Hallo ihr lieben,
war eine Weile nicht hier, da es mir ehrlich gesagt wirklich gut geht. Vor rund 8 Jahren wurde die Angststörung diagnostiziert, seit ca. 3 Jahren gehts mir gut und Panikattacken kommen selten. Und das enscheidene, ich trete ihnen entgegen und lasse sie nur noch gaanz selten gewinnen. Soweit sogut. Ich hatte Glück, habe eine wundervolle Therapeutin die mich in diesen 8 Jahren begleitet hat und mich langsam wieder zurück ins Leben führte. Angefangen bei "ich kann nicht mehr vor die Tür gehen", dann jahrelang nur in Begleitung, bin ich heute bei einem Stand den sich viele sicher noch wünschen. Ich lebe allein (anfangs bei Eltern noch), ich bewältige meinen Alltag allein, ich bin nur noch selten auf Hilfe angewiesen und ich befinde mich derzeit in der Existenzgründungsphase.
Und hier scheine ich ins stolpern zu kommen. Ich möchte mich schon weit über ein Jahr selbstständig machen, arbeite auf Angestelltenbasis im selben Bereich und kriege zusätzlich Alg2. Nun arbeite ich also schon und das sehr gut und bisher nur mit 3 Fehltagen wegen Angst (in über 2 Jahren).
Im Juni war ich zum Gründerseminar und schreibe seitdem an meinem Businessplan!!! Ich schiebs vor mir her, klare Sache. Termin beim Amt war schon, der setzt mich nicht unter Druck und so dümpel ich eben weiter vor mich hin. Doch nun vor etwa 10 Tagen begann meine Lunge zu rebellieren. Da ich seit Jahren an Atemnot leide und regelmäßig ein Notfallspray benutze und nun morgens und abends Cortison inhaliere, dachte ich jetzt isset aus.
Diese Sprays wirken nicht mehr! Die Atemnot fühlt sich auch ganz anders an als sonst. Normalerweise helfen die Sprays sofort und ich muss nicht mehr drüber nachdenken.
Jetzt fällt das atmen schwer, und das den ganzen Tag
Letzte Nacht war es so heftig das ich heut morgen ins Krankenhaus gedüst bin weil ich nicht mehr konnte. Am Freitag war ich noch beim Hausarzt, aber der hörte nix beim abhören.
Nun haben die dummerweise auch nix gefunden (oder gott sei Dank). Blutbild, Lunge röntgen, abhören, nix. Alles supi.
Die Inhalation vor Ort brachte garnix. Die Ärztin meinte, sowas hat sie noch nicht erlebt.
Ich geh echt kautt. Psychosomatische Atemnot?? Da stockt mir echt der Atem. Ha, schönes Wortspiel

Aber leider nicht zum lachen. Ich merke schon unter Ablenkung wirds besser, aber wie kommt man aus der Nummer wieder raus? Ich glaube so ein schlimmes somatisches Gefühl hatte ich bisher nicht. Ich weiß nicht wie ich das überwinden soll. Businessplan zuende schreiben und raus damit? Was wenn es das garnicht ist? Mein Gott, wer denkt sich sowas nur aus. Ich hab schon lang nicht mehr gejammert, aber das ist wirklich ein Alptraum.
Was wenn was übersehen wurde? Aber wie können Beschwerden denn besser werden wenn man sich ablenkt? Ist man krank, dann ist man es, oder? Dann gehen die Symptome doch nicht weg nur weil man Abends mit Freunden ein Bier trinkt. So, danke wer bis hier her gelesen hat. Ich hoffe das ihr eine kleine Hilfestellung für mich habt. Ich hab richtig Schiss vor der nächsten Nacht und morgen heißt es auch noch arbeiten

Hatte Urlaub und jetzt will ich meine Kunden nicht hängen lassen. Und ich liebe meinen Job, ich will nicht das die Angst mich daran hindert ihn weiter auszuführen!
PS: weiteres Symptom seit Dienstag, Appetitlosigkeit. Nach dem Essen ist mir speiübel. Logischerweise bin ich immer schlapper zu Fuss und hab Schwindelanfälle. Zum essen muss ich mich echt zwingen. Diese beiden Sachen kamen quasi gemeinschaftlich und in voller Wirkung gemeinsam. Auch der Rücken tut stellenweise richtig weh.
So. Und während ich das schrieb konnte ich relativ normal atmen. Ist das krank! Hilfe - bitte!