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Autor Thema: festgefahrene Situation  (Gelesen 2713 mal)
Elliot
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« am: 08. Februar 2011, 17:24:56 »

Hallo ihr,

ich müsste dringend an der Beziehung zu meiner Mutter etwas ändern, denn sie macht mich krank und kaputt. Sie behandelt mich wir ihre beste Freundinn und erzählt mir Sachen, die ich gar nicht wissen muss. Sie ist selbstständig mit Gastronomie und gerade läuft es sehr schlecht und sie erzählt mir Details, die sie mit ihrem Mann besprechen sollte, da aber die Ehe überhaupt nicht mehr gut läuft, bin ich der Mülleimer. Achja, ich wohne nicht mehr bei ihr, sondern alleine 20km entfernt.
Das beste wäre ein Kontaktabbruch, aber das ist zu viel für mich. Das möchte ich auch nicht. Ich müsste ihr nur klar machen, dass sie mich nicht als Mülleimer benutzen soll. Bloß wenn wir nicht mehr über das schlechte Geschäft oder die miserable Ehe reden würden, dann hätten wir gar kein Thema mehr.
Sie fragt mich z.B. fast nie, wie es mir geht. Sie redet immer nur über sich und wie schlecht es ihr geht. Wenn sie mich mal fragt, dann sage ich z.B. nicht so gut und dann sagt sie gleich, dass es ihr schlechter geht. Sie braucht auch immer die Aufmerksamkeit von jedem. Wenn wir mal zusammen in der Stadt sind, holt sie ganz demonstrativ einen Inhalator raus, röchelt vor sich hin und muss dann erstmal total auffällig inhalieren, obwohl sie überhaupt nichts hat. Hauptsache im Mittelpunkt stehen.
Meine Therapeutin sagt, dass sie vielleicht eine histrionische Perönlichkeitsstörung hat. Und nur durch sie und ihr Verhalten bin ich erkrankt. Wenn ich mit ihr zusammen bin, macht sie mich eigentlich dauernd wütend.
Was ich damit sagen möchte, ich kann einfach nicht mehr.
Seit jetzt zwei Wochen dissoziiere ich ständig und bin deswegen auch krank geschrieben. Kann so natürlich auch kein Auto fahren. Und immer wenn ich darüber nachdenke oder mit meiner ambulanten Betreuerin darüber rede, geht es mir super schlecht und ich denke, dass Suizid die einzige Lösung ist, weil ich nichts anderes mehr hinbekomme.
Das ist jetzt aber keine Ankündigung, nur so Gedanken.

Danke, dass Ihr das durchgelesen habt.

Ich weiß einfach nicht mehr weiter....

LG Elliot
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Abraxas
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« Antworten #1 am: 09. Februar 2011, 08:56:48 »

Hallo Elliot,

tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht.

Wie oft habt ihr denn Kontakt? - Hm, nicht ans Telefon gehen, oder mal ne längere Zeit nicht besuchen, ist sicher auch kein Rat. Das ist ja dann nur Vermeidung und um das wieder zu verdrängen, braucht man auch wieder viel Kraft.

Hast du mal versucht, den Spieß umzudrehen?

Ich wünsche dir ganz viel Kraft. Wie schrecklich ist das, nicht mehr leben zu wollen, weil man sich nicht distanzieren kann.

.. hab da so ne Ahnung von.

Lieben Gruß  Azn
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Elliot
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« Antworten #2 am: 09. Februar 2011, 11:26:12 »

Hallo Abraxas,

ich habe den Kontakt schon reduziert, zumindest das Besuchen. Aber wir telefonieren fast täglich. Ich bin dabei, das einzuschränken.
Eigentlich müsste sie mir als meine Mutter zuhören und mir mütterliche Ratschläge geben, aber es geht immer nur um sie.
Den Spieß umzudrehen funktioniert daher nicht, weil unsere Mutter-Tochter-Rollen vertauscht sind.
Ich weiß einfach nicht, wie das weiter gehen soll. Ich lebe so vor mich hin.
Sonst hatte ich bei meiner Therapeutin 2-3 Termine die letzten zwei Wochen, aber jetzt ist sie für mindestens zwei Wochen krank, weil sie an den Augen operiert wurde.
Am 17.2. habe ich ein Vorgespräch für eine Krisenintervention auf einer Psychotherapiestation. Ich hoffe, solange halte ich noch durch. Morgen habe ich auch noch einen Termin bei meinem Psychiater, mal sehen, was der so sagt.

LG Elliot
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Sister Moonshine
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« Antworten #3 am: 09. Februar 2011, 23:46:44 »

Hallo Elliot,
ja, solange hältst Du durch. Die Krisenintervention ist eine gute Sache. Bin momentan in einer ähnlichen Situation.
Als Laie, der nie einen psychotherapeutischen Rat bekommen hat (nur mal so, uarks) würde ich Dir raten, zu probieren, fest bei einem NEIN zu bleiben. Oder einem provozierenden Gähnen, wenn sie wieder röchelt...Du musst ihr DEINE Grenzen aufzeigen. Also wenn sie wieder mal ein Thema anschneidet, was nicht Dich sondern ihre Beziehung angeht...heb die Hände, streck sie ihr entgegen und sag "Bis hierhin, und nicht weiter!"

Es liegt viel daran, wie DEINE Persönlichkeit ist (nicht böse gemeint). Zeige ihr Deine Grenzen und sei darin auch "unerbittlich", es ist nicht nur für Dich gut, sondern auf Dauer auch für sie!

Du sagst, die Mutter-Tochter-Rolle sei vertauscht. Wieso sagst Du das? Liegt es daran, dass sie Schwächen, Unzulänglichkeiten aufweist? Wie alt ist sie? Gibt es Vorerkrankungen?

Wie hast Du sie als Kind erlebt? Eben so? Oder anders?
Wer braucht hier seelische Unterstützung...Du? Oder sie?

Entschuldige all die Fragen, kam so über mich...

Liebe Grüße
Sister Moonshine
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« Antworten #4 am: 10. Februar 2011, 09:32:19 »

Danke für Deine Antwort Sister Moonshine.
Ja, ich muss durchhalten! Und das werde ich auch.
Und ich muss meiner Mutter gegenüber konsequent sein.
Die Mutter-Tochter-Rolle ist vertauscht, weil sie immer mit ihren Problemen zu MIR kommt und nicht ich mit meinen zu ihr. Und sie will von mir immer total viel Mitgefühl und Aufmerksamkeit. Alle Aufgaben, die sie gegenüber mir als Mutter zu erfüllen hat, die habe ich gegenüber ihr, wenn es nach meiner Mutter ginge.
Sie ist 57 Jahre alt.
Was Vorerkrankungen betrifft, also sie hat auf jeden Fall psychische Probleme, meine Therapeutin sagt, dass sie vielleicht eine histrionische Persönlichkeitsstörung hat. Sie hat auch mehrere Suizidversuche hinter sich.
An meine Kindheit erinnere ich mich eigentlich gar nicht mehr. Ich weiß nicht, vielleicht alles verdrängt? Sie hat mal erzählt, dass ich mit 4 Jahren zu ihr gesagt habe, dass wir ganz schnell weg von meinem Erzeuger müssen (traumatische Erlebnisse). Also habe ich dort schon das Zepter übernommen. Alleine hätte sie mich da nicht schützen können. Sie hat mich nie geschützt. Auch später nicht.
Wer hier die seelische Unterstützung braucht? Naja, wenn sie mich beschützt hätte und ihre Aufgaben als Mutter erfüllt hätte, dann vielleicht keiner, aber so brauche ich die Hilfe. Sie eigentlich auch, aber das würde sie NIE zugeben oder einsehen. Man muss ja stark sein!

Sorry, ich ein bissl lang.

LG Elliot
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« Antworten #5 am: 10. Februar 2011, 19:19:41 »

Weißt Du,

die Mutter-Tochter-Rolle sollte im Erwachsenenleben eigentlich ausgeglichen sein! Mal kommt der eine, mal der andere. (Das ist das Optimum;-)
Eine histrionische Persönlichkeitsstörung ist normalerweise keine Induktion für einen Suizid. Hat sie vielleicht auch Depressionen?
Wenn sie Dich nie geschützt hat (obwohl sie das Wissen hatte) hatte es sicherlich Gründe. Hast Du sie mal danach gefragt? Ich denke, sie hat, genau so wie Du, mit vergangenen Dämonen zu kämpfen. Ihr solltet Euch zusammen tun und bei Sherry und Häppchen mal reden. Und glaube mir: Ich weiß, dass das bescheuert klingt und es sicher nicht funktioniert, aber es wäre ein Anfang, oder?
Was denkst Du darüber??

Alles Liebe,
Sister Moonshine
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« Antworten #6 am: 10. Februar 2011, 19:22:08 »

Sorry, noch was...
"Man muss wohl stark sein"Huch?
Ich lächle mal kurz süffisant in meinen Ärmel...
Nein. Du musst nicht immer für andere stark sein. Sei es für Dich, denn dann kannst Du auch für Deine Mutter eine Hilfe sein!

 Breitgrinsen
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« Antworten #7 am: 13. Februar 2011, 18:24:20 »

Ich denke,

dass ich das, was ich als Kind nicht bekommen habe, jetzt gerne hätte.
Ich weiß nicht, was sie für eine Störung hat, vielleicht ja auch eine Depression, kann schon sein.
Mit ihr zu reden bringt nichts. Aber ich habe sie auch noch nie gefragt, warum sie mich nie geschützt habe. Das traue ich mich auch irgendwie nicht.
Ich bin es irgendwie satt, für meine Mutter stark zu sein.
Heute hatte mein Stiefvater Geburtstag und ich bin dann dort gewesen. Aber ich fühlte mich die ganze Zeit sehr unwohl und alles, was meine Mutter sagte, hat mich tierisch genervt. Das macht mich traurig. Vor einer Zeit bin ich immer ganz gerne mit ihr zusammen gewesen. Aber jetzt nervt sie mich und macht mich auch wütend.  Platze gleich
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JEM
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« Antworten #8 am: 13. Februar 2011, 18:53:58 »

"...dass ich mit 4 Jahren zu ihr gesagt habe, dass wir ganz schnell weg von meinem Erzeuger müssen (traumatische Erlebnisse). Also habe ich dort schon das Zepter übernommen. Alleine hätte sie mich da nicht schützen können. Sie hat mich nie geschützt."

Hallo Elliot,

hast Du überhaupt keine Erinnerungen mehr daran, was damals traumatisch war?
Du hast damals einen einen dringenden Wunsch geäußert, die Trennung musste aber Deine Mutter vollziehen, sie musste sich von ihrem Partner trennen.
War Deine Mutter blind oder wollte sie nicht sehen?
Eine histrionische Persönlichkeitsstörung bei Deiner Mutter wäre möglich, wenn dies der Fall wäre, wirst Du das nicht von ihr bekommen, was Du gerade (und ich denke schon lange vorher) erwartet hast.
Aber es geht hier ja zunächst um Dich.
Wo siehst Du Dich selbst?
Was kannst DU selbst für Dich tun?
Und wo brauchst Du Hilfe von außen?
Diese Hilfe kann nicht von Deiner Mutter kommen, sogar wenn sie Dich auf einmal betütteln würde,  Dir wirklich zuhören würde, könnte Dir das nicht dauerhaft helfen.
Das sind meine Gedanken hierzu...
Ich wünsche Dir gute Gedanken!

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #9 am: 14. Februar 2011, 13:50:27 »

Hallo Jürgen!

Doch, an die traumatischen Erlebnisse erinnere ich mich noch, leider. Habe auch Flashbacks und dissoziiere oft, was ja damit zusammenhängt, bzw. mit der PTBS.
Ich denke, sie wollte nicht sehen, was die Situation dort betraf.
Ja, stimmt. Ich kümmere mich zu sehr um meine Mutter und ihre Probleme.
Es geht um mich. Ich habe mich um ein Vorgespräch für eine Krisenintervention gekümmert, das am Donnerstag ist. Dann habe ich Mittwoch ein Gespräch bei meiner Therapeutin, die wieder gesund ist. Seit heute gehe ich wieder zur Arbeit. Ich arbeite in einer Werkstatt für psychisch Erkrankte. Zwar nur halbtags, aber immerhin. Ich nehme regelmäßig meine Medikamente. Ich habe nicht mehr so viel Kontakt zu meiner Mutter. Ich treffe mich regelmäßig mit meiner ambulanten Betreuerin. Ich denke, ich versuche schon eine ganze Menge, damit mir das besser geht.
Bloß dann gibt das immer Momente, in denen ich glaube, dass alles so mist ist, dass ich nicht mehr weiter leben möchte.
Ich hatte mich in den letzten zwei Jahren gut von Suizidgedanken entfernt, aber jetzt sind sie wieder da. Und jetzt muss ich mich wieder von denen entfernen! Ich hoffe, dass ich das schaffe.
So weit...
LG Elliot
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« Antworten #10 am: 14. Februar 2011, 20:56:53 »

Hallo Elliot,
da sich Deine Mutter nicht um Dich kümmern kann, auch früher nicht wirklich kümmern konnte, musst Du Dich jetzt um Dich kümmern.
(Hast Du ja auch schon früher getan, wie Du es beschrieben hast).
Gehe Deine Dinge an, nehme Deine Termine wahr und mache Dich so authentisch.
Die Krisenintervention - geht es da um eine Klinikaufnahme?
Spreche mit Deiner Therapeutin, sie kann Dir mehr jetzt mehr geben als Deine Mutter!
Spreche bitte auch über Deine Suizidgedanken mit ihr, schon das Sprechen darüber wird für Dich hilfreich sein, auch wenn es Dir mühsam erscheint.
Und dann kannst Du später Deiner Mutter wieder etwas zurückgeben....

Liebe Grüße
Jürgen
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Elliot
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« Antworten #11 am: 16. Februar 2011, 16:44:54 »

Hallo Jürgen!
Ja, bei der Krisenintervention gehts um einen vollstationären Klinikaufenthalt in einem Psychotherapie-Haus. Morgen ist das Vorgespräch beim Chefarzt. Ich hab schon irgendwie Bammel.
Heute war ich bei meiner Therapeutin. Sie sagte unter anderem, wenn der Kontakt zu meinen Eltern so bleibt, werde ich nie stabil werden. Das schockte mich dann doch ein wenig.
Die Suizidgedanken habe ich erst am Ende ansprechen können. Sie hat sich nur kurz abgesichert, ob ich mir Hilfe holen würde und sie sagte, dass sie das gut nachvollziehen kann, dass ich welche habe.
Lieben Gruß
Elliot
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« Antworten #12 am: 16. Februar 2011, 17:47:46 »

Hallo Elliot,

Therapeuten sagen oft harte Sätze, die Dich aufrütteln, die Dich zum Nachdenken zwingen sollen. Nehme sie also nicht wörtlich, sondern einfach nur als Denkanstoss.
Und wenn es Dir absolut unmöglich erscheint, dann sage das, denn sie sind auf Deine Mitarbeit angewiesen, nicht nur Du auf sie.
Im Vorgespräch versuche nichts zu überspielen, sondern erzähle von Dir, stelle Dich nicht stärker da, als Du gerade sein kannst.
Sage einfach, dass Du Dir Hilfe erhoffst...
Du wirst Dich ihnen vermitteln können, keine Angst!

Liebe Grüße
Jürgen
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« Antworten #13 am: 17. Februar 2011, 20:45:58 »

Hallo Elliot  Grinsen

Oh, weißt du wie ich das alles kenne, genau so war meine Mutter..
ich war auch immer für sie da, umgekehrt nicht und wenn nur in beisein von andere Menschen,um gute Mutter zu sein.
habe mit 13 Jahren schon magenschleimhautentzündung gekriegt und mit 17 dann Magengeschwür.
Sie ist 2003 gestorben und weißt du was... mir gehts seit dem gut,da sie mich nicht mehr weh tun kann.
Ich hätte viel früher Kontakt abgebrochen für eine zeit ( hat mein Mann so oft gesagt )
heute lebe ich nach der Motto...WAS DIR NICHT GUT TUT, MUSS DU NICHT TUN...
Vergiss nicht, das DU bist jemanden  Blinzeln
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« Antworten #14 am: 18. Februar 2011, 17:01:02 »

Hallo Hilfende!

Schon, bzw auch nicht, mal jemanden zu hören, der das kennt mit seiner Mutter.
Das mit dem Magen hab ich auch, genau wie Du. Ist halt psychosomatisch.

Gestern war ich zum Vorgespräch in der Klinik. In 4-6 Wochen ist Aufnahme für 6-12 Wochen. Also ein bisschen mehr als eine Krisenintervention. Der Chefarzt war sehr nett und das Gespräch war auch gut. Hab mir dann noch die Station angesehen und es gibt nur Einzelzimmer und höchstens 6 Patienten auf Station. Das finde ich sehr gut.
Ich konnte auch gut von mir erzählen, weil eigentlich ist das bei mir nicht so einfach mit dem Vertrauen, aber es ging. Er fragte auch nach Suizidgdanken und ich konnte ehrlich sein. Er fragte dann noch, wie sehr die denn ausgeprägt sind und ich sagte, dass ich die noch gut unter Kontrolle habe.
Ich schaffe es bloß nicht, meiner Betreuerin davon zu erzählen. Das ist mir total unangenehm, peinlich sogar.

Lieben Gruß
Elliot
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« Antworten #15 am: 18. Februar 2011, 18:06:50 »

Hallo Elliot  Grinsen

Es ist für mich schön darüber zu schreiben oder zu sprechen und noch dazu keineswegs Emotionen zu kriegen. Es ist nur schade das ich das erst hat seit sie tot ist... heute bereue ich vieles.
Ich hätte das viel viel früher gehabt,wenn ich los gelassen hätte.
Die war nicht lieb zu mir.. überhaupt nicht.
Wollte ich über unsere beziehung sprechen,war immer die Antwort von sie : Ich habe Verzeihung von Gott gekriegt... dann war meine frage an sie .. und ist es dir nicht wichtig das ich dir Verzeichnung gibt !!! Sie hat nur geweint und ab dann musste ich HEILIG versprechen das ich NIE MEHR DARÜBER REDET....also hat sie weiter gemacht,wie immer..

Ich will Dir ein Tipp geben  Grinsen sei ehrlich zu die wo Dir helfen will, so kriegst du den besten Behandlung und du kannst es raus spucken.. ist sehr wichtig, da fällt Dir auch den last mit den du trägst..
Du musst Dich für gar nichts schämen

lg Hilfende
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« Antworten #16 am: 22. Februar 2011, 17:42:03 »

Ich kann einfach nicht mehr. Sie macht mich fertig.
Ich habe gerade mit ihr telefoniert und sie versteht mich einfach nicht.
Sie will, dass ich wieder Auto fahre. Aber ich sollte noch kein Auto fahren, weil ich immer wieder dissoziiere. Gegenüber ihr nenne ich das immer Wahrnehmungsstörung. Dann fragte sie, wie sich das denn bemerkbar macht. Darauf sagte ich ihr, dass sie das ja nie wissen will. Das letzte mal als ich ihr das erklären wollte, fing ich an zu erzählen und sie lenkte mit einem ganz anderem Thema ein und ging dann. Als ich ihr denn das sagte, meinte sie nur, ich mache sie immer zur "Bösen".
Heute sagte ich ihr dann, dass Räume viel größer erscheinen, Menschen weiter weg sind und dass die Umwelt irreal erscheint. Darauf sagte sie dann nichts. Wahrscheinlich denkt sie jetzt, dass ich total bekloppt bin.
Dann sagte ich ihr das mit der Klinik und dass das noch 4-6 Wochen dauert und dann sagte sie, dass das ja noch voll lange hin ist. Sie hätte das ja irgendwie verstanden, wenn das sofort geklappt hätte, aber so nicht.
Sie will meine Krankheit einfach nicht verstehen. Was soll ich bloß machen? Ich will auch nicht, dass das irgendwie böse auseinander geht.
Ich weiß einfach nicht.

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« Antworten #17 am: 22. Februar 2011, 21:51:45 »

Hallo liebe Elliot,

Du solltest Dir momentan keine Gedanken darüber machen, wie es "ausgeht". Denn hier und jetzt ist es Dein Leben, das gekittet werden will. Ich denke, sie will und kann es nicht verstehen, weil es erstens schwer zu erklären ist und zweitens offensichtlich ein Thema berührt, dem auch sie sehr betroffen gegenüber steht. Aber wenn sie nicht bereit ist zu reden, dann musst Du Dir halt anderweitig Hilfe holen. Bite lass Dich von ihr nicht beeinflussen. Gehe Deinen Weg, damit kannst Du viel mehr für Dich UND sie erreichen als jetzt.

Ich wünsche Dir für Deinen Aufenthalt alles Gute, und nimm mit, was Du kriegen kannst :-)

Alles Liebe,
Sister Moonshine
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