ich ständig.
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Sandie
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #10 am: 05. August 2010, 04:02:30 » |
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Hallo Anndra. Ja, wie lebe ich damit? Manchmal ziemlich gut, da hab ich gute Tage, an denen ich gut drauf und abgelenkt bin, dann sind auch die Stolperer weg und an anderen Tagen, so wie jetzt gerade, geht es mir genauso wie Dir. Ich wache in der Nacht auf, mein Herz rast, mein Brustkorb schmerzt, ich bin kurzatmig, habe das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, Schwindel und Todesangst Was mache ich dann? Ich stehe auf, trinke ein Glas Wasser, geh in der Wohnung hin und her und meistens beruhigt sich das Ganze dann. Ich sage mir, das es keine lebensbedrohliche Situation ist, es fühlt sich "nur" so an. Ich habe mir ein gutes Buch gekauft, Angstfrei leben von Linda Bassett, kann ich Dir nur empfehlen. Hier stehen wirklich plausible Erklärungen drinn, warum wir so sind wie wir sind, Tipps zu lernen mit der Attacke umzugehen und völlig geheilt zu werden. Es liegt in jedem selbst gesund zu werden, die Angst will uns vor irgendetwas schützen und momentan arbeite ich nach diesem Konzept und mit dem Gedanken, das ich allein die Kraft habe etwas zu ändern, die Angst loswerden will und es schaffen werde. Das kannst Du auch! Also Kopf hoch! Hast Du schonmal eine Therapie gemacht, was unternimmst Du gegen die Angst?
Liebe Grüße Sandie
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Little
Juniormember
 
Beiträge: 7
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« Antworten #11 am: 06. August 2010, 13:19:38 » |
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Hallo  auch ich zähle zu den Kandidaten die neben Angstproblematik besonders Herzangst haben - bleibt ja auch sonst nicht mehr viel übrig  Von Durchfallangst über Reizdarm bis Emetophobie (Angst zu Erbrechen) bis über Erstickungsangst (Astmapanik) bis dann zu Herzrasen und Lähmungserscheinungen (MS) habe ich ja über Jahre alles durch, das Herz ist geblieben bisher, hat ja auch erst letztes Jahr angefangen  . Ich bin jetzt 33, und war bis vor gut zwei Jahren immer sausportlich (Ruhepuls von 43), irgendwann hat die Angst und das Misstrauen in meinen Körper mich davon abgehalten, der zurückgehende Trainingszustand hat meine Genesung sicher nicht gefördert (aufeinmal schnauft man beim Treppensteigen). Seit einem halben Jahr habe ich oft einzelne, starke "Stolperer" die mir den Atem rauben  Innerhalb des letzen Jahren habe ich - 2 BelastungEKGs - mehrere normale EKG -1 LangzeitEKG -1 3 Herzecho/Schall zuletzt eine "Spiroergometrie" beim Sportkardiologen. (wollte sicher  sein bevor ich wieder Laufe) - alles o.B. Eine Aaortenklappe schliesst nicht richtig, habe ein "Chiari Netz" oder so, sei aber nicht schlimm. Sauerstoffsätttigung, Blutdruck, alles super, ging bis 187 (!!) iger Puls, erst da war meine anerobe Schwelle bei 167 Watt und das mit "Schnuffi" (dieser Maske). Trotzdem hab ich A n G s t.  Noch immer und immer wieder. Besonders wenn es stolpert. Dazu kommen Erschöpfungszustände, fühlt sich an wie Kreislaufprobleme, alles sehr anstrengend, herzklpfen, etc. War auf Fluoxetin (AD), 2x Tagesklinik und gehe auch zur Gruppentherapie. Dennoch habe ich kein Vertrauen in meinen Körper und Verlustangst (ich sterbe und sehe alle nie wieder bzw. den anderen passiert was) - NUR: ICH SPÜRE ANGST NICHT. Ich kriege SOMATISCHE Probleme. Ganz toll. Vielleicht ist das bei euch auch so!?! @JEM: Frage -. wenn Du schreibt "Dies alles ist "nur" gemessen, ich bemerke es nicht, aber ich weiß, dass es da ist (sehe es z.B. manchmal auf meinem Pulsmesser beim Radfahren)."Wie sieht das aus auf dem Pulsmesser? Auch mein Puls ist recht "volatil", fällt nach Anstrengung auch schon mal stufenweise um 15-20 Schläge, geht schnell mal hoch und wieder 20 runter. war früher als ich echt fit war nicht so :-( "Herzliche" Grüße,  Little
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nobody knows where it comes and where it goes but dream on till your dreams come true
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JEM
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« Antworten #12 am: 06. August 2010, 20:02:27 » |
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Hallo Little, "herz"lich willkommen hier im Forum! Dass Deine Angst somatisch unbegründet ist, hast Du in Deinen Zeilen selbst dargelegt. Ein Ruhepuls von 43 - Respekt! (Mit dem "Chiari Netz" kann ich jetzt nichts anfangen, es gibt ein Arnold-Chiari- und ein Chiari-Frommel-Syndrom, diese haben aber beide nichts mit dem Herzen zu tun) Von wem hast Du das Fluoxetin bekommen und auf Grund welcher Diagnose? Nimmst Du es noch heute? Die Symptome, die Du nennst, sind zutreffend für die psychosomatischen Auswirkungen von Angststörungen. Du sagst Du spürst die Angst nicht, das stimmt so nicht, Du spürst sie über Deinen Körper, Deine Soma! Es ist ja auch keine konkrete Angst, es ist eine unbestimmte. Dein volatiler Puls ist auch ein Indiz dafür, erst fällt er stark ab (wie es für ein trainiertes Herz typisch ist) dann erhöht er sich wieder durch das Hineinschauen, Hineinhorchen, es ist eine Art ungewolltes Bio-Feedback. Bei Angststörungen ist Einzeltherapie i.d.R. wichtiger als Gruppentherapie, aber das solltest Du mit Deinem Psychiater abklären. Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
Zu Deiner Frage: Der Pulsmesser zeigt z.B. 120, dann springt er auf 130 und bei der nächsten Messung ist (und bleibt) er auf) 120. Dann waren Couplets oder andere Schnellschläge zwischen den Messungen (meist 5 sec Abstand)
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« Letzte Änderung: 06. August 2010, 20:04:25 von JEM »
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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Little
Juniormember
 
Beiträge: 7
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« Antworten #13 am: 25. August 2010, 16:53:33 » |
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@JEM  Herzlichsten Dank für deine Antwort. Solche extremen Sprünge sehe ich auf meiner Pulsuhr nicht. Was mir auffällt ist das mein herz meist erst am ENDE einer Belastung ansteigt (z.B. stehen fahren beim Spinning, wieder hinsetzen, geht dann von 140 kurz auf 148 und dann runter in Schritten von mehreren Schlägen). Finde ich komisch. Hab nochmals ein 24 Std. EKG gemacht und es wurden Arythmien und ES festgestellt, allerdings nicht behandlungsbedürftig. Ich sehe auch das ich viele der ES nicht gemerkt habe!! Insgesamt wurden in fast 23 Std. insgesamt 741 "Störungen" (so der Bericht) festgestellt, davon KEINE Ventrikuläre Ereignisse, NEUN SVES, keine Salven und 48 ArYthmien - die längste davon 1.52 sek. und 235 Bradykadien. (mein Puls geht teilweise bis auf 46 Schläge runter für eine Weile nachts, ich habe bis vor 2 jahren viel Ausdauersport gemacht und fange langsam wieder an). Klingt trotzdem irgendwie beängstigend. Was ich viel "doofer" empfinde sind 1. die spürbaren ES und das HERZPOCHEN in Ruhe (wie soll man da nicht reinhören  ) und die Kreislaufprobleme (wenn es welche sind), also müde und sich atemlos zu fühlen, wie wenn man morgens aufsteht o. lange sitzt etc. Das gibt mir so ein "Krankheistgefühl". Das ich Angstzustände habe, teilweise über Stunden, weiss ich. Aber abstelllen geht ja nicht einfach. Habe trotz all der Ergebnisse ANGST mich anzustrengen, zu reiten, alleine irgendwo hinzugehen (keine hilfe), zu verreisen etc. Kein Vetrauen. Gibt es dafür Selbsthilfeübungen??? Wäre dankbar für ein Feedback! 
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JEM
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« Antworten #14 am: 25. August 2010, 19:17:32 » |
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Hallo Little, wie lange steigt Dein Puls von 140 auf 148? Kurzzeitiger Anstieg ist nach Bewegungen wie hinsetzen normal. Wichtig ist der schnelle Abfall nach Belastung. Die Bradykardien sind nach Ausdauersport nicht auffällig, Du hast ein Sportlerherz, das in Ruhe dann immer noch genügend Pumpleistung bringt. Wie steht es um Deinen Blutdruck? Ist er normal oder eher niedrig (in Ruhe natürlich ;-) - s. Kreislaufprobleme)? Und immer noch die Frage, wer hat Dir das Fluoxetin verschrieben und warum? Selbsthilfeübungen sind bei Ängsten nicht so einfach alleine anzugehen, ich würde Dir eher vorschlagen Dir Hilfe zu holen. Liebe Grüße Jürgen
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« Letzte Änderung: 25. August 2010, 19:18:42 von JEM »
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Little
Juniormember
 
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« Antworten #15 am: 26. August 2010, 14:15:52 » |
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Hallo JEM  mein Blutdruck ist eher niedrig, variiert aber, so 110/70, mal 120/75 oder auch schon 100/70. Das Fluoxetin habe ich von der Behandlung in der Tagesklinik, also vom Psychologen/THerapeuten, wo ich heut enoch in der Gruppentherapie bin bzw. auch immer wieder Einzelgespräche. Generell ist mein Puls ziemlich "volatil", geht auch runter bzw. in den beiden Belastungsekg´s hat es dem Kardiologen immer locker gereicht. Meist setze ich mich nach einem Sprint/Anstieg dann auch auf bzw. nehme wiederstand raus und atme mehr, der Anstieg hält immer nur für einige sekunden an (also ca. 5-15 ?), dann fällt der Puls in Etappen, ist aber auch tagesformabhängig. Da ich generell eher unruhig und an- und verspannt bin ist bei mir im Körper ja immer mehr "Alarm". Zwei Kardiologen (2x LZekg, 2x Belast.EKG, 1xSpiroergometrie, 5x nomalre EKG´s (mind.) und drei Echos) sowie zwei Krankenhaustests (Notaufnahme mit EKG, Blut etc) haben nix am Herz o. Lunge ergeben. Die Angst vorm Sport ist halt da, wie vor allem. Selbst wenn ich jetzt deine Frage lese denke ich "oh je, kann er da was schlimmes draus deuten?  "  und werde ganz zittrig und nervös, flau und spüre herzpochen. Ich kann dir die Datei mit den Tests gerne mal mailen o. hochladen... Jetzt nehme ich ja auch kein Fluoxetin mehr, seit sicher Mai schon. Bin viel emotionaler seitdem  Freu mich auf deine Antwort!
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JEM
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« Antworten #16 am: 26. August 2010, 19:19:58 » |
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Hallo Little, der anhaltende Pulsanstieg in diesem Zeitbereich von nur bis zu 15 sec ist NORMAL, also keine Sorge deswegen! Ich ging bei Deinem Ruhepulswert sowieso von einem eher niedrigen bzw. normativen Blutdruck aus, ich wollte es nur gesichert wissen, also auch der ist ok. Also es gibt keinen Grund für Herzpochen, setze Dich jetzt einfach aufrecht hin und atme für ca. 20 sec tief und bewusst in Deinen Bauch! Wichtig ist auch, wie sich Dein Blutdruck nach Belastung abbaut, Du sagst Deinem Kardiologen hat es locker gereicht, warum reicht es Dir nicht ;-)? Fluoxetin gibt es also nicht mehr (ist auch bei Ängsten nicht unbedingt das Mittel der Wahl), aber wer hat Dir die Überweisung in die Tagesklinik ausgestellt? Dein Hausarzt? Wurde schon einmal abgeklärt, woher Deine hypochondrischen Ängste kommen? Es wäre sicher sinnvoll, hier anzusetzen... Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
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« Letzte Änderung: 26. August 2010, 19:21:20 von JEM »
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Little
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« Antworten #17 am: 27. August 2010, 00:12:26 » |
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Hallo und danke fuer die Unterstuetzung!!! In die Tagesklinik bin ich im Mai 2009 auf eigenen Wunsch weil nix mehr ging. Nix. Da hatte ich noch keine (spuerbaren) ES aber extreme stundenlange Angstzustaende mit totaler erschoepfung mit gleichzeitger Unruhe und Anspannung, Herzklopfen und "rasen" ueber Stunden, konnte nicht schlucken, nicht schlafen, hatte bewegungsstörungen und Lähmungserscheinungen. Es war so schlimm wie NIE vorher, ich kannte bis dato Angst und Panik vor Erbrechen oder vollen Plätzen aber keine Todesangst! War damals alleine, mein Mann war im Irak, keine Familie und noch neuer Wohnort, alleine im Home office gearbeitet.... Tja. Bei mir wirkt fluoxetin recht gut. Keine nebenwirkungen. Ich hab auch schonmal depressive Tiefs durch die Angst und diesen Kampf.
Ursachen der somatischen Symptome... Schwierig. Auch das versuche ich zu Orten aber wo? In der Vergangenheit, da gibt es sicher was. Gegenwart...könnte toll sein..Zukunft, macht mir unter diesen Bedingungen Angst, ja. Aktuell lausche ich konstant auf Aussetzer und ES....
Mein Hintergrund ist wie sicher bei vielen und ich will nicht deswegen rumheulen... Zweifaches scheidungskind und Einzelkind, leiblicher Vater war ein "Chamäleon" also Zuckerbrot und Peitsche, besonders verbal sehr hart und zynisch. Viel streit, Mutter außen Taft und innen angstzustaende mit zweimal Klinik auch wegen beruhigungsmittelsucht, drei scheidungsanlaeufe bis ich 15 war dann auszug mit Mutter, direkt neuer Kerl in der Wohnung, wurde mir bis dahin verschwiegen, Vater weg, immer Streit und nie jmd da, ich hatte immer Geld und keine Grenzen, halt gab mir mein Pferd und das reiten und mein hund - Rausschmiss durch Mutter in Streit, zog zu Vater und seiner neuen da gibt muttr mein Pferd weg, Vater hatte mich "gewonnen" und behandelte mich sehr scheiße, nach Streit und swätzen von ihm wie " du wirst eh nie gut zu was anderem sein als die Beine breit zu machen Tochter" weg und zu Mutter, da war ich 16. Dann hab ich trainiert und gelernt und gehungert bisvzusammenbruch mit ca 19. Dann fing der neue Mann meiner mutteran sich wie Vater zu geben, war erstmal gut da mich gepuscht ( da ist jmd stolz auf dich) und er adoptierte mich mit19 und hat mich dann mit 21 auf einer USA reise ohne Mutter angemacht, ich hab es ihr nie gesagt denn sie warf mir aufgrund meiner plötzlichen Distanz zu ihm vor ich hatte ihn verfuehren wollen. Lief also alles nicht so rund. Habe dann nur fuer figurcund fitness und studieren gelebt und wollte immer weg und war viel im Ausland, kaum dacschon wieder geplant wo als naechstes hin, immer auf der suche, erste panikattacke dann mit ca Mitte 20 in Spanien musste Studium da abbrechen konnte nicht mehr raus ( Agoraphobie). Zu Mutter und viertem Ehemann gezogen und erstmal nicht mehr rausgegangen, viele harte Auseinandersetzungen, dann ausgezogen, tja...
Jetzt bin ich 33 und verheiratet und obwohl mein leben so "angekommen" wie noch nie ist bin ich so krank wie nie. Paradox.
Das ist grob meine Geschichte.
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JEM
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« Antworten #18 am: 27. August 2010, 19:19:10 » |
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Hallo Little, wenn man Deine Lebensgeschichte, wie Du sie hier kurz angerissen hast, betrachtet, gibt es also seelischen und auch körperlichen Missbrauch in Deiner Kindheit und Jugend. Es gibt Anzeichen auf Magersucht und jetzt die Depression, verbunden mit Ängsten und Panikattacken, als Folgen dieser Traumatisierungen von damals. Irgendwie hat man den Eindruck, Du bist ständig auf der Flucht (gewesen?)... Hast Du dies alles auch bei den Therapeuten in der Tagesklinik angesprochen? Fluoxetin: Du sagst es wirkt gut bei Dir und das ohne Nebenwirkungen, warum hast Du es dann abgesetzt? Ich würde Dir auf jeden Fall raten einen psychiatrischen Facharzt aufzusuchen, denn diese posttraumatischen Belastungsstörungen wachsen mit der Zeit, die Verdrängung wirkt hier nur kurzfristig. Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
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Little
Juniormember
 
Beiträge: 7
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« Antworten #19 am: 10. September 2010, 22:01:33 » |
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Lieber JEM  sorry das ich erst jetzt antworte- ich habe viel ueber deine letzten Zeilen nachgedacht. Sehr. Das Wort emotionaler Missbrauch hat mich berührt und getroffen und ist doch sehr wahr. Es hat einfach ueber eibnen zu langen Zeitraum stattgefunden und die emotionale Erpressung durch meine Mutter habe ich erst vor einem Jahr abgestellt. Angst gab es bei mir schon immer. schon als Kind in der Schule bekam ich hitzewallungen, Übelkeit, Schwindel und "ich muss hier raus" gefuehle- Panik. Nicht so wie heute aber immer vor etwas (Erbrechen in der Öffentlichkeit, Durchfall, ersticken, MS) Herz eben heute. Am s c h l i m m s t e n sind die erschöpfungszustaende ( denke dann mir muss ja was am Herz fehlen) und die Angst vor Sport, die fehlende Fitness. Wenn ich jetzt jogge dann geht mein Puls sofort hoch, ich habe Angst das mein Herz dann stolpert und der rythmus sich nicht mehr findet, ich einen sinusknotenarrest bekomme!! Das letzte 24 Std EKG ( 3 Wochen) ergab keine behandlungsbeduerftigen rythmusstoerungen... Wenn ich da lese das meine laegste arythmie 1,24 o 1,42 sek war!!! Puls nachts auf bis 42 runtergeht ( bradykardje). Uuuaahhh. Ob ich da je wieder rauskomme??? Auch nur ("") Angst is ja nicht gesund.. Was soll ich nur machen??
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cornfisch
Beginner

Beiträge: 1
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« Antworten #20 am: 10. September 2010, 22:56:11 » |
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Hallo, ich leide seit ca, 20 J
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Anndra
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« Antworten #21 am: 11. September 2010, 12:28:20 » |
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Hallo cornfisch, erstmal herzlich willkommen im Forum  Wie gehst Du denn damit um? Ich habs auch schon seit über zwanzig Jahren! Mich erschlägt es regelrecht noch immer und ich sehe einfach kein Ende. Bin jetzt soweit, dass ich überlegt habe die Ängste mit Hypnose behandeln zu lassen...is aber so immens teuer...  Liebe Grüße Anndra
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Ich bin!Darum werde ich ständig.
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JEM
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« Antworten #22 am: 11. September 2010, 12:58:51 » |
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Hallo Little, wenn ich Deine Zeilen lese, dann drängt sich mir ein Zitat von Mark Twain auf: "Lesen Sie nicht zuviel in Gesundheitsbüchern, denn sie könnten an einem Druckfehler sterben!"  Entschuldige den Sarkasmus, aber das muss manchmal auch sein.. Jetzt wieder ernsthaft: Alles, was Du schilderst, sind eindeutige psychosomatische Beschwerden. Du hast eine traumatische Erfahrung, die über viel Jahre andauerte, sie wurde durch die Belästigung durch Deinen Adoptiv"vater" (die Bezeichnung "Vater" steht ihm wohl nicht wirklich zu...) noch verstärkt. Du konntest darüber mit Deiner Mutter nie offen reden, weil sie Dir nicht geglaubt hätte, es nicht wahrhaben möchte, denn es hätte sich ja dann auch gegen sie gerichtet. Also kann sie Dir nicht glauben, sondern sie schafft sich ihre eigene Wirklichkeit, sie grenzt sich ab, aus eigener Unsicherheit. Nein, Angst ist nicht gesund für die Psyche. Ich kann Dir nur noch einmal raten einen psychiatrischen Facharzt aufzusuchen, den Du brauchst zur Traumabewältigung professionelle Hilfe. Je früher, desto besser, gerade bei Traumata wird durch die Zeit alles eher schlimmer, da "verwächst" sich nichts, im Gegenteil. Liebe Grüße Jürgen
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JEM
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« Antworten #23 am: 11. September 2010, 13:04:51 » |
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Hallo cornfisch, auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum! Ich habe den Eindruck, dass Dein Posting nicht vollständig ist, also schreibe gerne weiter, wenn Dir danach ist! Liebe Grüße Jürgen
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RubraRosa
Beginner

Beiträge: 4
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« Antworten #24 am: 14. September 2010, 16:50:25 » |
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@ airmen: Deine Erklärung zu dem Stolpern gelesen zu haben tut wirklich gut. Mittlerweile komme ich in den meisten Situationen, in denen ich das Problem habe (hab bei nem anderen Thema meine Lage geschildert, leide seit etwa einem Jahr unter Rhythmusstörungen), ganz gut zurecht, ich versuche einfach durchzuatmen und sage mir ständig "Gleich ist es ja wieder weg, du wurdest untersucht, es wurde nichts gefunden, also keine Gefahr...". Manchmal funktioniert das aber leider nicht, da gerate ich dann auf einmal richtig in Panik, habe fast schon Todesangst und mein Herz fängt - logischerweise nur deshalb erst - an zu rasen. Das sind Situationen, wenn ich die Rhythmusstörung im Lungenbereich fühle, mitten auf dem Brustkorb. Manchmal gibt das auch einen richtig heftigen dumpfen "Schlag" dazu, dass ich denke, mir platzt gleich sonstwas. Wenn ich mir das ja nur erklären könnte, würde ich vielleicht auch dagegen ankommen können, in solchen Momenten "auszuticken". Kennt vielleicht jemand mein Problem und spürt das auch mitten auf dem Brustkorb bzw im Lungenbereich? Die anderen Rhythmusstörungen kann ich zum Glück schon recht gut ignorieren. Das, was man nur echt nicht machen darf, ist, sich genauer über alles zu informieren und im Net auf diesen ominöse Seiten nachzusehen, wo man das Gefühl kriegen könnte, man hat alles und alles ist gefährlich. Hab ich ganz am Anfang gemacht, aber mir schnell "verboten". Dummerweise habe ich nur heut Morgen, kurz nachdem ich so eine Störung hatte, auf ner e-Mail-Startseite darüber gelesen, dass ein Sportler infolge von HRS einen Herzstillstand erlitten hat und nur knapp gerettet werden konnte. Da hab ich mich dann sofort wieder gefragt: "Sind die Störungen echt so ungefährlich? Oder besteht jetzt immer die Gefahr, dass einem das auch passiert??" Diese Gedanken machen mich heute schon den ganzen Tag verrückt...
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