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Autor Thema: sexuelle Perversion? Inzest...  (Gelesen 2390 mal)
0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.
Marcia1
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Beiträge: 4


« am: 02. Juni 2010, 19:26:41 »

 Rotwerd
Hallo zusammen,
 es ist mir ziemlich peinlich, aber ich habe - als Frau - inzestuöse sexuelle Phantasien, die mich sehr quälen.

Letzten Sonntag im Fernsehen der "Tatort": der hervorragende Schauspieler Jürgen Prochnow geht eine passionierte Beziehung mit einer jungen Frau ein.

Ich war elektisiert und erregt ob der sex. Szene. Im Verlauf der Handlung stellt sich heraus, die junge Frau war - unwissentlich - seine Tochter.

Ich fand dieses Szenario von Vornherein erotisch und geil.

Jürgen Prochnow ist so um die 70 Jahre alt (was man ihm nicht ansieht), aber eben in dem Alter, dass er mein Vater sein könnte.

Ich bin seitdem sehr bewegt.

Mein Ehemann ist 70 Jahre alt aber die Beziehung war nie sehr leidenschaftlich.
Bis zu einem gewissen Grad kann ich also meine sexuelle Orientierung (Perversion?) auslebem.
Hat aber leider nix genützt. Ich werde weiterhin depressiv, weil ich meine sexuelle Neigung nicht wirklich ausleben kann.

Habe 200 Stunden Psychoanalyse deshalb gemacht, ohne Erfolg.

Mein leiblicher Vater lebt noch - niemals hätte ich sex.Gefühle ihm gegenüber.

Dennoch -- ich finde Männer geil, die vom Alter her mein Vater sein könnten bzw. irgendwie hierarchisch über mir stehen.
Ich befürchte, dass ich da nie erfolgreich sein kann, weil mein Vater absolut nix mit seinen Töchtern anfangen konnte.

D.h., jegliche Verliebtheit meinerseits gilt regelmäßig Männern, die mit mir nix anfangen können. EIne endlose Wiederholung meines Kindheits-Traumas.

Ich bin nun schon über 40 Jahre alt - ich befürchte, das hört so bald nicht auf. Macht mich manchmal suizidal - wie viele Jahre muss ich wohl dieses leerlaufende intensive Begehren denn noch aushalten?

VG
Marcia1
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JEM
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« Antworten #1 am: 03. Juni 2010, 17:49:02 »

Hallo Marcia,
herzlich willkommen hier im Forum!
Obwohl Du einiges erzählt hast, bleiben viele Fragen offen...
Was mich wundert, ist dass Du Deine Fantasien selbst als inzestiös einstuft, obwohl Du angibst, dass Dein Vater Dich erotisch und sexuell nicht anspricht.
Oder ist dies eine Erkenntnis, die in Deiner Psychoanalyse gewonnen wurde, die ja über Jahre hinweg gelaufen sein muss bei 200 Stunden?
Hat der Psychiater sie auch als erfolglos bezeichnet - und wenn ja, warum lief sie dann so lange?
Warst Du offen zu ihm?
Du erwähnst, dass Dein Vater nichts mit seinen Töchtern anfangen konnte, gab es auch einen Sohn in der Familie?
Und was ist mit Deiner Mutter? War sie in der Familie stärker als Dein Vater oder schwächer?
Du sagst Du findest Männer geil, die deutlich älter sind als Du (Frage: Hattest Du schon einmal eine Beziehung mit ca. Gleichaltrigen?) oder in der Hierarchie über Dir stehen (Was beeindruckt Dich da? Die Macht? Und müssen die dann auch älter sein?)
Die Zuneigung zu älteren Männern kann viele Gründe haben, z.B. mangelnde Liebe (Anerkennung) durch den Vater als Kind. Der Vater ist für Kinder - ähnlich wie die Mutter, aber in anderer Form - eine eindrucksvolle Person, aber an erster Stelle nicht in erotischer und sexueller Hinsicht. Eine Tochter (wie auch ein Sohn) braucht Zuneigung und Schutz, jemanden, der sie unterweist und anleitet, der ihr eine Orientierung gibt, sie lobt und mit einemGefühl von Wärme umgibt, der Vater ist hierzu die geeignete Person.
Ein anderer Grund wäre z.B. traumatische Erfahrungen beim "ersten Mal" mit Gleichaltrigen, hier besteht dann die Hoffnung, dass Ältere nicht so vorgehen.
Nach einem stattgefundenem Missbrauch durch Ältere im Kindesalter gibt es noch die "Unterordnung" als Motiv, als ein gewohntes Muster.
Es gibt aber auch noch einige andere Motive...
Diese Neigung ist aber keine sexuelle Perversion, sondern eine individuelle Vorliebe.
Du schreibst Du kannst diese Neigung nicht ausleben, hast Du mit Deinem Mann nie darüber gesprochen?
Wenn Du sagst, die Beziehung war nie sehr leidenschaftlich, war das einvernehmlich? Oder gab es Defizite auf einer Seite und wurde darüber gesprochen?
Kann Dein Mann auch "nichts mit Dir anfangen" oder gilt das nur für neue Verliebtheiten?
Das waren viele Fragen und wenig Antworten, ich weiß, aber es sind eben viele Fragen noch offen.
Du nimmst ein SSRI gegen Depressionen, bist Du nach wie vor in psychiatrischer Behandlung? Das wäre wichtig!
Wir können das Gespräch gerne fortsetzen, wenn Du möchtest.
Ich wünsche Dir Gutes!
Liebe Grüße
Jürgen
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juma
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« Antworten #2 am: 08. Juni 2010, 19:42:16 »

guten abend zusammen,
mir geht es ein bisschen so wie Marcia1.mein mann ist 13 jahre älter als ich und vor allem das hat mich an ihm gereizt.mein problem ist vorallem,das ich das sexuelle verlangen nach fremden männern habe (bitte nicht falsch verstehen,ich liebe meinen mann!).ich hab auch eine vage ahnung warum...
ich denk aber das wir beide deswegen nicht pervers sind oder du inzestiöse gedanken hast.wie JEM sagt,das sind halt unsere vorlieben.
entweder wir schaffen es mit unseren männern darüber zu reden (nur dann kann sich schließlich etwas ändern) oder wir müssen uns mit fantasien zufriedengeben.
wünsche dir viel erfolg und natürlich hemmungslosen,leidenschaftlichen sex Rotwerd
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Per Somnium
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« Antworten #3 am: 23. Juni 2010, 17:57:35 »

Marica, ich denke das Du lernen musst erst einmal Deine Gefühle und sexuellen Wünsche zu verstehen ( in Therapie), diese dann zu ordnen um damit leben zu können.
Den eins ist aus meiner Sicht und Erfahrung sicher, s/eine Sexuelle Neigung kann man nicht einfach abschütteln oder sich eine andere suchen, auch kann man sie nicht wegtherapieren, aber eine Therapie zeigt uns Wege wie wir damit leben könne.
Auch ich habe da eine Neigung welche aus anderer Sicht vielleicht nicht ganz so normal erscheint und mir viele schlimme Jahre einbrachte.
Heute habe ich das alles eingeordnet und akzeptiert.
Das eine Therapie auch Depressionen erst mal auslösen kann oder diese verstärkt wird man Dir sicher auch schon erzählte haben und dies stimmt auf Punkt und Komma ... glaub einem alten Depri Augen rollen
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Per Somnium
Marcia1
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« Antworten #4 am: 17. Juli 2010, 17:47:13 »

Marica, ich denke das Du lernen musst erst einmal Deine Gefühle und sexuellen Wünsche zu verstehen ( in Therapie)

Danke für die Antworten, aber:

Nach jahrelanger Psychotherapie (ca. 60 Std. Gesprächstherapie, wie erwähnt 200 Std. Analyse) und aufgrund meines Alters von nunmher 46 Jahren bin ich weder bereit noch in der Lage für weitere Therapie.

Ich hatte mit 40 Jahren eine paranoide Psychose und nehme seitdem Neuroleptika, zusätzlich Fluoxetin gegen die Depression. Die Psychose erschien als Ergebnis der psychoanalytischen Therapie - bloß nicht wieder!

Psychotherapie hilft nicht Jedem und ist kein Patentrezept!

Durch die Medikamente habe ich sowieso generell einen Libido-Verlust, so dass die Situation völlig entspannt ist.

VG
Marcia

P.S. Selbstverständlich bin ich schon aufgrund der paranoiden Schizophrenie durchgehend in Behandlung bei einem qualifizierten Psychiater. Wer sollte mir sonst die Medikamente verschreiben? Psychotherapie ist bei mir nicht angesagt!!!
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JEM
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« Antworten #5 am: 17. Juli 2010, 22:39:39 »

Hallo Marcia,
Du fühlst Dich "austherapiert", nach den vielen Stunden ist das auch verständlich.
Wie wurdest (wirst) Du aufgefangen in Deiner Psychose (außer mit Neuroleptika)?
Psychotherapie hilft natürlich nicht jedem und ist deshalb auch nur ein Mittel der Wahl.
Liebe Grüße
Jürgen
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Marcia1
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« Antworten #6 am: 19. Juli 2010, 17:52:35 »

Hi JEM,

in der Psychose wurde ich durch einigermaßen engmaschige ambulante Behandlung durch meinen Psychiater aufgefangen (ich sollte ihn regelmäßig anrufen etc.)

Ich war noch nie stationär in einer psychiatrischen oder psychosomatischen Klinik.

Angesichts der Schwere meiner Erkrankung (Diagnose "paranoide Schizophrenie" vor 5 Jahren; "mittelgradige Depression" bzw. "reaktive Depression" seit meinem 26. Lebensjahr, also seit 20 Jahren) kann ich manches Mal nur den Kopf schütteln angesichts der Klinik-Aufenthalte mancher Angst- u. Hypochondrie - Patienten.

Ich nehme meine Medikamente zuverlässig, steigere mich möglichst in nichts hinein und koste dem Gesundheits-System wenig.

Gruß
Marcia
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JEM
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« Antworten #7 am: 19. Juli 2010, 18:27:44 »

Hallo Marcia,
es freut mich für Dich, dass Du einen guten Psychiater ambulant an Deiner Seite hast!
Klinikaufenthalte sind zeitlich begrenzt, danach kommt dann der Alltag wieder. Für viele sind sie aber ein wichtiger Trigger, die Trennung vom Alltag, kein Rollenverhalten ist mehr wirklich nötig, man kann sich auf sich selbst besinnen und erste Schritte machen.
Du hast es so geschafft, andere in dieser Form. Ich denke, beides hat seine Berechtigung.
Liebe Grüße
Jürgen
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