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Autor Thema: ertrage Gedanken nicht mehr  (Gelesen 499 mal)
Luftballon
Beginner
*
Beiträge: 1


« am: 04. April 2011, 15:29:11 »

Hallo,

ich mache mir schon immer zu viele Gedanken über mich selber, mein Leben und meine Umwelt. Ich weiß nicht genau woher es kommt aber eigentlich ist es erst so schlimm, seid meine Mutter an Depressionen leidet. Am Anfang wusste ich nicht mal was mit ihr los war. Sie hat mich einfach immer ignoriert, hat immer geschlafen etc. Sie war nicht mehr da. Danach hab ich begonnen mich an irgendwelche Dinge und Menschen zu klammern. Ich dachte es wäre meine Schuld, bestimmt, weil ich so ein schlimmes Kind war. Ich begann ab zu nehmen, bis meine Eltern sich sorgten und ich wieder Aufmerksamkeit bekam. Dann hab ich angefangen mich zu verletzten und zu kiffen. In dieser Zeit ging es mir wirklich „gut“, es war eben alles egal.
Ich habe meinen ersten, richtigen Freund kennen gelernt. Mit ihm zusammen fühlte ich mich richtig stark. Doch dann bin ich schlecht in der Schule geworden, habe viele Freunde verloren und musste einsehen, dass es an der Droge lag. Ich habe aufgehört (inzwischen habe ich einen richtigen Hass dagegen). Doch mein Freund machte weiter. Irgendwann viel mir auf wie wichtig ihm die Droge war, wichtiger als ich. Er belog mich doch ich wollte ihn damals nicht verlieren, er war der einzige, wichtige Mensch für  mich.
Dann habe mich dann nach drei Jahren von ihm getrennt, als ich merkte, dass es nicht mehr ging und ich ihm nicht helfen konnte, sonder mich selber nur kaputt machte.

Nun habe ich eine neue Beziehung und ich bin über glücklich. Ich habe das Gefühl zum ersten mal wirklich wichtig und gut zu sein und etwas richtig zu machen.
Doch meine Gedanken sind einfach nur quälend geworden. Ich habe totale Verlustängste, bin eifersüchtig und neidisch, habe Hassgedanken, immer wieder öfter das Gefühl mich Verletzten zu wollen, sehe in jeder Geste etwas negatives, bin oft wütend auf mich selber.( Obwohl ich überhaupt keinen Grund dazu habe, denn in meiner neuen Beziehung läuft es genau so, wie ich es mir immer gewünscht habe.)
Oft laufe ich herum und stelle mir vor, wie es wäre, wenn mich jemand umbringen würde oder ich überfahren würde etc. Ich will mich nicht umbringen, aber ich habe solche Angst davor alleine zu sein und nicht mehr gebraucht zu werden, dass ich lieber gar nicht mehr da wäre.
Ich habe schon oft versucht darüber zu reden, aber ich schäme mich dafür und verstehe es ja selbst nicht. Alle haben doch schon genug Probleme. Ich schreibe sehr viel, doch in letzter Zeit hilft mir das auch nicht mehr. Zur Zeit zweifel ich einfach an allem und ich will nicht, dass ich mit meinen Gedanken etwas kaputt mache, weil ich sie nicht verstecken kann.
Letztens habe ich überlegt, ob ich mir Hilfe suchen soll, doch ich glaube nicht, dass es wirklich so „schlimm“ ist. Ich habe Angst, dass ich mir das ganze nur einbilde und es viel schlechter und dramatischer mach als es ist !?

Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben. 

Liebe Grüße
Gespeichert
JEM
Stammposter
****
Beiträge: 809


« Antworten #1 am: 04. April 2011, 22:59:06 »

"Nun habe ich eine neue Beziehung und ich bin über glücklich. Ich habe das Gefühl zum ersten mal wirklich wichtig und gut zu sein und etwas richtig zu machen."

Hallo Luftballon,

herzlich willkommen hier im Forum!

Warum kannst Du aus dem oben von Dir Geschriebenen nicht Kraft ziehen?
Warum hast Du auch jetzt noch Angst verlassen zu werden?
Warum schämst Du Dich für Dich?

Hole Dir bitte Hilfe, Du bist noch jung und da geht es schneller.

Ich wünsche Dir Gutes!

Jürgen
Gespeichert

Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
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