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Angstnetz Forum
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Autor Thema: Was ist es bloß...  (Gelesen 1170 mal)
sunny93
Beginner
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Beiträge: 1


« am: 13. Juni 2010, 13:31:38 »

Hallo!

Ich leide seit Jahren an Angststörungen. Habe jahrelang Antidepressiva genommen, die ich aber jetzt abgesetzt habe. Zwischendurch habe ich immer wieder alprazolam genommen, wenn es mir extrem schlecht ging. In letzter Zeit etwas häufiger. Nun versuche ich ganz davon wegzukommen. Habe sporadisch (manchmal täglich eine halbe Tablette, manchmal 2 Wochen gar keine) immer wieder etwas genommen. Nun haben sich meine Angstzustände extrem verstärkt. Ich weiß nicht, ob es Absetzungserscheinungen sind oder einfach nur meine Angstzustände wieder da sind, wenn ich es nicht nehme. Wann müssten die Absetzungserscheinungen weg sein, nach der letzten Einnahme?

Zuhause habe ich keine Probleme, aber wenn ich auf der Arbeit bin, habe ich bei gewissen Kollegen so extreme Ängste, dass man es merken muss! Mir erscheint dann auf einmal alles sehr unwirklich. Ich bin nur noch mit meinen Gedanken beschäftigt, mein Gesicht ist total angespannt und ich kann kaum noch einen Gedanken halten.  Es tritt auf einmal auf und verschlimmert sich in Sekunden. Wie, als wenn ich unter Drogen stehe. Ich kann mein Gegenüber dann kaum noch ansehen und werde immer unruhiger. Habe dann fast das Gefühl durchzudrehen. Mein Arzt sagt immer, keine Sorge, es wird nicht passieren, weil solange man das denkt passiert es nicht, aber das nutzt mir in dem Moment wenig, wenn ich so fühle. Manchmal hält der Zustand Minuten, manchmal aber auch Stunden an. Wenn es mir dann wieder besser geht kann ich gar nicht mehr nachvollziehen, wie ich vorher so denken konnte. Es belastet mich sehr und im Moment hilft mir nur Alprazolam, aber das kann ja keine Dauerlösung sein. Ich arbeite in einem Reisebüro und da habe ich engen Kontakt zu meinen Kollegen, langsam merken sie sicher, dass etwas nicht stimmt. Was ist bloß los mit mir.
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emma
Beginner
*
Beiträge: 2


« Antworten #1 am: 29. Juni 2010, 05:13:50 »

Hallo,
das was du beschreibst hört sich irgendwie wirklich so an als ob das absetzen der  antidepressiva schuld wäre. Wie hast du sie
abgesetzt?komplett von heute auf morgen  oder ausgeschlichen?
Das problem wo passieren kann,ist das dein körper sich ja in einem für dir besserem zustand befand als du das antidepressiva genommen hast. Und jetzt fehlt es ihm sozusagen und man bekommst meist in kurzer zeit sein ausgangsbefinden vor der therapie bloß noch schlimmer. So könnte ich es mir erklären...
Wieso hast du sie überhaupt abgesetzt?hatte es nicht mehr den gewünschten erfolg?
Viele grüße,
emma
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airmen
Juniormember
**
Beiträge: 7


« Antworten #2 am: 29. Juni 2010, 10:30:43 »

Hallo Sunny ,

ich habe dir um die Frage der ,, Entzugserscheinungen ,, zu beantworten den nachfolgenden
Link herausgesucht :http://de.wikipedia.org/wiki/Alprazolam   .

Ich denke aber das dein eigentliches Problem bei den Kollegen bzw. bei deinem Selbstvertrauen liegt.

Hast du schon mal mit deinen Kollegen darüber gesprochen ?
Wie ist die Stimmung in deiner Firma ?

Gegen Angst hilft verstehen

Versuch zu erkennen was dein Problem ist ! Stell dir vor der ,, Schlimmste Fall,, tritt ein -
wie würde es dir danach gehen und warum?

Es machen uns nur Dinge Angst die wir nicht verstehen oder beeinflussen können.
Versuche zu verstehen und zu beeinflussen.

Gute Besserung !
Gespeichert
Fridolin
Stammposter
****
Beiträge: 568



« Antworten #3 am: 03. Juli 2010, 07:23:55 »

Hi sunny93
Ich denke, daß deine Probleme mit dem Absetzen des AD zusammenhängt. Ich stelle mir auch des öfteren vor, ohne Medis auszukommen, einfach Absetzen ohne Rücksprache mit dem Arzt möchte ich nicht. Wenn, dann könnte ich mir ein Ausschleichen mit einer Krisen-Anlaufstelle, wenns nicht klappt, vorstellen.
Ich denke auch, daß viele Menschen wegen ihrer Ängste leiden. Existenzangst, Angst vor der Zukunft, Angst vor Krankheit und Tod, Angst, nicht gut genug zu sein und schließlich Angst vor der Angst. Ängste steuern uns, meist im Unterbewußtsein und sie besitzen sehr viel Macht. Miteinander läßt die Angst am Besten ertragen, bzw. überwinden.
Viel Kraft und Energie
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Fridolin Steinpalme
tick
Juniormember
**
Beiträge: 12


« Antworten #4 am: 06. Juli 2010, 16:09:42 »

Heißt es nicht immer, dass Antidepressiva nicht abhängig machen?
Ich trau dem Frieden nicht. Ganz ehrlich. Ich beglückwünsche Dich, dass Du das Zeug absetzt.
Einfach so. Antidepressiva sind Krücken, die auf Dauer nicht beglücken. Deine Zustände kenne ich auch. Sprich in einer freien Minute mit Deinen Kollegen drüber. Auch wenns schwerfällt. Du wirst sehen, dass danach alles besser wird. Du bist ein eigenständiger Mensch, der sich nicht abhängig macht von einem synthetischen "Glücksbringer". Sowas funktioniert auf Dauer nie. Wirst Du aber vom Arzt und den "gesponserten" Medien nie erfahren.
In einem Reisebüro arbeitest Du? Toll!!
Ich denke an Dich und glaube an Dich! Grinsen
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