kannnichmehr
Beginner

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« am: 04. November 2010, 08:30:50 » |
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Hallo,
ich habe mich in eine scheinbar ausweglose Situation manövriert. Hartz4 seit Jahren, EV und ein-eurojob zuweisung unterschrieben. Wurde in Gutachten immer vollschichtig arbeitsfähig bekannt, da ich mich beim Arzt immer mehr zusammengerissen habe und es damals auch teils noch nicht so schlimm war. Amtsgutachten liegen vor, die generalisierte Angst bescheinigen und die Nicht-ZUmutbarkeit von Dingen, die im eurojob vonnöten wären. Habe aber selbst zwischen anderen Alternativen diesen Job gewollt, da ich dazu meine Stadt nicht verlassen muss und dachte, einen Job mit Halbtagsstruktur zu bekommen. Inzwischen (hatte das früher schon mal gemacht und konnte da meine Panik einiger maßen kompensieren) hat sich aber soweit geändert, dass ich diesen selben Job von damals nicht mehr bekomme, da dort nur noch wenige Jobber zugewiesen werden und alles besetzt ist. Jetzt hab ich unterschreiben müssen für etwas, wo ich gegen meine gesundheitlichen Einschränkungen arbeiten müßte und noch dazu nicht mit Halbtagsstruktur, sondern die halbe Woche jeweils ganztags. Das schaffe ich nicht, solang aus dem Haus zu sein (dies ist aber ärztlich noch nicht bestätigt, zum Teil, weil das nicht Thema war bei den Untersuchungen, zum Teil,weil es seit den Untersuchungen extrem schlimmer gewortden ist bei mir). Ich sitze gekrümmt vor der Tastatur, vor lauter Magenschmerzen. Zittere, habe Herzrasen, Übelkeit, Brechreiz. Kann nicht mehr als 5 stunden schlafen und das mit Alpträumen udn Schwitzen. So kann ich diesen Job nicht antreten. Was kann ich tun? So schnell bekomme ich keinen Facharzttermin. Es wird so aussehen als sei ich zu faul. Bin ich nicht, aber ich komme nicht mehr damit zurecht, dass ich so hin.und hergeworfen werde udn vor vollendete Tatsachen gestellt. Vor Psychopharmaka hab ich Angst, hab in meiner Familie gesehen, was die anrichten können. Stationäre Therapie geht nicht, ich drehe durch, wenn ich mein Zuhause verlassen muss. Habe Panik, dass dann meinen Tieren was schlimmes passiert usw., das pack ich nicht.
Den Druck von ARbeitsamt halt ich nicht mehr aus, der hat die latente Angststörung erst so schlimm gemacht, früher konnte ich mich immer noch am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen aber jetzt ist Ende. Kann meinen Haushalt kaum noch bewältigen vor lauter Panik vor diesem anstehenden eurojob und der Vorstellung, fast 9 stunden außer Haus zu sein. Meine Unterarme und Unterschenkel werden taub vor Angst, der Kopf platzt fast, der seit Jahren bestehende Tinnitus ist zum nicht aushalten verschlimmmert. ständig muss ich das Weinen unterdrücken, auch wenn ich kurz rausmuss zum einkaufen oder so.
Wie komm ich aus diesem Druck raus? Würde mich ein Arzt unbefristet krankschreiben? Einen anderen Weg sehe ich nicht mehr. Ich kann einfach nicht mehr. Seit über 2 Wochen lebe ich jetzt in diesem beschriebenen Zustand der dauerpanik, ich bin total erschöpft und weiß nicht weiter, bitte wenn mir jemand helfen kann..
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Anndra
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« Antworten #1 am: 05. November 2010, 01:08:57 » |
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Hallo,
nein...ein Arzt würde Dich nicht unbefristet krank schreiben...aber er schreibt Dich sicher krank, bis Du eine Lösung gefunden hast...zum Beispiel eine Tagesklinik oder eine ambulante Therapie...
außerdem gibt es in ganz Deutschland den sozialpsychiatrischen Dienst und Krisendienste, die schnell und unbürokratisch helfen.
Liebe Grüße und gib nicht auf! Anndra
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Ich bin!Darum werde ich ständig.
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kannnichmehr
Beginner

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« Antworten #2 am: 05. November 2010, 06:50:21 » |
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danke für die Antwort, Anndra.
würde ein sozialpsychiatrischer Dienst etwas gegen meinen Willen tun, zb. stationäre Therapie oder Tagesklinik (jeden Tag ausser Haus ist absolut unmöglich)? Weisen die einem einen Therapeuten zu? Ich habe einen Wunschtherapeuten, er ist der am besten qualifizierte in der Gegend und dem vertraue ich auch aus persönlicher Empfehlung. Allerdings hat er eine längere Warteliste.
Wie lange hätte ich Zeit, eine Lösung zu suchen?
Nochwas: kann das wirklich sein, dass eine Angststörung innerhalb weniger Tage so dekompensiert? Seit ca. 2 Wochen ist das so extrem, jede Nacht wenige stunden Alptraumschlaf, wachliegen mit Übelkeit und Herzrasen, todmüde tagsüber aber ständig auf "180" (Herzrasen, Kurzatmigkeit). Das kenne ich so nicht, dass das über Tage konstant anhält. ich komme mir vor wie in einem endlosen Alptraum.
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« Letzte Änderung: 05. November 2010, 06:56:08 von kannnichmehr »
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Abraxas
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« Antworten #3 am: 05. November 2010, 08:25:26 » |
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Hallo kannnichmehr Ich denke, gegen deinen Willen wird keine Beratungsstelle etwas tun - es sei denn du würdest eine Gefahr für dich selbst oder andere. Ein Sozialpsychiatrischer Dienst oder Psychiatrische Ambulanz kann dich vielleicht etwas auffangen und in deinem Sinne beraten. Da ich selbst eine Generalisierte Angststörung habe, kann ich mit Sicherheit behaupten, dass diese - bei entsprechendem Druck - so derartig heftig werden kann. Wie eine ständige Panikattacke fühlt sich das an. Klingt als würdest du dringend was zur Beruhigung brauchen. Nicht alle Pillen sind schlecht, man kann sich aber drauf einlassen und es mal vorsichtig probieren. Opipramol z.B. ist ein nicht süchtig machendes, relativ leichtes Medikament. (Korrigiert mich, wenn ich da falsch liege!) Es beruhigt etwas und macht leicht müde. Mich jedenfalls.  Oder Promethazin... Hast du mit deinem Hausarzt gesprochen? - Der kann dich zu einem Facharzt überweisen. Meine Psychiaterin hatte mir mal fast ein Jahr lang entsprechende Bescheinigungen zur Arbeitsunfähigkeit ausgestellt. Ganz liebe Grüße *daumendrück*
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kannnichmehr
Beginner

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« Antworten #4 am: 05. November 2010, 08:58:38 » |
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vielen Dank, Abraxas, für Deine netten Worte. Ich bin tatsächlich total am Boden, aber Gefahr für mich oder andere werde ich sicher nicht. Daran hindert mich die Verantwortung meinen Tieren gegenüber, die ich mehr liebe als alles andere und für die ich da sein will und muss. Im Grunde sind sie sogar das Einzige, was mich am Leben hält und vor Dummheiten bewahrt, egal, wie dreckig es mir geht.
Vor Pillen die müde machen hab ich Angst, ich soll ja pro Woche 3 Achtstundentage im einEurojob durchstehen (körperlich anstrengende Arbeit).
"Ständige Panikattacke" ist die treffende Beschreibung für meinen momentanen Zustand. Wie lange kann man das aushalten? Meine Hausärztin hat diese Woche noch Urlaub. Kriege ich mit einer Überweisung vom Hausarzt früher einen Termin beim Psychiater/Psychologen als wenn ich selbst dort anrufe?
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Abraxas
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« Antworten #5 am: 06. November 2010, 17:22:56 » |
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Hallo kannnichmehr Mit dem Arbeiten, das würde ich erstmal hinten anstellen. Wann sollst du denn da beginnen? Ich wünsche dir, dass du das Wochenende halbwegs gut überstehst. Und dann von der Hausärztin AU und Überweisung geben lassen. Ein Anruf beschleunigt die Terminvergabe wahrscheinlich. Du kannst vielleicht auch als 'Notfall' direkt dorthin gehen. Liebe Grüße 
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kannnichmehr
Beginner

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« Antworten #6 am: 07. November 2010, 08:06:37 » |
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Mit dem Arbeiten, das würde ich erstmal hinten anstellen. Wann sollst du denn da beginnen?
In 8 Tagen. Will aber nicht, dass es dann von der Arge so hingestellt wird, als wollte ich mich drücken. Daher wollt ich es erstmal versuchen. So wie ich mich eben bisher immer irgendwie durch alles durchgeschleppt habe im Leben, auf Kosten meiner Gesundheit. Ich weiß nicht, ob ich das jetzt noch schaffe. Wahrscheinlich hast Du recht, Abraxas. Ich sollte das Ganze wohl lieber beschleunigen und nicht mehr so tun, als könnte ich es allein schaffen. Bin schon völlig erschöpft von dem ständigen Druckgefühl (als könnt ich nicht atmen), dem Herzklopfen und den Magen-Darm-Beschwerden. Am verrücktesten macht mich die Lautstärke des seit längerem bestehenden Tinnitus, die ist gut doppelt so laut wie vorher. Wird mich ein Psychiater oder Psychotherapeut zur Medikamenteneinnahme "zwingen" (also die Therapie im Falle meiner Weigerung nicht antreten/fortsetzen wollen)? Ich habe nämlich aus dem Familien- und Bekanntenkreis schlechte Erfahrungen mit den Nebenwirkungen von Psychopharmaka und möchte unbedingt ohne diese (oder höchstens mit pflanzlichen Mitteln) auskommen. Lieben Dank euch allen nochmal für eure Unterstützung. Gottseidank hab ich dieses Forum gefunden, ich weiß echt nicht, wie ich diese höllischen Tage sonst überstanden hätte.
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Abraxas
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« Antworten #7 am: 07. November 2010, 19:14:54 » |
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 Ja, höre auf damit, dich auf Kosten deiner Gesundheit durchzuschleppen. Es ist eine schwere Entscheidung - ich weiß ... Wenn dich ein Arzt oder Therapeut zu etwas zwingen wollte, wäre er ein schlechter Berater. Wirkung + Nebenwirkung von Medikamenten muß man immer abwägen. Das kannst nur du beurteilen!! Lieben Gruß + Alles Gute 
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Dennes
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« Antworten #8 am: 14. Dezember 2010, 23:30:34 » |
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]Hallo ich heiße dennes und bin es mal wieder der schreibt ich bin neu hier und würde um rat bitten leide seid 3 jahre an sehr schweren angstneurosen schwere deprisonnen ich wahr schon 4 mal in tehrapie aber hat sich nicht gebessert sitze mal wieder hier und habe nasse hände meine gedanken das ich was schlimmes haben könnte schlaganfall herzinfakt usw hat jemmand auch so was würde mich sehr auf antworten freuen liebe grüße an euch alle dennes  [/color]
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