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Autor Thema: Dauerrente  (Gelesen 710 mal)
Depri
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« am: 19. Januar 2012, 17:00:21 »

 Lächelnd Liebes Forum,

vielleicht macht es doch dem einen oder anderen etwas Mut hier. Vor neun Jahren habe ich die Rente beantragt. Und seitdem viele Verlängerungen, einige Gutachten und zwei Rehas erlebt. Und heute habe ich in der Post die Bestätigung für all dies, eine Dauerrente.

Gebt nicht auf, auch wenn manch einer immer noch sagen mag, die haben doch garnichts, wir sind  genauso krank wie alle anderen die eine vorzeitige Rente erhalten.

Ich bedanke mich bei dem Forum, dass mir während jeder Gutachtenphase Rückhalt gab!

Eure Geli
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Sister Moonshine
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Beiträge: 556



WWW
« Antworten #1 am: 30. Januar 2012, 18:31:21 »

Liebe Geli,

danke für Deinen Bericht.
Ich habe überlegt, bzw. könnte in Rente gehen. Aber bei mir ist der finanzielle Punkt so wichtig. Ich möchte nicht Wohnung und Auto und all das aufgeben müssen. Mein LG hängt ja auch noch daran. Aber er verdient nicht genug für uns beide. Also muss ich arbeiten.  Wie ich es hasse! Es macht mich kaputt. Ich werde arbeiten müssen bis zur Rente.

Ich freue mich so für Dich, dass Du es geschafft hast! Inwieweit musstest Du Dich einschränken? War es ein steiniger Weg?

Liebe Grüße,
Sister Moonshine
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    ~ Please help me to keep my mind open to the public ~
Depri
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« Antworten #2 am: 01. Februar 2012, 22:02:58 »

Hallo Moonshine,

ich bin den Weg neun Jahre lang gegangen. Steinig war er nicht, nur manchmal ziemlich aufregend. Ich bin zweimal in einer Reha gewesen für sechs Wochen und war insgesamt viermal beim Gutachter der DRV. Wobei ich bei den letzten beiden Gutachtern schon das Gefühl hatte, es war nur noch proforma. Einmal befand ein Gutachter ich wäre bald wieder gesund und arbeitsfähig, aber das hat mir auch keine Schwierigkeiten bereitet, da ich nicht gesund bin und meine Ärzte immer hinter mir gestanden haben. Mein Hausarzt hat mir sogar für das letzte Gutachten bescheinigt, dass es mir deutlich besser geht. Aber das reicht eben immer noch nicht für ein Arbeitsleben.

Steinig ist meine Krankheit. An den Panikattacken bin ich schon manchmal sehr verzweifelt und die Depressionen sind auch sehr belastend. Ich bin nach wie vor in Behandlung und nehme meine Medikamente.

Das finanzielle war für mich immer sowas wie eine Frage der Ehre. Ich habe nicht viel. Aber ich muss nicht betteln. Ich ziehe noch zwei Kinder gross, der Älteste hat eine eigene Wohnung und studiert mittlerweile. Hätte ich damals nicht die Rente eingereicht, wäre ich einen sehr steinigen Weg durch die Arbeitsagentur gegangen. Nach der Trennung von meinem Mann wollte man mich direkt arbeiten schicken. Eine Amtsärztin hatte ein  Einsehen und schrieb mich krank. Eigentlich war das der Grundstein für meine heutige Rente.

Finanziell bin ich  zumindest später für mich alleine abgesichert, das war es mir alles wert.

Liebe Grüsse und viel Mut wünsche ich dir!

Angelika
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Anndra
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« Antworten #3 am: 03. Februar 2012, 01:40:29 »

Hallo Angelika,

das macht mir ja Mut...
ich habe gerade meinen zweiten Verlängerungsantrag abgeschickt und warte nun angstvoll auf die Antwort...ich fürchte mich extrem vor einem erneuten Gutachtertermin...weil ich gar keine Medis nehme, keine oder kaum Arztbesuche zulassen kann, hab ich extrem Angst, dass man mir genau das vorhält...

und entsprechend die Rente verweigert...zum JobCenter kann nicht gehen, weil es mir dort schon früher so schlecht ging, dass ich noch mehr gelitten hab als nötig...
Bis jetzt lief für mich ja auch immer alles reibungslos ab...aber es kann ja nicht immer so gehen...das befürchte ich jedenfalls... Augen rollen

Liebe Grüße
Anndra
« Letzte Änderung: 03. Februar 2012, 01:41:31 von Anndra » Gespeichert

Ich bin!Darum werde ich ständig.
Depri
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Beiträge: 156


« Antworten #4 am: 03. Februar 2012, 16:02:25 »

Hallo Anndra,

du solltest versuchen eine Therapie zu machen. Auch die DRV will natürlich sehen, dass du auch etwas dazu beiträgst, dass du eventuell wieder gesund werden kannst. Ich weiss selbst wie schwer das ist, aber es wäre auch für dich selbst vielleicht eine Chance. Mir haben Therapie und auch Medis geholfen ein halbwegs normales Leben zu führen. Ich bin nicht so belastbar aber ich kann wenigstens wieder vor die Türe und am sozialen Leben draussen teilnehmen. Wenn auch nicht immer, aber doch kein Vergleich zu damals, als ich noch am Anfang meiner Thera stand. Ich wünsche dir den Mut vielleicht doch nochmal dir helfen zu lassen.

LG Geli
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Anndra
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Beiträge: 296



« Antworten #5 am: 03. Februar 2012, 16:48:57 »

Hallo Geli,

also ich habe bereits insgesamt 10 Jahre Therapien gemacht und das Problem ist eben auch, dass ich genau deshalb kein Vertrauen mehr in die Wirksamkeit dieser Maßnahmen habe. Mir wurde von einem Psychiater angeraten eine Traumatherapie zu machen. Die wurde allerdings von der Krankenkasse abgelehnt! Du siehst, das Thema ist für mich durch...Ich hab keine Kraft mehr mich damit auseinanderzusetzen...das ist ja gerade die Krankheit...*grr* Es ist zum Mäuse melken...

Ich habe durch die Therapien und auch durch die Rente heute wieder die Möglichkeit ein halbwegs normales Leben zu führen...aber arbeiten geht gar nicht!  Naja, wir werden sehen was passiert... Blinzeln

Liebe Grüße
Anndra
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Ich bin!Darum werde ich ständig.
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