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Autor Thema: Man kann nicht jeden retten???  (Gelesen 719 mal)
Rubina22
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« am: 01. Juli 2011, 20:43:14 »

Hallo ihr

also ich muss sagen in Österreich sind die Kliniken, oder besser gesagt in Wien, sehr sehr zugeknöpft. Ich lebe schon seit Jahren (seit 2004) komplett isoliert, abhängig von einem hochpotenten schmerzmittel, trotz AD immer wieder komplett depressiv, meine Gedanken schweifen immer wieder zur nahen Donau, in die ich mich zu stürzen gedenken (bitte keine Rettung rufen ich tus jetzt eh nicht!!), und wenn ich das dem OA von der Psychiatrie die für meinen Wohnbereich zuständig ist sagt er "wir haben noch ärgere Fälle" und "man kann nicht jeden retten".
Super oder? Kotzen

Einmal geht frau raus und erzählt einem Fachmann von seinen Probs und dann kriegt man so eine Scheißantwort. Ich wollte von dem das natürlich schriftlich dass er mich jetzt wegschicke, das gab er mir nicht. natürlich!! dieser Angsthase wollte für den Schwachsinn den er verzapfte keine Verantwortung übernehmen.
 Huch Kotzen

er meinte wenn mich die Polizei und der Amtsarzt einweisen würden dann würde viell. was gehen aber selbst solche "Leute" werden wieder nach Hause geschickt wenn er es für nicht notwändig erachte sie aufzunehmen.

Die Bettensituation sei so prekär und überhaupt....man könne nicht jeden retten.

-was meint ihr dazu???

Rubi
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man sieht nur mit dem herzen gut, das wesentliche ist für die Augen unsichtbar
JEM
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« Antworten #1 am: 03. Juli 2011, 13:48:01 »

Hallo Rubi,

der Oberarzt hat natürlich "akademisch" gesehen recht, man kann nicht jeden retten.
Es gibt unheilbare Fälle, auch die Kostenlage mindert die Möglichkeiten der Ärzte zu helfen.
Das sind die Fakten.

Aber ebenso ist es ein Faktum, dass jeder Arzt einen Eid geschworen hat, in dem er sich verpflichtet, jedem Patienten zu helfen.
Gegen diesen Eid hat dieser Arzt verstossen.

Er hätte sagen können, "Frau X, ich werde versuchen Ihnen zu helfen, aber es gibt so viele andere Patienten, die auch Hilfe brauchen". Er hätte Dir wenigstens Ideen mitgeben müssen (Adressen von Selbsthilfegruppen, auch die direkte Vermittlung einer psychotherapeutischen Betreuung oder eines Schmerztherapeuten).
Bitte lasse Dich dadurch nicht entmutigen. Hier in D gibt es in jedem Landkreis einen sogenannten "psychosozialen Dienst" - ich denke, dass es etwas entsprechendes auch in A gibt.
Nehme da einmal Kontakt dazu auf und spreche über Deine Sorgen.
Ich wünsche Dir Gutes und sende Dir Kraft!

Liebe Grüße
Jürgen
« Letzte Änderung: 03. Juli 2011, 13:49:26 von JEM » Gespeichert

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Rubina22
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« Antworten #2 am: 04. Juli 2011, 23:38:38 »

Hey Jürgen

danke für deine Antwort.

Er hat mir schon etwas mitgegeben, ein Rezept mit Neuroleptika, das ich zerriss.

Ich nehme eh Cymbalta und noch jede Menge anderen Krims Krams, das Schmerzmittel nehm ich ja nicht wegen der Schmerzen sondern wegen der Entzugserscheinungen wenn ich es nicht nehme.

weißt du Jürgen, gibt es eine Krankheit die mit Entscheidungsunfähigkeit einhergeht? Kompletter Isolation, sodass dich andere Leute nimmer ernst nehmen. Ich sag einmal "jetzt ziehe ich aus" oder "jetzt suche ich mir eine Arbeit" oder "jetzt fahre ich dort und dort hin" und dann mach ich alles doch nicht und bleib im Bett mach die Türe nicht auf, geh nicht ans Telefon.

Was ist das für eine Bullshitkrankheit?? Ich halts echt bald nimmer aus. Das ist vegetieren bei lebendigem Leib. Warte nur noch darauf dass mich die Würmer anfressen.

 Hä Lg Rubi
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gitty
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« Antworten #3 am: 05. Juli 2011, 15:31:34 »

liebe rubi,

ich kenne das, von dem krankheitsbild depression.
man würde gerne so viel machen, kann es aber nicht.
es fehlt der antrieb dazu, der schubser.

wie lange nimmst du schon cymbalta ?

weil erst nach vier wochen hilft das mittel gegen depression.

warum hast du das rezept weggeworfen?
(ich nehme auch noch zusätzlich ein antipsychotikum und es hilft mir)

liebe grüße
gitty
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Ein bisschen Güte von Mensch zu Mensch ist besser als alle Liebe zu Menschheit (Richard Dehmel)
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