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Autor Thema: 3 jahren herzangst , 1 jahr angstfrei, jetzt wieder rückfall  (Gelesen 808 mal)
gingeraleee
Beginner
*
Beiträge: 1


« am: 26. November 2011, 15:28:49 »

Hallo liebes Forum.

Ich bin langsam echt am verzweifeln . Ich bin 23 und leide seit 3 Jahren an einer Herzangst . War bis jetzt bei einem Neurologen , doch der hat mir starke Medikamente gegeben /Citalopram) was nicht gut war für mich.

Mit 20 Jahren hatte ich Herzstolpern , mir wurde schwarz vor augen , bauchschmerzen und bin auf den Boden gekippt.
Ging zum Kardiologen , alles in Ordnung
Paar wochen später hatte ich plötzlich beginnende Herzrasen . Die hielten ewig an .
Mit 21 wurde ich Abladiert via Herzkatheter .
Ich habe 6 monate gebraucht bis ich alleine durch Betablocker therapie die angst los werden konnte zu 90 prozent .
Genau 1 Jahr war ich beschwerdefrei mit der perfekt dosierten BetaBlocker therapie.
Doch vor 4 Monaten hat das Herzrasen wieder angefangen . Doch diesesmal noch komplexer.
Abends beim schlafen gehen habe ich einen ruhepuls von 43 - 55 . Ich kriege nächtlich Atemprobleme , luftnot und angst sowie panikattacken.
Tagsueber habe ich Herzrasen . Beim gehen immer staendig bei 110 - 120 .
Ich wurde vor einen monaten erneut die selbe stelle abladiert via herzkatheter . Doch diesesmal ist es irgendwie schlimmer geworden .
Ich habe noch dazu staendig druck im Kopf.
Mein Freund hat mit mir deswegen schluss gemacht weil ich mich zu sehr auf mekne Krankheit fixiere. Meine Arbeitsstelle hat mich gekündigt weik ich zu oft krank war.
Manchmal traue ich mich nicht zum backer zu laufen . Weil entweder habe ich Druck im Kopf oder Schwindel oder Herzrasen .
Ich kann wenn ich lange gelegen habe nicht schnell aufstehen wie die anderen.

Das leben quält mich seit 3 Jahren.

Eine 3. Katheter untersuchung hab ich keine lust mehr drauf .
Nach der Ablation sagt das krankenhaus ich kann die Betablocker absetzen , ich habs auf die extremste art und weise versucht auszuschleichen . Es geht aber ohne garnicht Traurig

Ekg ist immer in ordnung . Aber in der Katheteruntersuchung kommt doch was raus , was sie abladieren muessen .

Die Neurologen quatschen mit mir dinge , was ich garnet ernst nehme . Mir kommts so vor die haben ebenfalls was an der klatsche .

Wer kann mir helfen ?? Wohne in Berlin.

Ich muss was machen , heute habe ich wieder nicht geschlafen weil mein Puls sehr niedrig war im schlaf . Ich hatte das gefuehl ich kriege nicht richtig luft dazu noch extremes engegefühl im brustkorbbereich .
Gespeichert


JEM
Stammposter
****
Beiträge: 809


« Antworten #1 am: 26. November 2011, 16:46:21 »

Hallo gingeraleee,

herzlich willkommen hier im Forum!

Nach einer Herz-OP 1993 (Mitralklappen-Rekonstruktion) war ich auch ein Kandidat für eine Katheterablation (wegen einer registrierten Tachykardie und div. andauernden Rhythmusstörungen). Nach reiflicher Überlegung habe ich sie abgelehnt (und ich bekam damals auch Betablocker deswegen).
Danach folgte viele Langzeit-EKG's, die Rhythmusstörungen blieben. Nach einem Jahr habe ich den Betablocker abgesetzt, es hat sich nichts verschlechtert und ich lebe heute noch - völlig ohne Medikamente.
(Warum wurde eigentlich bei Dir noch einmal die selbe Stelle abladiert?)
Was Du schilderst sind Nebenwirkungen des Betablockers (niedriger Puls, Schwindel beim Aufstehen, ich kenne das von damals.)
Dein hoher Puls bei Belastung deutet auch auf ein psychosomatisches Problem hin, ebenso die Panikattacken, also etwas für den Neurologen.
Hast Du Deinem Neurologen gesagt, dass Du Betablocker nimmst? Die vertragen sich nicht so gut mit Antidepressiva, das muss abgestimmt werden.
Ich denke, Du solltest beide Ärzte zusammen bringen, den Kardiologen und den Neurologen.
Auch wäre eine Teilnahme an einer Herzsportgruppe durchaus sinnvoll, denn Ausdauertraining wirkt "beruhigend" auf das Herz und Du bist dabei unter ständiger ärztlicher Kontrolle.
Lasse Dich nicht von Deiner Krankheit einengen!

Liebe Grüße
Jürgen
Gespeichert

Gesagt ist nicht gehört, gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist noch lange nicht angewendet. Angewendet ist noch lange nicht beibehalten.
[Konrad Lorenz]
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