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Autor Thema: Möchte mich vorstellen, was ist mit mir los?  (Gelesen 612 mal)
johnny
Beginner
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Beiträge: 3


« am: 25. Oktober 2010, 22:35:23 »

hallo zusammen,
auf den ersten blick sieht es hier echt klasse aus und ich freu mich den weg hierher gefunden zu haben.

ich versuch mal meine geschichte zu schildern. heute bin ich kurz vor meinem 25 geburtstag.
ich habe schon als 8-9 jähriger (bis heute) angefangen fingernägel zu kauen. zu der zeit habe ich auch angefangen zuzunehmen und mit 14 eskalierte es dann so sehr, (135 kg bei 1.94 m körpergröße) dass ich radikal 55kg abnahm. heute ist das mit dem gewicht kein thema, die leute sagen sogar ich sehe relativ gut aus. ich hasse mich allerdings selber, bin immer unter strom seit ich denken kann (nägel kauen, knie wippen, unaufmerksam...), selbstliebe ist ein fremdwort und ich bin quasi seit der pubertät motivationslos und das leben spielt sich nur zwischen einem geträumten selbst , von einem guten leben+einer person die ich garnicht bin und einer art paralyse ab. mit 14 wurde  ich kettenraucher, trinke 3-4 liter cola am tag, habe mich jahre lang mal mehr mal weniger vor dem computer verkrochen. durch das abitur hab ich mich noch gequält. seit ich 20 bin studiere ich eigentlich nurnoch alibi-mäßig wegen krankenversicherung und um dummen fragen auszuweichen.

als ich 23 jahre alt war hat sich die lage immer weiter zugespitzt. ich habe das studium dannn ganz fallen gelassen und die langjährige beziehung zu meiner freundin ging auch in die brüche.

die letzten 1 1/2 jahre habe ich das haus kaum verlassen, habe nur geraucht, cola getrunken, vor dem pc gesessen . gerauchte habe ich nicht nur tabak, sondern auch 2 gramm cannabis, täglich. allerdings keinen alk oder andere drogen. der kopf kennt nurnoch testosteron und den zwang sich selber so wenig zu spühren wie möglich. so ging das leben mit masturbation, rausch,einsamkeit, selbsthass und ohnmacht einher bis letztes wochenende.

ich spührte schon wochen vorher, das mein kreislauf langsam schlapp macht, aber ich sah keinen ausweg als immer weiter zu machen,,, ich wusste dass der eklat kommen würde.

am wochende bin ich dann zusammengebrochen, mit riesen panik vor herzversagen, herzrasen, tauben händen und füßen, panik attacken, unermesslichen schuld und versagensgefuehlen. die nacht habe ich durchgestanden, aber nach dem schlaafen wurde es nicht besser. den tag darauf war ich im krankenhaus. ich hatte zwar einen blutdruck von 180//70, aber das EKG war soweit in ordnung und der arzt versicherte mir es sei sehr unwarscheinlich dass es körperliche ursachen hat. es gab ne ladung diazepham, intravenös und ich war (für diesen tag) befreit. heute war ich beim hausarzt, der aehnliches feststellte und mir zu psychopharmaka rat (welche ich ablehnte) und natürlich zu einer intensiven psychotherapie.
das ganze ist ein paar tage her, mein kopf scheint wieder etwas besser zu funktionieren, aber ich produziere durchgängig panik und angst. mein körper fühlt sich so fremd an. und es geht nichtmehr weg. mein blick ist immer nach innen gerichtet, ich "horche" nurnoch in mich rein ob alles "ok" ist. ich kann die angst nichtmehr loslassen.

ich war auch 2x in psychotherapie, hatte aber meistens nur das gefuel es bringt soviel wie ne runde joggen. die therapien habe ich immer nach 10 sitzungen ca abgebrochen.


ich glaube ich muss jetzt andere wege gehen. ich dachte eventuell an eine psychosomatische klinik mit mehrwöchigem aufenthalt. ich will endlich wieder frei sein.

neben mir liegen ein paar bromazepham tabletten, aber nur für den notfall. ich hasse medikamente, und frage mich ob es ueberhaupt heilansätze gibt die ohne medikamente funktionieren?

ich fühle mit allen die unter sowas leiden. gruß, johnny
Gespeichert
johnny
Beginner
*
Beiträge: 3


« Antworten #1 am: 26. Oktober 2010, 04:17:51 »

bin anscheinen zu blöd hier die editier funktion zu finden, deshalb ne neue antwort:

die erste erinnerung an ein angst erlebnis kommt aus einer zeit in der ich ca 4. gewesen sein muss. ich erinner mich noch an lähmende angst während alle kinder auf dem spielplatz rumtollten. ich wollte nur nach hause zu meiner mutter ( das es wirklich angst damals war, konnte ich erst jenseits der 20 jahre für mich entschlüsseln).

kurz vorher hatte meine mutter ein blutgerinsel im kopf, während ich mit ihr beim frühstücken saß. ich habe daran allerdings keine erinnerungen, muss aber etwa ein halbes jahr vorher passiert sein. meine mutter ist damals umgefallen, erblindet und ist ins treppenhaus gerobbt und rief nach hilfe.... ich hab das wohl alles beobachten müssen. später schwebte sie in lebensgefahr und wurde bei geöffnetem schädel operiert. mein vater leidet heute noch unter ängsten die vom bombenregen in berlin aus dem zweiten weltkrieg kommen. ich bin praktisch mit angst und furcht aufgwachsen.


das problem ist,,, ich würde auf all das keinen eid schwören, weil ich ja nur mutmaßungen anstellen kann über die zusammenhänge.

würde sich eventuell eine kognitive therapie bei mir zuerst anbieten?

lieben gruß, johnny
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Alex487
Juniormember
**
Beiträge: 26


« Antworten #2 am: 26. Oktober 2010, 11:28:06 »

hallo
ich bin zwar kein therapeut aber ich würde dir vorschlagen in eine reha zu gehen Smiley dort wirst du behandelt für ne dauer von 4- 6 wochen Smiley
zu dem thema medikamente rat ich dir ab es gibt viele therapien auch ohne angst und panik kannst du nicht mit Tabletten mindern^^ das symptom ist behoben aber die ursache nicht !

ich bin selbst vor fast 3 jahren mit nem blutdruck von 180/100 ins kh gefahren ich hatte nichts ^^
ich bin 23 jahre bin 1.58 m groß und wog 48 kilo ^^ es war nicht schön Traurig

LG
Alexandra
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