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Autor Thema: schizophren / Psychosen frage dazu....  (Gelesen 1644 mal)
deleteuser
Gast
« am: 04. Oktober 2004, 08:01:22 »

Hallo.... und einen guten morgen.... ich weiss nicht ob ich hier richtig bin,ich versuche es einfach mal.....

Ich habe vor gut einer Woche über einen Chat einen Mann kennengelernt,
wir haben uns geschrieben und telefoniert... wir sprachen über alles mögliche und so erzählte er auch,daß er wegen berufsunfähigkeit momentan eine umschulung macht.... (dachte es handelt sich um einen unfall oderso) naja wir telefonierten öffter und irgendwie war/ist alles so vertraut...er ist total lieb und nett.... nun ging es darum,das wir uns treffen und irgendwie kam wieder das thema auf,welches er nicht direkt ansprechen wollte..seine krankheit.....ich hab dann so lang gedrängelt bis er es dann schrieb.... er sei seit 7 jahren schizophren / Psychosen( durch fieberschübbe, Hallozination und Drogen....nimmt aber neuroleptika)... ich war erst einmal geschockt und auch leicht überfordert...im ersten moment dachte ich oh gott...hab mich dann im netzt mal bisschen umgeschaut was es heißt und bedeutet..... ich fragte ihn ob wir telefonieren wollen und er sagte nein....er könnte nicht..... ich bekam dann 2 seltsame sms die ich nicht so deuten konnte...ich hatte gelesen,daß gelegentlich schübe auftreten können... ich möchte ihn trotzdem gern kennen lernen,merke aber das er seit dem anders ist... ich will ihn auf keinen fall überfordern...und weiss nicht wie ich mich nun verhalten soll....

vielen dank,wenn mir jemand rat geben könnte

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beltane
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« Antworten #1 am: 17. November 2004, 12:01:48 »

hallo lolle,

da dir noch niemand geschrieben hat, werde ich mal versuchen dir ein wenig zu helfen..
Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass es eine große Aufgabe ist, sich auf so einen Menschen einzulassen. Ich möchte dir damit nicht davon abraten ihn kennenzulernen, aber du musst dir sehr viele Gedanken machen über ihn und auch über dich. Du musst versuchen, zu begreifen, was in ihm vorgeht ohne dich mit hineinziehen zu lassen. Dies kann schon sehr nervenaufreibend und belastend für dich sein.. Und du solltest dich immer wieder fragen, was deine Ambitionen sind, diesem Mann zur Seite zu stehen.. Liebe, wenn es denn so sein wird, ist meines Erachtens die einzige Weise ihm beizustehen. Alles andere, wie ein Helferdrang zB kann zwar auch aus dem tiefsten Inneren kommen, aber die Möglichkeiten zu helfen sind für eine normale Person sehr gering, weil es tiefe Einsichten in die Psychologie benötigt, um wirklich etwas zu erreichen.
Man kommt so leicht in die Versuchung zu denken, man könne einem Menschen helfen, nur weil man gewagt hat sich auf ihn einzulassen und versucht ihn zu begreifen.. In den wenigsten Fällen kann man soviel Empathie und auch Wissen ansammeln um dies zu schaffen.
Das einzige, was man tun kann ist diesem Menschen beizustehen und ihm Kraft und gegebenfalls Liebe zu geben, alles andere muss dieser mensch selbst schaffen.
Zu deiner Frage, was du nun tun sollst, weil er im Moment scheinbar nicht in der Lage ist, mit dir zu reden, kann ich dir auch nicht viel rat geben..
Versuche ihm zu zeigen, dass dir wirklich etwas an ihm liegt, dass du damit umgehen kannst (wenn du es kannst), wenn er auch mal anders ist als sonst und versuche ihn zu verstehen.
mehr kann ich dir leider nicht helfen..

liebe grüße
beltane
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sharon
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« Antworten #2 am: 17. November 2004, 16:17:06 »

hi, mein sohn hatte eine psychose nach drogenabusus und ich will dir mut machen, er ist ganz normal.
klingt vilelicht komisch aber ich habe seither mehrere psychotiker kenngelernt, und sie sind normal , d.h. du kannst wenn sie nicht auf einem schub sind ganz normal mit ihnen umgehen.

diese berührungsängste sind übertrieben.
und mein sohn hat ja zum beispiel selbst angst, dass ihn andere ablehnen wenn sie es wissen.

mittlerweile sagt er, ich hatte schon mal wahnvorstellungen , weil ich zuviel gekifft habe.

oder wenn was sit halt einfach fragen, fühlst du dich verfolgt oder was macht die paranoia???

hat er immer gut aufgenommen.
also ich möchte mut machen, diese menschen nicht auszugrenzen, weil man angst vor der schwierigkeit hat.

die spüren ja die vorbehalte extrem, weil sie dünne wände haben,

herzliche grüsse,
sharon
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sharon
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« Antworten #3 am: 17. November 2004, 16:22:41 »

übrigens danke ich dem himmel, dass ihn keiner seiner freunde im stich gelassen hat in der akuten phase,
sie haben auf ihn aufgepasst als er mitten im schub war, und michv erständigt und so.

und waren in der klinik und  sind bis heute sehr oft da, was das geworden wäre wenn die abgesprungen wäre, weiss ich nicht.

dann danke an wolfgang hier im net,

und jetzt hat er im studium eine chinesin kennengelernt,

seinem fahrlehrer hat er es erzählt mit dem kiffen und den wahnvorstellungen und ichd achte meine güte, muss das sein, aber der hat es prima aufgenommen,

sharon
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