Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #25 am: 29. Juni 2010, 15:36:42 » |
|
Hallo Poul, herzlichen willkommen im Club. Auch meine Mutter war damals immer der Meinung, dass man sich "da durch beissen müssen" oder "das durchstehen muss", denn solche Prüfen hätte man schließlich das ganze Leben. Das macht die Sache nicht gerade einfacher - ich fühl' da wirklich mit Dir. Was Du beschreibst kenne ich zu gut (sh. Beitrag oben): Ich konnte zeitweise nicht den Ort oder das Haus verlassen ohne Panikattacken zu bekommen. Und hate ich gerade keine, dann hatte ich Angst vor der nächsten ... Du hast Recht. Das kann keiner nachfühlen, der es nicht erlebte - auch das habe ich auch der damaligen Zeit gelernt. Vielleicht zur Beruhigung: Den schlimmsten Schritt hast Du hinter Dir. Die Entscheidung, dass Du Hilfe annehmen möchtest, ist sicherlich eine der schwierigsten und längsten. Ist diese aber getroffen, bist Du bereits bei der Aufarbeitung (und damit Lösung) des Problems. Also dazu bereits meinen herzlichen Glückwunsch. Das Du diese Entscheidung teilweise gegen Deine Mutter triffst, macht sie umso schwieriger und damit umso mehr lobenswert. Wenn Du Deine Sorgen, Probleme und Wünsche morgen Deiner Ärztin beschreibst, wird Sie Dir sicherlich helfen diesen Weg zu gehen. Ansonsten besuche einen weiteren Arzt. Nicht jeder kann (sh. Deine Mutter) solche Sorgen nachvollziehen. Auch ich habe schon häufig von Ärzten gehört, die nicht einfach eine Überweisung zur Therapi ausstellen - wietersuchen hilft Dir da am besten weiter. Vielleicht hilft Dir ein Versprechen (die ich nicht "mal so" gebe): Du bist mit Deinem Problem nicht allein. Und verrückt bist Du auch nicht (ansonsten würdest Du das Problem nicht als Problem erkennen  ). Gibt Dir selbst ein wenig Zeit (auch wenn das gerade ein schlimmes Gefühl ist) und glaub' meinen Worten, dass es besser werden wird. Vielleicht nicht morgen oder übermorgen - aber in naher Zukunft. Und in einigen Monaten kannst Du dann so schreiben und reden wie ich jetzt. Dann kannst Du jmd. Mut machen, diese wirklich schwere Zeit durchzustehen ! Wenn Dir das Reden/Schreiben schon hilft, dann können wir diesen Thread gerne füllen. Auch die anderen Mitglieder werden Dich dann unterstützen. Also Kopf hoch. Frage Deine Ärztin (oder einen Buchhändler Deines Vertrauens) heute oder morgen doch mal nach guter Lektüre (keine 100 Seiten Bücher - sondern kurze Hefte). Mir hat damals schon sehr das medizinische Verstehen der Aktionen und Reaktionen in meinem Körper geholfen, die Panik ein wenig zu reduzieren. Sie war dann zwar nicht weg - aber ein wenig erträglicher.
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 29. Juni 2010, 15:44:08 von Bell »
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #26 am: 29. Juni 2010, 15:53:53 » |
|
Nachtrag: Habe das Buch von damals mal im Keller gesucht und (trotz Umzugschaos) gefunden  "Wenn Angst krank macht" Prof. Dr. Hans-Ulrich Wittchen ISBN 3-576-10768-1 Das hatte mir damals ein Psychologe geschenkt, weil es mir halt aufgrund Terminmangels nicht sofort helfen konnte. Es ist gut zu lesen, und hilft durch Tricks aktiv, Deine Ängste zu bewältigen. Vorallem aber erklärt es die Zusammenhänge gut und einfach. Dadurch wurden mir damals Zusammenhänge klar, die mir gut taten.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
airmen
Juniormember
 
Beiträge: 7
|
 |
« Antworten #27 am: 29. Juni 2010, 17:15:32 » |
|
Hi Paul , wenn dir danach ist, geh doch zum-( Kinder-) Psychater dafür braucht du keine Überweisung und als Minderjähriger zahlst du sowieso keine Praxisgebühr.
Ich finde es rührend wie hier der eine oder andere sich bemüht die eine oder andere Methode zu ,, beurteilen ,, aber ich denke außer Medizinern sollte niemand über das für und wieder diskutieren ! ( Der eine meint ein Vagusmanöver und der andere den Carotisdruckversuch der jedoch , falsch angewandt auch in einer Synkope enden kann )
Du sagst es ganz richtig - du könntest jetzt das schöne Wetter genießen - wer hindert dich daran ? - Nur du selbst!
Ich habe es selbst erlebt ,das Herzrasen steigert sich solange bis die Sternchen nur so spritzten , sich alles dreht und dir die Sinne schwinden ... hab ich in meiner Not den Notarzt gerufen und der ( geistesgegenwärtig ) hat sich geweigert mich zu behandeln mit den Worten du stirbst nicht ! 20 unendliche Minuten später war ich wirklich bereit zu sterben , aber es passierte nicht, nach weiteren 20 Minuten stand ich auf und lebte weiter. ( Ist 25 Jahre her ) Das war mein letzter ,, Anfall ,, !
Wenn du noch nicht ,, bereit,, bist dann dröhn dich ruhig zu der freundliche Psycharter hilft immer gern. ( Der Sozialpsychologische Dienst überigens auch )
LG airmen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
pouljonnson
Juniormember
 
Beiträge: 13
|
 |
« Antworten #28 am: 29. Juni 2010, 17:23:11 » |
|
Danke für eure Antworten, wie gesagt, Ich werde morgen nocheinmal zum Arzt gehen und die nächsten Schritte abklären. Mal sehen, was die Ärztin mir rät. Mir graut es nur davor, wieder den Satz zuhören :'' Ich würde da jetzt ersteinmal garnichts machen'' Denn ich habe imme rso meine Probleme da zu wiedersprechen oder rumzujammern. Aber so kann es nicht weitergehen.
PS: Das Buch werde ich gleich bestellen (:
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #29 am: 29. Juni 2010, 17:31:33 » |
|
@ Poul Dann sage ich doch freundlich und ruhig, dass Du mit der Antwort und diesem Weg nicht (gut) leben kannst und möchtest. Entscheidend ist, dass es für Dich nicht auszuhalten ist. Mir ging's beim Arzt auch immer besser - schließlich wäre ja fachliche Hilfe im Ernstfall da gewesen. Daher war nie ein Herzproblem beim EKG messbar. Mein Arzt hat mich dann einfach gefragt, ob ich mich trotzdem psychotherapeutisch behandeln lassen möchte. Also schickte er mich zu diesen "Kennlerngesprächen", da eine Therapie ja meist nie sofort beginnt. Zuerst müssen sich Patient und Therapeut kennenlernen und merken, ob ein passendes Vertrauensverhältnis entstehen kann. Bringt ja nix, wenn Du Deinen Therapeuten nicht leiden kannst  Frag' Deine Ärztin sonst nach Ihren Alternativen. Zwischen "Therapie mach keinen Sinn" (Ärztin) und "am liebsten sofort" (so hab ich Dich verstanden) gibt es doch viele Wege. Versuche, mit Ihre einen für Dich akzeptablen Weg zu finden. Vielleicht hat Sie ja eine gute Idee !? @airmen ich beziehe Deine Anspielung ("Carotisdruckversuch") mal auf meinen Hinweis. Ausdrücklich (sh. mein Beitrag) ist es kein Karotis Druckversuch (KDV). Dazu müsste der Finger mit Druck die Zunge oder den Rachen berühren oder der Auslöser von außen einwirken (z.Bsp. durch zu engen Hemdkragen oder ruckartiges Drehen des Kopfes sein). Auf die beschriebene Weise (kurz, ohne Druck) gibt es lt. meinem Arzt kein Risiko. Steckt man den Finger zu weit in den Mund, erbricht man. Ohne Erbrechen löst der Reflex nur eine Beruhigung aus. Ich werde meinen Arzt morgen mal nach dem exakten med. Begriff fragen.
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 29. Juni 2010, 17:36:54 von Bell »
|
Gespeichert
|
|
|
|
airmen
Juniormember
 
Beiträge: 7
|
 |
« Antworten #30 am: 29. Juni 2010, 17:43:28 » |
|
Hallo Bell , du hast recht das Vagusmanöver ist wirklich ungefährlich aber ein Glas kaltes Wasser tuts auch ! Ich möchte dir auch nicht zu nahe treten , denn ich denke du kennst genau wie ich dieses Scheiß Gefühl und diese Scheiß Angst und möchtest Paul genau so helfen wie ich auch ! Bedenke das aber aus guten Grund sogar Ärzten die Ferndiagnose und übrigens auch die Beurteilung von Heilmethoden durch Ihre Berufsordnung ausdrücklich untersagt ist. Nicht jeder der hier ließt antwortet auch und nicht jeder hat das gleiche wie du , ich oder Paul... oder vielleicht haben wir auch alle ganz was anderes  @ paul es kommt der Tag da wirst du mich verstehen und du versuchst vielleicht auch anderen mit deiner leidvollen Erfahrung zu helfen ! - alles wird Gut ! airmen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #31 am: 29. Juni 2010, 17:53:51 » |
|
@airmen: Du bist mir nicht zu Nahe getreten. Du hast Recht, dass wir beide wohl diese Angst noch gut kennen - das vergisst man nicht so schnell. Ich finde es gut, dass Du hier Deine Meinung und Bedenken beiträgst. Nur dann können evtl. Irrtümer bemerkt und Infos relativiert werden. Dein Trick mit dem Schluck kaltem Wasser ist richtig und gut - nur leider habe ich meist nachts kein kaltes Wasser dabei - meinen Finger meist schon  Aber Du hast mich auch überzeugt, solche Tips in Zukunft deutlicher als privaten Tip zu kennzeichnen. @Poul: Schreib Dir doch Deine wichtigsten Argumente auf. Vielleicht geht es Dir wie mir - beim Arzt hatte ich immer mal wieder das eine oder andere Argument vergessen. Ein paar Stunden später ärgerte ich mich damals dann prompt wieder. Sollte Deine Ärztin Dich nicht verstehen können, dann informier Dich vielleicht nach einer Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe. Häufig findest Du dort noch besser Rat und Hilfe als hier, denn diese Menschen kennen die Gegebenheiten in Deinem Wohnumfeld natürlich viel besser. Ich drück' Dir die Daumen und würde mich freuen, wenn Du morgen mal erzählst, wie's gelaufen ist.
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 29. Juni 2010, 17:56:06 von Bell »
|
Gespeichert
|
|
|
|
Klabautermann
Schreibe oft hier
  
Beiträge: 42
|
 |
« Antworten #32 am: 30. Juni 2010, 10:39:59 » |
|
Die Idee mit der stationären Behandlung finde ich gut, war selber schon öfters in psychotherapeutischen oder psychiatrischen Kliniken, einmal sogar 14 Wochen am Stück.
Die sind nicht schlimm, Du kämst ja nicht in die geschlossene Abteilung für die total durchgedrehten oder in die forensische für die Schwerverbrecher.
Initial kann sowas sehr gut helfen, anschließend dann ambulante Weiterbehandlung draußen, die man schon von der Klinik aus veranlassen kann.
Darum kümmert sich dann der Dich in der Klinik behandelnde Arzt, bzw. der Sozialdienst der Klinik.
Auch der Gang zu Caritas oder Diakonie ist gut, die haben Fachleute und für ein Erstgespräch mußt Du da auch nicht lange warten.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
pouljonnson
Juniormember
 
Beiträge: 13
|
 |
« Antworten #33 am: 30. Juni 2010, 11:54:55 » |
|
So, gerade war ich bei meiner Hausärztin, und siehe da, ohne dass ich etwas sagen musste, schlug sie mir eine psychiatrische Therapie vor. Einziges problem nur, sie meinte (da sie weiß dass meine Mutter auch Ärztin ist) meine Mutter solle mir einen Termin bei einem Psycholgen machen, den Sie vielleicht durch patienten kennt. Ich hatte aber eig. nicht vor, dass meiner Mutter überhaupt zu sagen :/ Naja, da werd ich mich wohl selbst mala uf die Suche machen und nen geeigneten Therapeuten suchen... Kennt nicgt zufällig jemand einen in leipzig? (:
Es ist eig. nicht zu fassen, obwohl ich mir eig. denke das organisch alles in ordnung ist, mache ich mir schonwieder Gedanken ob es nicht doch ne Angina Pectoris ist, weil man die ja auf dem EKG nicht unbedingt sieht... und ich kan nichts dagegen machen ...
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #34 am: 30. Juni 2010, 12:13:49 » |
|
Hallo Poul, klasse - die erste Hürde ist genommen  Dieses Thema mit den eigenen Eltern zu besprechen ist (wenn Sie gegen Therapien sind) nicht gerade leicht. Damals habe ich auch für mich selbst einen Therapeuten gefunden und es anschließend zu einem passenden Zeitpunkt meinen Eltern erzählt. Da war die Reaktion dann akzeptabel - ändern konnten sie nichts mehr an der Tatsache. Gerade in größeren Städen findest zu schnell Selbsthilfegruppen. Man muss nicht Mitglied werden oder zu Sitzungen gehen, um von denen eine Liste mit passenden Therapeuten zu bekommen. Und der weitere Vorteil von großen Städten ist eine schön große Auswahl. Also schnapp Dir das Telefonbuch oder die gelben Seiten und frag' Dich durch. Wie schon so oft gesagt: Wichtig ist allein nur, dass DU mit dem Therapeuten gut klar kommst. Das Du die Sorgen mit immer neuen Möglichkeiten wegen Deines Herzens hast ist in Deiner Situation normal. Am Anfang meiner Therapie lernte ich, dass die Signale des Körpers wohl von der Seele kommen - und wenn Du auf in Signal nicht (mehr) so gut hörst, dann kommt halt ein anderes. Das habe ich exakt so erlebt, wie Du es schreibst. Mir kamen immer neue Horrorgedanken und Möglichkeiten - besonders schlimm wurde es nach TV Berichten über Herzkrankheiten usw. - es ist erschreckend, wie viele Möglichkeiten der Kopf findet, ohne dass man es eigentlich möchte. Aber genau da hilft dann die Therapie. Heute merke ich mein Herz genauso wie früher; erst recht beim Sport. Damit lernt man dann zu leben und es richtig(er) zu interpretieren. Im Kopf laufen jetzt keine Angstgedanken sondern die Erkenntnis, dass ich halt mein Herz intensiver spüre als andere. Mit der Zeit und der Hilfe gewöhnt man sich dann daran. Auch die Ursache (bei mir falscher Umgang mit Stress) wird bei der Therapie erkannt und "behoben". Hört sich vielleicht beängstigend und viel an, ist es aber nicht wirklich. Wenn Du einen Schritt weiter bist und einen Termin bei einem Therapeuten hast, dann schreib's doch wieder. Im Vergleich zum Anfang dieses Themas bist Du doch schon ein ganz schönes Stück weiter, oder? Kopf hoch - Du machst Deinen Weg gerade richtig gut !!
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 30. Juni 2010, 12:21:24 von Bell »
|
Gespeichert
|
|
|
|
pouljonnson
Juniormember
 
Beiträge: 13
|
 |
« Antworten #35 am: 30. Juni 2010, 12:25:06 » |
|
Hallo Bell, Also schon alleine das schreiben hier hat mir total geholfen, ich glaube sonst wär ich tatsächlich schon durchgedreht. Klar, die Panik ist noch da und wie du das beschrieben hast, ich mal mir immer noch Horrorszenarien aus, was es denn sein könnte, obwohl ich eig. weiß das alles in ordnung ist. Ich habe jetzt mal ne Mail an die Diakonie und Caritas geschrieben, mal schaun, vielleicht können die mir ja erstmal weiterhelfen. Ich werd aufjedenfall immernochmal hier schreiben. Vielen Dank für deine Tips 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Klabautermann
Schreibe oft hier
  
Beiträge: 42
|
 |
« Antworten #36 am: 30. Juni 2010, 12:51:27 » |
|
Du kannst auch Deine Hausärztin nach einem geeigneten Therapeuten befragen, immerhin hat sie ja erkannt, woher die Probleme kommen.
Die hat übrigens Schweigepflicht - auch Deiner Mutter gegenüber.
Eine Mail hätte ich nicht an Diakonie oder Caritas geschrieben, ich hätte da schon persönlich vorgesprochen.
Mach Dir mal keine Gedanken wegen einer Angina Pectoris, wo soll die denn in Deinem Alter herkommen?
Selbsthilfegruppenanschriften erfährt man auch beim Landratsamt, zumindest bei uns in Baden-Württemberg ist das so, die kennen sich gut aus.
Ebenfalls kann man auf dem Rathaus nachfragen, oder beim Roten Kreuz, dem VdK oder auch bei Psychotherapeuten/Psychiatern, die oft in solchen Gruppen auch beratend tätig sind.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #37 am: 30. Juni 2010, 13:17:02 » |
|
Hallo Poul,
danke für Deine Antwort. Es freut mich, dass es Dir besser geht.
Das Sprechen über die Probleme hilft häufig - solange man sich nicht ständig rechtfertigen und erklären muss. Ich glaube, es ist auch wichtig, dass Du weißt, dass Deine Sorgen und Gedanken bei sowas ganz normal sind. Die Angst Durchzudrehen oder die Kontrolle zu verlieren höre ich von fast allen (und kenne sie noch allzu gut von mir selbst). Ängste sind halt irrational und kommen vom Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Damit kann dann der logisch arbeitende Verstand nicht zurechtkommen. Das ist (vielleicht zu Deiner Beruhigung) ein gutes Zeichen, dass Dein Verstand ganz normal arbeitet. Mir hat das damals beim ein Arzt grinsend so erklärt, nachdem ich ihm von meinem "Kopfkino" erzählte.
Wenn Du mal wieder durch ein Tief gehst, dann schreib es einfach. Das Auf und Nieder ist auch normal und jeder mit unseren Erfahrungen kennt das. Davon ist keiner genervt oder stört sich daran. Gib' Dir selbst ein wenig Zeit und Ruhe - es wird alles langsam besser werden (sh. Deinen Termin bei Deiner Ärztin). Einen Therapieplatz wirst Du auch finden - ich habe noch von keinem gehört, der bei dem Wunsch das nicht geschafft hat.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #38 am: 30. Juni 2010, 18:18:00 » |
|
So, gerade war ich bei meiner Hausärztin, und siehe da, ohne dass ich etwas sagen musste, schlug sie mir eine psychiatrische Therapie vor. Hallo Paul, was hat sie genau vorgeschlagen? Eine Psychotherapie oder einen Psychiater (zur Diagnose) aufzusuchen? Was war ihre Diagnose? Auf jeden Fall würde ich ggf. den Psychiater in Deinem Fall selbst aussuchen, da Deine Mutter anscheinend nicht "an Dich glaubt". Wie schon oben erwähnt, weiß auch Deine Hausärztin Adressen dazu. Es gibt viele Möglichkeiten, wie auch z.B. stationäre Behandlung in einer psychosomatischen Klinik. Sie haben spezielle Abteilungen für Jugendliche, Du bist dort kein ans Bett gefesselter Patient, sondern jemand der als Mensch (an)erkannt wird. Der Vorteil liegt darin, dass Du losgelöst von Deinem Alltag bist und alle Diagnose- und Therapiemöglichkeiten individuell von Dir genutzt werden können. Angst davor musst Du nicht haben, denn Du kannst eine solchen Aufenthalt jederzeit abbrechen, wenn Du das willst. Das ist aber nur eine Möglichkeit, am Anfang steht eine (gesicherte) Diagnose durch einen Facharzt. Ich wünsche Dir Gutes! Liebe Grüße Jürgen
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
pouljonnson
Juniormember
 
Beiträge: 13
|
 |
« Antworten #39 am: 01. Juli 2010, 00:26:01 » |
|
Hallo Jürgen, Die Diagnose habe ich ja vom Krankenhaus, im Entlassungsbrief stand auch, dass eine psychologische Behandlung gegebenenfalls notwendig ist. Ich wäre ja auch eig. garnicht gegen eine stationäre Behandlung, jedoch wollte ich das ganze am liebsten ''hinterm rücken meiner mutter'' machen.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|
JEM
|
 |
« Antworten #40 am: 01. Juli 2010, 12:30:27 » |
|
Hallo Paul, die (Verdachts-)Diagnose stammt also von einem Internisten bzw. Kardiologen. Ich meinte aber eine Diagnose durch einen psychiatrischen Facharzt. An dessen Diagnose kommt dann auch Deine Mutter nicht mehr so einfach vorbei. Du kannst ja nicht auf Dauer "hinter ihrem Rücken" leben und alles mit Dir selbst ausmachen. Auf jeden Fall solltest Du weiter aktiv bleiben, wenn es wirklich eine Phobie ist, "verwächst" sich diese nicht so von alleine, sondern zieht oft noch weitere Ängste nach sich. Ich wünsche Dir die Kraft dazu, lasse bitte weiter von Dir hören!
|
|
|
|
« Letzte Änderung: 01. Juli 2010, 12:31:43 von JEM »
|
Gespeichert
|
Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten. [Konrad Lorenz]
|
|
|
suse
Juniormember
 
Beiträge: 31
|
 |
« Antworten #41 am: 05. Juli 2010, 23:00:56 » |
|
Hallo Paul, Du hast ja schon viele gute Antworten bekommen. Wenn es nichts Organisches ist und du keinen Termin bei einem Psychologen oder Psychiater bekommen kannst auf die Schnelle, versuche es doch mal mit Bachblüten. Die wirken auf die Seele. http://www.gwx.de/cgi-bin/forum/yabb2/YaBB.plDas ist eins von vielen Forem im Internet, da kan nman auch viele Fragen stellen. Liebe Grüße Suse
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Ein Freund ist jemand, der die Melodie deines Herzens kennt und sie dir vorsingt, wenn Du sie vergessen hast.
Dalai Lama
|
|
|
pouljonnson
Juniormember
 
Beiträge: 13
|
 |
« Antworten #42 am: 11. Juli 2010, 02:37:03 » |
|
Hallo Leute, Heut möcht ich mal wieder ein kurzes Update geben. Kurz nachdem ich hier so viele tolle Antworten von euch bekam, ging es mir tatsächlich den Umständen entsprechend relativ gut. Meine Mutter kam tatsächlich von alleine auf mich zu und erzählte mir, dass sie mit einer befreundeten Ärztin darüber geredet hatte und nun einen Termin beim Oberarzt der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik des Kindes- und Jugendalters der Uniklinik gemacht hat. Dieser war dann glücklicherweise auch gleich einige Tage darauf. Dort hatte ich dann zusammen mit meiner Mutter ein Erstgespräch, bei dem ich mir aber irgendwie noch nicht so richtog verstanden vorkam  Der Arzt war total nett, aber es kam mir so vor, als wüsste er nicht wirklich, was das bei mir ist und auch nicht so wirklich wüsste, was er machen soll. Naja nun habe ich nächsten Monat erst wieder einen Termin, bei dem er irgendeine Diagnose und irgendwelche Untersuchungen machen will. Alles soweit schön und gut... Jedoch geht es mir von tag zu tag schlechter... ich weiß nciht wieso das aufeinmal wieder angefangen hat... aufjedenfall wird es jetzt von tag zu Tag schlimmer... es ist einfach nicht mehr auszuhalten. Ich kann nachts nun garnicht mehr schlafen und es kommen immer mehr Symptome hinu... mittlerweile habe ich manchmal Sehstörungen, Taubheitsgefühle in den Beinen, das Gefühl als würde sich mein Brustkorb total zusammenziehen, das gefühl, als hätte ich kinen Puls mehr und komischerweise immermal so ein komisches ''Blubbern'' in den verschiedensten Körperteilen vorallem aber im linken Arm. Heute waren wir zum Geburtstag bei meinem Opa, schon auf der Hinfahrt dachte ich ich würde jeden Moment zusammenklappen, woltle mich ejdoch zusammenreißen, da ich bereits beim letzten Treffen mit meinen Großeletern zusammengebrochen bin. Darauf folgte dann auch die zweite Einweisung ins Krankenhaus. Naja... es ging einige Stunden gut doch dann wurden die Schmerzen und übrigen symptome unerträglich. Ich lief etwas über das doch recht große Anwesn meiner Großeltern, bis meine Mutter kam und mich fragte was los ist. Ich sagte erst nichts, doch sie merkte das etwas nicht stimmt. Dann brach ich in Tränen zusammen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte mal gehuelt habe... aber ich konnte es nicht zurückhalten, weil ich einfach ncihtmehr weiter wusste. Ich habe einfach immer diese verdammt große Angst, dass es doch eine organische Ursache haben könnte und ich doch ein herzleiden habe und daran sterben könnte. Ich werde diese verdammte Angst einfach nicht los... Bei dem Gespräch mit meiner Mutter, machte sie mir nochmal klar, dass ich mich ablenken muss, das einfach irgendwie nicht beachten soll usw. Aber es geht einfach nciht, ich kann das alles nicht abschlaten, sobald ich etwas mit meine Freunden mache, wird es schlimmer. Ich weiß nicht mehr weiter, ich wollte übermorgen mit ein paar Freunden wegfahren, daraus wird wohl nix ... in zwei Wochen wollte ich länger mit einem Freudn wegfahren... auch daraus wird SO nichts... ABER VORALLEM habe ich einfach nur schreckliche Angst zu sterben :'-(
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Dunklertoter
Beginner

Beiträge: 3
|
 |
« Antworten #43 am: 11. Juli 2010, 19:35:24 » |
|
Hey Paul, ich bin auch 16 und habe nahezu genau die gleichen Probleme wie du! Das heißt hunderte EKG´s ohne ergebniss, Krankenhaus, Arztbesuche und und und... Aber hey das wrid schon wieder ich habe zwar auch noch beschwerden aber den meisten Tag gelingt es mir sie zu ignorieren und etwas zu machen (außer bei der sch**ß hitze gerade :P). Naja was ich dir sagen will ist, dass wenn selbst ich es schaffe damit einigermaßen klar zu kommen (ned immer aber wenn andere leute dabei sind klappt es auch mal ohne panik und todesangst), dann schaffst du das auch! Kannst dich ja mal melden wenn du willst :)
LG Toter
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
Auch böse Metaler haben ein Recht auf rosa Zauberponys
|
|
|
tick
Juniormember
 
Beiträge: 12
|
 |
« Antworten #44 am: 13. Juli 2010, 08:54:02 » |
|
Hast ne kluge Mama. Sich in psychiatrische "Obhut" zu geben ist ungefähr so, sich dem Scharfrichter freiwillig zu stellen. Du bist jung. Die Hormone spielen verrückt. Das ist die Natur. Vor der brauchst Du Dich nicht zu fürchten. Auf welche Schule gehst Du?? Lies das Buch "Das LOLA-Prinzip". Und Du wirst, wenn Du nicht dumm bist, verstehen.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Klabautermann
Schreibe oft hier
  
Beiträge: 42
|
 |
« Antworten #45 am: 13. Juli 2010, 13:46:16 » |
|
Das sehe ich anders.
Ich halte den Gang zum Psychotherapeuten sehr wohl für angebracht und denke, daß die Probleme psychisch bedingt sind.
Bei mir hat in dem Alter 1 Sitzung von 1 Stunde gereicht, um grundlegend etwas zu verändern, allerdings bin ich damals dem Rat des Fachmannes auch gefolgt.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
tick
Juniormember
 
Beiträge: 12
|
 |
« Antworten #46 am: 13. Juli 2010, 15:53:15 » |
|
Gott sei Dank gibt es unterschiedliche Meinungen.
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #47 am: 17. Juli 2010, 14:16:11 » |
|
Hallo Poul, geht's Dir besser ? Diese "Rückfälle" sind (leider !) normal. Du ahnst nicht, wie sehr ich damals dieses Auf-und-Ab gehasst habe. Rückblickend kann ich sagen, dass ich dadurch für mein heutiges Leben viel gewonnen habe und durch solche Rückschläge mich nicht mehr irritieren lasse ("das habe ich damals häufig und schlimm genug erlebt - viel schlimmer kann das jetzt auh nicht werden"). Viele unangenehme Situationen habe ich daher seitdem entspannter meistern können. Wie ich schon in meinen vorherigen Beiträhen schrieb: Es lässt sich leicht sagen, wenn mann's hinter sich hat. Vielleicht hilft Dir ja aber diese Erfahrung, dass auch Du diese ätzende Zeit gut schaffst und bald ebenso zurück blicken kannst. Ein anderer Angstpatient (ich stand vor einigen Monaten wegen der gleichen Sorgen, die Du jetzt hast, mit ihr in Mailkontakt) hat mit einen Link geschickt. Es sind Videos eines Psychotherapeuten der erklärt, was die Herzangst ist und was dahinter stecken kann. Natürlich ist das keine Therapie - vielleicht hilft es Dir aber auch, wenn man sich auf solche Weise mit dem Problem beschäftigen kann ? http://www.expertenrat.info/herzphobie-herzneurose.htmlWie läuft's mit Deiner Mutter ? Steht sie mehr/besser hinter Dir ? Manchmal bringt ein das Durchleben solcher schweren Zeiten ja zusammen und Du hast die Chance, gleich zwei Baustellen aufzulösen. Wäre doch schön, wenn Du in ein paar Wochen mit Deiner Mutter über Deine gelösten Ängste reden kannst, oder ? Lass Dich nicht ärgern und verunsichern von Aussagen à la "das ist die Natur". Vielleicht sind diese Meinungen in der Basis nicht verkehrt - bei jungen Menschen spielen die Hormone und der Körper gerne quer, aber ... wenn es Dich belastet und dir DEIN Leben versalzen, warum solltest Du dann keine Hilfe nutzen. Ich bin Informatiker und kann Dir einen kleinen Vergleich aus meiner Praxis geben: Viele Benutzer erkennen zwar Probleme und "komisches" Verhalten an ihrem Computer recht schnell. Virenwarnungen werden aber gerne ignoriert - schließlich haben die Viren immer nur die anderen ("dämlichen") Computerbenutzer, die nicht auf ihre Sicherheit achten ... der Kunde selbst hat ja aber "viel Ahnung" und ihn selbst trifft sowas grundsätzlich nicht. Komischerweise haben genau diese Kunden nach einem halben Jahr richtig Ärger und Probleme: ihr Computer will dann garnicht mehr, die Daten teilweise vielleicht weg und das alles passiert "völlig überraschend". Die Datenrettung ist dann recht aufwändig, zeitintensiv und kostet (logischerweise) viel mehr als vom Kunden vermutet. Die Kunden, die das "komische Verhalten" aber direkt online durch uns prüfen lassen, bekommen ihre Virus kurz entfernt und zahlen häufig nix Mein Fazit: Manchmal ist rechtzeitige, fachliche Hilfe viel hilfreicher und nervenschonender als ewiges Selbstversuchen und dann doch zum Fachmann zu rennen. Ich persönlich denke, dass Du genau den richtigen Weg gehst. Viele, viele andere sind ihn auch schon so oder so ähnlich gelaufen - jeder auf seine Weise. Halt mich auf dem Laufenden und weiterhin viel Mut und Geduld ! 
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
Bell
Juniormember
 
Beiträge: 14
|
 |
« Antworten #48 am: 15. Dezember 2010, 22:38:46 » |
|
Hallo Poul,
wie geht es Dir mittlerweile ?
Alles Gute, Bell
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
pouljonnson
Juniormember
 
Beiträge: 13
|
 |
« Antworten #49 am: 16. Dezember 2010, 16:07:06 » |
|
Hallo Bell,
ich weiß garnicht mehr, wie der Stand der Dinge, bei meinem letzten Post war.. .. aufjedenfall war es dann irgendwann eig. auszuhalten.. es war nie weg oder so aber ich hab einfach versucht es nicht mehr so an mich heran zu lassem usw.. Ich war dann auch in der Uniklinik Abt. Psychsomatik des Kindes und Jugendalters.. 2 mal, dass waren auch eher so Vorgespräche, dann ging mein behandelnder Arzt leider in Elternzeit, und seit dem hatte ich keinen Termin mehr bei ihm.. Zwischendrinn, hatte ich einen Ersatztermin bei nem anderen Arzt, welcher meinte, dass dann nachdem der Oberarzt wieder da ist, die richtige Behandlung aufjedenfall anfangen müsse.. doch leider hatte ich nicht nochmal nen Termin..
Ca. vor einem Monat, verschlechterte sich die ganze Sache wieder ziemlich, von dem Tag an wird es eig. immer schlimmer.. .. ich bin auch nichtmehr 100% davon überzeugt, dass es wirklich 'ne psychosomatische Sache ist.. Ich habe zunehmend ein Stechen in der Herzgegend, ständig ein Druckgefühl in der Mitte der Brust, bekomme manchmal vorallem beim Treppen steigen kaum Luft, Herstolperer sind an der Tagesordnung und am schlimmsten ist, dass ich jeden Herzschlag warnehme, mein Herz schlägt ganz Dumpf und apruppt. Ist echt ne scheiß Angelegenheit und ich will endlich, wieder so Leben wie früher..
Nächsten Mittwoch habe ich nen Termin bei nem niedergeelassenen Kardiologen, zudem mich meine Internistin überwies.. mal sehen, was da rauskommt.. .. wenn er mir sagt, dass alles in Ordnung ist.. dann werde ich wohl in der Klinik nachhacken und mich dort behandeln lassen.
Liebe Grüße Poul
|
|
|
|
|
Gespeichert
|
|
|
|
|