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Autor Thema: NUR Noch Angst  (Gelesen 831 mal)
matthes
Juniormember
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Beiträge: 22


« am: 31. Oktober 2010, 18:27:25 »

Irgendwie finde ich es sehr ungerecht das wir , die Angst haben oder sonstige Probleme an uns arbeiten müssen. Und dies nicht zu Leicht bis wir dies überwunden haben.
Ich weiß nicht ob ich dies nochmal überwinde - habe auch kein Bock Tavor mehr zu nehmen - merke irgendwie nichts mehr davon das es meine Angst löst. Habe auch nicht zu viel genommen. Aller zwei Tage 1 mg. Sonst hat es immer ganz gut geholfen. Ich konnte den Menschen wieder, auch nur teilweise, wieder in die Augen schauen. Wenn ich dies jetzt tue habe ich das Gefühl als würde ich hinter einer Mauer stehen und keinen Kontakt herstellen können. Trotz Augenkontakt. Klingt schon etwas konfus aber um es vielleicht deutlicher zu erklären kann ich mich auch nicht mit freuen wenn mich ein anderer herzlich anlacht bzw. sein lächeln teilen. Auch wenn ich dies hier schreibe bekomm ich das Gefühl von dem der mir antwortet einen A.... tritt zu bekommen.
Ich wünschte mir mal eine Weile ganz aus meinem Umfeld zu verschwinden um wieder Kraft zu tanken. Doch habe ich keinen gefunden der mit mir wegfährt und allein will ich nicht weg. Bin dann auch froh wenn ich mal jemand am Telefon habe.
Ich habe mich schon viel mit dem Thema Angst auseinandergesetzt. Gehe auch noch einkaufen und bewege mich unter Leute aber da habe ich vor jedem Angst dem ich begegne. Dann habe ich gelesen das man dem vergeben soll der einem Angst macht. Doch wenn er meine Grenzen nicht achtet und weiter sein Ding macht. Mich anlückt - mich moppt. Wie soll dann die Angst vergehen.

Matthes
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lena83
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Beiträge: 64



« Antworten #1 am: 20. Dezember 2010, 10:28:07 »

Hallo Matthes,
erst einmal kann ich dir schreiben das du hier sicherlich von niemanden einen A...tritt bekommen wirst. So auch nicht von mir!
Das Leben ist nicht immer gerecht, diese Feststellung habe ich auch schon gemacht. es ist aber leider so. Ängste und Symptome der Angst oder Depris passen halt nicht in einen normalen Alltag. Deine Beschreibung das du keinen Kontakt aufbauen kannst und dich nicht mitfreuen kannst kenne ich nur zu gut, du bist also nicht ganz allein damit.
Ich habe mir jetzt einen Termin für Psychotherapie besorgt und versuche so meine Probleme aktiv anzugehen. Vielleicht hilft dir dieser Weg auch. Medis allein sind glaube ich auch eher eine suboptimale Lösung. Bekämpfen Sie doch meist nur Symptome und nicht Auslöser der Sache.
Ich jedenfalls wünsche dir gute Gefühle und eine gute Zeit.
Liebe Grüsse
Lena
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Von Johann Wolfgang von Goethe
matthes
Juniormember
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Beiträge: 22


« Antworten #2 am: 21. Dezember 2010, 14:35:09 »

Hallo Lena

Ich habe mir jetzt vorgenommen das Tavor bis ende des Jahres langsam abzusetzen. Ich will es nicht mehr nehmen. Obwohl es ein gutes Medikament ist und die Angst vollkommen weg macht und mir auch Antrieb gibt habe ich jetzt auch was neues Gefunden was mir Spaß macht. Ich male wieder und das bringt mir Freude.
Zum anderen mache ich jetzt auch eine Psychotherapie seit einiger Zeit. Und der Therapeut bestärkt mich immer wieder mich auch meinen Verwandten gegenüber durchzusetzen wenn ich was nicht möchte. Früher habe ich dies gar nicht gemacht. Jetzt verschafft es mir Respekt.
Ich hoffe auch das ich meine Angst wegtrenieren kann. Ich weiß das diese zum kleinen Teil bleibt doch habe ich mir dies für nächstes Jahr als Ziel gesetzt.

Gruss Matthes
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #3 am: 21. Dezember 2010, 19:06:36 »

Hallo Matthes,
Tavor hat die von Dir geschilderten Wirkungen, aber es ist nur eine Krücke, mit der man wieder laufen lernen kann. Wenn Du jetzt etwas (wieder) gefunden hast, das Dir Spass macht, dann ist das viel mehr.
Auch eine Psychotherapie ist eine gute Unterstützung dabei das eigene Selbst zu entwickeln.
Wir sind immer in einem Spannungsfeld zwischen Integrität und Zusammenarbeit, also zwischen dem Bedürfnis, uns nach unseren eigenen Vorstellungen entwickeln zu können, sowie dem Drang, mit den Menschen, die uns am meisten bedeuten, zu kooperieren, ihnen nachzueifern und uns ihnen anzupassen. Das ist ein Konflikt in uns, wir können diesem Dilemma in gewisser Weise entgehen, indem wir uns als Außenseiter oder Individualisten begreifen, doch wir werden auch in dieser Rolle die Nähe von Gleichgesinnten suchen und damit von der Konformität wieder eingeholt.
Es geht also um "Wahrhaftigkeit", dass Du Dich auch nach außen, als ein "Selbst" darstellst.
Diese Wahrhaftigkeit wird auch von den anderen wahrgenommen, sie können Dein "Selbst" darin erkennen.
Deine Ängste kannst letztlich nur Du selbst Dir nehmen, andere können Dir nur erklären, warum sie da sind...
Ich wünsche Dir gute Gedanken!
Liebe Grüße
Jürgen
« Letzte Änderung: 21. Dezember 2010, 19:07:47 von JEM » Gespeichert

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