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Autor Thema: PTBS mit Dissz.  (Gelesen 1746 mal)
Cassy-Casparline  
Gast
« am: 29. September 2004, 22:22:32 »

Traumatische Erlebnisse sind Ereignisse, die außerhalb der normalen Erlebenswelt der meisten Menschen liegen. Dazu gehören Unfälle und Gewalterfahrungen (Überfall, Vergewaltigung, Misshandlung etc. oder deren Versuch und vieles Andere)Diese Erfahrungen sind so ungewöhnlich und belastend, dass die meisten Menschen damit überfordert sind, solche Erlebnisse richtig zu verarbeiten. Nach einer traumatischen Erfahrung ist es ganz natürlich, dass körperliche und psychische Funktionen aus dem Ruder laufen.
Dies können körperliche Symptome sein wie z. B. Schmerzen in verschiedenen Bereichen, Magen-/Darmprobleme, Schlafstörungen, Appetitstörungen, Herzrasen, Schwitzen, Schreckhaftigkeit, sowie erhöhte Krankheitsanfälligkeit.

Im Vordergrund stehen jedoch meist emotionale Reaktionen z. B. ständiges Wiedererleben des Traumas in Form von Alpträumen oder quälenden aufdringlichen Erinnerungen während des Tages, oder aber die Betroffenen fühlen sich "emotional taub" und losgelöst, besonders im Kontakt mit Personen, denen sie vor dem Ereignis nahe standen. Auch depressive Stimmung, Zweifel, Ängstlichkeit, Hilflosigkeit, häufige Stimmungsschwankungen und Verleugnung sind typische Symptome der PTB. Viele Betroffene verlieren das Interesse an Dingen und Aktivitäten, die ihnen früher Freude machten und isolieren sich von ihrer Umwelt. Sie sind ständig "auf der Hut", haben ein erhöhtes Bedürfnis die Umwelt oder Andere zu kontrollieren, sind unruhig und übervorsichtig, gleichzeitig auch leicht reizbar, aggressiver als früher oder sogar gewalttätig. Es können Konzentrations- und Entscheidungsschwierigkeiten auftreten, genauso wie plötzliches Weinen und Gefühle der Verdorbenheit, des Ruiniertseins, der Erniedrigung und der Schuld.

Dingen oder Situation zu begegnen, die an das Erlebnis erinnern, kann sehr belastend für die Betroffenen werden, was häufig dazu führt, dass bestimmte Orte und Situationen vermieden werden. Auch der Jahrestag des Ereignisses bringt oft schon weit vor dem Tag starke Ängste und andere negative Gefühle mit sich.

Bei jeder Person wirkt sich traumatische Erfahrung jedoch etwas anders aus, so dass nicht immer alle genannten Symptome vorhanden sein müssen, wenn jemand an PTB erkrankt ist.

Dies soll Euch einen kleinen Eindruck geben worunter ich leide.

Ich fange nun endlich eine Traumatherapie an und suche Betroffene die soetwas ambulant schon hinter sich ahben oder dabei sind.

Die ersten 5 Vorgespräche liegen hinter mir und ich habe dabei einen Einblick bekommen was so auf mich zukommen wird.

Ehrlich gesagt; ich weiß garnicht wie ich das bewältigen soll, da zu den bestimmten Themen ich nicht allein sein soll. Es soll dann jemand mich begleiten und danach bei mir bleiben.
Diesen Punkt kann ich mir nun überhaupt nicht vorstellen, da ich niemand habe( regelmäßig) und mir auch überhaupt nicht vorstellen kann das ich dann jemand an meiner Seite aushalten könnte.
Wer hat Erfahrung mit einer ambulanten Traumatherapie.?!
Cy
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darkmoon  
Gast
« Antworten #1 am: 30. September 2004, 13:17:49 »

Liebe Cassy!

Auch ich habe PTBS mit Panikattacken und Dissoziationen. Letztere sind weniger geworden, durch die 5jährige Verhaltenstherapie die ich mache. Seit 5 Jahren versuche ich mich zu stabiliesieren um endlich Traumatherapie machen zu können, aber es ist eine verdammt schwierige Angelegenheit.

Verstehe ich das richtig, daß Du Traumatherapie machst ohne vorher die nötige Stabilität, zu der ein gut funktionierendes soziales Umfeld gehört, zu haben? Wenn das so ist, frag mal Deinen Therapeuten danach.

Ich lebe selber auch ziemlich isoliert, weil ich das Alleinsein zum Überleben brauche, mein Therapeut wird nicht eher mit der Traumatherapie anfangen, bis ich mir ein soziales Umfeld schaffen konnte.  Ein Alleingang nur mit dem Therapeuten, ist nicht zu empfehlen, weil auch so die Gefahr zu groß ist, den Therapeuten zu überfordern mit der Zeit. Hat Dein Therapeut in den Vorgesprächen nicht von vorheriger Stabilisierung geredet?

Da ich in keine Klinik kann, muß ich die Therapie ambulant durchziehen, so hart das auch ist und ich an meine Grenzen komme.

Wenn Du niemanden kennst, den Du dann in diesen Situationen aushalten könntest, dann hast Du noch nicht die richtigen Leute gefunden oder aber, es geht doch, indem Du Dich der jeweiiligen Person näher anvertraust. Wissen Deine Freunde und/oder Bekannten, um was es bei Dir geht? Wie reagieren sie darauf?

Vielleicht magst Du Dich ja ein wenig über unsere Erfahrungen und Zweifel austauschen, denn auch mir ist in meinem Fall auch noch nicht so ganz klar, wie die Traumatherapie bei mir aussehen soll, wie das umzusetzen ist. Es ist auch nicht irrelevant, wodurch Du traumatisiert wurdest. Vielleicht magst Du dazu noch was schreiben?

Alles Gute auf jeden Fall

darkmoon

[Editiert am 30/9/2004 von darkmoon]
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Cassy-Casparline  
Gast
« Antworten #2 am: 30. September 2004, 13:29:25 »

Lieben Dank für Deine Antwort und ja ich bin froh jemand zu haben mit den ich mich austauschen kann.
Also ja ich habe 5 Gespräche gehabt, wo es um den weiteren Weg gegangen ist.
Es sieht so aus das ich erst ein Aufbauprogramm mit ihr machen werden.
Dort wird sie mit mir alles vorarbeiten.
Sie arbeitet über EMDR mit mir, was sie in Göttingen erlernt hat.
Ich habe kein Umfeld was mir nahe steht. Ich habe einen Hund der auch der einzigste ist der mich aus den Dissz. rausholen kann.
Moon sie sagte auch das sie mit einer Klinik hier in berlin in Kontakt steht und sie wird mit denen reden ob dann iene kurzfristige einweisung, für den Tag( wenn es probs gibt) möglich sei.
Sie ist sehr vorsichtig und geht auch sehr behutsam mit mir um.
Ich habe ein Gefühl von _Angekommen_.
Einen Hund zu haben heißt auch, wohin mit ihm wenn ich dann nicht nach hase komme sondern ins KH muss?!
Ich möchte auch selbre mit vorsorgen weil mir die therapie sehr, sehr wichtig ist.
So nun muss ich erst mal los .
Nochmals Danke Moon das Du in Kontakt mit mir gegangen bist.
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LadyDabandi
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« Antworten #3 am: 30. September 2004, 17:46:03 »

He, Süße, vielleicht kriegen wir das ja demnächst auch noch geregelt ;-)))
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Cassy-Casparline  
Gast
« Antworten #4 am: 01. Oktober 2004, 08:57:46 »

Oft komm mir der Gedanke;
" Ob sich die Amnesie´n auflösen und ich an Geschehnisse heran komme? Oder ob in in Zukunft nur weniger diese Dissz. haben werden?"
" Vorallem, in Amnesie fällt man ja nicht ohne Grund". Was ist wenn ich mit dem erlebten garnicht klar komme?" Wenn das erlebte viel zu erschreckend ist?"Nach der " Aulösung". Wie bin ich dann?
Ich hoffe nur das ich weitrehin sensibel für meine Mitmenschen bleibe und flexibel und spontan hilfe leiste.
Cassy
P.S. Lady .......................
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LadyDabandi
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« Antworten #5 am: 01. Oktober 2004, 10:21:39 »

Cassylein, ich kann mir vorstellen, wie groß Deine Angst vor dem, was auf Dich zukommt, sein muß. Es wird sicher schwer, das Erlebte noch einmal durchmachen zu müssen. Aber ich bin sicher, dass Deine Thera Dich da ganz langsam und vorsichtig begleitet und ich werde da sein, um Dich aufzufangen. In der Klinik hat mal jemand zu mir gesagt, um ans andere Ufer zu kommen, muß man erst durch den Fluß. Aber am anderen Ufer wird das Leben neu und unbelastet beginnen, das ist das Ziel. Cassy wird immer Cassy sein, aber eine lebensfrohe, hoffnungsvolle. Auf die freue ich mich schon.
Du bist nicht allein.
Ich umarme Dich.
Bärbel
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Cassy-Casparline  
Gast
« Antworten #6 am: 01. Oktober 2004, 10:25:09 »

Wenn ich einen Drucker hätte würe ich mir diese Nachricht von Dir ausdrucken.
Ja Lady ich fürchte mich, aber natürlich weiß ich das ich den weg gehen will.
Lady schön Dich zu lesen, echt!!!
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