Hallo Rubina,
es gibt einige Literatur zur Borderline-Persönlichkeitsstörung, hier im i-net u.a. ein sehr umfangreicher (und allgemeinverständlicher) Artikel von Prof. Dr. med. Volker Faust:
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/pdf/faust1_borderline.pdfDort steht ab S. 18 etwas zu den (schwierigen) Beziehungen der Borderline-Betroffenen.
Überspitzt formuliert könnte man sagen, die Partner, die man sich wirklich wünscht (sensibel, zugewandt, liebevoll), werden immer wieder durch das Borderline Verhalten
erschreckt, bis sie sich
verschreckt überfordert fühlen.
Es kommt dann erst gar nicht zu einer Beziehung...
Hier kann nur helfen, den Partner über Borderline aufzuklären, ihm immer wieder zu sagen, dass er nicht immer alles wörtlich nehmen darf, was Du sagst, was Du tust.
Dass Du ihn manchmal vor Dir warnst, wenn Du spürst, dass die Agressionen, die Ängste in Dir hochkommen.
Und dass Du glaubst, dass er Dich nicht verlässt.
Ich denke, das sind die Partner, die Du Dir eigentlich für Dich wünscht. Sie waren sicher in Deinem Leben vorhanden, aber sie sind von Dir "gegangen worden", sie hatten nicht die Kenntnis über Deine Krankheit. Sie konnten Dich also nur so "wahr"nehmen, wie Du sie behandelt hast, und kamen dann ohne Deine Aufklärung damit nicht zurecht, weil sie nichts von Deinen Ängsten wussten.
Übrig bleiben dann Menschen als "Partner", die eine stumpfe Persönlichkeit haben, die nur ihre Interessen verfolgen und Dich nicht groß wahrnehmen. Die spüren auch nicht Deine Verletzungen, die gehen an ihnen vorbei. Oft sind es sind dies Menschen, die Unterwerfung verlangen, und das ist ein Muster, das viele Borderliner von früher kennen, das für sie berechenbar ist und damit angstfreier ist, als die "freie" (unberechenbare) Liebe.
Ich kann Dir nur raten, bei Menschen, die Dir wichtig sind, offen zu sein. Wenn es Nieten sind, dann weißt Du es so am schnellsten.
Ich wünsche Dir Gutes und wenig Angst!
Liebe Grüße
Jürgen