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Autor Thema: Meine Geschichte (Magen-Darm-Symptome)  (Gelesen 1555 mal)
Tanjastar
Beginner
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Beiträge: 3


« am: 05. September 2010, 17:25:50 »

Hallo zusammen!

Da ich mich gerade erst hier angemeldet habe will ich mal damit anfangen, meine Geschichte hier rein zu schreiben. Vielleicht fällt jemandem etwas dazu ein oder es geht jemandem ähnlich? Würde mich jedenfalls sehr über Rückmeldungen freuen da ich momentan sehr verzweifelt bin.

Wann es in meinem Leben genau angefangen hat mit meinen Magen und Darmproblemen weiß ich gar nicht mehr, wirklich schlimm und so dass ich mein Leben nicht mehr so wie vorher leben konnte wurde es vor mittlerweile 6 Jahren.
Ich hatte auf einmal furchtbare Bauchkrämpfe, konnte kaum mehr ein Essen vertragen. Es häufte sich, waren regelrechte Anfälle, mir wurde schlecht, ich bekam Panikattacken, einfach nur weil ich die Bauchkrämpfe nicht mehr aushalten konnte.

Logische Konsequenz war dass ich die folgenden Jahre von Arzt zu Arzt tingelte, nie wurde etwas gefunden, egal ob bei Darmspiegelungen oder sonstigen Untersuchungen. Heilpraktiker (ich kenne mittlerweile alle in meiner Stadt) waren genauso ratlos, eingestehen wollte sich das aber natürlich niemand.
Meine Schmerzen wurden nie besser, ganz im Gegenteil. Ich konnte mittlerweile kaum mehr etwas essen, hatte stark abgenommen und landete schließlich in einer Therapie.
Die Antidepressiva die ich bekam sorgten nur dafür dass es mir körperlich noch schlechter ging, ich bekam Panikattacken wie man sie in den Lehrbüchern vorfindet. Da meine Therapeutin damals meinte, das wäre doch nicht schlimm, wechselte ich schließlich in eine andere Praxis. Dort habe ich es dann ganze 2 Jahre (und 4 andere Arten Antidepressiva lang) ausgehalten.
Resultat: ich habe festgestellt dass ich schwere Depressionen habe, die Schmerzen wurden insofern erträglich dass ich öfter etwas unternehmen konnte, weg waren sie allerdings nie.

Anfang des Jahres eröffnete mir mein Doc dann dass sie die Praxis nun schließen würde und wünschte mir viel Glück, helfen könnte sie mir nicht mehr, weder bei der Therapie noch beim Finden eines anderen Arztes.
Tja, da stand ich nun. Habe tage und wochenlang mir die Finger wund telefoniert aber bis heute keinen Therapeuten gefunden. Niemand hat Zeit, alle voll und von wegen auf der Warteliste - das hat mich bisher auch nicht weiter gebracht.
Die Antidepressiva habe ich zwangsläufig abgesetzt und heute geht es mir viel schlechter als vorher.
Habe nahezu 24 Stunden am Tag Bauchschmerzen, zudem Depressionen die sich kaum in Worte fassen lassen. Ich habe einen regelrechten Hass auf mich selbst entwickelt, denke die meiste Zeit nur darüber nach wie ich diesem Leben entkommen könnte und leide zudem noch an Schmerzen die ein Leben unmöglich machen.

Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich? Oder ging bzw geht es jemandem ähnlich?

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Schokofan
Beginner
*
Beiträge: 1


« Antworten #1 am: 05. September 2010, 17:47:11 »

Hallo,

Ich habe mich auch gerade erst angemeldet.Ich habe auch schon seit langem viele körperliche
Beschwerden.Die Diagnose Angststörung.Mache gerade meine 2.Psychotherapie und habe vor den P.T.s schon den üblichen Arztmarathon hinter mich gebracht.Organisch ist bei mir aber alles in bester Ordnung.
Ich habe auch schon mal eine Panikattacke erlebt  und erst der Notarzt hat mich mit einer beruhigungsspritze wieder runtergeholt.

Bevor ich hier weitererzähle.Du kannst mir egal wann oder was eine E-mail schreiben.ich weiss wie wichtig es ist eine Person zu haben der man etwas erzählen kann und helfe Dir gerne weiter soweit ich kann.

Ich habe Tipps en mass auf Lager mit denen ich selbst gute Erfahrung gemacht habe.

Mir ist es deutlich besser gegangen,d.h. keine Panikattacken mehr und auch teilweise wieder mal einen schönen tag erleben,als ich mich auf meine teifsten Wünsche und bedürfnisse besonnen habe.Der Körper will einem im Endeffekt nur zeigen das man vom rechten Weg abgekommen ist .Versuche es mit viiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiiiiiiieeeeel geduld und hör nur auf dein Herz,denn nur Dein Herz kennt Deinen Weg.
Gespeichert
JEM
Stammposter
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Beiträge: 809


« Antworten #2 am: 05. September 2010, 22:24:37 »

Hallo Tanjastar,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!
Deine Ärztin hat sich nicht wie eine richtige Ärztin verhalten, sie hätte Dich in eine andere Praxis einführen müssen, das ist so üblich.
Um Deinen aktuellen Notstand zu mildern, empfehle ich Dir zu Deinem Hausarzt zu gehen, ihm Deinen Fall zu schildern, er kann Dir genauso die Antidepressiva verschreiben, die Du bisher hattest.
Und spreche ihn darauf an, dass Du einen psychiatrischen Facharzt suchst, er kann Dir dort vielleicht eine Tür öffnen.
Alles was Du schilderst zeigt eine schwere depressive Episode, Du könntest auch mit Deinem Hausarzt darüber sprechen, ob er Dich stationär in eine psychosomatische Klinik einweist.
Klingt erschreckend, ist aber in Wirklichkeit eine Hilfe, eine sofortige Unterstützung.
Ich wünsche Dir gute Gedanken - bitte melde Dich wieder, wenn Du Fragen oder Ängste hast!
Liebe Grüße
Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
Tanjastar
Beginner
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Beiträge: 3


« Antworten #3 am: 06. September 2010, 19:33:14 »

Danke für die netten Antworten.
Über eine Kur bzw psychosomatische Klinik habe ich auch schon eine Weile nachgedacht aber soooo einfach wird man da auch nicht angenommen. Außerdem ist mein Hauptproblem dabei dass ich einen Hund habe um den sich definitiv niemand außer mir kümmern kann.
Mag für alle nicht-Hundebesitzer nun nicht nachvollziehbar sein aber ohne den kleinen Kerl wäre ich schon eine Weile nicht mehr da weshalb ich ihn um keinen Preis der Welt in ein Tierheim oder ähnliches geben würde.
Ist alles dementsprechend alles kompliziert aber ich werde wohl erst einmal einen Hausarzt suchen (habe keinen bisher) und dem so lange auf die Nerven gehen bis er etwas tut.
Gespeichert
JEM
Stammposter
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Beiträge: 809


« Antworten #4 am: 06. September 2010, 20:54:14 »

Hallo Tanjastar,
meine Empfehlung wäre es, dass Du Dir einen Hausarzt suchst, zu dem Du Vertrauen entwickeln kannst.
Mit dem kannst Du über Deine Probleme reden, er wird Dich ernst nehmen, habe da keine Bedenken. Er wird Dir dann eine Empfehlung für eine psychosomatische Klinik geben, Dich auch dort anmelden. Dort gibt es Wartezeiten und ein Vorgespräch, aber wenn Du krank bist, dann wirst Du dort auch angenommen, sei da nicht ängstlich.
In der Wartezeit kannst Du eine Lösung für Deinen Hund finden, eine Stelle, wo er in der Zeit liebevoll betreut werden kann.
Liebe Grüße
Jürgen
Gespeichert

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