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Autor Thema: Reha  (Gelesen 1296 mal)
Lexchen68
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Beiträge: 3


« am: 14. November 2010, 13:01:20 »

hallo,
ich bin im Moment in Reha und bekomme hier keine richtige Hilfe, Beschwerden werden nicht ernst genommen und nun hab ich Angst, das es sich negativ auf meinen Abschlußbericht auswirken kann...
dieser ist aber sehr wichtig für mich, da es nach der Reha in Richtung Rente gehen wird...
wer kann mir sagen, was ich machen kann, fühle mich schon wieder voll an der Wand...
zur Info:
hab schwere Drepressionen( Traumas), mehrere Aufenthalte in psychosomatischen Kliniken, mehrere Therapien, Medikamenteneinnahme und bin seit einem Jahr krankgeschrieben...gibts für mich noch Hoffnung:-(...
ich bin weiblich und 42 Jahre alt...
ich hoffe mein Beitrag ist brauchbar, hab so was zum ersten mal gemacht...
lg Alex
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #1 am: 14. November 2010, 15:45:14 »

Hallo Alex,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum!
Wenn es um Traumata geht, ist REHA alleine nicht ausreichend, Du hast ja auch schon einiges anderes erfahren.
Hast Du zuhause einen Psychiater, der speziell für die Traumatherapie geschult ist?
Dein Abschlussbericht geht zunächst an Deinen Psychiater (oder Deinen Hausarzt), er geht nicht direkt an den Gutachter für die Rente (außer Du hättest das so angegeben, aber dann kannst Du es jetzt noch widerrufen).
Dort kannst Du also noch über Deinen Bericht (den Du aber noch gar nicht kennst...) diskutieren.
Versuche mit den Therapeuten dort in der REHA sachlich zu reden, zu sagen, Du hast den Eindruck nicht ernst genommen zu werden, spreche es ganz klar an. Du wirst eine Antwort darauf bekommen.
(Wobei gerade bei Traumata das Problem darin liegt, das die Überlebende nicht immer in der Lage ist offen über ihre Erlebnisse zu sprechen, sie sich meist auch nur partiell erinnern kann. Das ist für weniger erfahrene Therapeuten natürlich ein Problem).
Ich wünsche Dir ein wenig Ruhe und lasse weiter von Dir hören!
Liebe Grüße
Jürgen
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Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
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Lexchen68
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Beiträge: 3


« Antworten #2 am: 15. November 2010, 10:16:21 »

Guten Morgen Jürgen,
danke für Deine liebe Antwort...
ich bin im Moment so Kopflos und weiss echt ned weiter...bin seit 3 Wochen hier in Reha, hatte einen Therapeuten mit dem gar nix ging und hab dann letzte Woche um einen Therapeutenwechsel gebeten, bekam daraufhin von ihm eine Standpauke und war dann völlig am Boden. Hab dann bei der Klinikleitung um ein Gespräch gebeten, das ich dann drei Tage später auch bekam...wurde dort aber auch ned ernst genommen, man hat mir ned mal zugehört...der Therapeut hat Infos vom Patientengespräch an andere Patienten weitergegeben, wo bleibt da die Schweigepflicht, usw.
bin am überlegen, ob ich bei der Rentenversicherung anrufen soll, will aber ned als "Querulantin" dastehen, komme aber mit dem hier erlebten auch ned klar, muss noch drei Wochen aushalten.
Und das man es sich so leicht macht und sich nur auf das von mir erlebte(Traumas) rausredet und meint, da solle ich mich ned wundern...hmmmm...Hilfe hab ich mir ander vorgestellt...heul...
zu Deiner Frage: Zuhause hab ich einen Doktor, weiss aber ned ob er auf Trauma spezialisiert is, macht aber keinen Unterschied, denn es gibt bei uns nur sehr wenig Ärzte und Therapeuten, man muss froh sein was man bekommt. Er ist aber so ganz lieb und hilft mir schon. Wegen den Traumas hab ich mir schon überlegt, mal mit Hypnose zu arbeiten, denn ich kann mich stellenweise nur schlecht erinnern, da vieles in der Kindheit liegt und ich auch das ein und andere verdrängt hab...sonst käme ich gar ned mehr zurecht...schnieffff...
Ja soviel vorerst, war ja ned grad wenig, hoffe auf Antwort, damit ich mal von meiner Verzweiflung ein bissi runter komme...denn nur Massagen und "Speckstein-schleifen"  hilft mir auf Dauer auch ned...
traurige Grüße
Alex(andra) Traurig
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #3 am: 15. November 2010, 14:41:36 »

Hallo Alex(andra),
war mir schon klar, dass Du nicht der Alex bist ;-), aber ich dachte, Du willst hier so genannt werden...
Ein Therapeutenwechsel ist zwar nicht so einfach, aber Du solltest unter den von Dir geschilderten Umständen darauf bestehen. Die Rentenversicherung anzurufen wird da nicht (schnell) weiterhelfen, sondern rufe besser Deinen Doktor zuhause an und bitte ihn das mit der Klinikleitung zu klären.
Du sprichst von erlebten Traumata in Deiner Kindheit, da Du die Mehrzahl benutzst, gehe ich davon aus, das es mehrfach war bzw. über eine längere Zeit angedauert hat.
Diese traumatischen Erlebnisse werden zunächst immer verdrängt, weil es die Vorstellungswelt eines Kindes übersteigt, sie kommen dann erst sehr viel später bruchstückhaft wieder nach oben, erst als negative Empfindung und dann in die Erinnerung.
Hypnose kann diese Erinnerungen absolut und auf einen Schlag nach oben bringen, das wäre nicht gut, sondern eher gefährlich.
Ich kenne jetzt nicht die Art Deiner traumatischen Erfahrung(en), aber in der Regel wird bei traumatisierten Patienten zunächst Gesprächstherapie angesetzt, teilweise auch psychoanalytisch. Insofern hat Dein Therapeut nicht unrecht, es gilt Dich die Erinnerungen behutsam "rückerinnern" zu lassen, dann Dich zu stützen und Dein verlorenes Selbstwertgefühl wieder aufzubauen. Dann kannst Du Schritt um Schritt die Dezifite, die dadurch in Deinem jetzigen Leben entstanden sind, abbauen. Dazu musst Du aber ein Vertrauen in den Therapeuten besitzen...
Ich wünsche Dir Gutes und lasse bitte wieder von Dir hören!!
Liebe Grüße
Jürgen
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Lexchen68
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Beiträge: 3


« Antworten #4 am: 16. November 2010, 13:49:17 »

Hallo Jürgen,
danke für Deine Nachricht.
Mir gehts von Tag zu Tag schlechter und ich weiss ned was ich machen soll. HIer verspreche ich mir nicht mehr viel Hilfe. Wenn ich die Reha abbreche, was kommen dann für Folgen gegebenfalls auf mich zu?
Bekomme ich weiterhin Krankengeld und was ist dann mit dem vielleicht fälligen Rentenantrag?
Ich kenn mich in solchen Dingen nicht aus und will nix falsch machen. Finanzielle Risikos kann ich mir ned leisten.
Ich hoffe Du kannst mir weiterhelfen?
Bin um jede Antwort sehr dankbar.
Traurige Grüße
Alex :-(
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JEM
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Beiträge: 809


« Antworten #5 am: 16. November 2010, 15:03:22 »

Hallo Alex,
ein Abbruch der REHA kann negative Folgen haben, welche genau entscheidet die Krankenkasse bzw. die Rentenversicherung nach Aktenlage, d.h. nach den Berichten aus der REHA, es kann als Verweigerung zur "Mithilfe bei der Gesundung" eingestuft werden.
Bevor Du also abbrichst, kann ich Dir nur dringend empfehlen Deinen Arzt um Hilfe zu bitten.
Oder wenigstens den Leistungsträger (also bei Dir wohl Deine Krankenkasse) vorher anzurufen und Dich beraten zu lassen.
Liebe Grüße
Jürgen
Gespeichert

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